16.05.2012
Aus aller Welt
Leben und Sterben des Heinrich Goldberg alias Filareto Kavernido
Elf Kugeln beendeten am 16. Mai 1933 das Leben von Heinrich Goldberg. Im Staub eines schmalen Pfades verblutete der deutsch-jüdische Anarchist in der Nähe eines kleinen Weilers in der Dominikanischen Republik, knapp 53 Jahre nach seiner Geburt. Den Mord haben vermutlich Lokalpolltiker mit Billigung des Diktators Rafael Trujillo organisiert. Das Verbrechen ist bis heute ungesühnt. … weiter lesen
16.05.2012
Kultur & Unterhaltung
***
Der Bär flattert in östlicher Richtung.
***
Dieses Foto schickte uns eine Freundin »mit Grüßen aus Jena!«

Friseursalon Hairkiller in Jena
(BK / JS)
16.05.2012
Kultur & Unterhaltung

Kastanienallee in der Rheingaustraße, Berlin-Friedenau.

Kastanienallee Bornstraße, Berlin-Friedenau.
Die schönsten Kastanienalleen in Berlin stehen in Friedenau. Die Pracht hält nur noch wenige Tage.
16.05.2012
Kultur & Unterhaltung
Bei diesem Wetter immer noch das wichtigste Gerät im Prinzenbad.

Foto: ©Sigrid Deitelhoff
16.05.2012
Kultur & Unterhaltung

Finde den Bären auf diesem Wimmelbild an der Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain…

Welchen Bären?

Ach, diesen Bären!!! Mit mehreren Schichten Tape-Band wurde dieses große Kuscheltier auf den blauen Wasserrohren befestigt und hat seitdem alles im Auge, was in Richtung Kreuzberg so passiert.

Und der Bär schießt aus seiner Wasserpistole.
Witzige Aktion!
15.05.2012
Kultur & Unterhaltung
“…die Pyramiden Ägyptens schaukeln mit dem Ganzen und in sich. Selbst die Beständigkeit ist bloß ein verlangsamtes Schaukeln.” (Michel de Montaigne)

3 franz. Poller in der Stunde zwischen Hund und Wolf
Im Verlag Association A haben Peter Birke und Max Henninger 12 Beiträge aus “Sozial.Geschichte Online” veröffentlicht, u.a. von Karl Heinz Roth, Kristin Carls und Silvia Federici, die sich mit den “Krisen-Protesten” weltweit befassen. Das beginnt mit einem Beitrag von Helmut Dietrich über “Die tunesische Revolte als Fanal”. Andere Autoren der Aufsatzsammlung thematisieren die Proteste in Griechenland, Spanien, Deutschland und den USA sowie die zweite Generation der Bauernarbeiterinnen im heutigen China.
Daneben sind in der letzten Zeit noch mehrere “Sonderhefte” erschienen, die sich mit den Arabischen Aufständen – ein Jahr danach – befassen:
Von Le Monde Diplomatique, vom IZ3W und von der Zeitschrift “Analyse & Kritik” z.B., sowie eine Tunesien-Broschüre und eine Syrien-Zeitung von diversen… weiter lesen
15.05.2012
Medien
Die Einnahmen über taz-zahl-ich lagen im Monat April 2012 bei 3.770,93 Euro!
Schön ist, dass die regelmäßigen Zahlungen weiter ansteigen, und zwar von 1.737, 20 Euro auf 1.902,34 Euro monatlich. Warum das so wichtig für uns ist und wie die Verteilung der Zahlungsbeträge aussieht, haben wir im Beitrag über die Einnahmen im März erzählt.
Die Höhe der einmaligen Zahlungen lag im April insgesamt bei 1.868,59 Euro, das sind ca. 120 Euro weniger als im März. Es kam über alle Zahlungswege – außer bei den regelmäßigen Zahlungen und Paypal – weniger rein als im Vormonat. Bei den Direktüberweisungen waren es 86 Euro weniger, bei den Lastschriften 52 Euro, bei Kreditkartenzahlungen 39 Euro und bei den Handyzahlungen 3 Euro. Über Paypal sind dafür 280,85 Euro, 109 Euro mehr als im Vormonat eingegangen.
Auffällig ist, dass die Zahlungen bei flattr kontinuierlich nachlassen. Wir haben bereits bei flattr nach der Entwicklung der sonstigen… weiter lesen
15.05.2012
Aus aller Welt
Wirtschaftskrise, Geert Wilders, Neuwahlen – was kann den Niederlaendern noch an schlechten Nachrichten zugemutet werden? Diese. Linda de Mol findet, dass sie zu dick ist. Sie will nun sechs Wochen lang abnehmen. Update im Laufe des Tages…
15.05.2012
Aus aller Welt

Beim Hörbuch-Lesen im Studio in Wien
Zugegeben ich habe das etwas unterschätzt. So schwer kann das doch nicht sein, sein eigenes Buch als Hörbuch zu lesen, hatte ich mir gedacht. Ich kam in das kleine Studio in Wien und bat zunächst um einen Kaffee, um aufzuwachen. Kaffee sei schlecht, ob ich wegen der Stimme nicht lieber einen Kräutertee trinken wolle, kam als Einwand vom Toningenieur.
Meine Antwort mit leicht überheblichem Unterton:
“Kein Problem: Ich bin schließlich kein Anfänger, schließlich lese ich doch regelmäßig meine Fernseh- und Radiobeiträge und außerdem bin ich dreifacher Vater und schon allein deswegen im Vorlesen von Büchern äußerst geübt”.
und so bekam meinen heiss ersehnten Kaffee.
Um es kurz zu machen: nach zwei Stunden Lesen versagte mir die Stimme und ich war als Hörbuch-Leser auf meine Anfängergröße zurechtgestutzt. Mit einem langen Spaziergang und einigen Salbeibonbons ging es dann wieder.

Den… weiter lesen
15.05.2012
Medien
[Note: This is a slightly edited version of a talk presented on May 1, 2012 at a small celebration in honor of the 15th Anniversary of the publication of the print edition of the book Netizens]
I – Looking Back
Fifteen years ago on May 1, 1997, the print edition of Netizens: On the History and Impact of Usenet and the Internet was published in English. Later that year, in October, a Japanese translation of the book was published. Today we are celebrating the occasion of the 15th Anniversary of this event.
In honor of this occasion I want to both look back and look forward toward trying to assess the significance of the book and of Michael Hauben’s discovery of the emergence of the netizen. I want to briefly look at what has happened in the interim of these 15 years toward trying to understand what new advance this… weiter lesen
13.05.2012
Kultur & Unterhaltung
Okay, es geht los. Nicht das mit dem Ende von Merkel und Rösler, oder vielleicht auch, aber das ist vergleichsweise nebensächlich. Europa und Euro werden uns um die Ohren fliegen, und zwar nicht irgendwann, sondern so ziemlich jetzt. Ich gehe ja ohnehin schon seit Jahresanfang davon aus, dass das Euro-Endspiel vor der Tür steht, aber heute kam Paul Krugman dazu. Schön mit “Eurodämmerung”-Überschrift und verlinktem Wagner-Video, und einer Übersicht über die nächsten Akte:
1. Griechenland steigt im Juni aus dem Euro aus.
2. Run auf Banken in Spanien und Italien, Anleger versuchen, ihre Ersparnisse nach Deutschland zu transferieren.
3. Einführung von Kapitalverkehrskontrollen und/oder EZB-Geldschwemme, um die Süd-Banken am Leben zu erhalten.
4. Deutschland übernimmt PIIGS-Verbindlichkeiten und akzeptiert deutlich höhere Inflationsraten im Inland – oder der Euro ist tot.
Ich teile zwar Krugmans Einschätzung nicht, dass Griechenland kurzfristig aus dem Euro ausscheidet (die Griechen werden ganz im… weiter lesen
12.05.2012
Aus aller Welt
Im Gebiet zwischen der Distrikthauptstadt Rutshuru und der ugandischen Grenze toben seit Donnerstag abend schwere Kämpfe. Die Regierungsarmee FARDC ist gegen die Rebellen der M23 von Sultani Makenga in die Offensive gegangen. Militärische Erfolge verzeichnet sie dabei offenbar noch nicht, aber mehrere tausend Zivilisten haben im strömenden Regen die Flucht ins nahe Uganda sowie nach Ruanda ergriffen.
Während sich die internationale Aufmerksamkeit auf diesen Showdown konzentriert, spielen sich auch tiefer im Landesinneren der Provinz Nord-Kivu Greuel ab. Wie der UN-finanzierte Rundfunksender Radio Okapi heute meldet, wurden im Dorf Upamando 2 im Distrikt Masisi am Freitag 11. Mai vier Kinder in ihrer Hütte bei lebendigem Leibe verbrannt; ihr Vater, der sie retten wollte, wurde mit Kugeln durchsiebt. Die lokale Zivilgesellschaft machte Milizionäre der ruandischen Hutu-Miliz FDLR (Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas) für den Überfall verantwortlich, der auf den Überfall auf ein Nachbardorf folgte. Die FDLR seien auf der Flucht vor… weiter lesen
12.05.2012
Medien

“Deshalb fordern wir angemessene Bezahlung. Umsonst geht nicht mehr. Schon gar nicht für milliardenschwere Sender und börsennotierte Großkonzerne. Und wir wollen Respekt. “
Das Prekäre reicht weit. Tief hinein in die Gesellschaft. Und macht zunehmend frieren. Überall wird diskutiert, aber nicht “Wie wollen wir leben?”, sondern “Wie können wir leben?” Und wovon? Das ist das eine. Das andere ist, wenn sie dich nicht mehr so arbeiten lassen, wie Du es als angeblich Freier, Selbstständiger brauchst, um ein Werk abzuliefern, das Deinen Atem hat, das in Deinen Farben, Bildern und Worten zum Publikum spricht. … weiter lesen
11.05.2012
Aus aller Welt
Der Grieche Ktesias aus Knidos, der 401 v.u.Z. am Hof Artaxerxes II in Persien lebte, berichtet von einem indischem Wildesel, der dem Pferd gleicht und auf der Stirn ein spitzes Horn von einer Elle Länge trägt:
»Wer aus den Bechern trinkt, die man aus diesem Horn fertigt, wird, wie man sagt, weder von Magenkrämpfen befallen noch von Epilepsie, und auch Gift kann ihm danach nicht schaden«.
oooooooooooOOOOOOOOOOOOOoooooooooooo
»Klingt nach einem Wundermittel«, sagte ich zu meiner Lehrerin, »hilft gegen die schlimmsten Leiden der Welt. Ist eigentlich Erleuchtung auch ein Heilmittel?«.
LEHRERIN: Nein, Erleuchtung ist keines. Sie haben ganz richtig geraten: Ktesias war Arzt, er fasste das ganze Halbwissen seiner Zeit über Indien zusammen. Seiner Ansicht nach war das fabelhafte Tier außerordentlich schnell und wehrhaft. Er sagte, weder ein Pferd noch ein anderes Tier könne es in der Verfolgung einholen. Auch sei es unmöglich, das Wesen lebendig zu… weiter lesen
10.05.2012
Kultur & Unterhaltung

Ich hatte mich total gefreut über das Bild, auch weil ich ja selten aus Berlin rauskomme und selber noch nie in Mexiko gewesen war, aber so bin ich nun doch auch ein bißchen in Mexiko gewesen.
Morgen lese ich im Kreuzbergmuseum vor. Um 20:45. Also Adalbertstr. 95a. Eigentlich hatte die Lesung im Café Kotti stattfinden sollen. Leider gab’s da einen Kabelbrand. Deshalb hatten wir das gestern so entschieden, dass ich im Kreuzbergmuseum lese. Ich hab ziemlich lange nicht mehr vorgelesen und weiss auch noch nicht so genau, was ich vorlese. Vermutlich zum ersten Mal mit Brille. Weil die Lesung zur gleichen Zeit statt findet, wie das Pokalendspiel, hab ich mich gar nicht getraut, Männer einzuladen.
Auch komisch. Weil ich doch häufiger in letzter Zeit was über Rainald Goetz geschrieben hatte, fiel mir wieder ein, dass ich in dem Buch fast nur automatisch das Plusquamperfekt benutzt hatte, also die gegenwartsfeindliche… weiter lesen
09.05.2012
Politik & Wirtschaft
Gestern verlangte die Bundesanwaltschaft siebeneinhalb Jahre Freiheitsstrafe für Ahmads Mitgliedschaft in der Al Qaida und der Islamischen Bewegung Usbekistan (IBU). Nächste Woche wird die Verteidigung plädieren und das Urteil wird für übernächste Woche erwartet.
Aber der Reihe nach. Ich werde in den kommenden Tagen hoffentlich die Zeit finden, das Wichtigste zu schildern.
07.05.2012
Kultur & Unterhaltung
FRAGEN SIE JOACHIM LOTTMANN
„Bekommt Tex Rubinowitz in diesem Jahr den Wolfgang Koeppen Preis?“ L.K. Bennett, Klagenfurt (in Kärnten).
Antwort: Der deutsch-österreichische Schriftsteller, sing-a-song-writer, Performance-Punk-Künstler und Karikaturist Tex Rubinowitz hat gewiß das Potential, den anerkannten Wolfgang Koeppen Preis der Stadt Greifswald zugesprochen zu bekommen. Leider bin ich jedoch verpflichtet, bis zum 15. Mai darüber Stillschweigen zu bewahren.
„Was halten Sie vom wenig bekannten Werk der Autorin Lydia Mischkulnig? Hätte sie nicht den Wolfgang Koeppen Preis verdient, und wenn nicht, warum?“ Hugo Meisl, Wien 14. Bezirk (Hütteldorf).
Antwort: Hierauf gebe ich dieselbe Antwort wie auf die Frage nach Tex Rubinowitz. Ich bitte um Verständnis. Ich bin nicht mehr der Jüngste, habe die Fünfzig unlängst überschritten und kann nicht mehr jede Frage individuell retournieren.
„Haben Sie in Ihrer Jugend den Lübecker Romancier Thomas Mann gelesen?“ Michaela Kors, Arnsberg bei Zürich.
Antwort: Natürlich habe ich beide Manns… weiter lesen
06.05.2012
Aus aller Welt
Genf ist die Stadt der ephemeren Schönheiten. Tunnelschönheiten wie die Passage unterm Hochhaus in Servette. Oder die Kleinkunst im CERN. Schönheit ex negativo. Seit einer Woche ist die Physikergemeinde in Aufregung, weil nach der von Direktor Heuer geschickt inszenierten Quasi-Offenbarung des Ur-Partikels (Higgs-Bosom) zur Weihnachtszeit nun erneut Zerfallserscheinungen auf die Anwesenheit von ETWAS hinweisen: Ein Baryon hinterlässt Spuren im Teilchenbeschleuniger tief unter der Erdoberfläche. Gezeigt wird immer das gleiche Foto: Der attraktive Detektor, der die Unregelmäßigkeiten analysiert hat. Das Baryon besteht aus zwei schweren und einem leichten Quark und entzieht sich damit per definitionem jeder Erscheinungsweise außer der experimentellen. Die großartige Zeitschrift Ohrenkuss wird sich übrigens in Kürze auch bei Quarks & Co vorstellen. Thema ist Leben mit und ohne Down-Syndrom.
05.05.2012
Medien
Vor zwei Tagen erreichte mich – wie sicherlich sehr viele andere auch – ein Aufruf von Avaaz:
Gesendet: Donnerstag, 03. Mai 2012 um 18:18 Uhr
Von: “Ricken Patel – Avaaz.org”
Betreff: Dringend – massiver Angriff auf Avaaz!
Da sich diese ominöse Organisation inzwischen auch in Syrien massiv und unfreundlich eingemischt hat, nahm ich mir das Recht, auf den Bettelbrief zu antworten. Was ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Hallo!
Ich weiß zwar nicht, wo diese Mail landet, wenn sie an [avaaz@avaaz.org] gesendet wird, möchte den aktuellen Aufruf aber nicht unbeantwortet lassen.
Ihr berichtet von einem massiven Angriff auf Avaaz - und tut so, als würdet Ihr nicht wissen, wer dahinter steht und warum.
Vielleicht solltet Ihr einmal in den Spiegel schauen, Euch an die eigene Nase fassen und Euch überlegen, ob Euer Verhalten tatsächlich im Sinne einer friedlichen Zukunft FÜR ALLE ist (was ich gegenwärtig ausgesprochen bezweifle!). Eure Hintergründe,
… weiter lesen
03.05.2012
Kultur & Unterhaltung
Auf unsere Äußerungen zum Thema Mode erhalten wir hier immer Hunderte Zuschriften. “Vielen Dank für Eure tollen Tipps”, beginnt die typische Rückmeldung, “aber ich hätte da mal eine direkte Frage:” Häufiges Thema ist, wie man erkennen kann, ob einem ein bestimmtes Kleidungsstück aus der Reklame gut stehen würde oder nicht.
Hier mal eine Faustregel: Wenn es bei einem Fotomodell auf einem arrangierten und hinterher noch ausgiebig nachbearbeiteten Foto doof aussieht – dann glaub’ nicht, dass es bei Dir gut aussehen könnte. Jetzt mal ehrlich C&A: Was soll die Aktion? Das irgendwie zu knappe Unterteil und das irgendwie unentschlossen die Brüste plattmachende und zu den Seiten auseinanderdriftende Oberteil und die direkt aus dem Handarbeitsladen von Frau Krause gekauften Ohrringe (“Sie können das tragen, Frau Möhringer!”) vor allem aber dieser Bauchbinder! Was soll der uns sagen? “Noch zehn Zentimeter länger und dann frisst mich die Hexe.” Oder: “Für mich reicht es gerade… weiter lesen
03.05.2012
Politik & Wirtschaft
Wir schreiben das Jahr 2012 und Cannabis ist noch immer nicht legalisiert – Grund genug einen neuen Hanftag in Berlin stattfinden zu lassen.
Der Global Marihuana March ist seit 1999 weltweit eine Institution. In Berlin heißt der Global Marihuana March seit vier Jahren „Hanftag“. Der vierte Hanftag lockt daher mit dem anti-prohibitionistischen wie anti-apokalyptischen Demonstrationsmotto „davon geht die Welt nicht unter“.
Das Zara Leander Zitat will die Demonstration jedoch nicht (nur) auf die allgemeine Weltuntergangsstimmung 2012 bezogen wissen. Vielmehr spielt der Hanftag auf die irrationalen Ängste mancher Menschen vor einer Cannabislegalisierung an. Vor der kontrollierte Freigabe der Pflanze Hanf zur medizinischen wie zur vergnüglichen und entspannenden Anwendung muss sich niemand fürchten!
Wenn sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Youtube in Sachen Hanf vollkommen unwissenschaftlich outet, die Suchtstoffkommission (CND) der UNO in Wien tagt und dennoch nichts Vernünftiges… weiter lesen
03.05.2012
Kultur & Unterhaltung
34 Quartiersmanagementgebiete gibt es in Berlin. 11 Quartiersmanagements allein in Neukölln. 11 Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf.
Die QMs sollen Anlaufstellen in den Kiezen sein, sie sollen Bürgerengagement ermöglichen und fördern, sie sollen mit den Anwohnern zusammen Probleme im Kiez erkennen, diskutieren und Lösungen finden, sie sollen Projekte fördern, Akteure im Kiez vernetzen, Bürger und Verwaltungen zusammenbringen und erreichen, dass sich möglichst viele mit ihrem Kiez auseinandersetzen. Weil jeder Kiez anders ist, sollen sich die Verwaltungen am Sozialraum orientieren und den Kiez zusammen mit den Anwohnern verändern.
Es ist eine große Vision mit vielen Baustellen, die da Wirklichkeit werden soll. Seit einigen Jahren sind die Quartiersmanagements am Werk. Wo stehen sie heute? Wie gehen bürgerschaftliches Engagement und QM-Strukturen zusammen? Wer engagiert sich da überhaupt? Welche Probleme gibt zwischen Anwohnern und QMs und wo zeigen sich positive Entwicklungen?
Mit diesen Fragen hat sich Sebastian Homer in seiner Diplomarbeit auseinandergesetzt.… weiter lesen
02.05.2012
Aus aller Welt
Heute war der 1. Mai in New York; sehr aufregend, weil es hier nicht diese revolutionäre Tradition des Demonstrierens/ Steinewerfens/ Supermarktanzündens gibt. Vielmehr wurde dieses Jahr, im Nachgang der Occupy Wall Street-Bewegung. mehr oder weniger zum ersten Mal zur revolutionären Demo aufgerufen. Der 1. Mai fand in der ganzen Stadt statt (mit ganzer Stadt meine ich Manhattan südlich der 96th Street), hauptsächlich auf dem Union Square, der übrigens nicht nach den Gewerkschaften benannt ist, sondern nach der Union im Bürgerkrieg.
Das linke Manhattan war vollständig versammelt, was hieß, etwa 2000 Leute, mit Transparenten, Guy-Fawkes-Masken und Trommelmusik, eine starke Latinofraktion und die üblichen Verdächtigen aus Film, Funk und Fernsehen (oder eher, Internetradio und Small Presses). Die Sonne schien. Der Park war voller Revolutionäre, die auf Bänken saßen. Ein linker Zionist sttritt sich mit einem New Yorker über die Besatzung der Westbank; der New Yorker trug eine bayerische Fahne als Hemd, das… weiter lesen
24.04.2012
Medien
Zwanzig Empfehlungen für Ausstellungen und Bücher. Diesen Monat mit Roger Ballen , Manchester Art Gallery, Dennis Morris mit seinem Buch : Growing Up Black, London, und dem Google Street View Fotografen Doug Rickard , Making History, RAY Fotografieprojekte Frankfurt Main.
Junger Revolverheld , Hackney, 1969, courtesy Dennis Morris aus dem Buch: Growing Up Black bei Autograph ABP, London
Shay, 2010, courtesy Laura Pannack; aus dem Buch: Hijacked, United Kingdom, Big City Press
A New American Picture, Courtesy Doug Rickard, in der Ausstellung MAKING HISTORY, RAY Fotografieprojekte, Frankfurt www.ray2012.de
Milwaukee, 1967, courtesy Jerry Berndt in der Ausstellung OLD MOLE, Protest in den USA 1967- 77 VHS Photogalerie Stuttgart bis 17 Juni
Rußarbeiter mit Zigarette, Rumänien, 1991, courtesy Hans Madej in BILDER AUS DEM OSTEN, Willy- Brandt-Haus bis 17 Mai … weiter lesen
16.04.2012
Kultur & Unterhaltung
30.03.2012
Medien
Die stARTconference ist die führende deutschsprachige Konferenz an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Social Media und findet dieses Jahr am 14./15. Juni in Duisburg statt. Sie fragt nach strategischen Konzepten für den Einsatz von Social Media im Kunst- und Kulturbereich und beschäftigt sich mit den Entwicklungen im mobilen Web. Unter dem Motto “Navigare!” geht sie dieses Jahr in die 4. Runde und lädt alle an Bord, um gemeinsaam auf eine Entdeckungsreise im Ocean der Möglichkeiten, auch genannt “Social Web”, zu gehen.
Auch dieses Mal möchten die Veranstalter, dass alles anders bleibt. Daher haben sie beschlossen, die gesamte Konferenz über ein Crowdfunding-Projekt finanzieren. € 25.000,- sollen unter anderem über den Vorverkauf der Tickets in den kommenden Wochen zusammenkommen, knapp € 5.000,- sind bereits geschafft. Und es wird spannend, denn:
“Gelingt es uns auf diese Weise nicht, in den nächsten 18 Tagen, die Grenze von 25.000 Euro zu erreichen, dann wird es die
… weiter lesen
22.03.2012
Aus aller Welt

Die junge Künstlerin Manami N. aus Japan verarbeitet ihre Gefühle zu den Ereignisse am 11. März in einer Kunstausstellung in Berlin.
(Berlin) In Niigata, 300 km nördlich von Tōkyō und knapp 190 km von Fukushima, steht das größte Atomkraftwerk der Welt. Die in Berlin lebende japanische Musikerin, Manami N. ist dort aufgewachsen. Bis zu der Katastrophe am 11. März 2011 hat sie sich, wie viele Menschen in Japan, nicht mit Atomkraft beschäftigt, sie wusste nicht einmal von dem Reaktor in ihrer Heimatstadt. Erschüttert von den Ereignissen vor einem Jahr begann sie sich mit dem Thema zu beschäftigen und verarbeitete ihre Ängste, Gedanken und Gefühle zu einer audio-visuellen Performance zur Aufführung, die im Rahmen der Ausstellung und Katalogpräsentation der britischen Scherenschnittkünstlerin Charlotte McGowan-Griffin in den Räumen der Galerie fruehsorge contemporary drawings uraufgeführt wird.
“Ich habe realisiert, dass ich die Menschen in der betroffenen Region mit allen mir… weiter lesen
28.02.2012
Medien
Die Universitätsstadt Tsukuba ist nur 150.000 Schritte vom havarierten AKW Fukushima Daiichi entfernt. Von hier schreibt Felix Milkereit im taz-Blog Noch 150 Kilometer bis Fukushima über seine Einblicke in die japanische Gesellschaft und wie sie sich seit der Dreifachkatastrophe im März 2011 verändert hat: Von der Entstehung einer neuen Anti-AKW-Bewegung im Land der aufgehenden Sonne oder wie sich Japan mit den Folgen des Atomunfalls in Fukushima Daiichi auseinandersetzt.
30.01.2012
Politik & Wirtschaft
Twice a week I am making deliveries of my products to local supermarkets. Tonight I delivered to two supermarkets and at the latter, there was a women standing near the counter, scribbling something on a piece of note. I stood next to her and started unloading hummus boxes on the counter.
She stopped her writing and asked me angrily why I am using the counter she was using for her writing. I apologized in German, I guess with some heavy accent.
“You are not German!!” she yelled at me. “What language are you speaking?”
I told her that we can speak in English, but mentioned that my Hebrew is better.
She paused for a second, and moved into quick German.
“You are not a Jew!”, she said angrily. “You are delivering food. You must be Turkish!!”. Then she started observing me, looking at my shoes, the clothes I was wearing.… weiter lesen
19.12.2011
Kultur & Unterhaltung

In Südafrika, bei 35 Grad, hat Tischgespräch-Autorin Anke es mitunter nicht leicht, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Doch wenn sie an den leckeren, veganen Rollbraten vom letzten Mahl denkt, klingen die Glöckchen. Ein Rezept zum Fest.
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01.12.2011
Kultur & Unterhaltung
Gerade habe ich mein Buch aus der Tasche gezogen, da mischen sich sanft langgezogene Töne in das Rattern der S-Bahnräder. Die Töne steigen zu einem zarten Zirpen auf und sinken herunter in eine samtige Getragenheit. Dann sind sie kaum noch zu vernehmen. Ich wende mich um. Am Ende des Abteils hat jemand eine Geige ausgepackt. Der Mann mit dunklem Brillengestell und langem, dunklem Haar, das unter einer Wollmütze hervorquillt, hat sich an das Geländer gelehnt, das den letzten Sitz von der Tür trennt. Er streicht seine Fidel. Sie kommt mir groß vor; es ist wohl eher eine Bratsche. Die Finger eilen über die Saiten und verhalten zitternd an einer Stelle, um den Bogenstrich abzuwarten. Manchmal klingt ein zweiter Ton mit. Es ist wie das „Oh“ oder „Ach“ einer teilnehmenden Zuhörerin.
Die Musik hat etwas angenehm Unaufdringliches. Ich hole mein Portemonnaie heraus. Einen Euro ist mir das wert. Ich nehme… weiter lesen
03.11.2011
Politik & Wirtschaft
Von Martin Kaul und Sebastian Heiser
Download: Abstract “Gesellschaftsrendite der Kernenergie in Deutschland” (PDF, 100 KB)
135.000 Euro wollte das Deutsche Atomforum bezahlen für eine Studie von Joachim Schwalbach, Management-Professor an der Humboldt-Universität Berlin. Doch die Studie wurde nie zu Ende geführt und nie veröffentlicht. Warum nicht? Weil schon die Zwischenergebnisse dem Auftraggeber zu kritisch waren, behauptete der Professor vor ein paar Wochen im Gespräch mit uns. Doch von der Gegenseite hieß es hinter vorgehaltener Hand: Die Zwischenergebnisse seien so unkritisch und rosarot gewesen, dass eine Veröffentlichung der Studie peinlich geworden wäre.
Inzwischen liegt uns das Abstract der Studie vor, auf deren Basis der Auftrag abgebrochen wurde. In dem Abstract heißt es, die sogenannte Gesellschaftsrendite der Kernenergie solle anhand von vier Aspekten berechnet werden: Versorgungssicherheit, CO2-Einsparung, gesellschaftliches Engagement der Kraftwerksbetreiber sowie wirtschaftlicher Nutzen, etwa durch Arbeitsplätze, Steuern und Investitionen.
Zum ersten Punkt, der Gesellschaftsrendite durch die Versorgungssicherheit, ist bereits… weiter lesen
31.10.2011
Politik & Wirtschaft
Ich schließe den Blog vorerst, da ich wieder zurück in Berlin bin. Um auf dem Laufenden zu bleiben, empfehle ich die Facebook-Seite von “Occupy Frankfurt” und die Website, auf der Ihr in der Mediengalerie auch einen Livestream und das Internet-Radio aus dem Camp findet!
Vielen Dank für’s Lesen!
20.10.2011
Medien
33 Straftaten eines Kriminellen in Los Angeles. Auffällig ist: Viele der Taten beging er innerhalb eines engen Umkreises (rot).
Was Wissenschaftler der Universitäten von Santa Cruz (SCU) und Los Angeles (UCLA) auf die Beine gestellt haben, erinnert vielmehr an den Science-Fiction-Streifen “Minority Report”, als an die Realität. Verbrechern das Handwerk legen, bevor die überhaupt ihre Tat begehen können – so die Idee eines Forschungsprojekts. Um das zu realisieren brauchte es jedoch weder Steven Spielberg noch Tom Cruise.
Ein kleines Forscherteam um die beiden Mathematiker George Mohler (Studie) und Martin Short (Simulation) arbeitete an dem Projekt. Sie werteten Datensätze der LAPD und der Polizei von Santa Cruz über Verbrechen in den letzten acht bis zehn Jahren aus. Dabei zeigte sich, dass Gewaltverbrechen oft nach einem bestimmten Muster auftreten.

Screenshot (2): http://paleo.sscnet.ucla.edu/
Etwa, dass kriminelle Taten auffallend oft in kriminellen Ballungszentren („Hotspots“) entstehen… weiter lesen
30.09.2011
Kultur & Unterhaltung
liebe schwestern und brüder,
nach dem papstbesuch, der einen auch als journalisten geradezu überrollt hat, so dass man kaum zum nachdenken kam, bin ich immer noch in gedanken, was diese reise denn nun gebracht hat – und was nicht.
nach den reaktionen meiner protestantischen freundinnen und freunde zu urteilen, war der besuch in sachen ökumene eher kontraproduktiv – sie hatten da doch sehr viel mehr erwartet.
was die katholische kirche in deutschland angeht, frage ich mich nach wie vor, was diese beiden praktisch letzten reden des papstes (beim zdk und im konzerthaus) eigentlich sollten: was hat der papst damit eigentlich erreicht, außer die katholikinnen und katholiken in deutschland zu brüskieren?
übrigens möchte ich diesen blog gerne weiter führen, da ich glaube, dieses diskussionsforum könnte, abseits des papstbesuchs und angehängt an der taz, ganz sinnvoll sein.
pax et bonum!
19.08.2011
Kultur & Unterhaltung
Pfirsich Melba, das kennt jeder. Der Nachtisch animierte Hausfrauen wie Köche zu immer neuen Kreationen auf der Basis eines Pfirsichs bzw. einer Pfirsichhälfte. Von den 60er bis weit in die 80er Jahre hinein in Spanien außerordentlich populär war der „Pijama“ (Pyjama), ein Dessert, das bei keiner Hochzeit, Kommunion oder häuslichen Festen fehlen durfte. Dabei handelte es sich einfach um einen fertig gekauften Pudding oder Flan, der auf den Teller gestürzt und mit einer Pfirsichhälfte aus dem Glas und vielleicht noch anderen Dosenfrüchten wie Ananas und mit Schlagsahne ausgarniert serviert wurde. Manchmal kam auch noch eine Scheibe Eis, ein sogenannter Corte, dazu.
Das letzte Gericht, das am 30. Juli im El Bulli serviert wurde, ist eine Destruktion des berühmten „Pfirsich Melba“, eine Hommage an die klassische französische Küche und deren Vater, Auguste Escoffier (1846 – 1935), der das Dessert 1893 für Nellie Melba erfand, als die australische Sopranistin im Londoner Covent Garden mit der… weiter lesen
06.07.2011
Kultur & Unterhaltung

Nichts ohne Voraussetzung
Wie wird der Alte aus dem Gang kommen, wo sich die Katze in den Schwanz beißen soll, kurz vor Ende der Einleitung zur Hegelkritik. Da nimmt er Luthers Reformation als deutsche Vorlage für eine Kulturrevolution. Da soll der nur einfach – zum inneren Glauben – befreite deutsche Protestant nun zum doppelt freien Menschen erhoben werden. Für eine solche radikale, menschliche Revolution fehle den Deutschen aber eine Art englischer oder französischer politischer Revolution. Aber nicht die menschliche Revolution versichert sich Marx, sei ein utopischer Traum, die politische. Die entscheidende Voraussetzung des deutschen Sturms auf die Bastille sei, dass das Bürgertum sich wirtschaftlich bereits durchgesetzt habe, also „alle Geld und Bildung beliebig erwerben können“. Das aber eben hat es nicht. – Da wären wir ganz nah dran an der vollen Zivilgesellschaft, rufe ich aus. Wir haben heute Geld und Bildung zuhauf, ja geradezu überschüssig und für Marx… weiter lesen
05.07.2011
Politik & Wirtschaft

Queen of the day: Corinne Lepage
Die Diskussion war voller Wenns und Abers als sich das Europäische Parlament heute mit der Frage befaßte unter welchen Umständen, aus welchen Gründen und auf welcher Rechtsgrundlage die Regierungen der EU-Staaten künftig auch zugelassene Gentechnikpflanzen für den Anbau auf ihrem Hoheitsgebiet verbieten können. Doch das Abstimmungsergebnis war ein voller Erfolg für jene, die eine möglichst weitgehende Lösung wollten, die zudem gegen Klagen vor nationalen Gerichten oder auch bei der WTO unzweifelhaft abgesichert ist. Für die Berichterstatterin des Europäischen Parlamentes, Corinne Lepage und die Gentechnik-KritikerInnen aller Länder war heute in Strassbourg ein sonniger Tag. … weiter lesen
10.06.2011
Aus aller Welt
Eigentlich war Dienstag in Washington Angela-Merkel-Tag. Der Terminkalender des US-Präsidenten schien von morgens bis abends prall mit dem Zelebrieren einer Freundschaft gefüllt: von der Begrüßung mit Salutschüssen und 4.000 fähnchenschwingenden Gästen, über Gespräche und eine gemeinsame Pressekonferenz, bis zum abendlichen Staatsbankett mit Medaillenverleihung im Weissen Haus.
Doch zwischen den Treffen mit Merkel schafft Barack Obama es, einen anderen, momentan weniger vorzeigbaren, Gast zu empfangen: Salman bin Hamad Al Khalifa, Kronprinz von Bahrein. Der 41jährige soll eines Tages das Königreich im Persischen Golf erben. Dort schiessen Militärs seit drei Monaten in Protestkundgebungen hinein und verhaften und foltern Oppositionelle. Die USA, die in Bahrein das Hauptquartier ihrer Fünften Flotte unterhalten, schweigen auffallend laut zu der Gewalt des Regimes.
Das Treffen zwischen Präsident und Kronprinz ist nirgends angekündigt und keinE JournalistIn ist anwesend, um Fragen zu stellen. Lediglich ein Kommuniqué, das nachträglich auf der Webseite des Weissen Hauses erscheint, zeugt davon.… weiter lesen
26.05.2011
Kultur & Unterhaltung
Als ich noch glaubte, ich würde mit den Engländern bis zum Anapurna Base Camp trekken, hatte ich mir in Pokhara nicht nur grässliche Bergsteigerstiefel, sondern auch einen großen, schweren Rucksack geliehen … weiter lesen
08.03.2011
Medien

- Das Glück mit offenen Armen empfangen (Foto: morgenroethe/photocase.com)
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“Das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen.” Der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel brachte schon Mitte des ersten Jahrhunderts n. Chr. auf den Punkt, warum viele Menschen unglücklich mit ihrem Leben sind, obwohl sie es nicht sein müssten. Das liegt hauptsächlich an der eigenen Lebenseinstellung, die großen Einfluss auf unser Glücksempfinden nimmt. … weiter lesen
18.02.2011
Kultur & Unterhaltung
Unser experimentelles Blog-Projekt ist am Ende angelangt, und trotzdem gibt es noch viele spannende Geschichten, die sich erzählen ließen. In Schuhen steckt eben mehr als nur ein Fuß – auch musikalische Inspiration: Über Schuhe wurden schon viele schöne Lieder geschrieben. Zum Abschied haben wir unsere liebsten Schuh-Songs für Sie ausgewählt. Wir wünschen viel Vergnügen beim Hören und dass Sie auch weiterhin die Ohren spitzen, wenn Schuhe Geschichten erzählen.
Johanna Emge: „Dancing Barefoot“ von Patti Smith
„Ich war im letzten Sommer mit Freunden in einem Club. Es war furchtbar heiß und wir haben ausgelassen getanzt und irgendwann hat einer von uns spontan seine Schlappen abgestreift. Der Türsteher wollte ihn rauswerfen – da haben wir alle unsere Schuhe ausgezogen und barfuß weiter getanzt. ‚Dancing Barefoot‘ von Patti Smith bedeutet für mich nicht nur Freiheit für meine Füße, sondern auch Freiheit und Revolution gegen äussere Zwänge.“
I’m
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25.01.2011
Politik & Wirtschaft
Endlich angekommen. Das Doppelbett ist komfortabel, die Matratze richtig gut. Das kleine Apartment verfügt über neben der Einbauküche sogar über eine Waschmaschine und einen Staubsauger. Die hätte ich gar nicht gebraucht.
Dafür aber gerne eine andere Schließanlage. Die hätte geholfen, eine nächtliche Stadtrundfahrt in Essen zu vermeiden. Um den Schlüssel für das Apartment zu bekommen musste ich um kurz vor zwölf am Essener Hauptbahnhof ein Taxi nach Stoppenberg nehmen, dort den elektronischen Schlüssel und ein Bier abholen und dann von Stoppenberg nach Essen-Huttrop zu Apartment fahren. Apartment über einem Lidl-Markt (;-).
Rechne ich die 22 Euro dem Apartmentpreis zu, war das Bett über dem Laden ein teurer Spaß. Zu teuer. Andererseits könnte ich dem Hotel auch den Unterhaltungswert des Gesprächs mit dem Taxifahrer gutschreiben. Ein junger Araber, der um seine Begeisterung für die Jasmin-Revolution in Tunesien keinen Hehl machte. „Saddam war ein lausiger Diktator. Aber es ist ein… weiter lesen
07.01.2011
Politik & Wirtschaft
“Deutsche Studentinnen und Studenten zieht es immer stärker ins Ausland” heißt es in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesbildungsministeriums und des Deutschen Studentenwerks. Demnach hat sich die Zahl der Studierenden im Ausland zwischen 2000 und 2008 auf über 100.000 verdoppelt. Also allen Unkenrufen zum Trotz, dass der Bachelor die Reiselust bremst, weil die jungen Leute ihr Studium durchziehen ohne nach Ost und West zu schauen. Tatsächlich? Schaut man sich die Masse der Studierenden an, dann ist die Zahl aller Immatrikulierten im gleichen Zeitraum parallel gewachsen. Der Anteil der Studierenden, die ins Ausland gehen, ist demnach sogar um einen Prozentpunkt gesunken, wobei die Mehrheit der Studierenden zum Zeitpunkt der Befragung noch in den alten Diplom- und Magisterstudiengängen eingeschrieben war. Aber “Auslandsaufenthalte stagnieren”, das ließe sich ja nicht als Erfolg verkaufen. Und erst recht nicht, würde dazu die Schlussfolgerung der Bildungsministerin passen: “Unser Auslands-Bafög und die Förderung durch Stipendien haben… weiter lesen
02.10.2010
Kultur & Unterhaltung
Nach längerer Blogpause heute endlich mal wieder ein Eintrag. Ich war unterdessen allerdings nicht untätig und habe zusammen mit Ziska einen neuen Comic gemacht. Soeben ist eine erste Pressemitteilung dazu erschienen. Voila:

KRAFT DURCH FREUNDE
Unter diesem provokanten Titel parodieren sie das virtuelle Freundesammeln, den hemmungslosen Datenvampirismus im Überwachungsstaat, und den von Geilmärkten entfesselten Konsumrausch.
Der Mond hat die Menschheit schon immer fasziniert. Der leuchtende Erdumkreiser inspirierte Werwölfe, Schlafwandler, Verschwörungstheoretiker und Comiczeichner. Heisenberg meint, der Mond sei nur da, wenn jemand hinschaut. Doch ab heute ist er immer da, und zwar genau über Deinem Kopf, denn ‘Your Personal Moon’, ein kugelförmiges Ultrasmartphone, schwebt stets über seinem Besitzer und begleitet ihn überall hin. Der Moon ist der neue Trend – weg mit dem peinlichen alten iPhone!
Der Moon kann einfach alles, er ist Kamera, Telefon, Bankaccount, Musikbox, Navigator, Schlummerlicht… Klaus Dieter Freund, Eigentümer des Superkonzerns Kraft durch Freunde, landet… weiter lesen
23.09.2010
Aus aller Welt
So wie der Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands uns in jenen Zeiten irgendwann mit dem Problem der absoluten Geschichtsmüdigkeit konfrontiert haben, fühlt man sich diese Tage in Istanbul auch ziemlich ermattet vor so viel “Geschichte”.
Das Referendum vom 12. September hat praktisch nur eine wichtige Konsequenz, die auch von den Verfassern der Verfassungsreform beabsichtigt war:
Den “Kemalisten” den institutionellen Boden unter den Füssen wegzuziehen. Die Reform erlaubt der Regierung, die Richter in den obersten Gerichten größtenteils selbst zu ernennen. Die Staatsanwälte sind sowieso Beamten des Justizministeriums. Die Polizei untersteht dem Innenministerium. Die Armee kann künftig keine Angehörige mehr entlassen, ohne daß sie vor Gericht auf Wiedereinstellung klagen.
Die türkische Gesellschaft hat den Militärputsch als ein “politisches instrument” zu verachten gelernt. Das ist jedoch nicht das Verdienst dieser Regierung allein. Die türkische Linke und die Liberalen, aber auch schier breite, unpolitische Kreise haben dazu beigetragen, daß der Normalbürger denkt: Okay, ein Putsch ist nichts,… weiter lesen
24.07.2010
Politik & Wirtschaft
Liebe LeserInnen, ab Montag blogge ich an dieser Stelle von der internationalen “Sommer-Uni”, die in der kommunenartigen Lebensgemeinschaft “Tamera – Heilungsbiotop I” im portugiesischen Alentejo stattfindet. Hier gibt es selbst angelegte Seen in ansonsten trockener Umgebung. Obst und Gemüse werden selbst angebaut, die Ernährung ist vegan. Wie lebt es sich so, nach den Grundsätzen von 1968 in 2010? Sind Steinkreise wirkliche energetisch zu spüren? Kann man Frieden vermitteln lernen? Ab Montag hier – wer es jetzt schon wissen will, klickt hier: http://tamera.org/index.html (ich bin vorher noch schnell ‘ne Runde surfen in Peniche)
13.07.2010
Aus aller Welt
Die Highlights der WM in Bildern**

Zwei Tage vor WM-Beginn: Südafrika kommt in Stimmung & der Vuvuzela-Wahnsinn beginnt

Ein Tag vor WM: Zwei Finnen, die mitsamt ihren Skiern von Finnland, quer durch Afrika, und bis runter ans Kap in diesem verrosteten Merc gefahren sind, kommen gerade noch rechtzeitig an.

Die Westkap-Premierministerin Helen Zille und US-Rapper R Kelly eröffnen die WM-Feierlichkeiten in Kapstadt – genau von dem Balkon aus, von dem Nelson Mandela seine legendäre Rede gehalten hat als er 1990 aus dem Gefängnis entlassen wurde

Zur WM-Eröffnung in Kapstadt findet eine traditionalle “Kaapse Kloopse”-Karnavalsparade statt. Normalerweise findet sie immer am 2. Januar statt, um das neue Jahr zu begrüßen.

Die Fans-Parks sind voll. Südafrikaner jeden kulturellen Backgrounds feiern zusammen.

Fans in Port Elizabeth heißen WM-Gäste willkommen: “This is blasphemy. This is madness. This is Africa.”

Auch in dem kleinen Ort… weiter lesen
07.07.2010
Aus aller Welt
I didn’t watch the games since Bafana Bafana didn’t win the battle. But
I did watch Uruguay when it was playing with Ghana and that was most
wonderful, fantastic.
The game was a great game anyway even though they
didn’t make it. Even though Ghana and Uruguay had the same goals till
the end of the game. But I’m so pleased with Ghana because they tried
the best. Also I saw how people in my community and everywhere supported
Ghana. It was great to see the whole community supporting one team.
I was asking myself what went wrong. How do they do such a thing after so
many years not doing that. But I soon got an answer that we had been
looking for. And that was that Ghana is in Africa and also it was the
only team… weiter lesen
16.02.2010
Kultur & Unterhaltung
In meiner mehr als nur politischen Jugend las ich einmal einen im Endeffekt sehr suggestiven Roman, der zur Zeit des Kapp-Putsches spielte und von der Entstehung, dem Kampf und der Niederlage der Roten Ruhrarmee erzählte, und das war ein sehr dramatisches, düsteres Buch voller Endzeitstimmung, und die zwei Protagonisten, beide Kämpfer und Anführer der Roten Ruhrarmee, überlebten die ganze furchtbare Sache nur sehr, sehr knapp, um sich dann aber, im letzten Kapitel, völlig überraschend einige Zeit später bei sonnigem Wetter am Rheinufer im Düsseldorf wiederzutreffen. Dort saßen sie dann auf einer Terasse, bestellten einen Kaffee und plauderten ein wenig, wie’s denn so geht usw. Starker Kontrast. Ganz normales Leben plötzlich. Nichts mehr von Kampf bis zum Ende, keine Roten Armeen mehr, keine Märsche auf die Zitadelle Wesel usw., stattdessen weißes Porzellan, Sonnenschein, draußen gibt’s nur Kännchen und das ganze Programm. Sehr beeindruckend.
Ganz ähnlich mein Gefühl, als zwei Tage… weiter lesen
13.03.2009
Aus aller Welt
Pamela Anderson hostet heute eine Party in Beirut, das Schicki-Großereignis, bei dem die V-V.I.P-Tickets, mit denen man ihr ganz nahe sein darf, nur 200 $ kosten.
Vorgestern wurde „Taxi Banat“, „Mädchen Taxi“ eingeführt, eine rosafarbene Taxiflotte, bei der nur Frauen am Steuer sitzen und in der nur Frauen transportiert werden. Wobei „Banat“ neben „Mädchen“ auch alle anderen unverheirateten Frauen, egal welchen Alters, bezeichnet. Als Kundenkreis will man sich an die konservativeren Damen aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten wenden, dabei nehmen diese ihre Schleier oft schon im Flugzeug nach Libanon ab und glänzen im frühlingshaften Beirut durch knallenge teure Designerkleidung und unglaublich hohe Schuhe, also eher nicht zurückhaltend.
Ein Bekannter hat gerade umgeschult und ist nun nicht mehr nur Skipper auf Miet-Yachten, sondern bietet auch „Romantic Services“ für ältere, wohlsituierte Damen aus eben diesen Arabischen Ländern an. Als Skipper hatte er die Liebesdienste noch kostenlos geleistet, da nun einige seiner… weiter lesen
31.03.2008
Kultur & Unterhaltung
Kostbare Lebenszeit der verehrten Leser und Leserinnen bleibt vom Somnambulen Salon unberührt und unbelästigt, weil er so unglaublich selten erscheint. Wie viel mehr davon könnten die Leser und Leserinnen doch gewinnen, wenn auch andere so wenig schreiben würden wie ich! Auch weiterhin werden wir uns in diesem Blog durch konsequentes Nicht-Bloggen allen gut gemeinten Weck- und Ordnungsrufen widersetzen, da uns die Disziplin des Bleibenlassens nun einmal in die Wiege gebloggt ist. Tagsüber sind wir gekommen um zu bleiben, nachts bleiben wir um zu lassen. Schlafwandler sind große Lassende, Profis in der Produktion von Nichts und wieder Nichts, und ihr Ehrgeiz besteht darin, dieses elegant zu steigern, dabei Hegel zustimmend, der festgestellt hat, dass im Buch der Geschichte das GLÜCK auf dessen leeren Seiten zu finden sei. Somit haben Sie bei der vorliegenden Lektüre den größten Nutzen, wenn Sie sich die Sätze als Statthalter für ein glückliches Nichts denken, behelfsweise als ein seidenes Negligé, mit dem… weiter lesen