Archive for Januar, 2008

31.01.2008 von Peter Voßwinkel
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Michail Chodorkowski tritt in Hungerstreik

von Peter Voßwinkel

Ungekürzt, unkommentiert, dokumentiert.

Michail Chodorkowski tritt in den Hungerstreik aus Protest gegen die Behandlung von Wassili Aleksanjan. Lesen Sie hier die von der Rechtsanwaltskanzlei Amsterdam & Peroff (London) veröffentlichte Pressemitteilung zum Hungerstreik ihres Mandanten Michail Chodorkowski:

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LONDON, 30. Januar – Der inhaftierte frühere Yukos-Eigner Michail Chodorkowski ist heute Morgen in einen Hungerstreik getreten, erklärt sein internationaler Anwalt Robert Amsterdam. Damit protestiere er gegen die Behandlung des inhaftierten früheren Syndikus und Vizepräsident von Yukos, Wassili Aleksanjan. Die russischen Behörden verweigern dem an AIDS erkrankten Aleksanjan die lebensnotwendige medizinische Versorgung. Der Europäische Gerichtshof hat im November und Dezember 2007 bereits drei Anordnungen erlassen, ihn in ein adäquates Krankenhaus zu verlegen. Die russische Generalstaatsanwaltschaft hat diese Anordnungen ignoriert.

Reaktion auf Erpressungsversuch der russischen Behörden

In einem Brief an den Russischen Generalstaatsanwalt Juri Tschaika unterstützt Michail Chodorkowski Wassili Aleksanjan. „Ich muss den gesetzlichen Rahmen verlassen und Sie darüber informieren, dass ich einen Hungerstreik… weiter lesen

29.01.2008 von Peter Voßwinkel
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Russland will Menschenrechte überwachen – in der EU (Europäische Union)

von Peter Voßwinkel

Bereits Ende letzten Jahres kündigte Präsident Wladimir Putins persönlicher Berater für die Beziehungen zur EU, Sergej Jastrschembski, an, die Situation von ethnischen Minderheiten, Einwanderern und Medien in der Europäischen Union überwachen zu wollen. Putin fügte damals hinzu, es sei an der Zeit, dass Russland ein solches Institut in der EU gründe. Schließlich unterstütze die Europäische Union mit finanziellen Beihilfen auch den Aufbau solcher Einrichtungen in Russland.

Institut für Demokratie und Zusammenarbeit
Hatten damals noch manche Beobachter an einen der üblichen russischen Medienmarketingauftritte geglaubt, wurden diese Pessimisten jetzt eines besseren belehrt. Der Kreml hat seine Ankündigung wahr gemacht und eine Denkfabrik in Moskau gegründet, die Demokratie und Menschenrechte in den USA und Europa beobachten und etwaige Mängel aufdecken sollen. Der Name der Denkfabrik: „Institut für Demokratie und Zusammenarbeit“ (interessanterweise hat Sergej Jastrschembski, bereits im Oktober letztes Jahr darauf hingewiesen, man beabsichtige nicht, bei diesem Projekt mit den Europäern zusammenzuarbeiten!)

Manche Leser… weiter lesen

28.01.2008 von Peter Voßwinkel
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Die zehn wichtigsten Ereignisse 2007 in Russland – WIRTSCHAFT

von Peter Voßwinkel

Ungekürzt, unkommentiert, dokumentiert.

“RIA Novosti präsentiert ihre Top-Zehn-Liste der wichtigsten Wirtschaftsereignisse des ausgehenden Jahres in Russland.

1. Der Anstieg der Inflation war im ausgehenden Jahr das größte Problem für die russische Wirtschaft.

Seit Jahren bemüht sich die Regierung in Moskau darum, das Wachstum der Verbraucherpreise einzudämmen, und setzt immer niedrigere Zielmarken fest. Bis April wurde die Inflationsvorgabe eingehalten. Doch danach geriet die Inflationsrate außer Kontrolle. Im Herbst musste die Regierung die Inflationsprognose von acht auf 11,5 Prozent nach oben korrigieren.

2. Der einst größte russische Ölkonzern Yukos hörte in diesem Jahr auf, zu existieren.

Am 21. November wurde das Konkursverfahren beendet. Die Yukos-Affäre begann 2003, als im Oktober der Chef des Ölriesen, Michail Chodorkowski, wegen schweren Betrugs und Steuerhinterziehung festgenommen wurde. Drei Jahre später wurde Yukos für Bankrott erklärt, sein Vermögen kam unter den Hammer. Das Gros der Konkursmasse wurde von der russischen Staatsfirma Rosneft ersteigert.

3. Derweiter lesen

24.01.2008 von Peter Voßwinkel
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cheep and deep – Hitler kaputt

von Peter Voßwinkel

Anlässlich einer Hochzeitsgeschenkvorbereitung begab ich mich in den Niedervoltelektronikzubehörladen “cheep and deep”, irgendwo in den Seitengassen zwischen Prospekt Mira und Olympiski prospekt. Am Laden hing die Leuchtreklame auf russisch “ЧИП И ДИП”.

Wir hatten die wahnwitzige Idee aus einigen Elektronikteilen einen Designerblumenstrauß zu binden und dann zur Überraschung des Brautpaars und deren Familien bei der Übergabe aufleuchten zu lassen. Die fachkundigen, erscheinungswirkend 14 – 19 jährigen, Verkäufer berieten sehr kompetent. Im Laufe des Beratungsgesprächs entwickelten wir interessante Funktions- und Designvarianten, die Phantasie ging teilweise mit ihnen durch. Es stellte sich sehr bald heraus, dass in diesem Laden keine passenden 12 Volt Leuchtkörper für unser Projekt zu haben waren. Im Gespräch hatte ich immer wieder ´mal ein paar Brocken deutsch benutzt, plötzlich sagte einer der Jungen bezugslos zu mir: “Auf Wiedersehen.” Der Kollege meinte (natürlich in russisch): “Kannst du ihn verstehen, sprichst du etwas deutsch?” Natürlich antwortete der erste wieder auf… weiter lesen

22.01.2008 von Peter Voßwinkel
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Swetlana Medwedewa – die mögliche First Lady Russlands

von Peter Voßwinkel

Swetlana Medwedewa wurde 1965 in Kuptschino (Gebiet Leningrad) in einer Militärfamilie geboren. Ihr Mädchenname ist Linnik. Swetlana Linnik besuchte die Oberschule in Kuptschino, wo sie ihren künftigen Ehemann, Dmitri Medwedew, kennenlernte, der in der Parallelklasse war. Im Jahr 1989 heirateten sie. 1996 kam ihr Sohn Ilja zur Welt.
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Swetlana Medwedewa absolvierte die Hochschule für Finanzwirtschaft, arbeitete jedoch nicht lange in ihrem Beruf. Sie organisierte verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen in Sankt Petersburg.

Gegenwärtig ist sie Leiterin des Kuratoriums des komplexen Zielprogramms „Geistig-moralische Kultur der heranwachsenden Generation Russlands“, die mit dem Segen von Patriarch Alexi II. gegründet wurde.

Bei offiziellen Veranstaltungen ist Swetlana Medwedewa sehr selten anzutreffen, sie bevorzugt gesellschaftliche und karitative Ereignisse.

Die Gattin von Dmitri Medwedew ist Trägerin des Frauenordens… weiter lesen

19.01.2008 von Peter Voßwinkel
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Die Top Ten der wichtigsten Ereignisse 2007 – KULTUR

von Peter Voßwinkel

Ungekürzt, unkommentiert, dokumentiert.

“RIA Novosti präsentiert die zehn wichtigsten Ereignisse des scheidenden Jahres in der russischen und internationalen Kulturszene.

1. Die Rückkehr der Sammlung von sowjetischen Zeichentrickfilmen sowie der russischen Kunstsammlung von Rostropowitsch und Wischnewskaja nach Russland.
Der russische Geschäftsmann Alischer Usmanow hat die internationalen Filmrechte in den USA erworben und die Kollektion von Mstislaw Rostropowitsch und Galina Wischnewskaja am Vortag der Auktion von Sotheby’s in London gekauft.Die Zeichentrickfilme schenkte er dem ersten russischen Kinderfernsehkanal „Bibigon“ und die Kunstsammlung übergab der dem Staat, um sie im Konstantin-Palast bei Sankt Petersburg auszustellen.

2. Das Moskauer Internationale Kinofestival, auf dem mehr als 200 Filme aus aller Welt gezeigt wurden.
Den Hauptpreis gewann der russische Film „Reise mit Haustieren“ von Vera Storoschewa.

3. Die neuen Erfolge des russischen Films.
Regisseur Nikita Michalkow wurde auf dem Filmfestival in Venedig für den Film „12“ mit einem Sonderlöwen ausgezeichnet. Für die beste männliche Rolle erhieltweiter lesen

15.01.2008 von Peter Voßwinkel
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Leid im goldenen Käfig

von Peter Voßwinkel

Hinter der glitzernden Fassade Russlands herrscht viel Leid, jedenfalls für Frauen. Die Gattinnen der russischen Oligarchen können jederzeit von ihren Männern weggeworfen werden. Das zeigt ein Roman einer Frau, die es wissen muss.

Das Buch geht weg wie warme Semmeln. „Ein Heiratsvertrag oder wer ist XY“ erlaubt einen Blick hinter die glitzernde Fassade des „Rublewka Sets“, wie die russische Oberschicht nach einer exklusiven Strasse in den westlichen Vororten Moskaus genannt wird. Ein guter Teil der wirtschaftlichen und politischen Elite des Landes wohnt dort in gut bewachten Luxusvillen.

Weggeworfen wie Dreck

Die Autorin, Tatjana Ogorodnikowa, muss es wissen. Sie ist selber mit einem reichen Geschäftsmann verheiratet. Angeblich soll ihre Ehe sogar funktionieren. Aber auch Ogorodnikowa hat einen Heiratsvertrag mit ihrem Mann abgeschlossen, „für alle Fälle“, wie sie sagt. Jedenfalls rät sie allen Schönen des Landes, die sich einen Oligarchen angeln wollen, das selbe zu tun. Ogorodnikowa sieht ihr Buch als eine… weiter lesen

10.01.2008 von Peter Voßwinkel
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who is who? bei “Bratschni Extrim”

von Peter Voßwinkel

Tatjana Ogorodnokowa hatte zur Präsentation ihres neuen Buches geladen und viele Prominente und Showstars kamen in die VIP-Bar unter das Kino Oktober. Da waren ein Rocksänger, ein Kabarettist, ein Popproduzent, Chelsea, Viagra, Oxana Leonowa, Gaspodin Gafin, … . Kennt sonst noch jemand jemanden? Richtige Erkennungen werden mit einem Buch: “Bratschni Extrim” prämiert.

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08.01.2008 von Peter Voßwinkel
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Eher Extremes aus dem Gemüsegarten zu Weihnachten

von Peter Voßwinkel

Pünktlich zur russischen Weihnacht kommt Tatjana Ogorodnikowa mit ihrem Buch: “Bratschni Extrim – Schkola Chelsea”, (eher extrem – Schule Chelsea). Die Präsentation fand unter Anteilnahme von viel Prominenz aus Business, Show und Musikszene unter dem Kino Oktober am Novi Arbat statt.

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Es ist ihr inzwischen fünftes Buch aus der Moskauer Neureichenszene, mit all ihren Ängsten, Sorgen, Erpressungen, Verquickungen, sexuellen Abschweifungen und Versorgungsnöten. Eine weitere Publikumserfolgserwartung eilt diesem Werk voraus. Das große Interesse an dieser Literatur erklärt sich offensichtlich durch die Geheimnisse einer sonst nicht zugänglichen Welt. Das Erstlingswerk wird inzwischen als Fernsehserie für das russische TV verfilmt.