25.05.2008 von Peter Voßwinkel
Moskau. Vom 28. Mai – bis 1. Juni findet im Zentralen Haus der Kunst die XIII. Internationale Architekturausstellung “Арх Москва” statt.
Laut Veranstalter ist das Hauptziel, “… hohe Qualitätsarchitektur und hohes Qualitätsdesign in einer Ausstellungsfläche zusammenzubringen, um eine kumulative Wirkung zu schaffen, die fähig ist, die Meinung der Gesellschaft von der Architektur zu beeinflussen.”

Erstmals findet ein großes architektonisches Forum mit zahlreichen auswärtigen Diskutanten statt. Dem Forum ist ein Manifest an die Hand gegeben, in dem nun endlich, möchte man meinen: Die Frage der Massenunterkunft als eines der dringendsten Probleme für Russland thematisiert wird. Obwohl der reiche Teil von Russlands Bevölkerung jetzt seine Wohnungsnot auf einer privaten Skala lösen kann, sind die Lebensbedingungen der Mehrheit der Bevölkerung noch alles andere als bequem. Zur Zeit steigen die Unterkunftspreise sprunghaft an, aber diese Nachfrage wird nicht von einem Qualitätsanstieg begleitet.
Vielmehr hat der aufmerksame Betrachter den Eindruck einer… weiter lesen
23.05.2008 von Peter Voßwinkel
Meine Moskauer Begleiter wundern sich manchmal über meine Vorsicht nicht auf Kanaldeckel oder Entwässerungsgullis zu treten. Manchmal wird dies auch schon als Marotte angesehen. Ich bin mir allerdings keiner übertriebenen Vorsicht bewusst, angesichts der überall zu sehenden und auf den Baustellen erlebten Zustände. Auf den Gehwegen liegen diese Schachtdeckel schräg, wackelig und abgebrochen auf ihren Fassungen. Häufig wird in den Medien über eingebrochene Betontransporter und vollbesetzte Busse berichtet.
Als ich vor ein paar Tagen auf meinem täglichen Weg in der Nähe der Patriarchenteiche und dem erdrückenden Neubau der russischen Architektenunion vorbei kam wurde meine Vorsicht gerechtfertigt. Ein Bus bog um die Ecke der schmalen Straße auf der selten Busse fahren. Er kam nicht weit, denn der Regenschacht brach unter der Last des Hinterrades ein.

Der Fahrer suchte hilflos nach Hilfe und fand sie zunächst in zahlreichen hupend wartenden Autofahrern und später diskutierenden Passanten. Heute ist das Loch notdürftig geschlossen.
07.05.2008 von Peter Voßwinkel
Dmitrij Medwedjew’s inauguration, full version.
07.05.2008 von Peter Voßwinkel
02.05.2008 von Peter Voßwinkel
Die Wohnung Nummer 50 im Haus Sadowaja 10 hat seit den 1980er Jahren eine Vielzahl von Fans des Romans „Der Meister und Margarita“ des berühmten russischen Schriftstellers Michail Bulgakow angezogen. In jener „bösen Wohnung“ steigt laut Roman; Woland ab und veranstaltet in der Folge mit seiner Suite einen satanischen Ball.

Eine ähnlich aufregende „Nacht im Museum” wie im gleichnamigen Hollywood-Film präsentiert nun das Bulgakow-Museum. Es führt bei Nacht auf den Spuren des Romans „Meister und Margarita” durch alte Straßen Moskaus. Ohne Voranmeldung einfach vorbeikommen.
Freitags + Samstags:
ab 23:00 h – 01:00 h Spaziergang zum Patriarchenteich, 250 Rub
ab 01:00 h – 06:00 h Busrundfahrt zu den Ereignisorten, 400 Rub
Der Roman „Meister und Margarita” ist bekannt als das rätselhafteste Werk in der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine beiden Helden und den Geisterfürst Woland ließ Bulgakow… weiter lesen