26.07.2008 von Peter Voßwinkel
Der Monopolist Gazprom kauft weltweit die Gasvorräte der großen Produzenten auf. Die Europäer haben im Kampf um eine Auswahl des Lieferanten kaum noch eine Chance – und sind dem Gebaren der Russen mehr und mehr ausgeliefert.

Der “Führer der Großen Revolution des Ersten September der Sozialistischen Libysch-Arabischen Volksmassenrepublik” hat einiges erlebt in seinen 39 Amtsjahren. Doch so ein Angebot wie jetzt hatte Muammar al-Gaddafi noch nie auf seinem Tisch: Alexej Miller, Chef des russischen Energiemonopolisten Gazprom, will Libyens gesamte Erdgas- und Erdölexporte aufkaufen. Zu aktuellen Marktpreisen. Ohne Nachlass.
Gaddafi hat die Offerte vom vorvergangenen Mittwoch noch nicht beantwortet. Der 66-Jährige ist zu gerissen, um sich voreilig festzulegen. Ehe er sich von einem einzigen Abnehmer abhängig macht, muss er den Deal genau überprüfen. Gazprom plant trotzdem munter weiter. Am Jahresende würden die Lieferungen aus Libyen starten, kündigt Sprecher Sergej Kuprijanow an.
Es wäre ein Schlag für Libyens wichtigsten Abnehmer, die… weiter lesen
25.07.2008 von Peter Voßwinkel
Wollte nur noch kurz was auf dem Markt am Kiewer Bahnhof einkaufen. Angenähert von hinten durch eine Seitengasse. Oh Schreck hier ist ja ein Ozeanriese gestrandet. Oder fließt die Moskva jetzt andersrum?

Der Sicherheitsdienst des nahe liegenden Parkplatzes klärte mich auf: “Es ist eine dieser neumodernen Architekturen die überall in Moskau aus dem Boden gestampft werden.” Gott sei dank, war ich beruhigt. Allerdings: form follows function, das kann hier irgendwie nicht ganz stimmen, oder?
23.07.2008 von Peter Voßwinkel
Nachdem die Kosten auch für Flugbenzin erheblich angestiegen sind haben es die so genannten Billigflieger immer schwerer ihr Konzept zu vermarkten. Dazu kommt neuerdings noch die Pflicht für einen Flug den Gesamtpreis offenzulegen, das heißt in der Realität, für 19 € fliegt da keiner mehr. Summasummarum kostet ein so genannter Billigflug dann schnell mal 129 € oder 229 €.

Um die Glaubwürdigkeitsschere zwischen Realität und Marketing nicht noch weiter aufreißen zu müssen ist man bei Germanwings auf ganz neue Geldzufluß Ideen gekommen. Waren bisher 20 kg Gepäck für jeden Reisenden obligatorisch, gehen die eincheckenden Fluggäste auf den Flughäfen nun in eine Zahlschleife und werden mit 10 € je Gepäckstück abgezockt.
Ganz langsam hat man die Kunden auch daran geführt für ihren Sitzplatz noch mal extra zu bezahlen. Zeichnete sich Germanwings bis vor kurzem durch freie Sitzplatzwahl aus, wurden zunächst beim check in “aus organisatorischen Gründen” Sitzplatznummern vergeben. Kurz darauf… weiter lesen
19.07.2008 von Peter Voßwinkel
Lada Dance, eigentlich excelente Jazzinterpretin, wurde mit Russian Pop erfolgreich.
18.07.2008 von Peter Voßwinkel
MOSKAU leidet unter einer nun schon über eine Woche andauernden Hitzewelle.

Bei derzeitigen Temperaturen von bis zu 35 Grad greifen auch russische Arbeiter zu arabischer Kopfbedeckung. Wohl dem der ins regnerische Berlin ausweichen kann.
16.07.2008 von Peter Voßwinkel
London-Moskau. Rechtsanwalt Robert Amsterdam hat zur aktuellen Entwicklung im Fall Michail Chodorkowskij in seinem Blog eine Erklärung abgegeben.

Der zu acht Jahren Haft verurteilte Yukos-Gründer Michail Chodorkowskij will beantragen, seine Haftstrafe zur Bewährung auszusetzen. Dies erklärte Robert Amsterdam, einer seiner Anwälte. “Michail Chodorkowskij hat uns aufgefordert, einen Antrag auf Bewährung einzureichen.” Seine russischen Rechtsvertreter hätten die notwendigen Papiere zusammengestellt und würden diese in den nächsten Tagen beim Gericht im sibirischen Tschita einreichen, wo ihr Mandant einsitzt.
Chodorkowskij war 2005 wegen Steuerhinterziehung und Betrugs zu acht Jahren Lagerhaft verurteilt worden, sitzt inzwischen aber wieder im Untersuchungsgefängnis in Tschita, weil im Februar 2007 neue Anschuldigungen gegen ihn erhoben worden sind. Deren Kernvorwürfe waren erst vor wenigen Tagen, an seinem 45. Geburtstag, in einer 145-seitigen Anklageschrift wiederholt worden. Danach werden Chodorkowskij und seinem Partner Platon Lebedew zwischen 1998 und 2004 der Diebstahl von 350 Millionen Tonnen Erdöl und die Geldwäsche von umgerechnet… weiter lesen
15.07.2008 von Peter Voßwinkel
Weil er per Blog über “Bullen” herzog, ist ein Russe zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Richter werten Blogs als Massenmedium. VON KLAUS-HELGE DONATH
MOSKAU taz Mehr als ein Jahr haben sich Beweisaufnahme und Prozess gegen den Blogger Sawwa Terentjew in Russland hingezogen. Die Länge des Verfahrens lässt darauf schließen, dass Kontrolleure und Justizbehörden dem Casus Terentjew als Präzedenzfall große Bedeutung beimessen. Der 22 Jahre alte Musiker aus Syktywkar in der Republik Komi ist Russlands erster Internetnutzer, der wegen eines Beitrags im Blog eines anderen Bloggers zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt wurde.
Das Gericht sah den Tatbestand des “Schürens von Hass, Feindschaft und Herabsetzung der Menschenwürde” als bewiesen an. Im Februar 2007 hatte Terentjew seiner Wut auf die Polizei Luft gemacht und ein Brandschreiben gegen die “Bullen” in einem Weblog hinterlassen. Wer bei den Bullen arbeite, sei Abschaum und selbst kriminell, schrieb der Musiker und… weiter lesen
11.07.2008 von Peter Voßwinkel
Als wenn die Stadt nicht schon genug Lärmstress im Alltag erzeugt, haben sich die Stadtoberen etwas ganz besonderes ausgedacht. Die Stadtbewohner sollen mit einem Schalldruck von 6,3 – 200 Pa (Pascal) und einem Schalldruckpegel in höhe von 110 – 140 dB (A) , vergleichbar mit Kampfflugzeugen, weit über der Schmerzgrenze, beglückt werden.

Am 13. Juli erwartet die Einwohner der russischen Hauptstadt ein ganz besonderes Spektakel. Zum ersten Mal können sie Formel 1 Autos hautnah bewundern. Schon seit Jahren gibt es immer wieder Gerüchte, dass der Formel 1 Zirkus künftig auch einen Stopp in Moskau machen würde. Jetzt ist es endlich soweit, allerdings wird das vorerst nur ein einmaliges Gastspiel sein. Die Organisatoren von Rotterdam Racing stellen nun auch ein City Racing in Moskau auf die Beine.

Nachdem vergangenes Jahr einige Vertreter der russischen Hauptstadt beim City Racing in Rotterdam vor Ort waren, waren sie mehr als beeindruckt, wieviele… weiter lesen