taz-redaktör hat´s schwör in wonderland

von Peter Voßwinkel

Jan Feddersen, seit Mai neuer “Redakteur für besondere Aufgaben” bei der taz, betrat seinem epochalen Werk folgend, “Ein Lied kann eine Brücke sein”, einen für ihn recht wackligen Steg. Träumte der Autor bisher im wesentlichen über “Grand-Prix-Abende mit Käsewürfel, Nudelsalat und Pfirsichbowle.” Und verfasste dazu das optimal-ultimative Nachschlagewerk: was Sie schon immer oder noch nie über den Grand Prix Eurovision wissen wollten, finden Sie dort. Leider vergriffen.

Zum diesjährigen Liederfestival machte sich Jan auf in eine andere Welt, nach Moskau! Seine Begegnungen mit der russischen Realität scheinen ihm offenbar schwer zugesetzt zu haben. Erst musste er die schwere Bürde einer Visabeschaffung (dank Steinmeier, die Russen wollten das längst abschaffen) im Konsulat der russischen Botschaft mit unfreundlichen Bürokraten über sich ergehen lassen und dann noch der erbarmungslose Moskauer Alltag.

Insidern ist allerdings der noch rüdere Umgangston und Verhörmethoden ähnliche Bearbeitungsstil aus der deutschen Botschaft in Moskau bekannt. Der einfache russische Bürger wird dort permanent drangsaliert. Der kleinste Formfehler führt zur Visaverweigerung. Lange Wartezeiten und kostenpflichtige telefonische Terminvergaben sind Voraussetzung. Ein wirklich unwürdiges Verfahren für einen sog. freien Rechtsstaat.

Lieber Jan Feddersen, als gut informierter taz-Redakteur hättest du wissen müssen, was Jens Siegert (Böll-Stiftung-Moskau) in seinem Blog einleitend schreibt: “Russland ist keine Demokratie. Aber auch keine Diktatur. Russland fremdelt mit dem Westen. Ist aber auch nicht sein Feind. Russland war jahrhundertelang Imperium und muss nun, eher unwillig, Nationalstaat werden. Der Weg dorthin ist widersprüchlich.”

Dich hat überrascht, das “… an einem Sonnabend der Rote Platz gesperrt ist und von tausenden Polizisten und sonst wie Uniformierten gesäumt wird, die fast alle aussehend wie Schläger, finster und eingreifbereit?” Ähnliches ist auch aus Gorleben, Brokdorf, Berlin und anderen dir geläufigen Orten bekannt.

Tja, lieber taz-redaktör, das gehört in Moskau häufig zum Stadtbild, interessiert den Normalbürger aber überhaupt nicht. Übrigens die Russen schauen häufig mal böse und finster. Kein Wunder bei den schwierigen Alltagsbedingungen für den Einzelnen. Teilweise ist das auch alles Strategie und Taktik um solche “grünen” Westler über den Tisch zu ziehen. Ich kann dir aber versichern hinter genau dieser Abwehrfassade steckt meist ein lebensfroher liebenswerte Mensch. Unterm Strich sind alle weniger cool und abgestumpft als in einem suburbanen tazumfeld.

Und, dem eingedeutschten gebürtigen Moskauer Wladimir Kaminer vorsätzliche Ahnungslosigkeit vorzuwerfen zeugt von weiterer Unkenntnis dessen Werk und seiner Langzeit bekannten zynischen Betrachtung allen Sowjet-russischen Machenschaften gegenüber.

Um die alltags- und gesellschaftspolitischen Hintergründe zu verstehen, sei an dieser Stelle das ausgezeichnete Buch des taz-Korrespondenten Klaus-Helge Donath empfohlen. Wer das gelesen hat versteht die russische Öffentlichkeit und Politik und weiß die Propaganda einzuschätzen. Klaus-Helge Donath skizziert darin den politischen und sozialen Zustand der russischen Gesellschaft, insbesondere der Elite in Moskau. Er verfolgt seit vielen Jahren als Korrespondent der taz die Entwicklung vor Ort. Sein Buch beginnt mit der vielleicht schon bekannten Schilderung des kontrastreichen Unterschieds zwischen Reich und Arm in der Megapolis Moskau.

Hier das Vorwort als kleine Kostprobe: »Was für ein Irrwitz, hier steht die Logik kopf!« Ähnliche Gedanken kommen wohl jedem, der sich in Russland etwas länger aufhält. Hier langweilt man sich nie. Immer ist etwas los, und in den meisten Fällen hat dies auch großen Unterhaltungswert. Russland lässt einen auch nicht kalt, dafür bietet es zu viele Reibungsflächen. Russland ist ein Faszinosum. »Ist das nicht ein herrliches Chaos?

Mein Gott, wie hab ich das vermisst«, schwelgte ein Diplomat, der nach Jahren außer Landes wieder in Moskau gelandet war. Hier gibt es viele Unterschiede. Auch die Uhren ticken anders. Selbst die Literatur ist nicht das, wofür wir sie halten. Die Groteske ist nicht Fiktion, sie ist eine nüchterne Bestandsaufnahme des alltäglichen Lebens, vorurteilsfreie Chronistenarbeit. Die Russen verfluchen und lieben es gleichermaßen, Chaos und Unvorhersehbarkeit binden alle Kräfte. Eine Planung über den Tag hinaus ist in dieser Welt kaum möglich, deshalb gehören die Russen auch zu den begeistertsten Planern auf diesem Planeten.

Die Kommunisten entwarfen Fünfjahrespläne, Wladimir Putin und Dimitrij Medwedew basteln gerade an der Perspektive 2020.  Das Ziel wird unterwegs wieder abhandenkommen, vielleicht haken die Europäer zwischendurch einmal nach, was aus dem Vorhaben geworden sei. »Wieso fragt ihr?«, wird man ihnen erwidern. Denn inzwischen hat man längst die alten Vorhaben vergessen und zigfach neue Pläne ausgeheckt. »Ihr versteht uns sowieso nicht«, sagt der Kreml heute wieder, »deshalb redet uns auch nicht hinein.«

Die Russen sind überzeugt, ihr Land lasse sich mit dem Verstand nicht greifen, schon gar nicht von Fremden. »Was sich nicht begreifen lässt, gibt es nicht«, würde Hegel dem entgegenhalten. Dafür, dass es eigentlich nicht existent ist, ist Russland ziemlich lebendig. Ein Nachbar, der nicht nur uns auf Trab hält. Es gibt ihn, aber er ist anders, und die Unterschiede sind weitaus größer, als sich Europa nach dem Ende des Kalten Krieges eingestehen wollte.

Nur eine hauchdünne Elite in Russland war über alle Epochen europäisch gebildet und ausgerichtet – die Mehrheit des Riesenreiches bewegt sich seit Jahrhunderten nach anderen Gesetzen. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Die Fassaden haben sich angeglichen, vor allem in den Metropolen Moskau und Sankt Petersburg. Hinter den Kulissen liegt aber die konturlose russische Weite, die sich einer fremden Kultivierung widersetzt. Diese Zerrissenheit, einerseits zu Europa gehören zu wollen und es andererseits als wesensfremd zu empfinden, quält Russland seit 300 Jahren. Manchmal scheint dieses Land daran irre zu werden. Es rühmen sich zwar auch so bekannte Russen wie Dostojewski, dass sie, im Unterschied zu Europäern, mühelos mit Widersprüchen und Rissen leben könnten.

Das stimmt sogar, hat aber einen Nachteil: Auch Russland ist rastlos auf der Suche nach sich selbst, ohne sich jemals zu finden. Das Ergebnis ist eine geniale Nachahmungskultur, die wir für das Original halten, die Russen aber unbefriedigt lässt. Zwar erleichtert diese Annäherung die Kommunikation, doch die Ähnlichkeit trügt. Wir sprechen die gleiche Sprache, meinen aber nicht dasselbe. Beide Seiten sollten sich das eingestehen. Russland ist einfach anders.” Aus: Klaus-Helge Donath, “Das Kreml-Syndikat”, ISBN 978-3-86789-013-7.

Fast alle überregionalen deutschen Zeitungen veröffentlichen ständig die Berichte ihrer Korrespondenten aus Moskau. Besonders kuriose Alltagsgeschichten sind wöchentlich in der “Bunten Illustrierte” von Boris Reitschuster zu lesen. Viele Bürgerjournalisten informieren in ihren Blogs aus diesem real kapitalistischen Imperium und schauen unfreiwillig politisch hinter die alltäglichen Meldungen und kommentieren sie.

“Der unbefriedigende Zustand der russischen Wirklichkeit lässt bei vermeintlich glücklicheren Ländern nach geeigneten Heilmitteln fahnden. Ein Gemeinwesen organisiert sich entweder mehr vertikal, nach dem Subordinationsprinzip, als Mobilisationsgesellschaft, oder mehr horizontal, als Rechtsstaat mit einigermaßen gleichen Spielregeln, wie es einer westlichen Leistungsgesellschaft entspricht. In Russland hat sich die erste Variante durchgesetzt. Die starke Stellung der Obrigkeit, das unausgewogene Verhältnis zwischen Oben und Unten erzeugen eine Art verdeckten “Kriegszustand”, wobei die Korruption sich als die wichtigste Sprache etabliert hat, in der die Parteien miteinander “Frieden” schließen. Die Korruption balanciert das System aus.

… In dem Bemühen, den Realitäten Rechnung zu tragen, versuchen auch wertkonservative Russen ihre Abneigung gegen die Korruption zu überwinden. Klassische Musiker am Moskauer Konservatorium trugen sich mit Überlegungen, sich von einer dubiosen, geldwaschenden Stiftung protegieren zu lassen, wenn das zum Überleben hilft. Doch der Mensch benötigt offenbar minimale Dosen guten Gewissens wie der Taucher dann und wann einen Atemzug Luft. Der Mensch, der sich als Teil des korrumpierten Systems fühlt, ist psychisch unausgeglichen. Er verachtet sich insgeheim selbst und hat einen unstillbaren Hunger nach Bestätigung. Er staut viel Aggressivität auf und fürchtet die eigene Unberechenbarkeit. … Diese Demoralisierung lastet auf vielen Bewohnern Russlands heute vielleicht schwerer als die Schizophrenie der Sowjetzeit.

Auf der anderen Seite gibt es auch Begabungen, die ohne die Korruption in Russland wahrscheinlich weniger entwickelt wären. Das sind das intuitive Erfassen von Situationen, die berühmte russische Findigkeit auch für illegale Problemlösungen und der vor allem westlichen Überzeugungsjuristen mangelnde Humor. Rechtsverachtung kann auch berauschen. Die Korruption nimmt dem, was sich Staat nennt, seine Substanz. In Russland gebe es keine Institutionen, behaupten manche, es gibt nur persönliche Beziehungen.” Aus: Kerstin Holm, “Das korrupte Imperium”, ISBN 3-446-20378-8.

“Muss man, anders gefragt, über alles hinwegsehen, …? Und muss man dauernd reflektieren, dass es ja bestimmt mit Kapitalismus zu tun habe, mit den Spätfolgen von Zarentum und Stalinismus?”  Fragt uns der reisende taz-Redakteur. Muss man nicht, aber es hilft im Hinterkopf zu haben um die erlebte Situation entcodieren, oder einfach nur verstehen zu können.

Lieber Jan Feddersen das alles hast du auf dich genommen um ein primitives Liederfestival zu besuchen und über die Siegeschancen viertklassiger Schlagersänger zu spekulieren und jetzt jammerst du uns hier was von deinem Schulausflug vor, weil ein paar Dinge anders laufen als zu Hause. Spießiger geht´s nicht. Das ist großer Boulevardjournalismus.

Dazu kann einem Sloterdijk einfallen: “Im fünften Stockwerk des großen Komfortsystems werden wir auf den Verwöhnungswert der medial konstruierten großen Öffentlichkeit aufmerksam, der sich in der Entstehung einer neuen Kategorie von Prominenten manifestiert. Bei diesen ist die Frage, warum sie bekannt oder berühmt sind, praktisch unbeantwortbar geworden.

Die klassische Meritokratie beruhte bekanntlich auf der Bereitschaft der historischen »Gesellschaften«, ihre durch Leistung herausragenden Mitglieder mit deren Aufnahme in die engen Zirkel des Ruhms zu belohnen. Indem das bürgerliche Publikum seinen Leistungsträgern eine Prominenzprämie zugestand, applaudierte es mittelbar seiner eigenen Leistungsbereitschaft. Mit der Etablierung selbstbezüglicher Medienwelten im Inneren des Kristallpalasts macht sich seit jüngerer Zeit auch beim Phänomen Prominenz ein Entlastungseffekt geltend, der dafür sorgt, dass der ältere Zusammenhang zwischen Leistung und Prestige zertrennt wird. …

Das postmoderne Kunstsystem hat mit seinen Mitteln auf die Tendenz zur Entlastung von der Zumutung, ein Werk zu schaffen, reagiert und Strategien zur Ausbildung von werklosem Künstlerruhm entwickelt. In der Massenkultur wird dieses Verfahren weiter popularisiert, bis eine rein tautologische Form von Prominenz erreicht ist. Bei ihren strahlenden Events treffen sich all jene, die dafür bekannt sind, bekannt zu sein für nichts Besonderes. Unnötig zu sagen, dass eine postmoderne Fortuna ihrem Schützling keine Goldbörse mehr anbietet, sondern ihm die Frage vorlegt, ob er ein Leistungsträger oder lieber ein grundlos über Nacht Berühmter sein möchte.” Aus: Peter Sloterdijk, “Im Weltinnenraum des Kapitals: Für eine philosophische Theorie der Globalisierung”, ISBN-10: 3518458140

In Berlin, beglücken den Reisenden die lächelnden Beamten. “Ich bin wieder zu Hause. Ist es nicht seltsam, dass mir selbst ein Wolfgang Schäuble, unser Innenminister, wie ein Verteidiger der Freiheit vorkommt?”

Das ist in der Tat seltsam! Dazu fällt mir wieder Vilém Flusser ein. Ich benutzte seine Positionen neulich anlässlich einer Ausstellungseröffnung in der cité free art gallery.berlin: “Die irrtümlich als Schönheit empfundene Hübschheit einer jeden Heimat, diese Verwechslung zwischen Ungewöhnlichem und Gewohntem, zwischen Außerordentlichem und Ordinärem, ist in manchen Heimaten jedoch nicht nur eine ästhetische, sondern eine ethische Katastrophe.

Wenn ich die Toskana, Berlin oder das Sauerland für schön halte, und dies nicht, weil ich diese Gebiete entdeckt habe, sondern weil ich an sie gewöhnt bin, dann bin ich Opfer eines ästhetischen, nicht aber notwendigerweise eines ethischen Irrtums. Halte ich jedoch Moskau oder Schanghai für schön, dann begehe ich eine Sünde.

Denn die alle Phänomene verdeckende und abrundende Wattedecke der Gewohnheit lässt mich dann das dort herrschende Elend und Unrecht nicht mehr wahrnehmen, sondern nur noch dumpf empfinden. Es wird dann ein Teil der heimatlichen Hübschheit, die ich als Schönheit empfinde. Das ist das Katastrophale an der Gewohnheit.

Aber der Nationalismus ist, wenn Sie gestatten, eine Schweinerei, weil er gegebene Bindungen heiligt, während die menschliche Würde darin besteht, die gegebenen Bindungen als gemachte aufzudecken.

Wir sind wieder am Ausgangspunkt. Wenn ich annehme, ich bin als Deutscher geboren und werde jetzt Deutschland heiligen, dann bin ich ein Schwein. Wenn ich hingegen mir dessen bewusst werde, dass Deutschland eine Fiktion ist, dass das deutsche Volk eine Fiktion der Tradition ist, dann bin ich in der Freiheit, aus dieser Fiktion auszutreten und dann vielleicht einige Bindungen, die mir diese Fiktion bietet, wieder auf mich zu nehmen. Das stinkt natürlich auch dann, denn warum sollte ich dann ausgerechnet Deutscher sein und nicht Haussa?

Das ist für mich ein Modell der Ethik der Zukunft: Sich seiner Begrenztheit bewusst zu werden und durch die Begrenztheit meiner Fähigkeiten dazu genötigt zu werden, andere anerkennen zu können. Das ist eine sehr bescheidene Ethik, denn sie muss ja auch sagen: Das geht mich nichts an, dafür bin ich nicht kompetent! Ich bin nicht dafür verantwortlich, ob in der äußeren Mongolei Demokratie eingeführt wird oder nicht. Es ist ein verantwortungsloses Geschwätz, wenn ich mich jetzt für die Befreiung von Tibet engagiere. Hingegen bin ich dann verantwortlich, wenn in Südfrankreich oder am Stadtrand von Berlin, also da, wo ich jetzt lebe, Menschen Fremde prügeln. Ich muss irgendetwas innerhalb meiner Kompetenz tun, um das einzudämmen.”

Beim Visa-Artikel dachte ich, ist der Mann wirklich so naiv oder tut er nur so. Jetzt ist klar, du hast wirklich gar nichts begriffen von gesellschaftlichen Entwicklungen und sozialen und politischen Verhältnissen in der Russischen Föderation und der BRD. Der Gipfel für einen taz-Redakteur ist sicher den “Schäuble-Staat” mit seinen “big-brother-is-watching-you” Machenschaften glücklich zu schätzen, aber das Redaktionsstatut räumt das ein. Die nächste Reise geht sicher dann zur Audienz nach Gengenbach.

Lieber Jan Feddersen, weißt du was mir neulich passierte. Auf diesem 30-jahre-taz-jubel-kongess in Berlin kam ich in fast keine Veranstaltung ´rein, weil ein von dir bestellter Sicherheitsdienst mir und übrigens vielen anderen den Weg versperrte. Das wäre zu “tu-nix” Zeiten undenkbar gewesen. Du hast diese Tatsache später als organisatorischen Erfolg verkauft. Einmal stellten wir diese Lakaien der vermeintlichen Ordnung zur Seite. Da wurde mit dem bösen Ordnungsfinger und Hausverbot gedroht. Wo ist da eigentlich der substantielle Unterschied zur gelenkten Demokratie?

Während meiner Anwesenheit auf dem taz -kongress herrschte weitgehend gähnende, lähmende Langeweile und keine impulsgebende Atmosphäre, ´mal von wenigen Ausnahmen abgesehen. Der Gipfel war die perspektivisch revolutionäre gesellschaftsverändernde Aufforderung von Attac-Gigold dafür zu sorgen, dass rot-rot-grün demnächst eine Regierung bilden solle und dann ginge es richtig los. Unwidersprochen. Gähn! Wo war der eigentlich seit 98.

Global denken, lokal handeln, selber denken! Vielleicht ergibt sich ´mal die Gelegenheit ´drüber zu reden.

Beste Grüße aus Moskau
Peter Voßwinkel

PS: Im Nachgang noch ein paar Reisetipps für besondere Aufgaben im nahen oder angenäherten Europa: Neapel, Tiflis, Stepanakert, Baku, Marseille, Sächsische Schweiz.


2 Kommentare zu "taz-redaktör hat´s schwör in wonderland"

  1. Lieber Peter Vosswinkel,

    danke für die freundliche kleine Erwähnung meines http://www.russlandblog.boell.de. Die Erinnerung an gewisse Selbstverständlichkeiten, die Reisende so zu gewärtigen haben, wenn sie fremde Territorien erforschen, ist im Zeitalter des Massentourismus in wohlgestaltete, wenn auch leicht exotierend verfälschte Kopien ihrer Heimat ungemein wichtig. Das besonders, wenn die Neger, denen man dort begegnet, weiß und blond sind, wenn letzteres auch oft nur künstlich. Es ist beschämend, wie romantisch der deutsche Russlandblick ist: Der Russe erscheint entweder als Grizzly oder Teddybär. Und wie enttäuschend ist es dann, dass er ganz normal ist und doch oft ganz anders.

  2. Danke für diesen total spannenden Artikel…ich hatte den Eurovisions-Artikel gelesen und war auch über J. Feddersen verärgert. Nun ist das um Längen wiedergutgemacht…
    Offenheit und Denken kann nie schaden!
    “suburbanes tazumfeld” –super!

    Viele Grüße von Caro.