Moskau total verstaut
von Peter VoßwinkelMit Airbus Berlin in DOMODEDOVO AIRPORT gelandet, dem Aero-Express nach MOSCOW-PAVELETSKAYA gebummelt, durchbrach der wartende Chauffeur die ursprüngliche Absicht die Fahrt mit der angeschlossenen Metro zu vollenden. Die Limousine tastete sich durch die Straßen der Metropole.
Nach Ring, Tangentiale und Durchstich, entgegen der Einbahnstraße, lange Panoramaansichten.
Leider ist der Rote Platz für den Durchgangsverkehr gesperrt. Es wäre eine schöne Abkürzung gewesen.
Manche waren auf dem Weg nach Portugal?
Andere zu Fuß!
Auch große Fahrzeuge kamen nicht durch.
Fünf Spuren bündelten sich zu zweien, ohne Reißverschlusssystem.
Fragen warfen sich auf. Aus welchem Material bestehen eigentlich die Türme der Kathedrale Basilius des Seligen?
In der Kurve ging es an den mit bemalten Gerüstplanen verhüllten Unteren Handelsreihen vorbei. Angeblich werden diese derzeit in ein fünfsterneplus Hotel umgebaut.
In drei Jahren wird man es genau wissen.
Die Sehnsucht nach Portugal wuchs. Wollen die sich wirklich mit Spanien vereinigen?
Auch auf dem anfänglich freien Boulevard staute sich der Verkehr unter der Unterführung.
Auch nach der Unterführung.
Fast kam ein Steak-Wunsch auf. Wir widerstanden dem Appetit und kauften frische aserbaidschanische Tomaten auf dem Tischinskij-Markt. Es hatte sich gelohnt.













Peter Vosswinkel enthuellt seine Gedanken und sein Empfinden bei der Einfahrt nach Moskau:: Er erinnert mich an Max Frisch und seine Gedanken und Empfindungen in “Homo Faber” – waehrend seiner Reise (1952) in Kuba und Mexiko. Peter und Max sind “Weltmaenner” – ich erkenne das sofort: “Die Sehnsucht nach Portugal wuchs..” Saudades pelo o Portugal! Jedoch: Jamais uniao com a Espanha! . Ich besuchte den Kremlin einmal -1975 – mit einer Reisegesellschaft von Veteranen der Internationalen Brigaden welche 1936-38 fuer die Republik in Spanien kaempften. Schon damals war Moskau nicht mehr “proletarisch” – in der Oper (“Ivan Susanin”) erschien das Publikum ganz in buergerlicher Galakleidung und in der Pause floss der Sekt und fand man die Delikatessen auf den vielen Tischen. Auf der Operbuehne erschienen wirkliche Pferde. Um Mitternacht oben im Aufzug am Leninski Prospekt stand eine einsame, sehr schoene und gutgekleidete Damen welche mich freundlich ansprach… Also schon damals war “viel los” in Moskau – auch in Leningrad gab es viel Vergnuegen….(“Nichts Neues Im Osten”…)