11.12.2009 von Peter Voßwinkel
Die berühmte Skulptur “Arbeiter und Kolchosbäuerin” ist am 28. November 2009 auf ihrem neuen Sockel installiert worden.

Sie wurde 1937 von der sowjetischen Bildhauerin Vera Mukhina, ursprünglich für die Weltausstellung in Paris aus rostfreiem Chrom-Nickel-Stahl geschaffen. Diese 25 Meter hohe Skulptur sollte einen riesigen sowjetischen Pavillon am Seine-Ufer krönen.

Ein junger Mann, der einen Hammer und eine Dame mit einer Sichel hält, sollte die Herrscher der Sowjetunion – Arbeitsklasse und gesammte Landwirtschaft aufnehmen.
Nach Ende der Pariser Weltausstellung, wurde versucht das Denkmal, nach Moskau zu bringen, aber wegen seiner enormen Größe wurde es beschädigt. 1939 wurde es in Moskau wieder aufgebaut und am Nördlichen Eingang in die UDSSR Landwirtschaftsausstellung WDNH installiert (heute genannt; Ausstellungszentrum von Ganzrussland). 1979 wurde die Skulptur wieder renoviert.

2003 bewarb sich Moskau um die Weltausstellung für 2010, extra dafür sollte das Denkmal generalüberholt werden. Es wurde in 40 Einzelteile zerlegt. 2005 sollte es
… weiter lesen
04.12.2009 von Peter Voßwinkel
Der Moskauer Untergrund ist vielfältig und und ereignisreich. Nächtliche Unruhen können mit einem Ausflug in die Metro verkürzt werden. Gewusst über die Zugangsmöglichkeit. Zu dieser Zeit ist es dort leer und übersichtlich.

Hier ist eine Ladekontrolleinrichtung zu sehen. Sie ist für die Kontrolle der unteren Abmessungen der Züge gedacht. Sollte irgendein herabhängendes Teil diesen Sensorbalken berühren stoppt der Zug.

Die Metro spielt in Moskau eine besondere Rolle.



Manchmal werden nachts auch die Gleise gewaschen.

Neben der Funktion als fast einziges funktionierendes Transportmittel ist sie auch ein Mythos für Moskau.









Das Ende der Sackgassen in denen Züge parken.

Die Hinweisschilder für den getesteten Bremsweg, als Orientierung für die Fahrer.


So sieht es aus zwischen Weißrussisch-radial und Majakowski.

29.08.2009 von Peter Voßwinkel
Mit Airbus Berlin in DOMODEDOVO AIRPORT gelandet, dem Aero-Express nach MOSCOW-PAVELETSKAYA gebummelt, durchbrach der wartende Chauffeur die ursprüngliche Absicht die Fahrt mit der angeschlossenen Metro zu vollenden. Die Limousine tastete sich durch die Straßen der Metropole.

Nach Ring, Tangentiale und Durchstich, entgegen der Einbahnstraße, lange Panoramaansichten.

Leider ist der Rote Platz für den Durchgangsverkehr gesperrt. Es wäre eine schöne Abkürzung gewesen.

Manche waren auf dem Weg nach Portugal?

Andere zu Fuß!

Auch große Fahrzeuge kamen nicht durch.

Fünf Spuren bündelten sich zu zweien, ohne Reißverschlusssystem.

Fragen warfen sich auf. Aus welchem Material bestehen eigentlich die Türme der Kathedrale Basilius des Seligen?

In der Kurve ging es an den mit bemalten Gerüstplanen verhüllten Unteren Handelsreihen vorbei. Angeblich werden diese derzeit in ein fünfsterneplus Hotel umgebaut.

In drei Jahren wird man es genau wissen.

Die Sehnsucht nach Portugal wuchs. Wollen die… weiter lesen
02.05.2009 von Peter Voßwinkel
Es wurde fleißig demonstriert und ausgereist.

Eine Demo organisierte die „Föderation der unabhängigen Gewerkschaften“, die gemeinsam mit der Partei „Einiges Russland“ über die Twerskaja Uliza zum Twerskaja Ploschtschad zog.

Eine andere Demo organisierte die Partei des „Gerechten Russland“, über Boulevard-Ring zum Puschkin-Platz.

Eine weitere Demo organisierten die Kommunisten. Sie liefen vom Kaluschskaja-Platz zum Teatralnaja Proesd beim Bolschoj Theater.

Noch eine Demo veranstaltete die Partei „Jabloko“. Sie versammelte ihre Unterstützer auf dem Bolotnaja-Platz.

Und noch eine Demo beantragte die Bewegung „Solidarnost“. Sie trafen sich auch auf dem Bolotnaja-Platz.

Die nationalistischen Organisationen DPNI und „Slawische Union“ liefen über den Krasnopresnenskaja-Platz.

Das Volk reiste aus. Sie fuhren mit ihren Limosinen zu den Datschen und mit den beliebten Aeroexpressen über die Flughäfen Domodedowo, Vnukowo und Scheremetjewo in die weite Welt.
21.10.2008 von Peter Voßwinkel

In einigen Moskauer Stadtbezirken setzt man jetzt Graffiti-Kinder ein um sie ihren Gelüsten nachgehen zu lassen. Sie so gesteuert einzusetzen ist preiswerter und ein leichter Weg Hausfassaden zu renovieren. Angewandte Synergie nennt man so etwas wohl.
13.08.2008 von Peter Voßwinkel
Sechs-Punkte-Plan für Waffenruhe: Russland und Frankreich haben einen Sechs-Punkte-Plan für die Beilegung von Konflikten in der Kaukasusrepublik Georgien abgestimmt.

Erstens. Verzicht auf Gewaltanwendung.
Zweitens. Endgültige Einstellung aller Kampfhandlungen.
Drittens. Gewährleistung von ungehindertem Zugang zu humanitären Hilfsgütern.
Viertens. Rückkehr der georgischen Streitkräfte an Orte ihrer ständigen Stationierung.
Fünftens. Russische Streitkräfte werden an die Linie abgezogen, hinter der sie sich vor Beginn der Kampfhandlungen befunden haben. Bis zur Bildung internationaler Mechanismen haben die russischen Friedenskräfte zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu ergreifen.
Sechstens. Beginn einer internationalen Diskussion über den künftigen Status von Südossetien und Abchasien sowie über Möglichkeiten der Gewährleistung ihrer stabilen Sicherheit”, sagte der russische Präsident.
Saakaschwili stimmt Kaukasus-Friedensplan zu Das Ende der Kaukasus-Krise rückt ein Stück näher: Georgiens Staatschef Saakaschwili akzeptiert den von Nicolas Sarkozy nach Gesprächen mit Russlands Präsident Medwedew vorgestellten Friedensplan. Das strittige Thema über die Zukunft der abtrünnigen Regionen soll auf Wunsch Georgiens… weiter lesen
01.08.2008 von Peter Voßwinkel
Verwilderte Hunde werden in Moskau zunehmend zu einer Plage und versetzen die Bürger in Angst. Passanten bahnen sich ängstlich ihren Weg durch die Rudel.
Sie lungern in Vorgärten, vor Hauseingängen oder vor Lebensmittelläden herum, greifen Kinder an, beißen Passanten und stellen sich einem kläffend in den Weg: Moskaus verwilderte Hunde werden zunehmend zur Plage.

Heute morgen lag so ein Rudel vor unserem Haus und wartete dösend auf Fütterung. Häufig werden sie mit den Resten aus dem Laden gefüttert, somit wird der Eingangsbereich ihr neues Zuhause.

Allerdings werden auch immer öfters Menschen gebissen, mehr als 15.000 Bisse sollen es allein im vergangenen Jahr gewesen sein. Manchmal sterben die Attackierten an den Bisswunden, weil sie verbluten oder mit Krankheiten infiziert werden. Tierärzte stellen immer häufiger Tollwut fest. Die Behörden sehen trotz tausender Beschwerden meistens tatenlos zu.

In der russischen Hauptstadt mit geschätzten 50.000 ausgesetzten oder verwilderten Hunden nerven die… weiter lesen
11.07.2008 von Peter Voßwinkel
Als wenn die Stadt nicht schon genug Lärmstress im Alltag erzeugt, haben sich die Stadtoberen etwas ganz besonderes ausgedacht. Die Stadtbewohner sollen mit einem Schalldruck von 6,3 – 200 Pa (Pascal) und einem Schalldruckpegel in höhe von 110 – 140 dB (A) , vergleichbar mit Kampfflugzeugen, weit über der Schmerzgrenze, beglückt werden.

Am 13. Juli erwartet die Einwohner der russischen Hauptstadt ein ganz besonderes Spektakel. Zum ersten Mal können sie Formel 1 Autos hautnah bewundern. Schon seit Jahren gibt es immer wieder Gerüchte, dass der Formel 1 Zirkus künftig auch einen Stopp in Moskau machen würde. Jetzt ist es endlich soweit, allerdings wird das vorerst nur ein einmaliges Gastspiel sein. Die Organisatoren von Rotterdam Racing stellen nun auch ein City Racing in Moskau auf die Beine.

Nachdem vergangenes Jahr einige Vertreter der russischen Hauptstadt beim City Racing in Rotterdam vor Ort waren, waren sie mehr als beeindruckt, wieviele… weiter lesen
23.05.2008 von Peter Voßwinkel
Meine Moskauer Begleiter wundern sich manchmal über meine Vorsicht nicht auf Kanaldeckel oder Entwässerungsgullis zu treten. Manchmal wird dies auch schon als Marotte angesehen. Ich bin mir allerdings keiner übertriebenen Vorsicht bewusst, angesichts der überall zu sehenden und auf den Baustellen erlebten Zustände. Auf den Gehwegen liegen diese Schachtdeckel schräg, wackelig und abgebrochen auf ihren Fassungen. Häufig wird in den Medien über eingebrochene Betontransporter und vollbesetzte Busse berichtet.
Als ich vor ein paar Tagen auf meinem täglichen Weg in der Nähe der Patriarchenteiche und dem erdrückenden Neubau der russischen Architektenunion vorbei kam wurde meine Vorsicht gerechtfertigt. Ein Bus bog um die Ecke der schmalen Straße auf der selten Busse fahren. Er kam nicht weit, denn der Regenschacht brach unter der Last des Hinterrades ein.

Der Fahrer suchte hilflos nach Hilfe und fand sie zunächst in zahlreichen hupend wartenden Autofahrern und später diskutierenden Passanten. Heute ist das Loch notdürftig geschlossen.
02.05.2008 von Peter Voßwinkel
Die Wohnung Nummer 50 im Haus Sadowaja 10 hat seit den 1980er Jahren eine Vielzahl von Fans des Romans „Der Meister und Margarita“ des berühmten russischen Schriftstellers Michail Bulgakow angezogen. In jener „bösen Wohnung“ steigt laut Roman; Woland ab und veranstaltet in der Folge mit seiner Suite einen satanischen Ball.

Eine ähnlich aufregende „Nacht im Museum” wie im gleichnamigen Hollywood-Film präsentiert nun das Bulgakow-Museum. Es führt bei Nacht auf den Spuren des Romans „Meister und Margarita” durch alte Straßen Moskaus. Ohne Voranmeldung einfach vorbeikommen.
Freitags + Samstags:
ab 23:00 h – 01:00 h Spaziergang zum Patriarchenteich, 250 Rub
ab 01:00 h – 06:00 h Busrundfahrt zu den Ereignisorten, 400 Rub
Der Roman „Meister und Margarita” ist bekannt als das rätselhafteste Werk in der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Seine beiden Helden und den Geisterfürst Woland ließ Bulgakow… weiter lesen