07.06.2009 von Peter Voßwinkel
Jan Feddersen, seit Mai neuer “Redakteur für besondere Aufgaben” bei der taz, betrat seinem epochalen Werk folgend, “Ein Lied kann eine Brücke sein”, einen für ihn recht wackligen Steg. Träumte der Autor bisher im wesentlichen über “Grand-Prix-Abende mit Käsewürfel, Nudelsalat und Pfirsichbowle.” Und verfasste dazu das optimal-ultimative Nachschlagewerk: was Sie schon immer oder noch nie über den Grand Prix Eurovision wissen wollten, finden Sie dort. Leider vergriffen.
Zum diesjährigen Liederfestival machte sich Jan auf in eine andere Welt, nach Moskau! Seine Begegnungen mit der russischen Realität scheinen ihm offenbar schwer zugesetzt zu haben. Erst musste er die schwere Bürde einer Visabeschaffung (dank Steinmeier, die Russen wollten das längst abschaffen) im Konsulat der russischen Botschaft mit unfreundlichen Bürokraten über sich ergehen lassen und dann noch der erbarmungslose Moskauer Alltag.
Insidern ist allerdings der noch rüdere Umgangston und Verhörmethoden ähnliche Bearbeitungsstil aus der deutschen Botschaft in Moskau bekannt. Der einfache russische Bürger… weiter lesen
15.05.2009 von Peter Voßwinkel
Ein eigenartiges Fieber grassiert seit einigen Tagen in der Moskauer Innenstadt. An allen Ecken und Enden wird der Flaneur auf eine Veranstaltung, das Liederfestival “Eurovision Song Contest” hingewiesen.

Fahnen mit dem Eurovisions-Logo wehen an jedem Straßenmast, große Plakate werben für das Event, das natürlich in Moskaus größter Halle, der Olympia-Arena, stattfinden wird. Man hört, die russische Regierung habe angeblich 30 Millionen Euro für die Organisation des Wettbewerbs zusätzlich zu den Geldern der europäischen Rundfunkanstalten bereitgestellt. Es soll ein denkwürdiges Ereignis für die Welt werden.
Die russische Staats- und die Moskauer Stadtregierung nutzt die eigentlich unpolitische Veranstaltung hemmungslos für Präsentations- und Propaganda-Zwecke aus. Die wahrscheinlich über 100 Millionen TV-Zuschauer sollen am Samstag ein Singfestival der Superlative zu sehen bekommen. Der Welt soll die Leistungsfähigkeit Russlands bewiesen werden. In mehr als 50 Ländern wird das Finale übertragen. Eine Größenordnung die sonst nur Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele erreichen.
Das Konzept scheint aufzugehen.… weiter lesen
12.05.2009 von Peter Voßwinkel
Der Liederwettbewerb der Eurovision hatte im Vorfeld der diesjährigen Austragung in Moskau bereits seinen Skandal als die Georgier “Put in =Put out” singen wollten und vorzeitig ausschieden. Der Eurovision Song Contest dürfte knisternd wie selten werden. Dita von Teese tritt als Stargast beim Titel für Deutschland auf.
Deutschland wird von “Alex swings Oscar sings”, das sind Musiker und Produzent Alex Jörg Christensen („Du hast den schönsten Arsch der Welt“, geb. 1967 in Hamburg), auch bekannt als Alex C. und der in München lebende US-Musical-Sänger Oscar Loya ( West Side Story, geb. 1979 in Indio, Kalifornien, USA) vertreten.
Mit dem Titel “Miss Kiss Kiss Bang” will das auf den ersten Blick ungleiche Duo den Sieg für Deutschland nach 27 Jahren endlich wieder einmal nach Hause holen.
Optisch soll der Auftritt durch eine Striptease Tänzerin verstärkt werden. Dita von Teese (geb. 1972 in Rochester,… weiter lesen
14.03.2009 von Peter Voßwinkel
Der Liederwettbewerb der Eurovision der seit 1956 jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Rahmen der Eurovision veranstaltet wird hat im Vorfeld der diesjährigen Austragung in Moskau seinen Skandal.
Die georgische Popgruppe “Stephane and 3G”, die ihren Song auf Englisch präsentieren wollte, erregte mit dem Lied “We don´t wanna put in” die Gemüter der Putin-Anhänger. Grund der Erregung ist ein Wortspiel in den Textzeilen
“We don’t wanna put in,
Cuz negative move, It’s killin’ the groove,
I’m gonna try to shoot in,
Some disco tonight, Boogie with you.”
-
Diese harmlosen Zeilen erregten Kreml-Sprecher Dimitri Peskow, er warf den Georgiern “musikalisches Rowdytum” vor. Sein Gegenspieler Chanturia erklärte, der Georgische Rundfunk habe gegen das Verbot des Liedes bei der EBU Protest erhoben.
Kritiker werfen der EBU vorauseilenden Gehorsam gegenüber Russlands Regierung vor. Die Geschichte des Song Contests, der immer wieder für politische Äußerungen genutzt wurde, spricht für… weiter lesen
25.12.2008 von Peter Voßwinkel
Zeitmaschine – Mein Freund
Машина времени – Мой друг
06.12.2008 von Peter Voßwinkel
Zeitmaschine – Diese Flüsse fließen nirgendwo hin …
Машина времени – Эти реки никуда не текут.
03.12.2008 von Peter Voßwinkel
Zeitmaschine – Wie können wir siegen wenn man uns ganz leicht kaufen/verkaufen kann?
Машина времени – Die russische Lieblingsgruppe des Präsidenten.
28.11.2008 von Peter Voßwinkel
Zeitmaschine – Ich sage dir Bescheid.
Машина времени – Я дам тебе знать.
23.11.2008 von Peter Voßwinkel
Zeitmaschine.
Машина времени – Варьете.
06.11.2008 von Peter Voßwinkel
Mascha treffe ich manchmal beim Frisör. In Moskau heißt das natürlich nicht so banal, sondern Haus der Schönheit. Wir machen ständig Witze. Sie ist überhaupt sehr lustig und nimmt eigentlich nichts richtig ernst. Wenn sie mit ihrer Haarprozedur fertig ist fährt sie mit ihrem weißen Mercedes nach Hause, oder so. Mir schenkt sie jedesmal ihre aktuelle, signierte CD. Bald wollen wir uns mal in Berlin gemeinsam ein Rockkonzert ansehen, vielleicht Udo Lindenberg.