Posts Tagged ‘Russland’

27.01.2010 von Peter Voßwinkel
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Abschied vom Flugfeld

von Peter Voßwinkel

аеродром.ная – Moskauer Tagebuch, Berichte aus der Alltags-Welt-Hauptstadt des kapitalistischen Realismus – das taz-blog von Peter Voßwinkel aus Moskau wird geschlossen und ins Archiv gestellt. Wir verlassen das Gewirr des Moskauer Dschungels, manche halten das auch für den Planeten daselbst, und ziehen in die große weite globale Welt.

Genauer gesagt in die Welt guter Architektur, Urbanität und Lebensraumgestaltung. Wirklich gut ist eine Architektur, deren visueller Eindruck so auf das körperliche Selbstgefühl einwirkt, dass der Körper Haltung annimmt, bis hin zum verblüfften Aha. Beiträge, Projekte, Theorien zur Architektur, Stadtentwicklung, Einrichtung und zum guten Leben überhaupt – via iPad. Ab jetzt: Das taz-blog zur Architektur von Peter Voßwinkel. Aha.Architektur!

Die Eindrücke, Erlebnisse und Hintergründe aus aerodrom.naja werden ab Ende März in der Foto-Ausstellung: “Moskauer Tagebuch” in der cité free art gallery.berlin präsentiert. Die Ausstellung wird Peter Voßwinkel gemeinsam mit Klaus-Helge Donath -Das Kreml-Syndikat- Rotbuch, dem Moskau-Korrespondenten der taz eröffnen.… weiter lesen

28.12.2009 von Peter Voßwinkel
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Die 10 wichtigsten Ereignisse im Jahr 2009

von Peter Voßwinkel

Ungekürzt, unkommentiert, dokumentiert. RIA Novosti stellt die zehn, nach Meinung ihrer Korrespondenten, wichtigsten außenpolitischen Ereignisse im vergangenen Jahr vor.

“1. OBAMAS ERSTES JAHR (VOM AMTSANTRITT BIS ZUM FRIEDENSNOBELPREIS)

In den ersten dunkelhäutigen US-Präsidenten, dessen Inauguration im Januar die teuerste in der Geschichte der USA wurde, setzte man sowohl im eigenen Land als auch in der Welt große Hoffnungen. In seinem ersten Jahr als Präsident versuchte Barack Obama, sie zu rechtfertigen.

Zu den Prioritäten in der Innenpolitik gehörte die Abwendung der Wirtschaftsdepression: Obama unterschrieb einen Plan zur Stimulierung der US-Wirtschaft, um aus der Finanzkrise zu gelangen. Dadurch gab er faktisch die Schuld des US-Finanzsystems an der Erschütterung der Weltwirtschaft zu. Außenpolitisch richteten sich Obamas Anstrengungen auf den Wandel des Image der USA in der Welt.

Vor allem begann er mit der Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Russland. Das gelang mit Hilfe des “Resets”, das bereits Ergebnisse gebracht hat:… weiter lesen

18.12.2009 von Peter Voßwinkel
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Die Rolle der Orthodoxie in Politik und Gesellschaft

von Peter Voßwinkel

Kirche und Staat liegen in Osteuropa traditionell nahe zusammen, sie bilden eine “Symphonia”. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion muss die Orthodoxie aber ein neues Verhältnis zur heutigen Gesellschaft entwickeln. Wo liegen die Wurzeln der “Symphonia”, wie definiert die orthodoxe Kirche ihr Verhältnis zur Gesellschaft und wie reagiert sie auf moderne Herausforderungen?

Foto: Jürg Vollmer/maiak.info Die Orthodoxie in Osteuropa pflegt die “Symphonia”, einen “Zusammenklang” von Staat und Kirche.

Ungewohnte Beziehung zwischen Orthodoxie und Politik

Die westliche Wahrnehmung der Beziehungen zwischen Orthodoxie und Politik wird von Bildern und Tönen geprägt, die uns fremd erscheinen: Der russische Ministerpräsident  Wladimir Putin zündet beim orthodoxen Gottesdienst Kerzen an und fordert: “Jede russische Kirchengemeinde im Ausland muss zur Repräsentanz der Russischen Föderation werden”.

Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili erbittet den Segen des Patriarchen - Katholikos und der weissrussische Präsident Alexander Lukaschenko beschreibt die Orthodoxie als “wichtigste Ideologie des Landes”.

Wo liegen die Wurzeln der Staatsnäheweiter lesen

27.11.2009 von Peter Voßwinkel
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“Nahe bei Null” vom Kreml-Chefideologen

von Peter Voßwinkel

Der Chefideologe von Wladimir Putin und Dmitri Medwedew schreibt “gangsta fiction”: Wladislaw Surkow veröffentlichte unter dem Pseudonym Nathan Dubrowitzky einen aufsehenerregenden Roman mit dem Titel “Nahe Null”, der ein düsteres Bild des postkommunistischen Russland malt und dessen Missstände schonungslos beschreibt. Der neueste Coup des Mannes, der für die Imagekampagnen des Kremls verantwortlich ist?

Der erste stellvertretende Leiter der  russischen Präsidialverwaltun Wladislaw Surkow gilt als Chefideologe der Regierungen Putin und Medwedew. Seinen einflussreichen Posten erhielt er nach einer höchst wechselhaften Karriere, die auf der offiziellen Website des Kremls allerdings nur bruchstückhaft wiedergegeben ist.

Wladislaw Surkow, Kreml-Chefideologe und Autor des Skandal-Romans “Nahe Null”. Foto: The Presidential Press and Information Office

Mit keinem Wort erwähnt wird etwa seine halbtschetschenische Herkunft oder seine Aktivität als Spion in Ungarn während des Militärdienstes in den 1980er-Jahren. In den 1990er-Jahren war er in führender Stellung bei der Bank “Menatep” tätig, die dem seit 2005 inhaftierten Oligarchen Michailweiter lesen

23.10.2009 von Peter Voßwinkel
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Von der “gelenkten Demokratie” zur “Tandemokratie”

von Peter Voßwinkel

Seit dem 7. Mai 2008 ist Dmitri Medwedew als Nachfolger von Wladimir Putin Präsident der Russischen Föderation. Es fand eine Transformation der Macht statt, die erst verständlich wird, wenn man hinter die Kulissen des Kreml und von Russlands “gelenkter Demokratie” blickt. Nur so lässt sich auch die Rolle von Präsident Medwedew bewerten. Eine Analyse.

Foto: Steffen Schmidt / Keystone / EDA-POOL.

Seit dem Jahre 2000 wird Russland immer öfter als „Demokratur“ oder  „gelenkte Demokratie“ bezeichnet – eine Demokratie, in der Wahlresultate vorbestimmt sind und deren Provinzen de facto an Autonomie verlieren. Eine Demokratie mit staatlich verordnetem Patriotismus und Anzeichen für die Entstehung einer Ethnokratie (ausgerechnet in einem Vielvölkerstaat). Eine Demokratie, in welcher der Kreml die meisten landesweit sendenden elektronischen Medien, sämtliche Fernsehkanäle und viele Printmedien kontrolliert.

Wie funktioniert die “gelenkte Demokratie”?

Die “gelenkte Demokratie” Russlands beruht auf einer starken Zentralmacht, der so genannten “Präsidentenvertikale”, deren Herzstück die Administration des Präsidenten… weiter lesen

07.10.2009 von Peter Voßwinkel
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Wohin steuert die Tandemokratie von Putin und Medwedew?

von Peter Voßwinkel

Wohin steuert die Tandemokratie von Wladimir Putin und Dmitri Medwedew? Ist Putin de facto noch – oder Medwedew schon Präsident? Regieren ihre Verwaltungsbehörden miteinander oder gegeneinander? Eine Analyse.

Winston Churchill beschrieb Russland als Rätsel, eingepackt in ein Mysterium innerhalb eines Geheimnisses. Dass die russische Politik wieder der Nimbus des Geheimen umgibt, ist eine Folge bewusster Intransparenz.

Das unter Wladimir Putin errichtete Regime hält die Ergebnisoffenheit von Politik unter Kontrolle, zentralisiert die Macht, beutet Ressourcen aus statt zu investieren und unterwirft die Innenpolitik den Imperativen der Sicherheit. Gesellschaftlicher Pluralismus existiert durchaus, eine eigenständige Vertretung dieser Interessen wird jedoch unterbunden.

Die Tandemokratie von Putin und Medwedew

Durch die Art, wie das Präsidentenamt 2008 von Wladimir Putin an  Dmitri Medwedew übergeben wurde, vermied man ein Problem jedes autoritären Regimes, nämlich die Nachfolgekrise. Die Nachfolge wurde wie eine Geheimdienstoperation organisiert.

Dass Wladimir Putin nicht eine dritte Amtszeit anstrebte und sich dem Ruf… weiter lesen

18.12.2008 von Peter Voßwinkel
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Die russische Finanzkrise

von Peter Voßwinkel

Moskau. Der Rubel verliert vor allem gegenüber dem Euro so rapide an Wert wie noch nie: Heute stieg der Kurs der EU-Valuta gleich um etwa 3 Prozent. Die Zentralbank justierte ihn für morgen auf 39,77 Rubel. Während des Devisen-Handels an der Moskauer Börse MICEX erreichte der Euro-Kurs sogar die bis vor wenigen Tagen noch für unrealistisch geltende Marke von 40,27 Rubel.

Prof. Dr. GERHARD MANGOTT vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck gab jüngst auf seiner website eine umfassende Einschätzung der russischen Krise.

Die russländische Volkswirtschaft wurde durch die Finanzkrise stark getroffen. Der Kapitalabfluss ab Juli 2008 war äusserst stark, der Bankenmarkt war mit einer drastischen Liquiditätskrise konfrontiert und die im Ausland hoch verschuldeten Grossunternehmen waren starkem Druck der Gläubiger ausgesetzt. Der russländische Rubel kam unter starken Abwertungsdruck; allein im September und Oktober 2008 musste die Zentralbank 57.5 Mrd. USD zur Stützung der Währung aufwenden.

Russland war aber mit einer… weiter lesen

26.11.2008 von Peter Voßwinkel
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Lesen Sie ´mal woanders

von Peter Voßwinkel

Zum Beispiel in Esquire, ein eigentlich unpolitisches, gesellschaftskritikloses, glamour Magazin, auch in Russland.

Trotzdem lohnt es sich manchmal. Für alle die, die die Möglichkeit haben: Esquire, Nr. 37/08, gedruckte Ausgabe

16.11.2008 von Peter Voßwinkel
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Joschka Fischer über Russlands Weltmacht-Sehnsucht

von Peter Voßwinkel

Der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer referierte am Dienstag im schweizerischen Fribourg unter anderem über Russlands heutige Rolle auf der Weltbühne. Ruhig im Ton, aber bestimmt in der Sache sprach Fischer auch über das Verhältnis Europas zu Russland.

“Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass es die Sowjetunion in meiner Generation nicht mehr geben wird”, erklärte Joschka Fischer zu Beginn seiner Keynote. “Seit deren Zusammenbruch 1991 haben sich die 290 Millionen Bewohner der ehemaligen Sowjetunion auf den Weg gemacht, unseren Lebensstandard zu erreichen. Diesen Prozess in Russland und den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion wird niemand mehr aufhalten können!”

Der grosse Wille zur Veränderung sei da, hingegen ortet der deutsche Ex-Aussenminister Joschka Fischer in der Russischen Föderation ein ebenso grosses Defizit: “Russland schwankt heute zwischen seiner Weltmacht-Sehnsucht und einer effektiv sehr schwachen Position im Weltgefüge, die es mit starken Worten kompensiert.”

Joschka Fischer: Russland hat eine düstere Perspektiveweiter lesen

24.10.2008 von Peter Voßwinkel
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Entspannte Polizistinnen

von Peter Voßwinkel

In Russland werden bei Demonstrationen zunehmend attraktive Polizistinnen eingesetzt. Diese Maßnahme trägt erheblich zur Entspannung der Verhältnisse bei und scheint international empfehlenswert.