Als besonders erbarmungslos gelten in Kairo die Chauffeure der sogenannten Mikrobusse. Das sind Kleinbusse, die als private Unternehmen inzwischen das Rückrad des Personentransportes in der 18 Millionen-Stadt ausmachen. Meistens brettern sie ohne Rücksicht auf Verluste durch den Verkehr, denn Zeit ist Geld und die Fahrer müssen in den meisten Fällen erst noch den Kredit für ihr Fahrzeug abstottern. Das ist also ein ganz eigener hartgesottener Menschenschlag, dem auch gute Beziehungen zur Kairoer Unterwelt nachgesagt werden.
Kurzum: man will ihnen nicht unbedingt in die Quere kommen und schon gar nicht in einen Unfall mit ihnen verwickelt werden. Dann hält meist sofort ein halbes dutzend dieser Mikrobusse an, um ihrem Kollegen tatkräftig zur Hilfe zu eilen. In diesen Fällen hält sich die Verkehrspolizei gerne dezent zurück.
Warum ich das alles erzähle? Gestern hatte ich auf dem Weg ins Büro eine Begegnung der dritten Art. Dass mir der Mikrobus… weiter lesen

