Archive for Dezember, 2010

31.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Ohne die Silvesterfeiern stören zu wollen: Tag 14 des Aufstands in Tunesien

von Karim El-Gawhary

Das Foto zeigt die Festnahme eines jungen Mannes in der tunesischen Stadt Hamma. Er hat versucht den Ort der dortigen Protestveranstaltung gegen Präsidenten Ben Ali zu erreichen,

Es war nicht einfach, die tunesischen Protest zu Beginn einzuschätzen, aber inzwischen darf man das Ganze nicht unterschätzen.

In einem lesenswerten Kommentar im Guardian heißt es dazu:

Was wir in Tunesien heute erleben, ist die Geburt einer authentischen, nationalen, einheimischen Volksbewegung, nicht gegen Kolonisatoren und ausländische Besatzer, sondern gegen das eigene repressive Regime (…). Jahrelang haben sich Schreiber über die “arabische Krankheit” beschwert, über die Art und Weise, wie sich die Araber daran gewöhnt haben, die Rolle des Opfers zu spielen und sich gegenüber ihren Tyrannen Hause passiv zu verhalten“.

Gestern kam erneut ein junger Mann in Sfax um. Er war während der Proteste von den Sicherheitskräften in den Rücken geschossen worden und verstarb im Krankenhaus.

Das folgende Video zeigt das… weiter lesen

30.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Abschied von 2010 aus Tunesien und aus Dubai, wo die Springbrunnen im Winter nie einfrieren

von Karim El-Gawhary

Das Jahr endet mit einem Aufstand in Tunesien. Hier sind die letzten Videos. Diesmal aus der Kleistadt Feriana in der Provinz Kasserine. Das Video endet damit, dass die Protestierenden vor Schüssen flüchten.

Dieser Mann in Sidi Bouzid, dem Ort in dem alles vor 13 Tagen begonnen hat,  erzählt, wie die Polizei nachts seinem Laden einen Besuch abgestattet hat, mit dem offenichtlichen Ergebnis, dass alles verwüstet wurde

Das Regime antwortet auf solche Videos auch mit Zensur in der Nutzung des Internets. Die zwei Millionen Nutzer des sozialen Internetnetzwerkes Facebook in Tunesien können keine Videos mehr hochladen. Zu den in Tunesien blockierten Webseiten zählt die Videoplattform Vimeo, aus der die obrigen Videos stammen, ebenso wie Youtube, Flickr, ,Blip.TV, dailymotion , appspot, Posterous, googlelabs,wordpress https and Facebook https.

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Soweit zu aktuellen Ereignissen.

Ich wollte mich aber eigentlich mit etwas… weiter lesen

26.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Worüber an Weihnachten nicht berichtet wurde: Elendsaufstand in tunesischer Kleinstadt

von Karim El-Gawhary

Quelle: http://24sur24.posterous.com

Vielleicht  liegt es daran, dass Al-Kaida oder sonstige Islamisten darin keine Rolle spielen. Oder die Medien schlafen einfach ihren Weihnachtsschlaf. Möglicherweise passt das Ganze auch nicht so recht ins Bild von Tunesien mit seinen traumhaften Mittelmeerstränden und Wintergolfplätzen. Aber der  Elendsaufstand der Jugendlichen in und rund um  tunesische Kleinstadt Sidi Bouzid wurde bisher medial ignoriert. Daher nun ein paar Zeilen dazu, obwohl der Maghreb normalerweise nicht zu meinem Berichtsgebiet gehört.

Die Stadt ist inzwischen von der Armee abgeriegelt. Drinnen versucht die Polizei die Kontrolle wiederzugewinnen. Wie sie das tut, kann man nur erahnen. Hier ein Bild eines Jungen, der mutmasslich eine Nacht auf der lokalen Polzeistation verbracht hatte.

Quelle: http://24sur24.posterous.com

Den vorläufigen Höhepunkt erreichte das Ganze, als am Weihnachtstag ein Demonstrant in Menzel Bouzaiene von der Polizei erschossen worden war. Die Polizei behauptet… weiter lesen

25.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Im “islamischen” Ägypten wurden eine halbe Million Weihnachtsbäume verkauft

von Karim El-Gawhary

Strassenhändler in Kairo: Foto: El-Gawhary

Eine unglaubliche Zahl, wenn man dieser Statistik glauben darf, die in der Presse zitiert wird.  Ägypten ist ein islamisches Land, heißt es in der Verfassung des Landes. Es gibt gerade einmal 200.000 ägyptische Katholiken, also umgerechnet 40.000 Familien, sprich Weihnachtsbäume.

Die meisten ägyptischen Christen, geschätzte 95 Prozent sind Kopten, die ca. zehn Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Sie kaufen wahrscheinlich keine Weihnachtsbäume im großen Stil. Sie feiern ihr orthodoxes Weihnachtsfest am 7. Januar, das für sie ein wesentlich weniger wichtiger Feiertag ist, als Ostern, und das recht kommerzfrei, ohne Weinachtmänner und Rentierschlitten auskommt. Auch der Christbaum hat dort keine große Tradition.

Natürlich gibt es eine ganze Reihe Ausländer als potentielle Käufer. Auch Hotels und Einkaufszentren schmücken sich mit Weihnachtsbäumen.

Aber eine halbe Million Bäume? Und selbst wenn es nicht so viele sein sollten. Es war auffällig, dass nahezu jeder Blumenladen Kairos sich… weiter lesen

23.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Muhammads Christbäume

von Karim El-Gawhary

Ein Stand für Weihnachtsbäume in meiner Nachbarschaft in Kairo. Draußen hat es unfestliche 25 Grad.

Etwas verloren steht der letzte natürliche, aber leider bereits angetrocknete Weihnachtbaum in der Ecke. Das gute Stück wurde aus Holland importiert und ist, einen Tag vor Weihnachten, bereits für 50 Euro zu haben. Noch vor kurzem kostete ein eingeflogener Baum gleicher Größe 200 Euro. Aber das, haben sich nur die großen Hotels geleistet, erzählen sie in dem Laden.

Weihnachtsdekorationen kaufen sie eigentlich alle, Ausländer, christlichen Kopten, die eigentlich erst am 7. Januar ihr orthodoxes Weihnachten feiern und auch einige muslimische Familien, vor allem weil es den Kindern so gut gefällt. Ägypter lieben alles, was bunt ist blinkt und leuchtet.

Die ägyptische Weihnachtsbaumtruppe und der Autor dieses Blog wünschen

ein frohes Fest.



Genauso, wie der Autor dieses Blogs

22.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Saudische Schulen geraten wegen “illegalem” Mädchen-Sportwettkampf unter Beschuss

von Karim El-Gawhary

Illegales Badminton-Team

Neue Nachrichten von einem entfernten Planten namens Saudi Arabien.

Das dortige Erziehungsministerium hat eine Untersuchung eingeleitet, um einen „illegalen Mädchensportwettbewerb“ unter die Lupe zu nehmen. Ja, richtig gelesen „Mädchen“, „Sport“ „Wettbewerb“, illegal“. Dafür habe es nämlich vom Ministerium keine Erlaubnis gegeben.

Stattgefunden hat der verwegene weibliche Wettkampf  am 8. Dezember, als 200 Mädchen aus sechs Gymnasien auf den Sportplätzen der Effat-Universität in Jeddah, es gewagt hatten, in den Disziplinen Basketball, Badminton, Leichtathletik und Schwimmen gegeneinander anzutreten. Es war das erste Mal, dass derartiges in Saudi Arabien stattfand, erklärten die Organisatoren damals stolz, nicht ahnend, dass sie kurz darauf in die Schusslinie konservativer saudischer Scheichs geraten würden.

Eine der Organisatorinnen, Farida Farsi, die Direktorin der Al-Hamra Schulen wird in der englischsprachigen saudischen Tageszeitung Arab News zitiert:

„Ich war überrascht einen Brief vom Erziehungsministerium zu erhalten, in dem ich gefragt wurde, unter welchen Bedingungen und

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20.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Wikileaks, Butterfly doesn`t: Werbung für Frauenbinden in Beirut

von Karim El-Gawhary

So kann man auch für Frauenbinden werben. Ein Reklameschild in Beirut.

Das läßt sich sicherlich noch ausbauen. Ich denke da an Wasserhahndichtungen, Schläuche, Kochgasflaschen, Regenschirme usw.

19.12.2010 von Karim El-Gawhary
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“Äh, wir beobachten das”: Gewaltfreie Palästinenser in israelischer Haft bringen US-Regierungssprecher ins Schleudern

von Karim El-Gawhary

Was passiert wenn Palästinenser statt zur Gewalt, zu Methoden des zivilen Ungehorsams greifen? Ist das überhaupt einen Medienbericht wert? Was ist, wenn diejenigen die die Lage gewaltfrei verändern wollen, festgenommen und in israelische Gefängnisse geworfen werden? Schreit dann der Rest der Welt auf, der zuvor von den Palästinensern immer gefordert hat, die Gewalt aufzugeben?

Abdallah Abu Rahmah

Nehmen wir den Fall von Abdullah Abu Rahmah. Der 39 Jahre alte Lehrer und Vater von drei Kindern aus dem palästinensischen Dorf Bil’in ist eine Symbolfigur für den gewaltlosen Widerstand gegen den israelischen Siedlungs- und Mauerbau. Seit 2004 half er wöchentliche Demonstrationen in in Bil’in, einem Dorf im Westjordanland zu organisieren. Er wurde von einem israelischen Militärgericht für das  „Organisieren illegaler Demonstrationen“ und wegen „Anstiftung“ zu 12 Monaten Hat  verurteilt.

Anstiftung“  definiert sich in der israelischen Militärgesetzgebung Sektion 7 (a) folgendermaßen:

„Der Versuch verbal

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16.12.2010 von Karim El-Gawhary
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“Ägypten als mutiger Förderer der Menschenrechte” … Raten Sie mal, wer das gesagt hat.

von Karim El-Gawhary

„Man muss sagen, Ägypten hat in den letzten Jahren mutige Schritte unternommen, um eine Kultur der Menschenrechte auf allen Ebenen der Gesellschaft zu fördern“.


Stammt dieser Satz:

A: vom ägyptischen Regierungssprecher

B:  von einem Zitat aus einer Erklärung der Arabischen Liga

C: vom iranischen Außenminister bei seinem letzen Besuch in Kairo

D: vom Botschafter der EU-Delegation in Kairo


…die Auflösung findet sich auf diesem Link.

Der Belgier Marc Franco, seines Zeichens Botschafter der EU-Delegation in Kairo, schrieb letzte Woche diesen bemerkenswerten Artikel für die englischsprachige ägyptische Tageszeitung Al-Ahram Weekly. Ägypten besitze „drei sehr mächtige Agenten des Wandels im Bereich der Menschenrechte“, erläutert er  und  zählt auf: den „National Council for Human Rights“, den „National Council for Women”  und den „ National Council for Childhood and Motherhood“. Der EU-Vertreter vergisst dabei zu erwähnen, dass es sich bei allen dreien um abhängige staatliche Institutionen handelt, nicht… weiter lesen

14.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Ägypten: Haie sind wieder brav – Strände werden wieder geöffnet

von Karim El-Gawhary

Die Strände im ägyptischen Rotmeer-Badeort Scharm El-Scheich sollen in den nächsten zwei bis drei Tagen wieder geöffnet werden. Sie waren gesperrt worden, nachdem eine deutsche Touristin am 5. Dezemeber von einem Hai getötet und zuvor vier andere Touristen durch Haiangriffe verletzt worden waren.

Vor der Öffnung der Strände sollen, laut Behörden, besondere Beobachtungposten eingeführt werden. Fortan sollen auch Schnellboote die Küste patrouillieren. Außerdem sollen sich die Badeurlauber nur noch in besonders abgesteckten Gebieten aufhalten. Ein Verbot Fische zu füttern soll in Zukunft strikter kontrolliert werden.

Die Untersuchung, was genau zu den Angriffen geführt hat, läuft weiter. Fachleute gehen davon aus, dass an den bisherigen Angriffen zwei verschiedene Haie beteiligt waren. In einem ersten Expertenbericht wird über drei mögliche Hauptursachen spekuliert, die das ungewöhnliche Verhalten der Haie ausgelöst haben könnten.

  1. Eine Überfischung treibt die Haie in Küstennähe
  2. Ein Frachter, der lebenden Schaafen geladen hatte, hatte vor

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