Alle reden vom Wetter, dieser Blog auch … Sand- und Schneestürme, Regenschauer und hohe Wellen im Nahen Osten

Quelle: akhbarak.net

„Mir ist kalt“, ist derzeit wohl die meist getwitterte Botschaft im Nahen Osten. Eine Kalt- und eine Sturmfront hat das östliche Mittelmeer fest im Griff und nimmt aller Orten höchst unterschiedliche Formen an – vom Sandsturm bis zum Schneesturm.

Den Küstenstädten machte am Wochenende vor allem der hohe Wellengang und der Regen zu schaffen. Bei einer Windgeschwindigkeit bis zu 100 Stundenkilometern, schlugen bis zu zehn Meter hohe Wellen über die Küstenpromenade im ägyptischen Alexandria und im libanesischen Beirut. Die Straßen beider Städte waren auch vom Regen überflutet.

So sah es am Sonntag in der Alexandria  aus

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Und so an der Uferpromenade:

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Der Hafen von Alexandria wurde vorübergehend geschlossen. Vor dem israelischen Hafen Aschod sank ein moldawischer Frachter. Alle elf Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

Am Suezkanal kam es zu erheblichen Verzögerungen im Schiffsverkehr, nicht nur wegen des Wellengangs, sondern auch wegen der geringen Sichtweite aufgrund eines  Sandsturmes im Landesinneren.

Ein Fabrikgebäude in Alexandria brach zusammen und begrub die Textilarbeiter unter sich. Mindestens drei Menschen starben, fünf wurden schwer verletzt. Auch andere Häuser in Alexandria trugen Schäden davon. Die ägyptische Mittelmeermetropole ist bekannt dafür, dass selbst bei gutem Wetter immer wieder Gebäude zusammenbrechen, da billiges Baumaterial verwendet und Bauvorschriften aufgrund der grassierenden Korruption nicht eingehalten werden.

Während an der Küste Regen und der hohe Wellengang die Szene bestimmt, hatten Teile des Landesinneren mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen. In Kairo nahm ein Sandsturm den Menschen die Sicht und die Luft. Das jeweils andere Nilufer verschwand im einer Wand aus Staub.

Foto: Karim El-Gawhary

Die syrische Hauptstadt Damaskus erlebte ebenfalls ungewöhnliches Wetter. Dort schneite es am Sonntag. Die Schulkinder wurden früher nach Hause geschickt.

In den Bergen im benachbarten Libanon mussten einige der Pässe aufgrund der Schneemassen sogar gesperrt werden. Die Straße zwischen Damaskus und Beirut war teilweise nicht mehr passierbar, wie das folgende via Twitter verbreitete Foto zeigt.

Ein Gutes hat das verrückte Wetter: Die Trockenperiode, die in Nordisrael erst vor einer Woche zu Waldbränden geführt hatte, bei der in der Nähe von Haifa 43 Menschen umkamen – ist vorbei.

1 Kommentar

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  1. ich will schnee! ich hoffe shon jahre drauf, das ich vielleicht „dank“ der klimaänderung einen schneepharao bauen kann.