Ich liebe die ägyptische Kreativität nach dem Sturz Mubaraks. Man mag zu der Arbeit des Internationalen Währungsfond (IWF) stehen wie man will, sicher ist, es dürfte nur wenige Länder geben, in denen Lieder komponiert und Musikvideos gedreht werden, die den IWF zum Thema haben. Wie dieses hier von Yasser El-Manawahly.
Aber um Möbel auch im erzkonservativen Saudi Arabien verkaufen zu können, drückt so ein Weltkonzern schon einmal ein Auge zu und erfindet ziemlich schwache Ausreden. Beispielsweise, dass ein Subunternehmen für den Katalog zuständig sei.
Denn der Konzern habe „einen klaren Verhaltenskodex“ mit der Gleichstellung von Männern und Frauen als Bestandteil, sagt die Ikea-Sprecherin Ylva Magnusson. Für den saudiarabischen Katalog sei die Holdinggesellschaft Inter Ikea zuständig.
Ikea veröffentlichte eine Erklärung, in der es sich entschuldigte. “Wir hätten reagieren und verstehen sollen, dass der Ausschluss von Frauen aus der saudiarabischen Version des Katalogs in Konflikt mit den Werten… weiter lesen
Heute Morgen auf den Weg zur Arbeit in Kairo: Ein besonders dreister Fall eines fehlenden Fahrzeugkennzeichens.
Einer der Unarten, die sich in Kairos Verkehr seit dem Sturz Mubaraks eingebürgert haben, ist der Glaube mancher, dass Autonummernschilder etwas völlig Unnötiges seien, zumal sie dazu führen könnten, dass man überflüssigerweise einen Strafzettel erhält.
Obwohl die Verkehrs-Kontrollen nach monatelanger Absenz der Gesetzeshütter auf Kairos Straßen seit ein paar Wochen wieder zugenommen haben, scheint die Polizei das Phänomen nicht in den Griff zu bekommen. Ich sehe jeden Tag Dutzende Fahrzeuge ohne Kennzeichen, die unbehelligt mitten durch die ägyptische Hauptstadt kreuzen.