30.12.2011 von Karim El-Gawhary

Mein Jeep ist gepackt. Ich werde mich jetzt für ein paar Tage in die Wüste absetzen und in der dortigen Stille und Entlegenheit, im kostenlosen Eine-Million-Sterne-Hotel, das neue Jahr beginnen.
Also wünsche ich schon jetzt allen Leserinnen, Lesern, Zuhörern, Zuhörerinnen, Zuschauern und Zuschauerinnen ein gutes neues Jahr.
Vielleicht fliegen Ihnen/Euch im nächsten Jahr genauso Sachen entgegen, wie mir in diesem z.B Kameras, hier festgehalten vom Wiener unabhängigen Videofilmer Georg Schütz, der mit kaputten Stativ angereist war.
Das journalistisch ereignisreichste Jahr meines Lebens liegt hinter und ein sicherlich turbulentes vor mir. Viele offene Fragen liegen vor uns. Was bedeutet der Wahlsieg der Islamisten in Ägypten? Lässt sich das Militär in einer Revolution 2.0 doch noch dort aus der Politik drängen?
Wie geht es in Syrien weiter? Wann fällt das Regime Assad? Wie wird sich das Militär dort auf Dauer verhalten? Zündet das… weiter lesen
06.09.2011 von Karim El-Gawhary

———————
Seit dieser Woche gibt es mein neues Buch im Laden oder Online. Ich habe ein kleines Video dazu erstellt:
—-
Auf diesem L;ink kann man einen Blick in einen Auszug werfen.
Hier geht es zum Feedback.
Das sind die ersten Online-Rezensionen:
Auf www.humanrightsaustria.at
Auf: http://neuwal.com
04.06.2011 von Karim El-Gawhary

Quelle: https://marisacat.wordpress.com
Mein Gott, müssen die Herrscher am Golf die Hosen gestrichen voll haben. Anders lässt sich die Meldung nicht erklären, dass ein zehnjähriger Ägypter von einer kuwaitischen Schule geflogen ist, weil er den Lehrer unschuldig gefragt hat, warum die Kuwaiter nicht auch eine Revolution machen, wie die Ägypter? Das Kind steht nun auf einer schwarzen Liste und wird an keiner kuwaitischen Schule mehr aufgenommen. Die Geschichte kommentiert sich selbst.
Unterdessen gehen die Aufstände in anderen arabischen Ländern weiter. Völlig entgleitet die Situation derzeit im Jemen. Gestern wurde Präsident Abdallah Saleh bei einem Beschuss des Präsidentenpalastes angeblich nur leicht verletzt. Das merkwürdige dabei: seitdem haben wir ihn nur im Fernsehen in einer erschöpft wirkenden Audiobotschaft gehört und ganz Jemen fragt sich, warum ein Präsident, der angeblich nur ein paar Schrammen abbekommen hat, nicht im Bild im Fernsehen auftaucht.
Saleh hat es jedenfalls geschafft den friedlichen… weiter lesen
01.06.2011 von Karim El-Gawhary
heißt es in einer heute veröffentlichten Liste.

Das freut mich sehr, als freier Nahost-Korrespondent digital so viele Menschen für das Thema “Arabische Welt” zu interessieren. Derweil hat man uns immer erklärt, dass sich die Menschen nicht für aussenpolitische Fragen interessieren.
Aber vielleicht setzt es sich langsam durch, dass der Blick auf die Arabische Welt für Europa kein exotisches Luxusthema ist.
Hier liegt:
- eure Tankstelle
- der nächste Uraubsort
- die Region aus der Migranten nach Europa kommen
- und die Quelle für Europas Sicherheit oder Unsicherheit
Hier noch einmal das Ranking, deutschsprachiger Journalisten, die Top 10 auf Facebook.
- Sascha Lobo, Autor (Spiegel-Online-Kolumnist), gefällt 7.919 Personen (neu)
- Karim El-Gawhary, Journalist (freier Nahost-Korrespondent), gefällt 5.912 Personen (neu)
- Cherno Jobatey (↓, im Vormonat Platz 1), Person des öffentlichen Lebens (Moderator ZDF-Morgenmagazin), gefällt 5.658 Personen (↑, im Vormonat 5.554 Follower)
- Henryk M. Broder (↓, im Vormonat Platz 2),
… weiter lesen
16.03.2011 von Karim El-Gawhary

Foto: El-Gawhary
Sorry für die lange Pause. Ich hatte einfach zu viel an anderen Medienfronten zu kämpfen, so dass ich nicht dazu gekommen bin an meinem Blog weiterzuarbeiten. Ich gelobe Besserung und fange gleich heute mit diesem Foto an, dass ich gestern auf dem Heimweg von meinem Büro gemacht habe. Die ersten ökonomischen Auswüchse der ägyptischen Revolution, die am 25 Januar begann. Wie ganz Ägypten findet sich auch dieser revolutionäre Fischladen noch im Aufbau.
Im Büro hatte ich zuvor eine Gruppe libyscher Jugendlicher getroffen, die nach Ägypten im Auftrag des dortigen Nationalrats in Bengasi, also der Gegenregierung zu Gaddafi, unterwegs sind um Lobbyarbeit für ihre Revolution zu betreiben. Sie haben u.a. anderem den Chef der Arabsichen Liga und den deutschen und türkischen Botschafter getroffen und gestern kamen sie zu einem Interview bei mir im Büro vorbei, sieben Stück an der Zahl. Es war erfrischend ihnen zuzuhören, als… weiter lesen
05.08.2010 von Karim El-Gawhary

Capitol Hill - Ap via taz
Das Budget Komitee des US-Senats hat verkündet, die Hilfsgelder zur Demokratieförderung für Ägypten um fünf Millionen Dollar zu kürzen. US-Präsident Barack Obama hatte eigentlich 25 Millionen veranschlagt, da waren es nur noch 20.
Beobachter glauben, dass das einen Trend innerhalb der US-Regierung widerspiegelt, den Druck auf das ägyptische Regime zur politischen Reform zu reduzieren.
Unangetastet bleiben die jährlichen 1,3 Milliarden Dollar US-Militärhilfe an Ägypten.
Also die Frage der Woche:
Sollen die USA und Europa Programme zur Förderung der Demokratisierung der arabischen Welt auflegen?
Ist das eine nicht zulässige Einmischung in die inneren Angelegenheiten und müßen poltische Reformbewegungen nicht von innen wachsen?
Hat der Westen in seiner Demokratieförderung überhaupt Glaubwürdigkeit, wenn er gleichzeitig demokratisch gewählte Bewegungen, wie die palästinensische Hamas und die libanesische Hisbollah als Gesprächspartner nicht anerkennt und sie politisch zu isolieren sucht?
Haben die Neokonservativen und George W. Bush da… weiter lesen
25.05.2010 von Karim El-Gawhary
In der Arabischen Welt gibt es mehr Facebook Teilnehmer als Zeitungsleser. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der „Spot On Public Relations“ – Agentur in Dubai.

Danach nutzen 15 Millionen Menschen in der Arabischen Welt das soziale Internet-Netzwerk Facebook, verglichen mit der Auflage von etwas weniger als 14 Millionen Zeitungen, die auf Arabisch, Englisch und Französisch in der Region erscheinen.
„Facebook und andere soziale Internet-Plattformen beginnen nun zu definieren, wie Menschen Informationen entdecken und teilen und wie sie sich eine Meinung bilden.“ Carington Malin, Vorstand der Spot On Public Relation.
Fünf arabische Länder stellen 70 Prozent der arabischen Facebook-Nutzer. Ägypten, Marokko, Tunesien, Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Allein 3,5 Millionen neue Teilnehmer kamen dazu, seit Facebook auch die arabische Schrift unterstützt. Allerdings benutzen laut der Studie 50 Prozent der… weiter lesen