25.09.2011 von Karim El-Gawhary
So ein Lied zu schreiben, kann für einen syrischen Komponisten und Pianisten verheerende Folgen haben:
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Das Lied von Malek Jandali mit dem Refrain “Ich bin die Heimat, die Heimat bin ich. Das Feuer in meinem Herzen brennt für dich. Meine Heimat, wann werde ich den Tag sehen, an dem du frei bist?”, war dem syrischen Regime offensichtlich ein Dorn im Auge.
Malek Jandali, der in Deutschland geboren ist und in den USA lebt, war ausserhalb der Reichweite des Regimes. Seine Eltern Dr. Mamoun Jandali, 73, and Linah Droubi 66 lebten dagegen noch in der syrischen Stadt Homs. Sie wurden im Juli von syrischen Sicherheitskräften angegriffen und verprügelt.
Mamoun Jandali kam gerade vom Einkaufen zurück, als ein Auto vor der Tür der Eltern hielt. Ein Mann stieg aus, und erklärte, er hätte einen Verletzten und bräuchte einen Arzt. Als der Chirurg in Rente zustimme,… weiter lesen
10.06.2011 von Karim El-Gawhary

Heute sind wieder Tausende in vielen Teilen Syriens auf der Straße.
Das folgende Video aus Homs sagt sehr viel über den Mut der Demonstranten zu protestieren, obwohl sie wissen, wie sie enden können.
Es sagt auch sehr viel über ein Regime in der Ecke, das brutal zurückschlägt und dabei alle menschlichen Standards über Bord wirft. In diesem Fall prügeln die Soldaten auf einen alten Mann ein, der ihr Vater sein könnte.
Das Video ist schwer zu verdauen. Ich habe trotzdem beschlossen zumindest den Link hier hineinzusetzten. Achtung, es ist nichts für schwache Nerven.
http://www.universalsubtitles.org/sv/videos/q7yrkGT5SbB4/en/116181/
Das findet keine vier Flugstunden von Berlin, Wien oder Zürich entfernt statt.
Die Frage des Tages eines syrischen Bloggers lautet : Haben die Supermächte die Kontrolle über ihre Spionage-Satelliten verloren? Sie sollten wissen, was in Syrien los ist, aber schweigen.
Hier noch mein heutiger Zeitungsartikel zum Thema
23.03.2011 von Karim El-Gawhary
Seit Tagen hatten sie in der Kleinstadt Deraa im Süden Syriens, unweit der jordanischen Grenze gegen das Regime protestiert. Bei Angriffen der Sicherheitskräfte waren bereits in den letzten Tagen mindestens fünf Menschen umgekommen. Das Zentrum dieses Aufstandes ist die alte Omrani-Moschee im Zentrum der Stadt, in der auch die Verletzten behandelt werden.
Zunächst wurde der Strom abgeschaltet, dann wurde die Moschee heute in den frühen Morgenstunden gestürmt. Es ist noch unklar, wie viele Menschen umgekommen sind und verhaftet wurden. In dem folgenden Video von der letzten Nacht in Deraa ist leider nicht viel zu sehen, trotzdem vermittelt es eine Atmosphäre, bei der man sofort eine Gänsehaut bekommt.
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“Ihr Verräter wagt es auf euer eigenes Volk zu schießen. Ihr seid unsere Brüder”, ruft ein Mann, als die ersten Schüsse fallen.
Laut Twitter-Tweeds sind die Sicherheitskräfte um 2:13 in die Moschee eingedrungen. Zehn Minuten später kamen die… weiter lesen
18.02.2011 von Karim El-Gawhary
Es geht Alles so rasend schnell. Soll man heute nach Bahrain blicken, wo die Toten von gestern begraben werden und sich die Begräbnisfeiern wahrscheinlich zu einem neuen Höhepunkt der Demonstrationen gegen den König entwickeln werden. Schon gestern nachdem der Lulu Platz, der Platz der Perle, brutal geräumt worden war, wanderte der Protest einfach in die Krankenhäuser weiter, wie dieses Video zeigt.
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Oder soll man nach Libyen schauen, wo Gaddafi versucht den Aufstand unter Ausschluss der Öffentlichkeit niederzuschlagen, indem er Polizei, bezahlte Schläger und eine SMS aussendet, die die Menschen warnt gegen das Regime auf die Straße zu gehen, weil scharf geschossen wird. Auch hier werden die heutigen Freitagsgebete ein wichtiger Indikator sein, wie es weitergeht.
Ägyptische Blogger versuchen eine Landkarte des Aufstandes in Libyen zu erstellen
Die Antwort der Regime ist überall gleich: sie setzten ihren Sicherheitsapparat als einzige Antwort ein und versuchen die Menschen einzuschüchtern.… weiter lesen
24.01.2011 von Karim El-Gawhary
Noch eine letzte Impression aus Tunesien wenige Stunden vor meiner Abreise. Auch die Feuerwehr demonstriert.

Foto: Karim El-Gawhary
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Hier noch als ganz kurzer Video-Clip von der gleichen Szene
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Im Internet kursiert ein nettes Video von Ben Alis letztem Flug
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Morgen den 25. Januar wurde in Ägypten nach tunesischem Vorbild via Facebook, Twitter und Blogs zum Tag des Zorn gegen das Regime aufgerufen. Es sollen eine Menge dezentraler Aktionen stattfinden gegen das seit drei Jahrzehnten herrschende Regime Honsi Mubarak.

Karikatur: Carlos Latuff
In dem Aufruf heißt es:
„Nachdem die tunesische Revolution dazu geführt hat, dass die Menschen ihre Hoffnung zurückbekommen haben, ihren eigenen Willen und ihre Rechte durchzusetzen, werden die Ägypter an diesem Tag ihre Meinung gegen die herrschende Macht zum Ausdruck bringen, die seit 30 Jahren eine Politik anführt, die nur der herrschenden
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06.01.2011 von Karim El-Gawhary
Algerische Jugendliche haben gestern begonnen gegen ihre Lebensbedingungen und Preissteigerungen zu protestieren. In der Hauptstadt Algier bewarfen sie die Polizei mit Steinen, zündeten Müllcontainer an und riefe regimefeindliche Slogans. Gerät nach Ben Ali in Tunesien jetzt auch der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika unter Druck? Die Proteste fanden in mehreren Teilen des Landes gleichzeitig statt.
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Auch im benachbarten Tunsien gehen die seit fast drei Wochen andauernden Proteste weiter. Auf der Webseite von Al-Jazeera International finden sich eine ganze Reihe von Videos dazu. Mein Video des Tages ist aber ein Clip mit dem Titel: Tunisian’s Hip-Hop goes on with the uprising trend
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Inzwischen hat Internet-Protestgruppe “Anonymous” eine Presseerklärung per Youtube herausgegeben, in der sie Gruppierung schlildert, warum sie die Webseiten der tunesischen Regieurung angegriffen hat, die dadurch zeitweise nicht abrufbar und dann verunstaltet waren, nachdem Anonymous-Aktivisten die Server… weiter lesen
31.12.2010 von Karim El-Gawhary

Das Foto zeigt die Festnahme eines jungen Mannes in der tunesischen Stadt Hamma. Er hat versucht den Ort der dortigen Protestveranstaltung gegen Präsidenten Ben Ali zu erreichen,
Es war nicht einfach, die tunesischen Protest zu Beginn einzuschätzen, aber inzwischen darf man das Ganze nicht unterschätzen.
In einem lesenswerten Kommentar im Guardian heißt es dazu:
Was wir in Tunesien heute erleben, ist die Geburt einer authentischen, nationalen, einheimischen Volksbewegung, nicht gegen Kolonisatoren und ausländische Besatzer, sondern gegen das eigene repressive Regime (…). Jahrelang haben sich Schreiber über die “arabische Krankheit” beschwert, über die Art und Weise, wie sich die Araber daran gewöhnt haben, die Rolle des Opfers zu spielen und sich gegenüber ihren Tyrannen Hause passiv zu verhalten“.
Gestern kam erneut ein junger Mann in Sfax um. Er war während der Proteste von den Sicherheitskräften in den Rücken geschossen worden und verstarb im Krankenhaus.
Das folgende Video zeigt das… weiter lesen
30.12.2010 von Karim El-Gawhary
Das Jahr endet mit einem Aufstand in Tunesien. Hier sind die letzten Videos. Diesmal aus der Kleistadt Feriana in der Provinz Kasserine. Das Video endet damit, dass die Protestierenden vor Schüssen flüchten.
Dieser Mann in Sidi Bouzid, dem Ort in dem alles vor 13 Tagen begonnen hat, erzählt, wie die Polizei nachts seinem Laden einen Besuch abgestattet hat, mit dem offenichtlichen Ergebnis, dass alles verwüstet wurde
Das Regime antwortet auf solche Videos auch mit Zensur in der Nutzung des Internets. Die zwei Millionen Nutzer des sozialen Internetnetzwerkes Facebook in Tunesien können keine Videos mehr hochladen. Zu den in Tunesien blockierten Webseiten zählt die Videoplattform Vimeo, aus der die obrigen Videos stammen, ebenso wie Youtube, Flickr, ,Blip.TV, dailymotion , appspot, Posterous, googlelabs,wordpress https and Facebook https.
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Soweit zu aktuellen Ereignissen.
Ich wollte mich aber eigentlich mit etwas… weiter lesen
26.12.2010 von Karim El-Gawhary

Quelle: http://24sur24.posterous.com
Vielleicht liegt es daran, dass Al-Kaida oder sonstige Islamisten darin keine Rolle spielen. Oder die Medien schlafen einfach ihren Weihnachtsschlaf. Möglicherweise passt das Ganze auch nicht so recht ins Bild von Tunesien mit seinen traumhaften Mittelmeerstränden und Wintergolfplätzen. Aber der Elendsaufstand der Jugendlichen in und rund um tunesische Kleinstadt Sidi Bouzid wurde bisher medial ignoriert. Daher nun ein paar Zeilen dazu, obwohl der Maghreb normalerweise nicht zu meinem Berichtsgebiet gehört.
Die Stadt ist inzwischen von der Armee abgeriegelt. Drinnen versucht die Polizei die Kontrolle wiederzugewinnen. Wie sie das tut, kann man nur erahnen. Hier ein Bild eines Jungen, der mutmasslich eine Nacht auf der lokalen Polzeistation verbracht hatte.

Quelle: http://24sur24.posterous.com
Den vorläufigen Höhepunkt erreichte das Ganze, als am Weihnachtstag ein Demonstrant in Menzel Bouzaiene von der Polizei erschossen worden war. Die Polizei behauptet… weiter lesen