24.01.2013 von Karim El-Gawhary
Nein das ist kein neuer Hollywood Film, sondern möglicherweise bittere Wirklichkeit. Aber bevor wir zur arabischen Prinzessin kommen, muss zunächst festgestellt werden, dass den Königshäusern offensichtlich weltweit eine Verrohung droht.
Es begann diese Woche mit dem britischen Prinz Harry und seinem Geständnis „Ja, ich habe Taliban getötet“, als er von seinem Soldaten-Einsatz aus Afghanistan zurückkehrte. Der 28jährige bestätigte nach seinen Apache-Kampfhubschrauber Einsätzen: “If there’s people trying to do bad stuff, then we’ll take them out of the game.”

Prinzessin Noura Bint Ebrahim al-Khalifa, Quelle: bahrainrights.org
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Ich verbinde mit Prinzessionen eigentlich eher zarte Wesen, die Frösche küssen oder schlafen, bis sie der Prinz erlöst. Aber diese Assoziation stammt wohl eher aus der Märchenwelt. Denn jetzt macht eine echte Prinzessin aus Bahrain Schlagzeilen, nicht als Soldatin, zu deren Kriegseinsatz auch das Töten gehört, sondern als unrühmliche mögliche Folterknechtin.
Die britische BBC berichtet, dass die… weiter lesen
13.05.2012 von Karim El-Gawhary

Die USA haben ihre Waffenverkäufe an Bahrain wieder aufgenommen. Aber natürlich werden korrekt nur Schiffe und Flugzeugmotoren geliefert, also Dinge, mit denen man nicht auf Demonstranten schießt, wie das US-Außenministerium betont, wengleich man sich über die genauen Details der Lieferung natürlich nicht auslassen möchte. Schäbig ist es dennoch und eigentlich viel schlimmer als das Abhalten eines Formel 1 Rennens in Bahrain, über das sich alles aufgeregt hat. Die Waffenkäufe kann die Bürgerbewegung in Bahrain, anders als das Autorennen nicht für sich nutzen, um auf die miserable Lage in Bahrain aufmerksam zu machen.
Und dann ist da wieder diese miese westliche Messen mit zweierlei Maß. Ende Februar rege man sich allerorten zu Recht über die russischen Waffenlieferungen nach Syrien auf. Eine Reuters Agenturgeschichte am 21.2. wurde von der österreichischen Zeitschrift Format übertitelt mit:
Russlands schmutzige Geschäfte mit Syrien
Reuters untertitelte die Geschichte mit:… weiter lesen
30.12.2011 von Karim El-Gawhary

Mein Jeep ist gepackt. Ich werde mich jetzt für ein paar Tage in die Wüste absetzen und in der dortigen Stille und Entlegenheit, im kostenlosen Eine-Million-Sterne-Hotel, das neue Jahr beginnen.
Also wünsche ich schon jetzt allen Leserinnen, Lesern, Zuhörern, Zuhörerinnen, Zuschauern und Zuschauerinnen ein gutes neues Jahr.
Vielleicht fliegen Ihnen/Euch im nächsten Jahr genauso Sachen entgegen, wie mir in diesem z.B Kameras, hier festgehalten vom Wiener unabhängigen Videofilmer Georg Schütz, der mit kaputten Stativ angereist war.
Das journalistisch ereignisreichste Jahr meines Lebens liegt hinter und ein sicherlich turbulentes vor mir. Viele offene Fragen liegen vor uns. Was bedeutet der Wahlsieg der Islamisten in Ägypten? Lässt sich das Militär in einer Revolution 2.0 doch noch dort aus der Politik drängen?
Wie geht es in Syrien weiter? Wann fällt das Regime Assad? Wie wird sich das Militär dort auf Dauer verhalten? Zündet das… weiter lesen
30.09.2011 von Karim El-Gawhary

Die Herrscher Bahrains versuchen den arabischen Frühling ganz modern und elegant mit Hilfe der amerikanischen PR Firma Qarvis aufzuhalten und ihr angeschlagenes Image aufzupolieren. Kostenpunkt: 40.000 Dollar im Monat. Qorvis selbst wirbt mit dem Solgan „Integrierte Stragegien, um ihnen zu helfen, ihre Geschichte besser zu erzählen“. Das haben die Herrscher in Bahrain nach der blutigen Niederschlagung eines Aufstandes ihrer schiitischen Bürgerbewegung auch bitter nötig.
Brian Whitaker, einer der besten Journalisten, wenn es um die Angelegenheiten der Arabischen Halbinsel geht, hat über die Heuchelei der Herrscher nun einen wunderschönen der Vergleich gezogen.
Denn die PR Firma verbreitet via PRnewswire jetzt die guten Taten des Königreiches Bahrain. So zum Beispiel die Meldung, dass Bahrain mit 1,5 Millionen Dollar hilft, ein mit den neusten medizinischen Geräten ausgerüstetes Krankenhaus in Somalia aufzubauen. So weit so gut.

Medizinisches Personal in Bahrain
Wären die Herrscher in Bahrain doch immer so… weiter lesen
16.03.2011 von Karim El-Gawhary

Foto: El-Gawhary
Sorry für die lange Pause. Ich hatte einfach zu viel an anderen Medienfronten zu kämpfen, so dass ich nicht dazu gekommen bin an meinem Blog weiterzuarbeiten. Ich gelobe Besserung und fange gleich heute mit diesem Foto an, dass ich gestern auf dem Heimweg von meinem Büro gemacht habe. Die ersten ökonomischen Auswüchse der ägyptischen Revolution, die am 25 Januar begann. Wie ganz Ägypten findet sich auch dieser revolutionäre Fischladen noch im Aufbau.
Im Büro hatte ich zuvor eine Gruppe libyscher Jugendlicher getroffen, die nach Ägypten im Auftrag des dortigen Nationalrats in Bengasi, also der Gegenregierung zu Gaddafi, unterwegs sind um Lobbyarbeit für ihre Revolution zu betreiben. Sie haben u.a. anderem den Chef der Arabsichen Liga und den deutschen und türkischen Botschafter getroffen und gestern kamen sie zu einem Interview bei mir im Büro vorbei, sieben Stück an der Zahl. Es war erfrischend ihnen zuzuhören, als… weiter lesen
18.02.2011 von Karim El-Gawhary
Es geht Alles so rasend schnell. Soll man heute nach Bahrain blicken, wo die Toten von gestern begraben werden und sich die Begräbnisfeiern wahrscheinlich zu einem neuen Höhepunkt der Demonstrationen gegen den König entwickeln werden. Schon gestern nachdem der Lulu Platz, der Platz der Perle, brutal geräumt worden war, wanderte der Protest einfach in die Krankenhäuser weiter, wie dieses Video zeigt.
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Oder soll man nach Libyen schauen, wo Gaddafi versucht den Aufstand unter Ausschluss der Öffentlichkeit niederzuschlagen, indem er Polizei, bezahlte Schläger und eine SMS aussendet, die die Menschen warnt gegen das Regime auf die Straße zu gehen, weil scharf geschossen wird. Auch hier werden die heutigen Freitagsgebete ein wichtiger Indikator sein, wie es weitergeht.
Ägyptische Blogger versuchen eine Landkarte des Aufstandes in Libyen zu erstellen
Die Antwort der Regime ist überall gleich: sie setzten ihren Sicherheitsapparat als einzige Antwort ein und versuchen die Menschen einzuschüchtern.… weiter lesen
17.02.2011 von Karim El-Gawhary
Die Szenen erinnern sehr an den Tahrir-Platz in Kairo. Um drei Uhr morgens griff die Polizei den Platz der Perle in Manama, der Hauptstadt von Bahrain an, auf dem sich die Demonstranten gestern mit Zelten eingerichtet hatten. Nach Angaben der Demonstranten soll es mindestens zwei Tote gegeben haben. Hier ein Video, das den Beginn des Angriffs zeigt.

Hajj Ali, einer der Toten
Ein Sprecher des Innenministeriums in Bahrain lies verlauten:
Die Versammlung auf dem Platz der Perle war nicht legal, führte zu Verkehrsproblemen und schadete dem Interesse der Menschen”
Wie in Ägypten scheinen die arabischen Führungen nur eine Antwort auf die Proteste zu kennen und wie in Ägypten wird es ihnen am Ende nichts helfen.
Heute muss man auch die Lage in Libyen genau beobachten. Dort ist ein Tag des Zorn ausgerufen.