03.12.2010 von Karim El-Gawhary

und der Gewinner ist:
Katar
Wer die arabische Simultanübersetzung im arabischen Fernsehsender Al-Jazeera hören will, als Fifa-Chef Sepp Blatter den Umschlag öffnete, der klicke hier.
Katar bekommt WM 2022
und das war die Video-Präsentation Katars bei der Ausschreibung
Auch wenn finanziell alles kein Problem ist. Fußballerisch hat Katar einiges nachzuholen. Das Nationalteam des Minigolfstaates steht auf der Weltrangliste auf Platz 113, zwischen der Zentralafrikanischen Republik und Thailand.
Aber die Stadien die werden etwas besonderes, auch dessenwegne, weil sie alle nicht merh als eine Stunde Fahrt voneinander entfernt sind. Per Kurzstrecke zum nächsten Austragungsort – mit einer U-Bahn, die 2017 bereits fertig sein soll.
Das größte Problem ist die Affenhitze im Sommer, also genau in der Zeit, in der die WM ausgerichtet wird. Da hat es schon einmal leicht um die 50 Grad am Golf.
Die Stadien sollen überdacht sein und auf… weiter lesen
11.07.2010 von Karim El-Gawhary
Meist tauchen Fatwas in den westlichen Negativschlagzeilen auf. Es gibt aber durchaus auch positive islamische Rechtsgutachten. Das letzte dieser Art trägt die Nummer 11625 und wurde in den Arabischen Emiraten von der Behörde für Islamische Angelegenheiten erlassen, wie die dortige englischsprachige Tageszeitung „The National“ berichtet

Danach sind Vuvuzelas, die eine Lautstärke von über 100 Dezibel erreichen „Haram“, also islamisch verboten.
Die Behörde argumentiert, dass die Vuvuzelas der Volksgesundheit schaden. Daher müssten Importeure dieser Tröte sicherstellen, dass deren Output nicht 100 Dezibel überschreitet. Grundlage des islamischen Rechtsgutachtens sind medizinische Studien, laut denen das menschliche Gehör geschädigt wird, wenn es Tönen mit einer Lautstärke von über 100 Dezibel ausgesetzt ist. Die auf dem Markt üblichen Vuvuzelas können aber Töne bis zu 127 Dezibel erzeugen, heißt es in der Fatwa.
Um eine islamische Klärung der Angelegenheit besorgt, hatte der palästinensische Geschäftsmann Dhia el-Din bei den Scheichs der Behörde nachgefragt, nachdem er… weiter lesen
07.07.2010 von Karim El-Gawhary
Tintenfisch im Topf
Arabisch: Maraket Subia
Tunesisches Rezept
(Am Vortag beginnen)

Oktupus Paul sagt spanischen Sieg voraus: AP via taz
Zutaten:
100g Kichererbsen
1 große feingehackte Zwiebel
4 EL Öl
2 Tassen Tomatenpüree
½ TL eingelegter Chilipfeffer
800 g ausgenommene Tintenfische
1 Bund Petersilie
½ Bund Koriander
Zubereitung:
Die Kichererbsen über Nacht in reichlich kaltem Wasser einweichen.
Am nächsten Tag in einer hohen Pfanne die Zwiebeln in Öl anbraten. Tomatenpüree zugießen, mit Chilipfeffer, 1 TL Salz und ½ TL Pfeffer abschmecken. Die Kichererbsen und ½ l Wasser dazugeben.
Die Tintenfische in Ringe schneiden und in die Pfanne geben. Bei schwacher Hitze etwa eine Stunde köcheln. Petersilie und Koriander hacken und hinzufügen, weitere 10 Minuten köcheln

Rezept aus:
Arabisch kochen,
Gerichte und ihre Geschichte
Christine u. Magdi Gohary,
Brahim Langunoui,
Verlag die Werkstatt,
07.07.2010 von Karim El-Gawhary
Heute morgen gab es in Kairo nur ein Thema: Paul das Okotopus-Orakel, das diesmal, nicht auf Deutschland, sondern auf Spanien getippt hat. Der Achtabuut, wie der Calamari auf arabisch genannt wird, ist in aller Munde
Eigentlich kommt das Tier aus Oberhausen, aber es erfreut sich inzwischen weltweiter Bekanntheit. Auch in den arabischen Sportprogrammen konnte jeder den tierischen Tipp sehen, wie hier mit arabischem Kommentar über Euronews.
.
„Deutschland hat die beste Mannschaft, aber gestern in der ägyptischen Sportschau, hast du da den Tintenfisch gesehen, es sieht nicht gut für euch aus“, feixte heute Morgen bei einem meiner ungeliebten Gänge in ägyptische Amtstuben ein Vertreter der Kairoer Stadtverwaltung, bevor er mich wieder einmal auf drei Schalter weiter vertröstete.
Meine Papiere sind immer noch nicht erledigt und ich klagte dem Kairoer Taxifahrer mein ägyptisches Bürokratieleid, da wollte er mich auf andere Gedanken bringen und begann na, von wem… weiter lesen
03.07.2010 von Karim El-Gawhary
Auf Grund großer Nachfrage: Die nächste Folge in unserer WM-Serie: Deutscher Fussball auf arabisch.
Das 1:0
Kommentar: Thomas Müller, der Enkel von Gerd Müller und Maradonna versteht die Welt nicht mehr
Das 2:0
Kommentar: Goooool Das Zweite, Klose dieser Künstler in seinem hundersten Spiel
Das 3:0
Schweinsteiger geht durch – Schweinsteeeiiiiiger ohhhh- Goooool – Ihr lehrt sie das Fürchten. Seht euch das an und lernt, wie man Fussball spielt. Ein Fussball nicht von dieser Welt und dieser Zeit.
Das 4:0
Tor von Klose 4:0 Das Vierte seine Stimme überschlägt sich, Miroslav Klose, nach einer goldene Flanke von Özil . Klose geht in die Geschichte ein: So viele Tore, wie der Bomber Gerd Müller. Schaut euch den Fussball dieser großartigen Techniker an – Ya salam.
Schluss mit diesem arabischen Wahnsinn. Am Ende noch… weiter lesen
02.07.2010 von Karim El-Gawhary

Nach dem Schlusspfiff des WM-Spiels Niederlande-Brasilien:
Public Viewing in der Holländischen Botschaft in Kairo
Mit dem Kopftuch in Organge und dem v. Persie Shirt wird der holländische Sieg gefeiert. Die Welt ist größer als Geert Wilders enge Stirn.
Egyptians celebrating Netherland win over Brasil in the Football World Cup
Public Viewing in Dutch Embassy in Cairo
Orange Headscarf and v. Persie Shirt for Orange Team
The world is bigger than Geert Wilders
24.06.2010 von Karim El-Gawhary
Özils Siegerstreffer mit arabischem Kommentar
Berlin – Spätestens nach dem 1:0 Sieg der deutschen Fussballnationalmannschaft über Ghana durch das Tor von Mesut Özil, der den Einzug ins Achtelfinale ermöglichte, mögen es viele schon immer gewusst haben, aber jetzt ist es offiziell in einer Studie mit provokantem Ergebnis: Je religiöser muslimische Männer in Deutschland sind, desto tor-gefährlicher sind sie.
Der Deutsche Fussballbund (DFB) hat im Auftrag des Bundesinnenministeriums die Zahlen ermittelt .Hier die Ergebnisse.
Das ganze ist eine Parodie auf einen Forschungsbericht des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen KFN mit dem Titel “Kinder und Jugendliche in Deutschland: Gewalterfahrungen, Integration und Medienkonsum” ober besser gesagt auf die Medienberichterstattung darüber.
Beispielsweise bei Welt.de mit dem Titel “Studie — Gläubige Muslime sind deutlich gewaltbereiter”doch recht verkürzt wiedergegeben wurde.
Bildblog.de hat sich aber die Mühe gemacht, sich das genauer anzusehen (Ich danke einem Leser dieses Blogs für den Hinweis). … weiter lesen
11.06.2010 von Karim El-Gawhary
Endlich ist es soweit: Die Fussball-WM fängt an, wenngleich am andern südlichen Ende von Afrika, aber immerhin auf dem gleichen Kontinent Die arabische Pop-Diva Nancy Ajram hat aus gegebenen Anlaß den WM Musikclip auf arabisch produziert,
Das ist ja ganz nett, wie sie alle springen, tanzen und feiern. Aber das kann man nur, wenn man die Spiele im Fernsehen auch tatsächlich zu sehen bekommt.
In den reichen europäischen Ländern kann man das Bier aus dem Kühlschrank holen, sich im Fernsehsessel zurücklehnen, die Fernbedienung zücken und sich gemütlich kostenlos alle Spiele der Fussball-WM im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ansehen.
Nicht so in der arabischen Welt, etwa in Ägypten. Dort herrscht Fussball-WM-Fernseh-Chaos. Wer bringt, wo welche Spiele? Das ist nun schon seit Tagen das Hauptthema auf Kairos Strassen. Wer auf Nummer sicher gehen will, der muss sich für sein Satelliten-Empfangsgerät eine Karte des Senders “Al-Jazeeera Sport” kaufen. Die kostet umgerechnet… weiter lesen