Posts Tagged ‘Israel’

30.12.2011 von Karim El-Gawhary
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Adieu 2011, Jahr des arabischen Aufbruchs und der fliegenden Kameras. Auf ein turbulentes 2012

von Karim El-Gawhary

 

Mein Jeep ist  gepackt. Ich werde mich jetzt  für ein paar Tage in die Wüste absetzen und in der dortigen Stille und Entlegenheit, im kostenlosen Eine-Million-Sterne-Hotel, das neue Jahr beginnen.

Also wünsche ich schon jetzt allen Leserinnen, Lesern, Zuhörern, Zuhörerinnen, Zuschauern und Zuschauerinnen ein gutes neues Jahr.

 

Vielleicht fliegen Ihnen/Euch im nächsten Jahr genauso Sachen entgegen, wie mir in diesem z.B Kameras, hier festgehalten vom Wiener unabhängigen Videofilmer Georg Schütz, der mit kaputten Stativ angereist war.

 

Das journalistisch ereignisreichste Jahr meines Lebens liegt hinter und ein sicherlich turbulentes vor mir. Viele offene Fragen liegen vor uns. Was bedeutet der Wahlsieg der Islamisten in Ägypten? Lässt sich das Militär in einer Revolution 2.0 doch noch dort aus der Politik drängen?

 

Wie geht es in Syrien weiter? Wann fällt das Regime Assad? Wie wird sich das Militär dort auf Dauer verhalten? Zündet das… weiter lesen

16.05.2011 von Karim El-Gawhary
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Der arabische Aufstand kommt in Israel an

von Karim El-Gawhary

Vor der israelischen Botschaft in Kairo: Foto: 3arabawy- Blog

Der arabische Frühling ist in Israel angekommen, wie wir bei den Demonstrationen zum Nakba-Tag  erlebt haben.  Dieses  Video zeigt die gestrigen Auseinandersetzungen vor der israelischen Botschaft in Kairo.

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Über 350 Demonstranten wurden verletzt, als Polizei und Armee mit Trännegas und scharfer Munition einschritten, nachdem einige der Demonstranten versucht hatten, in das Gebäude einzudringen. Ich frage mich, ob es weise von den Demonstranten ist, das Thema Israel jetzt aufzubringen, wo noch so viel vor der eigene Türe gekehrt werden muss. Das ein versuchtes Eindringen in eine Botschaft zu einer harten Reaktion der Sicherheitskräft führt, hätte man sich sicherlich vorher überlegen sollen. Das kann kein Land der Welt akzeptieren.

Wie auch immer:  die Prosteste am Nakba-Tag zeigen, dass Israel in Zukunft mit einem neuen Faktor kakulieren muss: der arabischen öffentlichen Meinung. Es reicht nicht mehr,… weiter lesen

13.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Alle reden vom Wetter, dieser Blog auch … Sand- und Schneestürme, Regenschauer und hohe Wellen im Nahen Osten

von Karim El-Gawhary

Quelle: akhbarak.net

„Mir ist kalt“, ist derzeit wohl die meist getwitterte Botschaft im Nahen Osten. Eine Kalt- und eine Sturmfront hat das östliche Mittelmeer fest im Griff und nimmt aller Orten höchst unterschiedliche Formen an – vom Sandsturm bis zum Schneesturm.

Den Küstenstädten machte am Wochenende vor allem der hohe Wellengang und der Regen zu schaffen. Bei einer Windgeschwindigkeit bis zu 100 Stundenkilometern, schlugen bis zu zehn Meter hohe Wellen über die Küstenpromenade im ägyptischen Alexandria und im libanesischen Beirut. Die Straßen beider Städte waren auch vom Regen überflutet.

So sah es am Sonntag in der Alexandria  aus

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Und so an der Uferpromenade:

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Der Hafen von Alexandria wurde vorübergehend geschlossen. Vor dem israelischen Hafen Aschod sank ein moldawischer Frachter. Alle elf Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

Am Suezkanal kam es zu erheblichen Verzögerungen im Schiffsverkehr, nicht… weiter lesen

21.10.2010 von Karim El-Gawhary
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Mit jeder Tankfüllung ein Stück Kampfjet

von Karim El-Gawhary

Wirtschaftskreisläufe haben etwas Aufregendes. Nehmen wir zum Beispiel den neusten Waffendeal zwischen den USA und Saudi Arabien, den das Außenministerium in Washington jetzt bestätigt hat. Umfang:  60 Milliarden Dollar.

Amerikanische Waffenschmieden sollen dafür 84 F-15 Kampfjets, 70 Apache Kampfhubschrauber, 36 AH-6M Little Bird Leichthelikopter und 72 Black Hawk Hubschrauber und noch alle möglichen anderen tödlichen Kleinkram liefern.

Der amerikanische Autofahrer füllt seinen Tank mit dem Rohstoff aus Saudi Arabien, das wiederherum gibt die gewonnenen Petrodollars für amerikanische Waffen aus. Am Ende bleibt das Geld also in der Familie, nur dass es ein wenig vom Autofahrer zu den Rüstungskonzernen umgeschichtet wird, deren Arbeiter (der Deal soll 75.000 neue Arbeitsplätze schaffen) dann wieder zur Tankstelle fahren ….. Weltwirtschaft pur.

F-15 In der Wirklichkeit kein Spielzeug

Mit einem wunderbaren Nebeneffekt: Saudi Arabien wird im gleichen Atemzug für einen möglichen Waffengang gegen den Iran aufgerüstet. Der Staatsekretär… weiter lesen

23.07.2010 von Karim El-Gawhary
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Ist Israel für die USA ein Guthaben oder eine strategische Last?

von Karim El-Gawhary

fragt das Nixon-Center und hat in dieser Frage eine Debatte begonnen. Für Chas Freeman liegt Israel für Washington dabei eindeutig auf der Lasten-Seite.

Chas Freeman

Chas Freeman einer der wichtigsten Berater und Übersetzer bei Richard Nixons berühmter China-Visite 1972, später Botschafter in Saudi Arabien, stand einst auch dem einflussreichen Middle East Policy Council vor. Beim Amtsantritt Barack Obamas war er für den Posten des National Intellegence Councils im Gespräch, einer Institution, die langfristige Strategien für den US-Geheimdienst erarbeiten soll und die nach dem Sturz des Schahs im Iran und dem damaligen offensichtlichen Scheitern des Geheimdienstes gegründet worden ist. Freeman wäre damit einer der wichtigsten aussenpolitischen Berater Obamas geworden.

Wegen seiner bekannten kritischen Haltung gegenüber der Politik der bedingungslosen Unterstützung Israels, wurde er damals von den Unterstützern Israels im US-Establishment scharf angegriffen und zog seine Kandidatur nach mehreren Wochen zurück.

Freemans Anmerkungen für das Nixon-Center… weiter lesen

13.07.2010 von Karim El-Gawhary
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Gaza: Ernten unter israelischem Beschuss

von Karim El-Gawhary

Stellen Sie sich vor, das Schicksal hätte ihrem Leben eine ganz andere Wendung  gegeben und Sie wären im Gazastreifen geboren, und würden heute dort als Bauer oder Bäuerin arbeiten. Die israelische Blockade und die Herrschaft der Hamas wären beileibe nicht ihr einziges Problem. Das gilt ganz besonders wenn sie das Pech hätten, dass das Stück Land, das Sie bewirtschaften in der Nähe zur Grenze zu Israel liegt und Sie Ihre Ernte einbringen müssen, die ihren miserablen Lebensunterhalt sichert.

Die israelische Armee hat am Grenzgebiet eine sogenannte Pufferzone eingerichtet. Unter welchen Umständen dort auf den Feldern gearbeitet wird, zeigt das folgende Video.  Selbst die Anwesenheit von Ausländern scheint wenig zu helfen.

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Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Laut palästinensischen Angaben wurde in den letzten 12 Monaten (bis April 2010) in 220 Fällen von israelischer Seite in die Pufferzone hineingeschossen. Innerhalb dieses Jahres wurden 116 Angriffe gezählt.

Die… weiter lesen

09.07.2010 von Karim El-Gawhary
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Traurig: Der letzte Eintrag des besten deutschsprachigen Nahost-Bloggers

von Karim El-Gawhary

„André Marty berichtet. Nicht mehr“

ist der letzte Eintrag auf dem Blog meines Kollegen vom Schweizer Fernsehen betitelt. André Marty hat nach sechs Jahren als Nahost-Korrespondent seine Koffer gepackt und geht zurück in die Schweiz. Er hatte in seiner Arbeit immer das getan, was von einem Korrespondenten professionell erwartet werden sollte: Er hat kritisch von seinem Standort berichtet. Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber wenn dieser Ort “Israel” heißt und wenn man, wie André, sich nicht von einer PR-Maschine überrollen läßt, dann gerät man schnell in das Kreuzfeuer der Kritik jener, die glauben, dass sich kritische Berichterstattung über Israel nicht ziemt. Ein Umstand der paradoxerweise nicht selten dazu führt, dass israelische Medien kritischer über ihr Land berichten, als das die deutschsprachigen Medien im Ausland wagen.

Natürlich ist André nicht abgegangen, ohne noch ganz am Ende eine weitere kleine Kontroverse auszulösen. Im letzten Blog-Eintrag outete er einen seiner heftigsten Kritiker,… weiter lesen

02.07.2010 von Karim El-Gawhary
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Talibanisierung im Dampfkochtopf Gaza

von Karim El-Gawhary

Das von Israel erklärte Ziel der Gazablockade ist es, die dort regierende Hamas zu schwächen. Nun ist dieses Ziel erreicht, allerdings nicht im Sinne des Erfinders.

Weil sie ein mit Mädchen und Jungen gemischtes UN-Sommercamp im Gazastreifen für islamisch unsittlich hielten, schritt eine Gruppe bewaffneter Männer diese Woche zur Tat. Sie stürmte das Lager in den frühen Morgenstunden, als sich dort noch keine Kinder befanden, fesselten die Wärter, schlitzten mehrere Zelte auf oder setzten sie in Brand, auch ein Plastikswimmingpool und anderes  Spielzeug wurde verwüstet. Niemand bekannte sich zu der Tat.Und so sah es danach dort aus

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Es ist das zweite Mal binnen fünf Wochen, dass ein UN-Sommerlager in Gaza vonVermummten angegriffen wurde. Die Hamas hat die Angriffe auf die UN-Sommercamps für Kinder verurteilt. Das von der Hamas geleitete Innenministerium machte in einer Erklärung Gruppen für den Angriff verantwortlich, „die mit ihren fehlgeleiteten Ideen die… weiter lesen

20.06.2010 von Karim El-Gawhary
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Findet Westerwelle nicht so toll ….

von Karim El-Gawhary

aus der Reihe deutsche Nahost-Politik-Satire ereilte mich soeben folgende Pressemitteilung  aus dem Berliner Aussenminsterium:

Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle bedauert, dass die israelischen Behörden dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, die Einreise in den Gaza-Streifen verwehrt haben. Er sagte dazu heute (20.06.) wörtlich:

„Ich bedaure die Entscheidung der israelischen Regierung,
Bundesminister Niebel die Einreise in den Gaza-Streifen zu
verweigern”.

Tja schade eigentlich. Findet er  also nicht so toll, der Guido. Nur  fürs  “Protestieren” hat es nicht gereicht. Wo kämen wir das schließlich hin, wenn jeder dahergelaufene deutsche Minister einfach so in den palästinensischen Gazastreifen fahren könnte.

Und der betroffen Minister selbst: Der soll stinksauer sein. Eigentlich wollte Niebel seinen jetzt geplatzten Gazabesuch dazu nutzen, einen mit deutscher Hilfe geplanten Bau eines Klärwerks voranzutreiben. Er bezeichnete die israelische Entscheidung als “großen außenpolitischen Fehler”.

Frage des Tages: die Blockade des Gazastreifen wurde diese Woche gelockert. Jetzt… weiter lesen

18.06.2010 von Karim El-Gawhary
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Israel lockert Gaza-Blockade: Wie genau, weiss keiner so richtig – zufrieden ist niemand

von Karim El-Gawhary


In einer Erklärung aus dem Büro von Premier Benjamin Netanjahu heißt es dazu vage: Israel werde „das System zur Einfuhr von Gütern nach Gaza liberalisieren“ und „den Fluss von Material für zivile Projekte ausweiten“, dabei aber „die existierenden Sicherheitsmassnahmen fortführen, um zu verhindern, dass Waffen und Kriegmaterial nach Gaza gelangen“. In den nächsten Tagen wolle das Kabinett weitere Schritte beschließen, heißt es.

Das ist die englische Version, die an alle Journalisten und Diplomaten ging. Die hebräische  Version ist, laut einem Bericht in der heutigen Ausgabe der israelischen Tageszeitung Haaretz, noch vager gehalten. Der dortige Artikel trägt den schönen Titel: „Israel verkündet eine Lockerung der Blockade, aber nur auf Englisch“.

Laut der Zeitung sei dass ganze bisher lediglich eine unverbindliche Erklärung aus dem Büro des Premierministers, über die aber bisher im Kabinett nicht abgestimmt worden sei.

Was das alles genau bedeutet, ist bisher niemandem klar. Es gibt… weiter lesen