Posts Tagged ‘Libanon’

30.12.2011 von Karim El-Gawhary
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Adieu 2011, Jahr des arabischen Aufbruchs und der fliegenden Kameras. Auf ein turbulentes 2012

von Karim El-Gawhary

 

Mein Jeep ist  gepackt. Ich werde mich jetzt  für ein paar Tage in die Wüste absetzen und in der dortigen Stille und Entlegenheit, im kostenlosen Eine-Million-Sterne-Hotel, das neue Jahr beginnen.

Also wünsche ich schon jetzt allen Leserinnen, Lesern, Zuhörern, Zuhörerinnen, Zuschauern und Zuschauerinnen ein gutes neues Jahr.

 

Vielleicht fliegen Ihnen/Euch im nächsten Jahr genauso Sachen entgegen, wie mir in diesem z.B Kameras, hier festgehalten vom Wiener unabhängigen Videofilmer Georg Schütz, der mit kaputten Stativ angereist war.

 

Das journalistisch ereignisreichste Jahr meines Lebens liegt hinter und ein sicherlich turbulentes vor mir. Viele offene Fragen liegen vor uns. Was bedeutet der Wahlsieg der Islamisten in Ägypten? Lässt sich das Militär in einer Revolution 2.0 doch noch dort aus der Politik drängen?

 

Wie geht es in Syrien weiter? Wann fällt das Regime Assad? Wie wird sich das Militär dort auf Dauer verhalten? Zündet das… weiter lesen

14.01.2011 von Karim El-Gawhary
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Ein wehmütiger Blick zurück auf den Südsudan, ein vielleicht positiver auf Tunesien und ein negativer auf den Libanon

von Karim El-Gawhary

Ein letztes Foto aus Juba, im Südsudan. Das war unser Übertragungswagen, mit dem wir unsere Fernsehgeschichten überspielt und mit dem die Live-Schaltungen nach Wien per Satellit übertragen wurden, ein sogenanntes SNG. Andere pflanzen Maschinengewehre  auf solche Kleinlastwagen und wir unsere Satellitenschüssel.

Das folgende Video habe ich mit meinen Iphone vom Flugzeug aus gedreht. Die Maschine der Egyptair ist gerade auf dem Weg über Khartum nach Kairo in Juba gestartet und dreht eine Schleife über den ersten Zweig des Nils, dann über eine Nilinsel, bevor der zweite Teil des afrikanischen Flusses auftaucht. Für mich ist es faszinierend, dass dieser selbe Fluss viereinhalb Flugstunden weiter nördlich vor meinem Bürofenster in Kairo vorbeifließt. Noch etwas anderes ist hier auffällig. Das Flugzeug ist gerade aus Juba, der wahrscheinlich zukünftigen Hauptstadt des Südsudan gestartet und es ist bereits nur noch Buschland und keine einzige Straße mehr zusehen.

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Das geht… weiter lesen

31.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Ohne die Silvesterfeiern stören zu wollen: Tag 14 des Aufstands in Tunesien

von Karim El-Gawhary

Das Foto zeigt die Festnahme eines jungen Mannes in der tunesischen Stadt Hamma. Er hat versucht den Ort der dortigen Protestveranstaltung gegen Präsidenten Ben Ali zu erreichen,

Es war nicht einfach, die tunesischen Protest zu Beginn einzuschätzen, aber inzwischen darf man das Ganze nicht unterschätzen.

In einem lesenswerten Kommentar im Guardian heißt es dazu:

Was wir in Tunesien heute erleben, ist die Geburt einer authentischen, nationalen, einheimischen Volksbewegung, nicht gegen Kolonisatoren und ausländische Besatzer, sondern gegen das eigene repressive Regime (…). Jahrelang haben sich Schreiber über die “arabische Krankheit” beschwert, über die Art und Weise, wie sich die Araber daran gewöhnt haben, die Rolle des Opfers zu spielen und sich gegenüber ihren Tyrannen Hause passiv zu verhalten“.

Gestern kam erneut ein junger Mann in Sfax um. Er war während der Proteste von den Sicherheitskräften in den Rücken geschossen worden und verstarb im Krankenhaus.

Das folgende Video zeigt das… weiter lesen

20.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Wikileaks, Butterfly doesn`t: Werbung für Frauenbinden in Beirut

von Karim El-Gawhary

So kann man auch für Frauenbinden werben. Ein Reklameschild in Beirut.

Das läßt sich sicherlich noch ausbauen. Ich denke da an Wasserhahndichtungen, Schläuche, Kochgasflaschen, Regenschirme usw.

13.12.2010 von Karim El-Gawhary
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Alle reden vom Wetter, dieser Blog auch … Sand- und Schneestürme, Regenschauer und hohe Wellen im Nahen Osten

von Karim El-Gawhary

Quelle: akhbarak.net

„Mir ist kalt“, ist derzeit wohl die meist getwitterte Botschaft im Nahen Osten. Eine Kalt- und eine Sturmfront hat das östliche Mittelmeer fest im Griff und nimmt aller Orten höchst unterschiedliche Formen an – vom Sandsturm bis zum Schneesturm.

Den Küstenstädten machte am Wochenende vor allem der hohe Wellengang und der Regen zu schaffen. Bei einer Windgeschwindigkeit bis zu 100 Stundenkilometern, schlugen bis zu zehn Meter hohe Wellen über die Küstenpromenade im ägyptischen Alexandria und im libanesischen Beirut. Die Straßen beider Städte waren auch vom Regen überflutet.

So sah es am Sonntag in der Alexandria  aus

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Und so an der Uferpromenade:

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Der Hafen von Alexandria wurde vorübergehend geschlossen. Vor dem israelischen Hafen Aschod sank ein moldawischer Frachter. Alle elf Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

Am Suezkanal kam es zu erheblichen Verzögerungen im Schiffsverkehr, nicht… weiter lesen

29.06.2010 von Karim El-Gawhary
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Darf man einen Staatschef auf Facebook beleidigen?

von Karim El-Gawhary

Drei Libanesen wurden am Montag im Libanon für ihre Facebook-Aktivitäten verhaftet. Sie sollten dort den libanesischen Präsidenten Michel Suleiman verunglimpft und beleidigt haben.

Michel Suleiman schreitet Präsidentengarde ab

Michel Suleiman schreitet Präsidentengarde ab

Der Generalstaatsanwalt Said Mirza hat die Verhaftung von Naim George Hanna, 27, Antoine Youssef Ramia, 29, und Shebel Rajeh Qasab, 27, angeordnet, nachdem die Behörden sie wegen Verleumdung und Diffamierung des Präsidenten verhört haben,“ berichtet die Nachrichtenagentur AFP in Berufung auf Quellen aus dem Justizministerium.

Laut dem libanesischen Gesetz muss der Staat auch ohne eine Anzeige von dritter Seite im Falle der Diffamierung des Präsidenten oder eines „befreundeten Staates“ aktiv werden.

Die ursprünglichen Facebook-Einträge sind seit Montag nicht mehr zugänglich.
Das Justizministerium in Beirut rechtfertigt seinen Schritt in einer Erklärung. Darin heißt es:

Die Pressefreiheit  erreicht im Libanon und in allen anderen zivilisierten Ländern eine Grenze, wenn es um verleumdende und diffamierende Inhalte geht,

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19.05.2010 von Karim El-Gawhary
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DIE NEUE MISS USA EINE HISBOLLAH-HURE?

von Karim El-Gawhary

Es war ein trauriger Tag für Amerika. Eine Hisbollah-Unterstützerin wurde letztes Wochenende zur Miss USA gewählt. So zumindest sehen ultra-konservative, islamophobe Blogs in den USA die Wahl der aus dem Südlibanon stammenden Rima Fakih zur Miss USA. Sie ist die erste Araberin und Muslimin, die das Krönchen erobert hat. Zuvor bereits Miss Michigan, hat sich die 24jährige gegen ihre 49 Konkurrentinnen durchgesetzt.

Zusammenstellung der Bilder, wie im Debbie Schlussel Blog

Mit drei Jahren war sie mit ihrer Familie nach New York ausgewandert und besuchte dort eine katholische Schule, bevor sie  2003 nach Dearborn im US-Bundesstaat Michigan zog. Sie stolziert nicht nur über Schönheitsköniginnen-Stege. Sie studiert Wirtschaft und ist und angehende Juristin im Zweitstudium. In ihrer Freizeit widmet sich sich dem Kickboxen.

Jedenfalls ist das „Amerikanisch-Arabische Anti-Diskriminierungs-Komitee“ stolz auf sie.  Im Global Arab Network hatte Rima  noch vor dem Finale erklärt, dass viele Araber in den USA… weiter lesen

09.05.2010 von Karim El-Gawhary
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Arabischer Sieg im Krieg der Kichererbsen

von Karim El-Gawhary

Israel baut weiterhin Siedlungen. Dafür haben die Araber aber jetzt den größten Hummus Teig im Guinness Book der Rekorde zu verzeichnen. 300 libanesische Köche haben jetzt im Osten Beiruts in einer gigantischen Schüssel eine zehn Tonnen schwere Paste auf Basis von Kichererbsen angesetzt.

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Mehr als doppelt soviel, wie der bisher in Israel gehaltene Rekord von vier Tonnen, bestehend aus zweieinhalb Tonnen Kichererbsen, eineinhalb Tonnen Sesampaste und hunderter ausgepresster Zitronen.

http://www.youtube.com/watch?v=hhJ6qs9SNk8

Im israelisch-arabischen Konflikt geht es nicht nur um Land, sondern auch um Essen. Sowohl Libanesen und Palästinenser, als auch Israelis nehmen das Hummus als ihr Nationalgericht in Anspruch. Auch die ebenfalls aus Hummus hergestellten Falafel sind umstrittenes Territorium.  Als vor 25 Jahren das israelische Tourismusministerium in Berliner U-Bahn-Stationen mit Falafel-Plakaten und dem Slogan „Besuchen sie Israel“ Werbung machte, empörten sich die Palästinenser der Stadt. Wie damals einer von ihnen seine Sicht der Dinge zusammenfasste: „Erst nehmen… weiter lesen