Posts Tagged ‘Österreich’

23.05.2011 von Karim El-Gawhary
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So einfach kann Völkerverständigung sein

von Karim El-Gawhary
Foto: El-Gawhary

Foto: Karim El-Gawhary

Gestern auf dem Weg zum Flughafen in Kairo, um nach  Wien zu fliegen, stieß ich auf obige Tafel:

Dem österreichischen  Bundespräsidenten Heinz Fischer wurde ein kleines Denkmal gesetzt, weil er, wie er auf der Tafel zitiert wird,  das ägyptische Volk für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat. Oder besser gesagt: eigentlich setzt sich das ägyptische Volk selbst ein Denkmal, mit Hilfe des Mannes aus dem fernen Wien.

Obwohl fern? Wien liegt dreieinhalb Flugstunden entfernt:

Ein netter, nicht arroganter und anerkennender Satz: So einfach kann Völkerverständigung sein.

30.08.2010 von Karim El-Gawhary
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Für alle, die sich darüber aufregen, wenn ihr Zug ein paar Minuten zu spät kommt

von Karim El-Gawhary

Aus der Serie: Andere Länder andere Sitten

Wieder zurück aus dem Urlaub und erneut online, möchte ich den ersten Blogeintrag meinem beliebtesten Fortbewegungsmittel widmen. Ich bin begeisterter Bahnfahrer, nicht nur in Ägypten, sondern auch bei meinen kurzen Besuchen in Deutschland oder Österreich. Mal lasse ich entspannt die Palmenhaine an mir vorüberziehen, mal  die Voralpenlandschaft.

In Deutschland betreibe ich dabei immer gerne ethnoligische Feldstudien. Verwundert höre ich aufgeregten Gesprächen auf dem Bahnsteig zu, die sich meist darum drehen, dass der ICE wieder einmal ein paar Minuten zu spät kommt.

Kulturell noch faszinierender finde ich die Durchsagen des sogennannten Serviceteams, das sich dafür entschuldigt, dass der Zug etwa mit der unglaublichen Verspätung von sechs Minuten am Zielbahnhof ankommt. Wenn es noch länger dauert, werden gar kalte Getränke gereicht (wenn ich das in Ägypten erzähle,  glaubt mir das kein Mensch).… weiter lesen

25.07.2010 von Karim El-Gawhary
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Islamische Rechtsgelehrte in Saudi Arabien uneins über den Umgang mit dem französischen Burka-Verbot

von Karim El-Gawhary

Golfaraberinnen in München: dpa via taz

Im Gespräch ist ein gestriges Fatwa des populären saudischen Scheichs Aed Al-Qurani. Danach darf eine Muslimin ihren Gesichtsschleier in den Ländern ablegen, in denen er verboten ist, um dort nicht belästigt und schikaniert zu werden.

Der islamische Rechtsgelehrte antwortete damit auf eine entsprechende Frage einer französischen Muslimin.

Al-Qurani wird in der überregionalen arabischen Tageszeitung Al-Hayat in ihrer Samstagsausgabe zitiert:

„Wir sollten mit den Menschen in ihren Ländern nicht auf Konfrontationskurs gehen (…) Vor allem dann, wenn das zu negativen Reaktionen oder Belästigungen führt, oder wenn jemand dabei gar zu Schaden kommt, dann sollte die Frau ihr Gesicht zeigen”.

Das islamische Recht, argumentiert er, zeige hier Kulanz. “Wir sollten diesem Verbot mit Fexibilität begegnen, weil die Religon sich an Zeit, Ort und Dringlichkeit anpasst, sagt er.

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01.07.2010 von Karim El-Gawhary
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Ein trauriger Tag für Raucher, egal ob in Wien oder in Kairo

von Karim El-Gawhary

Der 1. Juli 2010 war wahrlich kein guter Tag für Raucher, und das an den verschiedensten Ecken dieser Erde. Ab heute geht es ihnen an Donau und Nil an den Kragen.

In Österreich dürfen Gastwirte mit dem heutgien Tage den Tabakkonsum nur mehr dann erlauben, wenn sie über abgetrennte Raucherzimmer verfügen. Es drohen dem Raucher Strafen bis zu 1000 Euro und dem Gastwirt ein Bussgeld bis zu 10.000 Euro.

Auch die ägyptischen Raucher reiben sich seit heute Morgen entsetzt die Augen. Wer sich nun an einem der Kioske in Kairo mit Nikotin versorgen will, der zahlt bis zum Doppelten des alten Preises. Die Steuer auf Zigaretten wurde um 40 Prozent erhöht, der in den Cafehäusern beliebte Tabak für Wasserpfeifen kostet gar das Doppelte.

Damit sollen, nach Angaben der Regierung in Kairo, mehr Leute gezwungen werden, ihre Sucht aufzugeben. Die Anzahl der Raucher ist in den letzten 30 Jahren um ein… weiter lesen

09.06.2010 von Karim El-Gawhary
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Der unsicherste Ort der Welt

von Karim El-Gawhary

Der Global Peace Index erstellt jedes Jahr eine Liste, auf der die Länder je nach Sicherheitslage eingeordnet werden. Die für 2010 ist gerade veröffentlicht worden.

Und der Verlierer ist ….

surprise, surprise

der Irak.

auf dem letzten Rang 149, hinter Somalia.

Obwohl das Land zwischen Euphrat und  Tigris praktisch aus den Schlagzeilen verschwunden ist, heißt das noch lange nicht, dass dort alles in Butter ist.  Wenn die US-Truppen dort nach Plan in diesem Sommer abziehen, hinterlassen sie einen Scherbenhaufen.

nach einem gestrigen an Anschlag: AP via taz

Nehmen wir einfach einen ganz normalen Tag im Irak, wie den gestrigen. Mindestens  11 Menschen kamen am 8.Juni 2010 ums Leben in einer Welle von Anschlägen und Schießereien, die gegen Polizisten und gegen die  sogenannten “Söhne des Irak” gerichtet war. Das ist eine sunnitische Miliz, die von den US-Truppen aufgebaut und unterstützt wird, damit… weiter lesen