27.02.2010 von Peter Voßwinkel
In den letzten Jahren wird dieser so genannte “new international style”, wie es aus dem Umfeld diverser Institute klingt, an denen immer Mitarbeiter von Zaha Hadid Architects beteiligt sind, propagiert.

Patrik Schumacher gilt als Stratege und gibt oftmals die Gestaltungslinie vor. Als Gründungsdirektor des Design Research Lab der Architectural Association London und Gastprofessor an renommierten Universitäten wie Columbia, Harvard und der Wiener Angewandten hat Schumacher sich international als Theoretiker einen Namen gemacht. In seinem Manifest zum „Parametricism“, dem neuen großen Stil nach dem Modernismus, definiert Schumacher die Forderung zeitgenössischer Avantgarde-Architektur nach größerer Komplexität im Hinblick auf die Anwendung parametrischer Designsysteme – oder kurz: Stile sind eigentlich Gestaltungsforschungsprogramme.

Kürzlich stellte Schumacher das Konzept des Parametrismus in Berlin im Rahmen einer Ausstellungseröffnung zur “Utopie und Architektur” der Alfred-Herrhausen-Stiftung im Guggenheimmuseum in der Deutschen Bank, Unter den Linden vor.
Die zahlreich im Publikum auszumachenden Nachwuchsarchitekten staunten nicht schlecht ob der Hightech-Programm gesteuerten… weiter lesen
23.02.2010 von Peter Voßwinkel
Das äußerlich als Holzstapel getarnte Studio des Music-Entertainers Hans Liberg in Hilversum.

Der Designer Piet Hein Eek schreibt dazu: “Manchmal ist es Zufall, dass Sie gebeten werden, etwas zu entwerfen, was Sie schon vor einiger Zeit tun wollten. Ein Kunde rief an und fragte, ob wir eine Holz-Klotz-Bude im Garten bauen könnten, mit einem Nutzbereich der groß genug sein sollte, um darin sitzen und schreiben zu können.”

Der Innenraum so funktional wie die äußere Gestaltung optimal in die Gartenumgebung eingepasst. Urbaner geht es fasst nicht.
15.02.2010 von Peter Voßwinkel
Die Autofirma Aston Martin und die Architektengesellschaft Foster + Partner haben mit ihrem gemeinsamen Design einen Wettbewerb für den Neuen London Bus gewonnen.

Das Design schließt ein Glasdach mit Sonnenzellen ein, um Energie zu erzeugen und die innere Temperatur zu kontrollieren.

Mit dem Konzept sollen die vorgefassten Meinungen zum üblichen Busdesign aufgebrochen werden. Der neue Bus soll umweltschonend, leicht zugänglich und gesellig sein, sowie das viel-geliebte Symbol Londons für das moderne Zeitalter neuerfinden.

Nach einer intensiven Forschungsperiode, in der die Meinung von Passagieren, Fahrern und Leitern, eingeholt wurde, entstand das innovative Konzept.

So wie ein Auto oder ein Gebäude entwickelte sich das Design als Antwort auf die Bedürfnisse nach seinen Benutzern. Das Lay-Out, die Beleuchtung und die Holzböden werden konzipiert, um einen Geist der Wärme und Gemeinschaft zu fördern. Die Einordnung der Decks wird durch die Bequemlichkeit gesteuert, und besondere Rücksicht wird der Auswahl der wieder… weiter lesen
10.02.2010 von Peter Voßwinkel
Vier Stationen und eine Schrägseilbrücke.

Bewegungsarchitektur. Architektonisch begleiteter Weg von der urbanen Dichte der Innsbrucker Innenstadt in die elementare Kargheit des alpinen Raumes. Vorweggenommene, nein besser, vorab präsentierte hochalpine Symbolik, gletschergleiches Fließen hochtechnologischer Glashüllen.
Distanzüberwindung als zentrales architektonisches Thema – hier ganz bewusst touristisch interpretiert. Bauen in den Bergen nun als Anlass zu einer radikalen Formerforschung. Architektonische Neurophysiologie, sich den Tautologien alpiner Topologien entgegenstellend. Ein Versuch, neue Architektur nicht ausschließlich auf der formalen Ebene zu generieren.

Eben Bewegungsarchitektur: Raum wird erfahren, fast zwei Kilometer lang. Mit vier neuen Stationen, welche die City mit der Nordkettenbahn verbinden. Stationen aus verformtem Glas, künstliche Eis- und Schneelandschaften.

Formgewaltige Architektur, paradoxerweise jenseits der Form. Architektur auf der Suche nach abstrakter, komplementärer Ästhetik, also auch die formale Ästhetik überwinden wollend.

Eine neue Organisation des Raumes: raumgewordenes Äquivalent zur Wucht der Berggipfel, die den Besucher der Innsbrucker Innenstadt auf Schritt und… weiter lesen
08.02.2010 von Peter Voßwinkel

Die kleinen bunten Legos füllen Lücken in alten Wänden und offenen Ecken. Das Projekt stammt von der italienischen Künstlergruppe 20 Eventi.




04.02.2010 von Peter Voßwinkel
Für den nahenden Frühling: Abachus ist ein hoher Tisch mit ein bisschen zusätzlich: Während Sie sich beim Stehen gegen einen seiner sechs Arme lehnen können, die minimale Bequemlichkeit zur Verfügung stellen.

Der Abachus Tisch wird hier mit einem neuen Sonnenschirm von Extremis gezeigt. Er ist geeignet mit dem Tisch verwendet zu werden, aber er kann auch alleine, selbstständig stehen.




Der fakultative eingebaute Aschenbecher verhindert die Verschmutzung des Fußbodens.

Dirk Wynants, der Gründer des belgischen Herstellers Extremis, hat den Abachus Tisch entworfen.
01.02.2010 von Peter Voßwinkel
Vortrag von Patrik Schumacher/ Zaha Hadid Architects

Um Visonen der Zukunft und die visionäre Rolle der Kunst geht es in der Ausstellung der Deutschen Guggenheim „Utopia-Matters – From Brotherhoods to Bauhaus“.
Die Schau präsentiert neun Kunstströmungen von 1800 bis 1933 und spürt darüber hinaus aktuellen utopischen Ansätzen in Werken zeitgenösischer Künstler, Designer und Architekten nach.
In diesem Rahmen lädt die Alfred Herrhausen Gesellschaft und die Deutsche Guggenheim zu einem Vortrag vom Zaha Hadid’s Partner Patrik Schumacher ein. Schumacher befasst sich mit Utopien in Architektur und Design, geht der Fragen nach, wo, wie und in welchen Sädten wir in Zukunft leben wollen und berichtet von internationalen Beispielprojekten.
9. Februar 2010
Beginn 19 Uhr
Deutsche Bank
Unter den Linden13-15 (Eingang Charlottenstraße)
10117 Berlin
Eintritt frei, um Onlineregistrierung wird gebeten.
Abb.: El Lissitzky, Ohne Titel, um 1919 –20 (Detail), Öl auf Leinwand Solomon R.… weiter lesen