24.04.2010 von Peter Voßwinkel
Ungefähr 30 km von der Hauptstadt Abu Dhabi entfernt entsteht die Ökostadt Masdar City die CO2 frei sein soll. Hier wird es keine Autos und auch keinen Müll geben.

Mit dem Bau wurde bereits im Februar 2008 begonnen. Die Baukosten belaufen sich auf 22 Milliarden Dollar. Die Planug wurde der Architekturfirma Foster in London übertragen. Auf einer Fläche von 6 qkm sollen einmal 50.000 Menschen wohnen und arbeiten. Der Erstbezug ist für das Jahr 2016 geplant.

Masdar City wird sich selber durch erneuerbare Energien versorgen. Die Wasserversorgung ist mit solarbetriebenen Entsalzungsanlagen geplant, insgesamt soll es nur noch einen Energieaufwand von 25 % pro Kopf verglichen mit dem heutigen Verbrauch geben. Durch ein eigenes Solarkraftwerk soll Masdar City weitgehend energieautark sein.

Die Menschen die in den geplanten 1.500 Firmen in Masdar City arbeiten, sollen mit elektrischen Kabinenbahnen befördert werden. Mann kann aber auch zu Fuß oder mit dem… weiter lesen
19.04.2010 von Peter Voßwinkel
Frei Otto träumt von einem Super-Zelt in der Arktis, das einer ganzen Stadt Platz bietet, von gigantischen Luft-Fischen, die umweltfreundlich Menschen und Waren transportieren. Daß diese Visionen keine Wünschträume bleiben müssen, hat er mit Öko-Häusern, riesigen Zelt-Dächern und organisch entwickelten Hallen längst bewiesen.

Im Rahmen unserer Architekturtheorie Reihe hier die Anforderungen an eine Architektur der Zukunft von Frei Otto, Teil 2. Diese Dokumentation basiert auf einem vor etwa 10 Jahren verfassten Text, den Frei Otto der Berliner Scharoun-Gesellschaft anlässlich eines Vortrages zur Verfügung stellte. Nach diesen Aussagen ist es notwendig, verstärkt architektonische Lösungen zu finden, bei denen wirklich der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Planungen steht. Auch das Umsetzen des Wesens der Bauaufgabe gehört ebenso zum Entwurfsprozess wie die Berücksichtigung ökologischer Belange. Seine Anforderungen widersprechen damit grundsätzlich dem Konzept des kürzlich präsentierten
Parametrismus.
“Größten Einfluss auf die Architektur der kommenden Jahre werden Schlagworte haben. Nach dem… weiter lesen
19.04.2010 von Peter Voßwinkel
Frei Otto träumt von einem Super-Zelt in der Arktis, das einer ganzen Stadt Platz bietet, von gigantischen Luft-Fischen, die umweltfreundlich Menschen und Waren transportieren. Daß diese Visionen keine Wünschträume bleiben müssen, hat er mit Öko-Häusern, riesigen Zelt-Dächern und organisch entwickelten Hallen längst bewiesen.

Im Rahmen unserer Architekturtheorie Reihe hier die Anforderungen an eine Architektur der Zukunft von Frei Otto, Teil 2. Diese Dokumentation basiert auf einem vor etwa 10 Jahren verfassten Text, den Frei Otto der Berliner Scharoun-Gesellschaft anlässlich eines Vortrages zur Verfügung stellte. Nach diesen Aussagen ist es notwendig, verstärkt architektonische Lösungen zu finden, bei denen wirklich der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Planungen steht. Auch das Umsetzen des Wesens der Bauaufgabe gehört ebenso zum Entwurfsprozess wie die Berücksichtigung ökologischer Belange. Seine Anforderungen widersprechen damit grundsätzlich dem Konzept des kürzlich präsentierten
Parametrismus.
“Größten Einfluss auf die Architektur der kommenden Jahre werden Schlagworte haben. Nach dem zweiten… weiter lesen
15.04.2010 von Peter Voßwinkel
In Shanghai ist es durchaus üblich, im Pyjama auf die Straße zu gehen. Eine Kampagne der Regierung sah vor, den Shanghaiern diese Eigenart abzugewöhnen: “Geh nicht im Schlafanzug nach draußen, sei für die Expo ein zivilisierter Mensch”, hieß es. Doch davon ist man abgekommen. Solche Sitten wandelten sich mit wachsendem Wohlstand, heißt es heute.

Das Motto der universellen Weltausstellung EXPO 2010 die vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 auf einer Fläche von 5,28 Quadratkilometern zu beiden Seiten des Huangpu-Flusses in der Millionen-Metropole Shanghai stattfindet ist einfach, klar und doch hoch gesteckt.

Entsprechend ihrer Größe und ihrem Selbstverständnis erwartet die Volksrepublik China die bisher größte Weltausstellung aller Zeiten mit 70 Millionen Besuchern.

Inzwischen sind über 220 Länder, wie auch Deutschland angemeldet. Erstmals in der Geschichte der EXPO haben auch Städte die Möglichkeit in einem gesonderten Bereich, der „Urban Best Practice Area“ Projekte entsprechend dem Motto… weiter lesen
10.04.2010 von Peter Voßwinkel
MARTa steht für “Möbel – Art – Ambiente”. Ein ungewöhnlicher Name für ein Museum, in dem die Grenzen von zeitgenössischer Kunst und modernem Design erkundet und überschritten werden sollen. Im Mittelpunkt sollen hierbei die Kunst des 21. Jahrhunderts sowie aktuelle Tendenzen des Möbel-Design stehen.

Entworfen wurde das Museum vom kanadisch-amerikanischen Architekten Frank Gehry, Los Angeles. Ausführendes Architekturbüro vor Ort war Archimedes, Bad Oeynhausen das bereits mehrere Bauten von Gehry realisierte.

Gehrys Gebäude realisieren einen radikalen Bruch mit den Traditionen der Moderne. Die skulpturalen Aspekte seiner Bauten schaffen einen direkten Dialog mit der bildenden Kunst. Sein dekonstruktivistischer Baustil, der seit Jahrzehnten internationale Maßstäbe setzt, ist von Philosophie und Naturwissenschaften, skulpturaler Kunst und Design inspiriert.

Dabei entsteht jedes Bauwerk in Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Standort: Der regionaltypisch verklinkerte und von einem Edelstahldach wellenförmig bedeckte Komplex des MARTa Herford (52° 7′ 15.53″ N, 8° 40′ 5.97″ E) besteht aus vier verschiedenen Bauteilen:… weiter lesen
03.04.2010 von Peter Voßwinkel
“Hört endlich auf, weiterhin so zu bauen, wie Ihr baut! Es ist widernatürlich. In unseren Neubauvierteln wird mir speiübel — und nicht nur mir”, rief der Architekt Frei Otto bereits 1977 in einem Festvortrag seinen Kollegen zu. „Wo bleibt die Menschenliebe? Ich bewundere Architektur, doch ich habe die Häuser unserer Zeit hassen gelernt, selbst wenn sie perfekt geplant sein sollten. Wir bauen die Stadt und versteinern die Natur. Wir sind alle von der gleichen Krankheit befallen und haben noch nicht die Medizin dagegen.”
Er träumt von einem Super-Zelt in der Arktis, das einer ganzen Stadt Platz bietet, von gigantischen Luft-Fischen, die umweltfreundlich Menschen und Waren transportieren. Daß diese Visionen keine Wünschträume bleiben müssen, hat er mit Öko-Häusern, riesigen Zelt-Dächern und organisch entwickelten Hallen längst bewiesen: Frei Otto, der geniale Außenseiter der Architektur.

Im Rahmen unserer Architekturtheorie Reihe hier die… weiter lesen