27.06.2010 von Peter Voßwinkel
Der Tag der Architektur 2010 steht unter dem Motto “Horizonte”.

Auftakt am Schwedenkai
Das letzte Wochenende im Juni ist für Architekturbegeisterte inzwischen ein fester Veranstaltungstermin. Zum Tag der Architektur öffnen die Architektenkammern aller Bundesländer am 26. und 27. Juni die Türen zu herausragenden Gebäuden und neu gestalteten Naturlandschaften. Das diesjährige Motto lautet “Horizonte” – angelehnt an die Offenheit, Weite und Aufbruch symobolisiernde moderne Architektur.
Der bundesweite Auftakt zum Tag der Architektur fand am 25. Juni im neu erbauten Terminal am Kieler Schwedenkai statt. Das moderne Büro- und Terminalgebäude ist der Form eines Schiffes nachempfunden und soll so die Idee von Weite und Freiheit verkörpern. Neben dem Norwegen- und Ostseekai entsteht mit dem Schwedenkai die dritte kombinierte Terminalanlage, die sowohl Fähr- als auch Kreuzfahrtschiffe abfertigt. Auf den Büroetagen schaffen hohe Fensterelemente lichtdurchflutete Räume. Eine gläserne Doppelfassadenkonstruktion an den Längsseiten sorgt für eine natürliche Belüftung sowie Lärmschutz.
Neubau Büro- und… weiter lesen
25.06.2010 von Peter Voßwinkel
1. Konzept Tempelhof – Offenland
Mit der Öffnung des ehemaligen Flughafens entsteht eine neue Stadtlandschaft mit einer ganz besonderen Identität. Vor allem der offene, weite Charakter des Raumes ist in dieser Form einmalig in Berlin. Gleichzeitig zeigt sich eine große Vielfalt an Potentialen und Entwicklungsperspektiven. Die Offenheit von Tempelhof – als Raum wie auch als Prozess - wird somit zur Grundlage aller weiteren planerischen Überlegungen. In der Konzeption wird das Gebiet immer als ein Gesamtraum interpretiert, der sich jedoch in einzelnen Bereichen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickeln kann.

Zeitschichten – historisch und futuristisch
Gleich einem Palimpsest haben sich auf dem Flughafengelände historische Strukturen und Nutzungsspuren eingeschrieben. Sowohl die städtebauliche Konstellation wie auch Wegeführungen, Oberflächen und Einbauten sind authentische Zeugnisse Berliner Stadtgeschichte und als konsistente Zeitschichten ablesbar. Diese nun historisch gewordenen Fragmente werden zu großen Teilen respektiert und möglichst in ihrer Ursprungsform erhalten. Alle neu hinzugefügten Elemente sind dagegen als Ausdruck zukünftiger Nutzungen deutlich unterscheidbar, werden zur futuristischen Zeitschicht.
Nutzungen – Luftsprünge und Bodenverkehr… weiter lesen
23.06.2010 von Peter Voßwinkel
Präambel. Das Tempelhofer Feld ist in stadtzentraler Lage Bestandteil der südlichen Berliner Innenstadt und bildet zwischen den Berliner Bezirken Tempelhof-Schöneberg, Neukölln und letztlich Friedrichshain-Kreuzberg eine ca. 370ha große Raumspange zwischen den sehr unterschiedlich geprägten Milieus der angrenzenden Quartiere. Noch stellt sich das Gebiet als urbanes Vakuum, als ein Raum in Warteschleife dar, dessen alte Nutzung aufgehört hat und in den sich neue Strukturen erst zögernd abzeichnen.

An das Flugfeld als stadträumliche Schnittmenge werden hohe Erwartungen geknüpft. Der neue Park stellt daher nicht nur in räumlicher sondern insbesondere in sozio-kultureller Hinsicht für Berlin eine große Herausforderung und Chance in der aktuellen Stadtentwicklung dar. Allein aufgrund der mit der räumlichen Dimensionen einhergehenden Zeitspanne für die Entwicklung einer Parklandschaft des 21. Jahrhunderts, ist eine langfristige Entwicklungsstrategie, welche Pioniernutzungen als Generatoren und Initiatoren städtebaulicher Aktivität und als Werkzeug für die Entwicklung des Standortes einsetzt, von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des gesamten Entwicklungsprozesses.
Unabhängig von der langfristigen städtebaulichen Strukturierung durch Freiflächen und Bebauungsfelder wird das… weiter lesen
20.06.2010 von Peter Voßwinkel
Die Befindlichkeit des Landes Alles nur künftige Ruinen Material für die nächste Schicht Die neuen Tempel haben schon Risse künftige Ruinen einst wächst Gras auch über diese Stadt über ihrer letzten Schicht Einstürzende Neubauten, 2000

Berlins immanenter Charakter der Zerstörung und Wiederherstellung, Schichtung und menschlichen Koexistenz ist eine Metapher für die Zukunft der Stadt. Diese ethische Landschaft (Befindlichkeit) reflektiert einen Weg der Akzeptanz gegenüber dem Ausbleiben der wahrhaftigen Erzählung der Moderne und ist gleichzeitig eine Weigerung gegenüber der intellektuellen Dramaturgie der Postmoderne. So führt diese strukturelle Interpretation zur Hinzufügung und Überlagerung einer neuen, weiteren programmatischen Schicht in die Geografie des von vielen historischen Layern und Spuren geprägten Tempelhofer Feldes.
Das Tempelhofer Feld ist ein dicht angereicherter Ort, der die vielen Nutzungen der letzten Jahrhunderte widerspiegelt. Diese existierenden Strukturen ergeben zusammen mit dem neuen Layer im Zuge der Entstehung des Parks neue Oberflächen. Es entstehen neue Spuren, die wieder Geschichte werden. Die Geschichte ist… weiter lesen
18.06.2010 von Peter Voßwinkel
AIRpark BLN (Wettbewerb Parklandschaft Tempelhof – Auswahl für das Verhandlungsverfahren)
Der AIRpark ist kein richtiger Flughafen mehr; aber es ist auch noch nicht wirklich ein Park.

Der AIRpark ist etwas dazwischen; zwischen Airport und Park; zwischen Stadt und Landschaft. Vielleicht ist es eine Landstadt?
Aber vor allem ist der AIRpark eine Reise durch die Luft.
Der AIRpark ist …
> weniger als ein Flughafen da mann kein Flugzeug mehr besteigen kann und keinen Jetlag mehr bekommt.
< mehr als ein Flughafen da mann mehr als eine einzelne Reise antreten kann; in die Luft; in tiefergelegene Gärten und mann muss keinen (Sicherheits-)Anweisungen folgen.
> weniger als ein Park da es eine grosse offene Landschaft ist; aber bald werden die Gärten blühen.
< mehr als ein Park da mann dort soviel Spass haben kann und sehr viel Erleben kann und wenn mann aufmerksam ist kann mann viel über Nachhaltigkeit lernen; ausserdem bereichert er… weiter lesen
16.06.2010 von Peter Voßwinkel
Berlin. Aus dem Landschaftsarchitekten-Stadtplaner-Wettbewerb zur IGA Internationale-Garten- Ausstellung 2017 auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, dem Tempelhofer Feld, sind sechs Vorschläge zur weiteren Bearbeitung und Diskussion ausgewählt worden.

Die prämierten Entwürfen haben eine gemeinsame Haltung, lieber nichts zu gestalten. Innovation gleich Null!!
Man darf gespannt sein, ob bei den 78 eingereichten Konzepten nicht doch Vorschläge lauern, die neue Ideen zulassen für die eine Senatsjury keinen Mut aufbringt. Alle Wettbewerbsentwürfe werden am 28. und 29. August 2010 im Flughafengebäude Tempelhof ausgestellt.
Ein erstes Schlaglicht auf die prämierten Vorschläge:
1. “Interessanterweise braucht Berlin eigentlich keinen weiteren Park und doch haben wir hier eine städtische Freifläche, die verzweifelt nach einem Programm sucht…größer als alle Berliner Parks zusammen. Vielleicht ist die beste Lösung das Konzept eines Parks vom Programm zu befreien!”

2. “Das ehemalige (und künftige) Flugfeld wird auch in Zukunft als ein weiter, offener Raum definiert, das Thema des Fliegens – ob als… weiter lesen