20.07.2010 von Peter Voßwinkel

Der holländische Designer Bam Geenen hat einen Stuhl entworfen, der hängende Ketten verwendet, um seine Form zu bestimmen.

Der Gaudi-Stuhl wird aus einer carbon-Faser gemacht und mit einer Glas-Nylon-Rippen-Struktur verstärkt.

Das Konzept beruht auf einer Modelliermethode des spanischen Architekten Antonio Gaudí der zur optimalen Kraftverteilung hängende Ketten benutzte und diese Designbögen dann umstülpte um somit eine filigrane Konstruktion zu erhalten.

Inzwischen wurde eine Berechnungs-Software geschrieben um solche Formen auch direkt berechnen zu können. Diese beruhte auf drei Schritten: Erstens der Verlauf von Kräften über die Oberfläche des Stuhls. Zweitens definierte die Richtung der Kräfte die Richtung der Rippen. Schließlich gibt die Größe der Kraft die Höhe einer Rippe an.

Materialien und Techniken wurden gewählt, um einen Leichtgewichtsstuhl zu schaffen. Das Projekt erforscht, wie neuer Technologien auf einfachen, logischen Konzepten beruhen kann. In diesem Fall ein Konzept, das bewiesen hat, dass Kraft und Schönheit seit mehr… weiter lesen
10.04.2010 von Peter Voßwinkel
MARTa steht für “Möbel – Art – Ambiente”. Ein ungewöhnlicher Name für ein Museum, in dem die Grenzen von zeitgenössischer Kunst und modernem Design erkundet und überschritten werden sollen. Im Mittelpunkt sollen hierbei die Kunst des 21. Jahrhunderts sowie aktuelle Tendenzen des Möbel-Design stehen.

Entworfen wurde das Museum vom kanadisch-amerikanischen Architekten Frank Gehry, Los Angeles. Ausführendes Architekturbüro vor Ort war Archimedes, Bad Oeynhausen das bereits mehrere Bauten von Gehry realisierte.

Gehrys Gebäude realisieren einen radikalen Bruch mit den Traditionen der Moderne. Die skulpturalen Aspekte seiner Bauten schaffen einen direkten Dialog mit der bildenden Kunst. Sein dekonstruktivistischer Baustil, der seit Jahrzehnten internationale Maßstäbe setzt, ist von Philosophie und Naturwissenschaften, skulpturaler Kunst und Design inspiriert.

Dabei entsteht jedes Bauwerk in Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Standort: Der regionaltypisch verklinkerte und von einem Edelstahldach wellenförmig bedeckte Komplex des MARTa Herford (52° 7′ 15.53″ N, 8° 40′ 5.97″ E) besteht aus vier verschiedenen Bauteilen:… weiter lesen
04.03.2010 von Peter Voßwinkel
Im norwegischen Trondheim wurde von Haugen/Zohar Architekten eine wunderbare Feuerstelle entworfen und gebaut, die einen Raum für das Feuer und die Erzählkunst spielend miteinander verbinden.

Das Design beruht auf kurzen Holzstücken, angelehnt an die norwegischen Rasen-Hütten und den alten Klotz-Aufbau. Die Struktur wird aus 80-geschichteten Kreisen gebildet. Die Radien und die Bezugsmittelpunkte verschieben sich jeweils, so dass diese fließende Schornstein-Wirkung entsteht. Die aufgeschichteten Kiefer-Stücke sind vertikal mit Eiche-Separatoren auf Abstand gehalten, um die Schornstein-Wirkung zu erzielen und natürliches Licht zu sichern.







15.02.2010 von Peter Voßwinkel
Die Autofirma Aston Martin und die Architektengesellschaft Foster + Partner haben mit ihrem gemeinsamen Design einen Wettbewerb für den Neuen London Bus gewonnen.

Das Design schließt ein Glasdach mit Sonnenzellen ein, um Energie zu erzeugen und die innere Temperatur zu kontrollieren.

Mit dem Konzept sollen die vorgefassten Meinungen zum üblichen Busdesign aufgebrochen werden. Der neue Bus soll umweltschonend, leicht zugänglich und gesellig sein, sowie das viel-geliebte Symbol Londons für das moderne Zeitalter neuerfinden.

Nach einer intensiven Forschungsperiode, in der die Meinung von Passagieren, Fahrern und Leitern, eingeholt wurde, entstand das innovative Konzept.

So wie ein Auto oder ein Gebäude entwickelte sich das Design als Antwort auf die Bedürfnisse nach seinen Benutzern. Das Lay-Out, die Beleuchtung und die Holzböden werden konzipiert, um einen Geist der Wärme und Gemeinschaft zu fördern. Die Einordnung der Decks wird durch die Bequemlichkeit gesteuert, und besondere Rücksicht wird der Auswahl der wieder… weiter lesen