Archive for the ‘Landschaftsarchitektur’ Category

20.06.2010 von Peter Voßwinkel
blogavatar

Parklandschaft Tempelhof 2: Delaney-Algorythmus

von Peter Voßwinkel

Die Befindlichkeit des Landes Alles nur künftige Ruinen Material für die nächste Schicht Die neuen Tempel haben schon Risse künftige Ruinen einst wächst Gras auch über diese Stadt über ihrer letzten Schicht Einstürzende Neubauten, 2000

Berlins immanenter Charakter der Zerstörung und Wiederherstellung, Schichtung und menschlichen Koexistenz ist eine Metapher für die Zukunft der Stadt. Diese ethische Landschaft (Befindlichkeit) reflektiert einen Weg der Akzeptanz gegenüber dem Ausbleiben der wahrhaftigen Erzählung der Moderne und ist gleichzeitig eine Weigerung gegenüber der intellektuellen Dramaturgie der Postmoderne. So führt diese strukturelle Interpretation zur Hinzufügung und Überlagerung einer neuen, weiteren programmatischen Schicht in die Geografie des von vielen historischen Layern und Spuren geprägten Tempelhofer Feldes.

Das Tempelhofer Feld ist ein dicht angereicherter Ort, der die vielen Nutzungen der letzten Jahrhunderte widerspiegelt. Diese existierenden Strukturen ergeben zusammen mit dem neuen Layer im Zuge der Entstehung des Parks neue Oberflächen. Es entstehen neue Spuren, die wieder Geschichte werden. Die Geschichte ist… weiter lesen

18.06.2010 von Peter Voßwinkel
blogavatar

Parklandschaft Tempelhof 1: AIRpark

von Peter Voßwinkel

AIRpark BLN (Wettbewerb Parklandschaft Tempelhof – Auswahl für das Verhandlungsverfahren)

Der AIRpark ist kein richtiger Flughafen mehr; aber es ist auch noch nicht wirklich ein Park.

Der AIRpark ist etwas dazwischen; zwischen Airport und Park; zwischen Stadt und Landschaft. Vielleicht ist es eine Landstadt?

Aber vor allem ist der AIRpark eine Reise durch die Luft.

Der AIRpark ist …

> weniger als ein Flughafen da mann kein Flugzeug mehr besteigen kann und keinen Jetlag mehr bekommt.

< mehr als ein Flughafen da mann mehr als eine einzelne Reise antreten kann; in die Luft; in tiefergelegene Gärten und mann muss keinen (Sicherheits-)Anweisungen folgen.

> weniger als ein Park da es eine grosse offene Landschaft ist; aber bald werden die Gärten blühen.

< mehr als ein Park da mann dort soviel Spass haben kann und sehr viel Erleben kann und wenn mann aufmerksam ist kann mann viel über Nachhaltigkeit lernen; ausserdem bereichert er… weiter lesen

16.06.2010 von Peter Voßwinkel
blogavatar

Tempelhofer Feld: Nichts als Leere

von Peter Voßwinkel

Berlin. Aus dem Landschaftsarchitekten-Stadtplaner-Wettbewerb zur IGA Internationale-Garten- Ausstellung 2017 auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, dem Tempelhofer Feld, sind sechs Vorschläge zur weiteren Bearbeitung und Diskussion ausgewählt worden.

Die prämierten Entwürfen haben eine gemeinsame Haltung, lieber nichts zu gestalten. Innovation gleich Null!!

Man darf gespannt sein, ob bei den 78 eingereichten Konzepten nicht doch Vorschläge lauern, die neue Ideen zulassen für die eine Senatsjury keinen Mut aufbringt. Alle Wettbewerbsentwürfe werden am 28. und 29. August 2010 im Flughafengebäude Tempelhof ausgestellt.

Ein erstes Schlaglicht auf die prämierten Vorschläge:

1. “Interessanterweise braucht Berlin eigentlich keinen weiteren Park und doch haben wir hier eine städtische Freifläche, die verzweifelt nach einem Programm sucht…größer als alle Berliner Parks zusammen. Vielleicht ist die beste Lösung das Konzept eines Parks vom Programm zu befreien!”

2. “Das ehemalige (und künftige) Flugfeld wird auch in Zukunft als ein weiter, offener Raum definiert, das Thema des Fliegens – ob als… weiter lesen

14.03.2010 von Peter Voßwinkel
blogavatar

Blütenfülle statt Winterfrust

von Peter Voßwinkel

Wann hatten wir einen vergleichbar strengen und langen Winter wie diesen? 1996 auf 1997 war es bitterkalt, dann folgten über zehn Jahre milder Winterdümpelei, bis uns der Winter 2008 / 2009 eiskalt erwischte.

Dies war doch sicherlich eine Ausnahme, ja fast ein Versehen, leben wir doch in einer Region in der die winterlichen Temperaturen im Durchschnitt minus 9,5 bis minus 12,2 Grad Celsius nicht unterschreiten.

Mit fast zwanzig Minusgraden im Januar 2009 dachte man alles erlebt zu haben, was ein mitteleuropäischer Winter zu bieten hat. Doch auch in dieser Wintersaison zeigten uns erneut Dezember, Januar und Februar die kalte Schulter.

Die schneereiche Winteridylle war streckenweise märchenhaft, doch mit Erstaunen stellten nicht nur gartenbegeisterte Menschen fest, dass sich der Schnee hielt und hielt und hielt…

Vor etwa zwei Wochen schmolz die weiße Pracht dahin und entblößte grau-braune Landschaften, die nicht wirklich… weiter lesen