17.07.2012 von Peter Voßwinkel
Die britischen Landschafts-Architekten von Grant Associates haben zusammen mit den Londoner Architekten von Wilkinson Eyre einen enormen tropischen Garten in Singapur vollendet, der mit baumähnlichen Türmen, Gewächshäusern in der Form einer Schale und einem 30 Meter hohen künstlichen Wasserfall gefüllt ist.

Bay South ist der erste und größte von drei gestalteten Gärten, die einmal 100-Hektar an der Bucht umfassen werden, die auf dem zurückgewonnen Land neben dem Jachthafen in der Innenstadt Singapurs liegen.

Achtzehn ‘Superbaum’-Strukturen, die 50 Meter in die Höhe ragen, sind bepflanzt mit Tausenden von Pflanzenarten, die in ihrer Struktur ähnlich sind. Sie werden durch 20 Meter lange Brücken verbunden, und in der Höchsten gibt es eine Bar.

Jeder Superbaum enthält Regenwasserzisternen und Pumpen, die sowohl die Superbäume selbst und auch die zwei riesigen Gewächshäuser neben ihnen abkühlen.

Das Projekt ist ein integraler Bestandteil von Singapurs “Stadt in einem Garten” Vision, entworfen, um das Profil der… weiter lesen
21.03.2011 von Peter Voßwinkel
Das Guangzhou Opernhaus entworfen durch Zaha Hadid Architects hat in der Provinz Guangdong, China geöffnet.

Wie zwei Kieselsteine in einem durch die Erosion geglätteten Strom sitzt das Guangzhou Opernhaus in vollkommener Harmonie mit seiner Uferposition.

Das Hauptauditorium mit seinen 1.800 Sitzplätzen wird durch geformte Glasfiber-Gips-Tafeln liniert, um eine gefaltete, fließende Oberfläche zu schaffen.

Das Auditorium des Opernhauses nimmt die letzte akustische Technologie auf, und der kleinere 400-Sitze-Mehrfunktionssaal wurde für die Leistungskunst, Oper und Konzerte in Kreisform entworfen.

Das Design entwickelte sich aus den Konzepten einer natürlichen Landschaft und des faszinierenden Wechselspiels zwischen Architektur und Natur; die sich mit den Grundsätzen der Erosion, Geologie und Topografie beschäftigt.

Das Guangzhou Opernhausdesign ist besonders unter Einfluss der Flusstäler und Wege entstanden, die durch die Erosion umgestaltet wurden.

Gefaltete Linien in dieser Landschaft definieren Gebiete und Zonen innerhalb des Opernhauses, dramatische Innen- und Außenfelsschluchten für den Umlauf, schneiden… weiter lesen
01.01.2011 von Peter Voßwinkel

Das letzte Projekt des offenherzigen Gehry, das kürzlich vollendete Zentrum für Gehirngesundheit in Las Vegas.

Das Forschungszentrum für degenerative Gehirnkrankheiten wird in zwei getrennte durch einen Hof verbundene Gebäude geteilt.

Die ersten Formen sind ein Durcheinander von herabfallenden Kreisbögen aus rostfreiem Stahl mit Hausereignis-Räumen.

Das zweite Gebäude enthält Kliniken und Forschungseinrichtungen bestehend aus weißen aufgeschoberten Kästen, die der Bewahrung des Gedächtnisses gewidmet sind.

Gehry manipuliert geschickt Raum und Materialien, um atemberaubende Strukturen zu schaffen, die die Einbildungskraft fesseln.

Die Gehry-Mannschaften haben ein architektonisches Meisterwerk geschaffen. Gehry wollte einen denkwürdigen Platz in Las Vegas schaffen.

Gehry stellt viel von seinem eigenen Herzen ins Gebäude, und beglaubigt eine persönliche Verbindung.

09.10.2010 von Peter Voßwinkel
Eines der weitgehendsten Konzepte für den zukünftigen Tempelhof Park entwickelte die Architektengruppe citégaudi – organische architektur und gestaltung, Berlin.

Leitidee
„Aufbruch in die ökologische Stadt der Zukunft“ ist das Leitmotiv der vorliegenden Arbeit. Die Verfasser schlagen für das Areal einen „prozesshaften Verlauf auf Basis einer prinzipiellen ökologischen Stadtentwicklung unter Einbeziehung demokratischer Prozesse“ vor. Grundgedanke ist, dass „Städte als Ganzes nicht perfekt planbar sind“. Entsprechend zeigt die Wettbewerbsarbeit vornehmlich eine „prozessuale Vielfalt fragmentarisch“ auf. Unter „Energieoptimiertem Bauen“ verstehen die Verfasser eine ökologische Baukunst, die sowohl energie- als auch materialsparend ausgerichtet, menschenwürdig, kindgerecht ist und das „Einswerden von Mensch und Natur als Ganzes fördert“. Mit der Bewegung „Ecological Transition Town Movement“ liegen hierfür konkrete Handlungsansätze vor.
Für die IGA 2017 empfiehlt citégaudi die Inszenierung des besonderen Themas:

Aufbruch in die ökologische Stadt der Zukunft!

Ecological Transition Town Movement – Tempelhof Park
- angewandte ökologische Stadtbegrünung
- urbane Energiesysteme
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19.04.2010 von Peter Voßwinkel
Frei Otto träumt von einem Super-Zelt in der Arktis, das einer ganzen Stadt Platz bietet, von gigantischen Luft-Fischen, die umweltfreundlich Menschen und Waren transportieren. Daß diese Visionen keine Wünschträume bleiben müssen, hat er mit Öko-Häusern, riesigen Zelt-Dächern und organisch entwickelten Hallen längst bewiesen.

Im Rahmen unserer Architekturtheorie Reihe hier die Anforderungen an eine Architektur der Zukunft von Frei Otto, Teil 2. Diese Dokumentation basiert auf einem vor etwa 10 Jahren verfassten Text, den Frei Otto der Berliner Scharoun-Gesellschaft anlässlich eines Vortrages zur Verfügung stellte. Nach diesen Aussagen ist es notwendig, verstärkt architektonische Lösungen zu finden, bei denen wirklich der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Planungen steht. Auch das Umsetzen des Wesens der Bauaufgabe gehört ebenso zum Entwurfsprozess wie die Berücksichtigung ökologischer Belange. Seine Anforderungen widersprechen damit grundsätzlich dem Konzept des kürzlich präsentierten
Parametrismus.
“Größten Einfluss auf die Architektur der kommenden Jahre werden Schlagworte haben. Nach dem… weiter lesen
19.04.2010 von Peter Voßwinkel
Frei Otto träumt von einem Super-Zelt in der Arktis, das einer ganzen Stadt Platz bietet, von gigantischen Luft-Fischen, die umweltfreundlich Menschen und Waren transportieren. Daß diese Visionen keine Wünschträume bleiben müssen, hat er mit Öko-Häusern, riesigen Zelt-Dächern und organisch entwickelten Hallen längst bewiesen.

Im Rahmen unserer Architekturtheorie Reihe hier die Anforderungen an eine Architektur der Zukunft von Frei Otto, Teil 2. Diese Dokumentation basiert auf einem vor etwa 10 Jahren verfassten Text, den Frei Otto der Berliner Scharoun-Gesellschaft anlässlich eines Vortrages zur Verfügung stellte. Nach diesen Aussagen ist es notwendig, verstärkt architektonische Lösungen zu finden, bei denen wirklich der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Planungen steht. Auch das Umsetzen des Wesens der Bauaufgabe gehört ebenso zum Entwurfsprozess wie die Berücksichtigung ökologischer Belange. Seine Anforderungen widersprechen damit grundsätzlich dem Konzept des kürzlich präsentierten
Parametrismus.
“Größten Einfluss auf die Architektur der kommenden Jahre werden Schlagworte haben. Nach dem zweiten… weiter lesen
03.04.2010 von Peter Voßwinkel
“Hört endlich auf, weiterhin so zu bauen, wie Ihr baut! Es ist widernatürlich. In unseren Neubauvierteln wird mir speiübel — und nicht nur mir”, rief der Architekt Frei Otto bereits 1977 in einem Festvortrag seinen Kollegen zu. „Wo bleibt die Menschenliebe? Ich bewundere Architektur, doch ich habe die Häuser unserer Zeit hassen gelernt, selbst wenn sie perfekt geplant sein sollten. Wir bauen die Stadt und versteinern die Natur. Wir sind alle von der gleichen Krankheit befallen und haben noch nicht die Medizin dagegen.”
Er träumt von einem Super-Zelt in der Arktis, das einer ganzen Stadt Platz bietet, von gigantischen Luft-Fischen, die umweltfreundlich Menschen und Waren transportieren. Daß diese Visionen keine Wünschträume bleiben müssen, hat er mit Öko-Häusern, riesigen Zelt-Dächern und organisch entwickelten Hallen längst bewiesen: Frei Otto, der geniale Außenseiter der Architektur.

Im Rahmen unserer Architekturtheorie Reihe hier die… weiter lesen