Posts Tagged ‘Tempelhofer Feld’

17.04.2011 von Peter Voßwinkel
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Tempelhof: Der Park als Weide des zeitgenössischen Stadtbürgers

von Peter Voßwinkel

Die Ergebnisse des Wettbewerbs zur Parklandschaft Tempelhof wurden jetzt vorgestellt.

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer: “Der gestalterische Entwurf, den wir heute vorstellen, berücksichtigt das Leitbild der Tempelhofer Freiheit – Bildung, Integration, ressourcenschonendes Wirtschaften, Innovation, Freizeit und Gesundheit – sehr gut und schafft Orte zur Umsetzung dieser thematischen Schwerpunkte im Park. Zusätzlich haben wir in einem sehr aufwändigen und breiten Verfahren das Wissen und die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger Berlins und die Kompetenz von Verwaltung und Landschaftsplanung in die Gestaltungsvorgaben einfließen lassen. Dieser Entwurf ist ein hervorragender Beitrag zur Gesamtentwicklung der Tempelhofer Freiheit. Im Tempelhofer Park wird Platz für alle Aspekte modernen städtischen Lebens sein und er wird sich zu einem Modell der Stadtgestaltung des 21. Jahrhunderts entwickeln.“

Die Wettbewerbsjury  hat sich einstimmig für den von „gross.max. Landschaftsarchitekten“ und „Sutherland Hussey Architekten“ vorgelegten Entwurf entschieden. In der Begründung heißt es: „Der Entwurf wird den Erwartungen, die an diesen geschichtsbehafteten Ort… weiter lesen

09.10.2010 von Peter Voßwinkel
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Aufbruch in die ökologische Stadt der Zukunft?

von Peter Voßwinkel

Eines der weitgehendsten Konzepte für den zukünftigen Tempelhof Park entwickelte die Architektengruppe citégaudi – organische architektur und gestaltung, Berlin.

Leitidee

„Aufbruch in die ökologische Stadt der Zukunft“ ist das Leitmotiv der vorliegenden Arbeit. Die Verfasser schlagen für das Areal einen „prozesshaften Verlauf auf Basis einer prinzipiellen ökologischen Stadtentwicklung unter Einbeziehung demokratischer Prozesse“ vor. Grundgedanke ist, dass „Städte als Ganzes nicht perfekt planbar sind“. Entsprechend zeigt die Wettbewerbsarbeit vornehmlich eine „prozessuale Vielfalt fragmentarisch“ auf. Unter „Energieoptimiertem Bauen“ verstehen die Verfasser eine ökologische Baukunst, die sowohl energie- als auch materialsparend ausgerichtet, menschenwürdig, kindgerecht ist und das „Einswerden von Mensch und Natur als Ganzes fördert“. Mit der Bewegung „Ecological Transition Town Movement“ liegen hierfür konkrete Handlungsansätze vor.

Für die IGA 2017 empfiehlt citégaudi die  Inszenierung des besonderen Themas:

Aufbruch in die ökologische Stadt der Zukunft!

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Ecological Transition Town Movement – Tempelhof Park

  • angewandte ökologische Stadtbegrünung
  • urbane Energiesysteme

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21.09.2010 von Peter Voßwinkel
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Tempelhofer Feld: Ödland mit System?

von Peter Voßwinkel

Das derzeitige Ödland mit seinen Kerosin verseuchten Flächen, von manchen bereits euphorisch, ob der großen Weite, als Park bezeichnet, war bereits mehrfach Gegenstand von Expertenuntersuchungen. Zuletzt versuchten sich Landschaftsarchitekten und Stadtplaner an der etwa 320 ha Fläche.

Die Ergebnisse des weltweit ausgelobten Wettbewerbs wurden jetzt in einer Garage des ehemaligen Flughafens der Öffentlichkeit vorgestellt. Vielen Ausstellungsbesuchern stand das pure Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Einerseits offenbarte die Ausstellung eine selten erlebte Phantasie- und Orientierungslosigkeit der Landschaftsarchitektenwelt (am besten macht man etwas wenn man nichts macht), andererseits überraschte die Art und Weise der Wettbewerbspräsentation in einer schwer zu findenden Flughafengarage. Die Präsentationstechnik in schmalen Gängen erinnerte eher an eine Archivverwaltung, als an eine impulsgebende Ausstellungspräsentation für eine gewünschte Bürgerbeteiligung.

Der Laie staunte und die Fachleute wunderten sich. Im Grunde war bereits die Wettbewerbs-Ausschreibung so angelegt, dass die Natur in komplett ungestalteter Weise die Freiflächen erobern soll. Die Armut fördert eine… weiter lesen

02.07.2010 von Peter Voßwinkel
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Parklandschaft Tempelhof 5: Body + Soil

von Peter Voßwinkel

F: Kunst und Charakter der Parkgestaltung am Beginn des 21. Jahrhunderts verlangt nach einem fundamentalen Wechsel in der Herangehensweise. Die Wettbewerbsausschreibung erwähnt Prozessorientierung und Events. Sie stellt vorgefundene Ansichten in Frage und eröffnet neue Perspektiven…Wer hat Angst vor der urbanen Leere?

A: Letztendlich heisst die Aufgabe: Mehr Park für weniger Geld! Nach all diesen Jahren müssen Landschaftsarchitekten immer noch den großen Befreiungsschlag meistern…Wir bevorzugen ein fesselndes Schauspiel von Houdini einer Wiederholung von “Des Kaisers neue Kleider”!

F: Aber Houdini war ein Illusionist und Entfesselungskünstler?

A: Ha-Ha; genau wie wir!

F: Wie aber reagieren Sie auf die Wettbewerbsaufgabe?

A: Es gibt da einen gewissen Widerspruch: zum einen Flexibilität und prozessurale Entwicklungen zulassen, zum anderen das Verlangen nach einem klaren räumlichen Rahmen. Unser Entwurf etabliert eine neue dynamische Figur, die den gesamten Ort umfasst. Klarheit, das Ziel von vollendeter Bildung! Der Park sollte auch ein geistiges Bild darstellen, ein Emblem für… weiter lesen

25.06.2010 von Peter Voßwinkel
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Parklandschaft Tempelhof 4: Offenland

von Peter Voßwinkel

1. Konzept Tempelhof – Offenland

Mit der Öffnung des ehemaligen Flughafens entsteht eine neue Stadtlandschaft mit einer ganz besonderen Identität. Vor allem der offene, weite Charakter des Raumes ist in dieser Form einmalig in Berlin. Gleichzeitig zeigt sich eine große Vielfalt an Potentialen und Entwicklungsperspektiven. Die Offenheit von Tempelhof – als Raum wie auch als Prozess - wird somit zur Grundlage aller weiteren planerischen Überlegungen. In der Konzeption wird das Gebiet immer als ein Gesamtraum interpretiert, der sich jedoch in einzelnen Bereichen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickeln kann.

Zeitschichten – historisch und futuristisch

Gleich einem Palimpsest haben sich auf dem Flughafengelände historische Strukturen und Nutzungsspuren eingeschrieben. Sowohl die städtebauliche Konstellation wie auch Wegeführungen, Oberflächen und Einbauten sind authentische Zeugnisse Berliner Stadtgeschichte und als konsistente Zeitschichten ablesbar. Diese nun historisch gewordenen Fragmente werden zu großen Teilen respektiert und möglichst in ihrer Ursprungsform erhalten. Alle neu hinzugefügten Elemente sind dagegen als Ausdruck zukünftiger Nutzungen deutlich unterscheidbar, werden zur futuristischen Zeitschicht.

Nutzungen – Luftsprünge und Bodenverkehrweiter lesen

23.06.2010 von Peter Voßwinkel
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Parklandschaft Tempelhof 3: Erinnerung und Identität

von Peter Voßwinkel

Präambel. Das Tempelhofer Feld ist in stadtzentraler Lage Bestandteil der südlichen Berliner Innenstadt und bildet zwischen den Berliner Bezirken Tempelhof-Schöneberg, Neukölln und letztlich Friedrichshain-Kreuzberg eine ca. 370ha große Raumspange zwischen den sehr unterschiedlich geprägten Milieus der angrenzenden Quartiere. Noch stellt sich das Gebiet als urbanes Vakuum, als ein Raum in Warteschleife dar, dessen alte Nutzung aufgehört hat und in den sich neue Strukturen erst zögernd abzeichnen.

An das Flugfeld als stadträumliche Schnittmenge werden hohe Erwartungen geknüpft. Der neue Park stellt daher nicht nur in räumlicher sondern insbesondere in sozio-kultureller Hinsicht für Berlin eine große Herausforderung und Chance in der aktuellen Stadtentwicklung dar. Allein aufgrund der mit der räumlichen Dimensionen einhergehenden Zeitspanne für die Entwicklung einer Parklandschaft des 21. Jahrhunderts, ist eine langfristige Entwicklungsstrategie, welche Pioniernutzungen als Generatoren und Initiatoren städtebaulicher Aktivität und als Werkzeug für die Entwicklung des Standortes einsetzt, von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des gesamten Entwicklungsprozesses.

Unabhängig von der langfristigen städtebaulichen Strukturierung durch Freiflächen und Bebauungsfelder wird das… weiter lesen

20.06.2010 von Peter Voßwinkel
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Parklandschaft Tempelhof 2: Delaney-Algorythmus

von Peter Voßwinkel

Die Befindlichkeit des Landes Alles nur künftige Ruinen Material für die nächste Schicht Die neuen Tempel haben schon Risse künftige Ruinen einst wächst Gras auch über diese Stadt über ihrer letzten Schicht Einstürzende Neubauten, 2000

Berlins immanenter Charakter der Zerstörung und Wiederherstellung, Schichtung und menschlichen Koexistenz ist eine Metapher für die Zukunft der Stadt. Diese ethische Landschaft (Befindlichkeit) reflektiert einen Weg der Akzeptanz gegenüber dem Ausbleiben der wahrhaftigen Erzählung der Moderne und ist gleichzeitig eine Weigerung gegenüber der intellektuellen Dramaturgie der Postmoderne. So führt diese strukturelle Interpretation zur Hinzufügung und Überlagerung einer neuen, weiteren programmatischen Schicht in die Geografie des von vielen historischen Layern und Spuren geprägten Tempelhofer Feldes.

Das Tempelhofer Feld ist ein dicht angereicherter Ort, der die vielen Nutzungen der letzten Jahrhunderte widerspiegelt. Diese existierenden Strukturen ergeben zusammen mit dem neuen Layer im Zuge der Entstehung des Parks neue Oberflächen. Es entstehen neue Spuren, die wieder Geschichte werden. Die Geschichte ist… weiter lesen

18.06.2010 von Peter Voßwinkel
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Parklandschaft Tempelhof 1: AIRpark

von Peter Voßwinkel

AIRpark BLN (Wettbewerb Parklandschaft Tempelhof – Auswahl für das Verhandlungsverfahren)

Der AIRpark ist kein richtiger Flughafen mehr; aber es ist auch noch nicht wirklich ein Park.

Der AIRpark ist etwas dazwischen; zwischen Airport und Park; zwischen Stadt und Landschaft. Vielleicht ist es eine Landstadt?

Aber vor allem ist der AIRpark eine Reise durch die Luft.

Der AIRpark ist …

> weniger als ein Flughafen da mann kein Flugzeug mehr besteigen kann und keinen Jetlag mehr bekommt.

< mehr als ein Flughafen da mann mehr als eine einzelne Reise antreten kann; in die Luft; in tiefergelegene Gärten und mann muss keinen (Sicherheits-)Anweisungen folgen.

> weniger als ein Park da es eine grosse offene Landschaft ist; aber bald werden die Gärten blühen.

< mehr als ein Park da mann dort soviel Spass haben kann und sehr viel Erleben kann und wenn mann aufmerksam ist kann mann viel über Nachhaltigkeit lernen; ausserdem bereichert er… weiter lesen

16.06.2010 von Peter Voßwinkel
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Tempelhofer Feld: Nichts als Leere

von Peter Voßwinkel

Berlin. Aus dem Landschaftsarchitekten-Stadtplaner-Wettbewerb zur IGA Internationale-Garten- Ausstellung 2017 auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, dem Tempelhofer Feld, sind sechs Vorschläge zur weiteren Bearbeitung und Diskussion ausgewählt worden.

Die prämierten Entwürfen haben eine gemeinsame Haltung, lieber nichts zu gestalten. Innovation gleich Null!!

Man darf gespannt sein, ob bei den 78 eingereichten Konzepten nicht doch Vorschläge lauern, die neue Ideen zulassen für die eine Senatsjury keinen Mut aufbringt. Alle Wettbewerbsentwürfe werden am 28. und 29. August 2010 im Flughafengebäude Tempelhof ausgestellt.

Ein erstes Schlaglicht auf die prämierten Vorschläge:

1. “Interessanterweise braucht Berlin eigentlich keinen weiteren Park und doch haben wir hier eine städtische Freifläche, die verzweifelt nach einem Programm sucht…größer als alle Berliner Parks zusammen. Vielleicht ist die beste Lösung das Konzept eines Parks vom Programm zu befreien!”

2. “Das ehemalige (und künftige) Flugfeld wird auch in Zukunft als ein weiter, offener Raum definiert, das Thema des Fliegens – ob als… weiter lesen