22.02.2012
Aus aller Welt
Das Gericht in Dordrecht will eine junge Schwangere nicht vor ihrer Familie schuetzen, obwohl die Jugenamt befuerchtet, dass ihre Verwandten ihre Abtreibung auferzwingen wollen. Motiv: sogenannte Ehrenrache.
Die Behörden wollten sie an einem geheimen Ort wenigstens so lang verstecken, bis das Kind geboren ist. Der Richter sagte, dass der Fötus mindestens 24 Wochen alt sein muesse.
Jetzt befürchten die Behörden, dass das ungeborene Kind mit Tritten oder einer anderen Gewalt-Methode entfernt werde.
22.02.2012
Aus aller Welt
Es ist schwer bis unmöglich sich ein Bild zu machen, was in Syrien derzeit los ist. Ausländische Journalisten können sich nicht frei im Land bewegen. Die Berichterstattung hängt zum großen Teil davon ab, was die Aufständischen selbst filmen und nach Draußen schmuggeln.
Es gibt viele kaum bekannte Helden dieser gefährlichen Dokumentationsarbeit. Einer von ihnen war Rami al-Sayed, der sein Leben dafür riskiert hat, auf seinem Youtube-Kanal Syriapioneer der Welt zu zeigen, was in Syrien und in seiner Heimatstadt Homs passiert. Seine Videos wurden immer wieder von großen Fernsehsendern wie BBC oder Al-Jazeeera ausgestrahlt
Am Dienstag kam er bei einem Granatbeschuss der syrischen Armee selbst ums Leben. Er hat dieses Ende vorausgesehen. In diesem Video spricht er während der ersten Angriffe auf Homs und erklärt, dass er jederzeit erwartet selbst zu sterben.
Hier eines seiner mutigen Videos in dem er die Angriffe dokumentiert hat.… weiter lesen
22.02.2012
Aus aller Welt
Ein bedauerlicher Irrtum? Eine Ironie der Geschichte? Oder doch mehr als ein Zufall? Noch immer streiten sich manche Gelehrte, ob der amerikanische Kontinent seinen Namen zu Recht nach Amerigo Vespucci (1451-1512) trägt – jenem Kaufmann und Seefahrer, der heute vor 500 Jahren gestorben ist.
Fest steht: Wie sich die Europäer in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts die “Neue Welt” vorstellten, geht maßgeblich auf die in vielen Variationen erschienenen Reiseberichte Vespuccis zurück.
1507 veröffentlichte der Freiburger Kartograf Martin Waldseemüller seine Weltkarte, auf der sich zum ersten Mal die Bezeichnung “America” findet – dort, wo heute Brasilien liegt. Begleitet wurde die kunstvoll gestaltete Weltkarte von 2,28 mal 1,25 Metern Größe von einer Einführung in die neue Weltkunde des Entdeckungszeitalters und einer kleinen Globus-Segmentkarte. Die gedruckten Einzelteile ergaben – ausgeschnitten und auf eine Holzkugel geklebt – einen Globus.

Waldseemüller und sein Kollege Matthias Ringmann begründen in dieser… weiter lesen
20.02.2012
Aus aller Welt
Es mehren sich die Mutmaßungen und Gerüchte über Kongos Präsident Joseph Kabila, der seit seiner höchst umstrittenen Wiedereinführung ins Amt des Präsidenten am 20. Dezember 2011 nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten ist. Diverse Gerüchte zirkulierten in jüngster Zeit: Er sei auf einer Farm in Katanga; er sei in Behandlung im Ausland. Fest steht, daß er sich immer wieder in der Öffentlichkeit vertreten läßt, zum Beispiel bei der jüngst erfolgten Offenlegung seiner persönlichen Besitztümer, wie es für gewählte Amtsträger im Kongo Pflicht ist; dies unternahm ein Parteifreund an seiner Stelle.
Jetzt meldet der gewöhnlich bestens informierte Nachrichtenbrief “Africa Intelligence”, Kabila sei tatsächlich krank. Hier der Wortlaut:
“Nach Informationen aus dem engsten Kreis des Präsidenten war der Staatschef Mitte Januar Opfer eines leichten Gehirnschlags. Er sei in Katanga von südafrikanischen Teams behandelt und dann zur Genesung nach Kinshasa zurückgebracht worden. Dies würde seine Abwesenheit bei Anlässen in den letzten Wochen erklären,… weiter lesen
16.02.2012
Aus aller Welt
Ein Geisteskrankheit hat unsere Welt befallen: die Herrschaft der bunten Gratisnichtigkeiten, aufgestapelt in jeder U-Bahn-Station, ausgehängt auf der Straße zur freien Entnahme an Sonn- und Feiertagen, stündlich, ja minütlich online aktualisiert, … und man muss sich erst stundenlang müde laufen, um noch geheimnisvolle Namen auf den Straßenschildern Wiens zu entdecken.
Diesen historischen Tiefstand des Humors und der Fantasie, diese Färbung und Formung der Welt mit geräuschvollen Sendungen von Nichts immer schwerer an seiner Schreibtischkante ertragend verstarb letzte Woche der österreichische Lyriker und Begründer der ersten europäischen Poetenschule Christian Ide Hintze im 59. Lebensjahr.
Als mir Ide zum ersten Mal begegnete, überrasche er mich mit dem ehrlichen Wunsch, die Sätze eines seiner Manuskripte verbessert sehen zu wollen. Das war in der linksintellektuellen Redaktion, der ich Ende der 1980er-Jahre angehörte, alles andere als selbstverständlich. Jeder noch so kleine Autor und jede noch so kleine Autorin der Wochenzeitschrift Falter schien die… weiter lesen
15.02.2012
Aus aller Welt
Heute lese ich in Frankfurt, auf dem Forum der Frankfurter Rundschau, und zwar um 19.30 Uhr.
Frankfurt,
Mittwoch, 15. Februar 2012
Lesung u. Gespräch mit Eva C. Schweitzer
Eva C. Schweitzer »Tea Party: Die weiße Wut «
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Forum der Frankfurter Rundschau
Karl-Gerold-Platz 1 Textorstr. 35
Moderation: Werner Neumann
Wer das nicht schafft, hier ist ein
link zum Podcast in Saarbrücken
Das ist es dann erst einmal, denn danach fliege ich nach New York – hoffentlich, denn ich lese gerade, der Frankfurter Flughafen wird bestreikt. Allerdings erst am Nachmittag. Ansonsten sehen wir uns in Leipzig zur Buchmesse.
Eva C. Schweitzer: Tea Party, Die Weiße Wut. Was Amerikas Neue Rechte so gefährlich macht. dtv; Januar 2012. 14,90 €
14.02.2012
Aus aller Welt

Never Again! - Demonstrant auf Anti-AKW-Demonstration in Tokyo
Nach dem großen Erfolg der Demonstrationen von April bis September begannen die Teilnehmerzahlen wieder zu sinken. Die Gruppe Shiroto no Ran (Aufstand der Amateure) hat sich zurückgezogen. Doch die Bewegung ist weiter gewachsen. Neue Gruppen sind entstanden und Aktionen haben landesweit zugenommen. Allmählich entwächst die junge Anti-AKW-Bewegung ihren Kinderschuhen. Aus den Aufstandsamateuren werden nun Protestprofis.
Im Herbst 2011 erreichten die Teilnehmerzahlen der Anti-AKW-Demos ihren bisherigen Höhepunkt, als am 19. September mehr als 20.000 Tokyoter zusammen mit 60.000 Menschen in ganz Japan für einen sofortigen Stopp aller AKWs im Land der aufgehenden Sonne protestierten.
Seitdem wurden die Demonstrationen jedoch wieder kleiner. Die Tokyoter Gruppe Shiroto no Ran (Aufstand der Amateure), Initiator der größten Demos, hat sich inzwischen zurückgezogen. Man hatte nicht mit so großem Zulauf gerechnet, fühlt sich mit der Verantwortung für die vielen Gruppen überfordert.
Innerhalb… weiter lesen
10.06.2011
Aus aller Welt
Eigentlich war Dienstag in Washington Angela-Merkel-Tag. Der Terminkalender des US-Präsidenten schien von morgens bis abends prall mit dem Zelebrieren einer Freundschaft gefüllt: von der Begrüßung mit Salutschüssen und 4.000 fähnchenschwingenden Gästen, über Gespräche und eine gemeinsame Pressekonferenz, bis zum abendlichen Staatsbankett mit Medaillenverleihung im Weissen Haus.
Doch zwischen den Treffen mit Merkel schafft Barack Obama es, einen anderen, momentan weniger vorzeigbaren, Gast zu empfangen: Salman bin Hamad Al Khalifa, Kronprinz von Bahrein. Der 41jährige soll eines Tages das Königreich im Persischen Golf erben. Dort schiessen Militärs seit drei Monaten in Protestkundgebungen hinein und verhaften und foltern Oppositionelle. Die USA, die in Bahrein das Hauptquartier ihrer Fünften Flotte unterhalten, schweigen auffallend laut zu der Gewalt des Regimes.
Das Treffen zwischen Präsident und Kronprinz ist nirgends angekündigt und keinE JournalistIn ist anwesend, um Fragen zu stellen. Lediglich ein Kommuniqué, das nachträglich auf der Webseite des Weissen Hauses erscheint, zeugt davon.… weiter lesen
23.09.2010
Aus aller Welt
So wie der Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands uns in jenen Zeiten irgendwann mit dem Problem der absoluten Geschichtsmüdigkeit konfrontiert haben, fühlt man sich diese Tage in Istanbul auch ziemlich ermattet vor so viel “Geschichte”.
Das Referendum vom 12. September hat praktisch nur eine wichtige Konsequenz, die auch von den Verfassern der Verfassungsreform beabsichtigt war:
Den “Kemalisten” den institutionellen Boden unter den Füssen wegzuziehen. Die Reform erlaubt der Regierung, die Richter in den obersten Gerichten größtenteils selbst zu ernennen. Die Staatsanwälte sind sowieso Beamten des Justizministeriums. Die Polizei untersteht dem Innenministerium. Die Armee kann künftig keine Angehörige mehr entlassen, ohne daß sie vor Gericht auf Wiedereinstellung klagen.
Die türkische Gesellschaft hat den Militärputsch als ein “politisches instrument” zu verachten gelernt. Das ist jedoch nicht das Verdienst dieser Regierung allein. Die türkische Linke und die Liberalen, aber auch schier breite, unpolitische Kreise haben dazu beigetragen, daß der Normalbürger denkt: Okay, ein Putsch ist nichts,… weiter lesen
13.07.2010
Aus aller Welt
Die Highlights der WM in Bildern**

Zwei Tage vor WM-Beginn: Südafrika kommt in Stimmung & der Vuvuzela-Wahnsinn beginnt

Ein Tag vor WM: Zwei Finnen, die mitsamt ihren Skiern von Finnland, quer durch Afrika, und bis runter ans Kap in diesem verrosteten Merc gefahren sind, kommen gerade noch rechtzeitig an.

Die Westkap-Premierministerin Helen Zille und US-Rapper R Kelly eröffnen die WM-Feierlichkeiten in Kapstadt – genau von dem Balkon aus, von dem Nelson Mandela seine legendäre Rede gehalten hat als er 1990 aus dem Gefängnis entlassen wurde

Zur WM-Eröffnung in Kapstadt findet eine traditionalle “Kaapse Kloopse”-Karnavalsparade statt. Normalerweise findet sie immer am 2. Januar statt, um das neue Jahr zu begrüßen.

Die Fans-Parks sind voll. Südafrikaner jeden kulturellen Backgrounds feiern zusammen.

Fans in Port Elizabeth heißen WM-Gäste willkommen: “This is blasphemy. This is madness. This is Africa.”

Auch in dem kleinen Ort… weiter lesen
07.07.2010
Aus aller Welt
I didn’t watch the games since Bafana Bafana didn’t win the battle. But
I did watch Uruguay when it was playing with Ghana and that was most
wonderful, fantastic.
The game was a great game anyway even though they
didn’t make it. Even though Ghana and Uruguay had the same goals till
the end of the game. But I’m so pleased with Ghana because they tried
the best. Also I saw how people in my community and everywhere supported
Ghana. It was great to see the whole community supporting one team.
I was asking myself what went wrong. How do they do such a thing after so
many years not doing that. But I soon got an answer that we had been
looking for. And that was that Ghana is in Africa and also it was the
only team… weiter lesen
13.03.2009
Aus aller Welt
Pamela Anderson hostet heute eine Party in Beirut, das Schicki-Großereignis, bei dem die V-V.I.P-Tickets, mit denen man ihr ganz nahe sein darf, nur 200 $ kosten.
Vorgestern wurde „Taxi Banat“, „Mädchen Taxi“ eingeführt, eine rosafarbene Taxiflotte, bei der nur Frauen am Steuer sitzen und in der nur Frauen transportiert werden. Wobei „Banat“ neben „Mädchen“ auch alle anderen unverheirateten Frauen, egal welchen Alters, bezeichnet. Als Kundenkreis will man sich an die konservativeren Damen aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten wenden, dabei nehmen diese ihre Schleier oft schon im Flugzeug nach Libanon ab und glänzen im frühlingshaften Beirut durch knallenge teure Designerkleidung und unglaublich hohe Schuhe, also eher nicht zurückhaltend.
Ein Bekannter hat gerade umgeschult und ist nun nicht mehr nur Skipper auf Miet-Yachten, sondern bietet auch „Romantic Services“ für ältere, wohlsituierte Damen aus eben diesen Arabischen Ländern an. Als Skipper hatte er die Liebesdienste noch kostenlos geleistet, da nun einige seiner… weiter lesen