vonaktionfsa 31.12.2017

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Open-Source-Gemeinde feiert Upsat auf dem 34C3

Ein Bericht vom 34C3 in Leipzig:

Bereits seit letztem Mai umkreist mit dem Upsat ein Satellit die Erde, der auf offener Hard- und Software basiert. Das Gerät wurde in einem griechischen Hackerspace entwickelt und im Rahmen des EU-Forschungsprojekts QB50 gefördert.

Für den Steuercomputer und einen „Positionsfinder“ in Form einer Kamera und einer GPS-Antenne gab es noch einige „schwarze Flecken“ im Open-Source-Bereich. Arbeit musste investiert werden. Für die notwendigen Test auf seine elektromagnetische Verträglichkeit musste die Hacker ihren Upsat in ein früheres Militärlabor bringen. Diese Tests waren im griechischen Hackerspace nicht möglich.

Am 17. Mai 2017 flog Upsat mit einer Trägerrakete, die Flugobjekte aus den USA zur Internationalen Raumstation ISS brachte, dorthin. Einen Monat später wurde Upsat aus der Raumstation ausgesetzt und arbeitet seitdem „sporadisch“. Da das Heiz- und Kühlaggregat für die Batterie zu viel Strom verbraucht, muss sich Upsat selbst in den Ruhezustand versetzten und kann stets nur während vergleichsweise kurzer Zeiten Daten senden.

Auf dem 34C3 Kongress appellierten Hacker trotzdem, dass möglichst viele Menschen eigene Steuerzentralen lokal einrichten sollten, um mit Upsat und anderen inzwischen „herrenlosen“ Nanosatelliten zu kommunizieren. Solche Controller für die Bodenstationen gibt es basierend auf einem Raspberry Pi3 bereits für wenig Geld.

Mehr dazu bei https://www.heise.de/newsticker/meldung/34C3-Hacker-schicken-ersten-Open-Source-Satelliten-Marke-Eigenbau-ins-All-3928826.html
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6312-20171231-erster-open-source-satellit-marke-eigenbau-im-all.htm

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http://blogs.taz.de/bewegung/2017/12/31/erster-open-source-satellit-marke-eigenbau-im-all/

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