vonaktionfsa 05.03.2018

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Trump 35: … trotzdem werden insbesondere von den USA Anstrengungen unternommen, um die „Space Superiority“ zu erlangen, wie Air Force Chief of Staff Gen. David Goldfein es sich wünscht. Auch Ronald Reagan hatte mit seinem SDI-Programm, das sowjetische Atomraketen neutralisieren sollte, massiv an den Grenzen des Vertrags gekratzt.

Auch Putin Ankündigung in der letzten Woche von einem atomgetriebenen Flugkörper, der mit Mach 20 anders als ballistische Sprengköpfe auch seitlich steuerbar sein soll und damit gefährliche Gebiete umfliegen soll, testet die Grenzen des Weltraumvertrags (Outer Space Treaty).

Die USA sind da „natürlich“ einen Schritt weiter: Letzten April (2017) hatte Luftwaffengeneral John Hyten das Joint Space Operations Center (JICSpOC ) der US-Luftwaffe umgetauft in National Space Defense Center (NSDC). Während vorher zuständig für die Beobachtung von Satelliten und Weltraumschrott arbeitet man jetzt direkt mit den Geheimdiensten, insbesondere mit dem für Spionagesatelliten zuständigen National Reconnaissance Office (NRO), und dem Weltraumkommando der US-Luftwaffe zusammen. Damit untersteht das gesamte Gebilde als Unified Combatant Command dem Strategischen Kommando.

Die Aufgaben sind nun die „Entdeckung, Warnung und Beschreibung von Gefahren für die militärischen Weltraumsysteme und deren Bekämpfung“. Damit handelt sich eindeutig einen weiteren Schritt zur Militarisierung des Weltraums. Eine Bekämpfung gegnerischer Satelliten Antisatellitenwaffensysteme (ASAT) kann nur in Form von Raketen, Weltraumdrohnen, Energiewaffen, Jammer oder Killersatelliten geschehen. Solange diese Waffen nicht in den Orbit geschossen werden haben wir es allerdings nicht mit einer direkten Vertragsverletzung zu tun.

Dies ist aber schon geschehen als 2008 Abfangraketen Standard Missile 3 (SM-3), die eigentlich dem Raketenschirm der USA dienen sollen, genutzt wurden, um einen Satelliten abzuschießen. Der Abschuss des funktionsunfähigen Spionagesatelliten USA-193 sollte demonstrieren, dass man es China gleich tun könnte, die kurz zuvor einen alten Wettersatelliten in einer Höhe von 800 km abgeschossen hatten.

Das neue NSDC befindet sich in einer zusätzlichen Sicherheitszone der Schriever Air Base in Colorado, von der die meisten Militärsatelliten und das GPS-Systems kontrolliert werden. Das Novum ist im NSDC, dass „Soldaten des Weltraumkommandos“ neben Geheimdienstmitarbeitern sitzen, eine zwischen Geheimdiensten und Militär geteilte Verantwortung …

… und wer hat nun den Hut auf?

Mehr dazu bei https://www.heise.de/tp/news/Im-Weltall-nichts-Neues-3985964.html
und https://www.heise.de/tp/features/USA-bereiten-sich-auf-Weltraumkrieg-vor-3975710.html
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6391-20180305-aufruestung-im-weltraum-verhindern.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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