vonaktionfsa 09.09.2018

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Personaldokumente aus Kunststoff sollten sicherer sein als solche aus Papier und die Identifikation mittels RFID-Chip wäre absolut fälschungssicher.

Das wurde uns jahrelang erzählt. Was stimmt wirklich?

Allein in Baden-Württemberg berichtet das Landeskriminalamt von 1.600 Fällen mit gefälschten Ausweisen im Jahre 2014, 2015 bereits 1.800 und 2016 schon 2250. Die Fälschungen kämen meist aus Osteuropa und wären mit bloßem Auge nicht zu erkennen.

Moderne Ausweise enthalten neben einem Wasserzeichen auch sogenannte Melierfasern, die unterschiedliche Eigenschaften und Farben aufweisen können. Ein solches Sicherheitsfeature kann jedoch nur in Papierdokumenten verwendet werden. Die heute bei Personalausweisen und Führerscheinen üblichen Kunststoffkarten im Kreditkartenformat bieten eine solche Möglichkeit nicht. Sie sind deutlich leichter nachzumachen.

Der einzige Vorteil von Kunststoffkarten ist das Verschmelzen der in einzelne Schichten integrierten Personaldaten, so dass eine Separation der Schichten zu Beschädigungen führen würde. Das verhindert aber nur die (Ver-) Fälschung vorhandener Ausweise aber nicht den Einsatz von Totalfälschungen.

Nur Dokumentenprüfgeräte, wie sie an Flughäfen und stationären Grenzkontrollstationen im Einsatz sind finden solche Fälschungen, da sie online betrieben werden und auf einen zentralen Datenserver (aller Ausweisdaten??) zugreifen. Bei Kontrollen in Bussen und Bahnen kann es durch die langsamere Netzanbindung über Mobilfunk zu verlängerten Grenzstopps kommen.

Mehr dazu bei https://www.heise.de/tp/features/Sind-Personaldokumente-faelschungssicher-4156899.html
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6613-20180909-faelschungsichere-ausweise-papier-oder-besser-kunststoff.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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