vonMax Bryan 11.12.2018

Bewegungs-Blog

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—- EINLADUNG —

Termin Mittwoch, 12. Dezember 18 bis 20 Uhr

Bürgerhaus Hamburg Eidelstedt

Alte Elbgaustrasse 12

Vorbereitungstreffen für eine Obdachlosen-Demo im Januar!

http://www.facebook.com/events/289514468361528

Jetzt MITMACHEN und MITGESTALTEN!

www.Hamburger-Obdachlose.de

+++ Warum & Wieso? +++

In Hamburg erfrieren Menschen auf der Straße! 3 tote Obdachlose allein seit Oktober! Wir – die Bürgerinitiative Hilfe für Hamburger Obdachlose unterstützen seit Jahren die Forderung zur ganztägigen Öffnung des Hamburger Winternotprogramms. Lasst uns JETZT und gemeinsam mit vereinten Kräften diese Forderung auf die Straße tragen. Am 12. Dezember treffen wir uns hierfür und zur Gründung eines neuen Aktionsbündnisses gegen die Kälte und für eine bessere Versorgung der Hamburger Obdachlosen.

+++ Hintergrund +++

Das städtische Winternotprogramm ist ein Erfrierungsschutz für die Nacht. Den Tag sollen die Obdachlosen woanders verbringen. Alte, Kranke, Gehbehinderte – sie alle müssen raus – jeden Morgen vor die Tür. Wir – von der Bürgerinitiative Hilfe für Hamburger Obdachlose – finden diesen Zustand unerträglich!

Für Januar 2019 planen wir deshalb eine Großdemo, um einmal mehr auf die Problematik aufmerksam zu machen und um für die Rechte der Menschen auf der Straße einzustehen. Wohnen sollte ein Grundrecht sein!

Unser erstes Treffen findet am 12. Dezember von 18 bis 20 Uhr im Eidelstedter Bürgerhaus statt. Es handelt sich dabei um ein OFFENES Treffen, d.h. JEDER, der interessiert ist und sich in irgendeiner Form beteiligen möchte ist herzlich Willkommen daran teilzunehmen!

Link zum Teilen hier: https://www.facebook.com/events/289514468361528

Danke an alle Unterstützer (y)

+++ Warum müssen die Obdachlosen raus? +++

Im städtischen Winternotprogramm müssen die Obdachlosen jeden Morgen vor die Tür. Ob es stürmt oder schneit – die Leute müssen raus. Selbst Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator müssen den Tag woanders verbringen und sich eine Bleibe für die Stunden zwischen 9 und 17 Uhr suchen. Erst am Abend können sie zurück in die städtische Unterkunft.

Offizielle Begründung: „Wir brauchen die Zeit zum sauber machen“ UND: „die Leute sollen tagsüber in Bewegung bleiben (und sich beraten lassen)“. Inoffiziell und unter vorgehaltener Hand wurde aber auch schon Anderes berichtet. Nämlich dass es der Stadt – respektive „Fördern und Wohnen“ schlicht zu teuer sei, die Security den ganzen Tag zu beschäftigen – denn die müssten dann ja auch zwischen 9 bis 17 Uhr anwesend sein und das wolle „keiner bezahlen“, heißt es aus Insiderkreisen (Quelle: MaxBryan.de).

100.000 Unterschriften für eine bessere Versorgung

Letztes Jahr wurden über 100.000 Unterschriften für die ganztägige Öffnung des Winternotprogramms gesammelt. Geholfen hat es nichts. Die Stadt blieb hart und schickt die Leute weiterhin jeden Morgen vor die Tür. Auch für diesen Winter ist bislang keine Besserung in Sicht.

Stadt tut zu wenig

Vor allem ältere Obdachlose, Kranke und Behinderte haben es schwer, jeden Morgen raus in die Kälte zu müssen. Aus diesem Grunde fordern wir von der Stadt wenigstens diese Menschen tagsüber drinnen zu lassen. Obdachlose „60 plus“ – Menschen die 60 Jahre oder älter sind, die krank oder gehbehindert sind, sollten nicht jeden Morgen vor die Tür müssen. Jeder Mensch verdient Würde.

Security bewachen Rentner?

Tagsüber könnten die Betroffenen (60+) im Speisesaal bleiben – während die Zimmer gereinigt werden und dann zurück auf die Zimmer oder ein Aufenthalt im Gemeinschaftsraum. Sicher findet sich auch ein Sponsor für ein Fernsehgerät oder Sonstige Utensilien für den Tagesaufenthalt. Männer und Frauen im Rentenalter bräuchten auch keine Aufpasser – jedenfalls nicht in „Truppenstärke“ – ein oder zwei Personen, die tagsüber dabei bleiben sollten doch genügen.

Eine Testphase könnte empirische Daten darüber liefern, wie das funktioniert mit der Zielgruppe über 60 und ob die Kosten eines solchen Ganztagesaufenthalts denn wirklich so viel höher wären als bisher. Es muss doch möglich sein, in einer so reichen Stadt wie Hamburg wenigstens die Obdachlosen im Renten-Alter würdevoll unterzubringen. Deshalb sind das unsere Forderungen und wir tragen diese im Januar kommenden Jahres auf die Straße. Und zwar so lange, bis die Stadt einlenkt.

+ JETZT Aufstehen und Mitmachen +

Am 12.12. treffen wir uns zu einem 1. Vorbereitungstreffen im Eidelstedter Bürgerhaus. Es geht um die Rechte der Obdachlosen. Alle Helfer und Verbände sind eingeladen, sich an den Vorbereitungen dieser Versammlung zu beteiligen.

25.11.2018 – Einladung ins Bürgerhaus zum 12.12. – Hier anmelden: https://www.facebook.com/events/289514468361528

+ JETZT MITMACHEN und MITGESTALTEN! +

Ein Beispiel in Berlin zeigt, dass öffentlicher Druck durchaus etwas bewirken kann. Hier ein Bericht von neulich: https://www.tagesspiegel.de/berlin/obdachlosigkeit-in-berlin-bvg-schuetzt-nun-doch-obdachlose-vor-kaelte-zwei-bahnhoefe-werden-geoeffnet/23660310.html

Erst auf öffentlichen Druck hin wurden U-Bahnhöfe nun doch für die Obdachlosen im Winter geöffnet. Wenigstens zwei und besser als Nichts.

Auch in Hamburg sollte das möglich sein und wir werden nicht länger zusehen, wie die Stadt sich jedes Jahr davon schleicht, während die Menschen auf Hamburgs Straßen erfrieren. Auch ein Kältebus kann helfen, orientierungslose Menschen zu retten. Gehen wir jetzt und gemeinsam auf die Straße – FÜR DIE RECHTE DER OBDACHLOSEN – FÜR eine bessere Versorgung der Betroffenen.

Die Forderungen sind:

1.) Die ganztägige Öffnung des städtischen Winternotprogramms für Zielgruppe mindestens 60+, damit wenigstens ältere Menschen nicht jeden Morgen zurück auf die Straße müssen.

2.) Einrichtung eines Tagesaufenthalts am Ort des städtischen Winternotprogramms in der Friesenstrasse 22 und der Kollaustrasse 15 oder einem anderen in der Nähe gelegenen Gebäude. 1 Mio Quadratmeter Bürogebäude stehen leer in Hamburg. Leerstand zur Aufenthaltsraum – JETZT!

und 3.) Anschaffung eines Kältebusses wie von Hinz & Kunzt zuletzt gefordert und wie in Lübeck bereits beschlossen. http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Obdachlose-Luebeck-bekommt-einen-Kaeltebus Auch dort hatten Politiker sich zunächst gegen eine solche Anschaffung gesperrt – dann aber – und unter dem Druck der Öffentlichkeit – doch noch dafür gestimmt und so etwas muss in Hamburg doch auch möglich sein! Ein Kältebus rettet Leben und Hamburg sollte ebenfalls schnell handeln!

Max Bryan, Luise Schoolmann & Anneke Sorger

– Bürgerinitiative Hilfe für Hamburger Obdachlose –

http://www.hamburger-.obdachlose.de

in Kooperation mit entschlossenen Bürgern und Bürgerinnen der Hansestadt Hamburg

Termin: Mittwoch 12.12. – 18 bis 20 Uhr – Erstes Treffen von Gleichgesinnten zur Gründung eines neuen Aktionsbündnisses gegen die Kälte in Vorbereitung einer Großdemo im Januar 2019. Kommt alle hin und macht mit!

https://www.facebook.com/events/289514468361528

Ort: Eidelstedter Bürgerhaus – Alte Elbgaustrasse 12 – 22523 Hamburg

Kontakt: post@hamburger-obdachlose.de |

Schnellkontakt: https://www.facebook.com/MaxBryanChronik

 

 

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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