vonaktionfsa 11.12.2018

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Bitte wer? Ausgerechnet der Konzern, der mit seinem Produkt Windows 10 schon viele zur Verzweiflung gebracht hat, weil dieses bis zu 5500 mal am Tag „nach Hause telefoniert“, wendet sich mit einem Hilferuf und einer Warnung an Politiker und Technologie-Unternehmen: „Wenn die Technik zur Gesichtserkennung nicht kontrolliert werde, dann könnte das zu mehr Diskriminierung, Datenmissbrauch und sogar zur Entstehung von Überwachungsstaaten führen.“

Bravo, Microsoft! Das haben wir schon oft gesagt und auch den Herren Innenministern De Maiziere und Seehofer in einem ausführlichen Fragen- und Forderungskatalog zum Gesichtserkennungsprojekt am Berliner Bahnhof Südkreuz  geschrieben.

Microsoft, wie auch Apple, Facebook und Amazon. sind die Vorreiter bei der Entwicklung von Gesichtserkennungssoftware. Um so erstaunlicher ist es daher, dass nun ausgerechnet Microsoft-Chefjustiziar Brad Smith in einem Blogbeitrag am letzten Donnertag schreibt, dass Risiken der Technologie nur durch  Regierungen zu regulieren seien. Er weist auf 3 konkrete Gefahren hin:

In den nächsten Monaten wird Microsoft die Regeln im Umgang mit Gesichtserkennung im eigenen Haus verschärfen.Wie bei „normaler“ Videoüberwachung sollen die Menschen gewarnt werden, wenn eine Gesichtserkennung in Betrieb ist.

Unsere Kritik am Unternehmen Microsoft, insbesondere wegen Windows10, aber auch wegen der Zusammenarbeit von Microsoft mit der US-Grenzschutzbehörde ICE und deren Vorgehen bei Familientrennungen, halten wir natürlich weiter aufrecht.

Mehr dazu bei http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/microsoft-warnt-vor-staatlicher-totalueberwachung-durch-gesichtserkennung-a-1242596.html
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6722-20181211-microsoft-sieht-ueberwachungsstaat.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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