vonaktionfsa 21.01.2019

Bewegungs-Blog

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Seit genau 100 Jahren können Frauen in Deutschland genauso wählen wie Männer. Viele andere Regeln zur Gleichstellung der Geschlechter sind in den letzten 30 Jahren dazu gekommen.

Um so erstaunlicher die Aussage von Finanzbeamten auf Nachfrage nach dem Bearbeitungszustand einer Steuererklärung:

Es sei ein Problem, wenn sie [die Ehefrau] ihren Namen als ersten Ehepartner (Person A) einträgt. Sie solle das doch bitte nicht tun. Dafür ist die Software beim Finanzamt nämlich nicht ausgelegt. Wenn der Ehemann nicht als erste Person eingetragen wird, stürzt das System ab und die Finanzamts-Mitarbeiter müssen alle Informationen von Hand erneut in das System eingeben. Das dauert …

Der Blogger Fabian A. Scherschel, der in seiner Sonntags-Kolumne über diese unglaubliche Tatsache berichtet, fragt sich:

… ob das Software-Backend beim Finanzamt in den ‘60er Jahren programmiert wurde. Wir leben im 21. Jahrhundert… Da wird doch wohl eine Frau die Steuererklärung für den Haushalt machen können und sich dann als erste Person eintragen dürfen. Wer an welcher Stelle auf dem Formular steht, ist doch nun wirklich egal. Was machen die denn, wenn zwei Frauen zusammen eine Steuererklärung abgeben? Ich mein, wen die da auch immer als “Ehegatte” eintragen, das ist ja auf jeden Fall falsch.

Diesem Bericht aus dem Neuland ist nichts mehr hinzuzufügen.

Mehr dazu bei http://fab.industries/de/post/2019-ausgefuchst-3/
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6765-20190121-gleichberechtigung-nicht-bei-der-steuererklaerung.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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https://blogs.taz.de/bewegung/2019/01/21/steuererklaerungen-von-ehe-frauen-bringen-system-zum-absturz/

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