vonaktionfsa 19.02.2019

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Im Kapitalismus kann jeder Werbung für sich machen, der das Geld dazu hat – denkste! Es muss zusätzlich ein gewünschter Mainstream eingehalten werden.

So kann zwar die Bundeswehr im ÖPNV für viele Millionen Euro Werbung mit Schlachtengetümmel und entgegen der Kinderrechtskonvention machen, aber Hamburgs Hochbahn weigerte sich kürzlich, eine Anzeige für eine Veranstaltung zum Gedenktag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz über die Hochbahn-Bildschirme laufen zu lassen. Das Auschwitz Komitee hatte es gewagt in dem Werbespot ein Foto von der großen Demonstration für Seenotrettung im Mittelmeer am 29. September in Hamburg zu verwenden. Auf dem Bild stand „Gemeinsam gegen den Hass“ und „Hamburg zum sicheren Hafen! Schluss mit dem Sterben im Mittelmeer – für sichere Fluchtwege“.

Die Verkehrsbetriebe waren der Meinung, dass sie zur parteipolitischen Neutralität verpflichtet seien. Mit dem Foto werde für ein politisches Ziel geworben, für das es keine überparteiliche Zustimmung gebe.

Das sehen wir und das Auschwitz Komitee ganz anders: Das Asylrecht ist ein Menschenrecht und Rassismus ist ein Verbrechen und keine Meinung!
Hätte es in den europäischen Ländern in den 30-er Jahren wenigstens sichere Fluchtwege gegeben, so hätte viele Menschen vor dem Tod gerettet werden können.

So nennt auch die Auschwitz-Überlebende Esther Bejerano das Verbot einen einmaligen Vorgang. Es erwecke den Eindruck, als würde sich ausgerechnet ein öffentliches Unternehmen im vorauseilenden Gehorsam dem möglichen Druck rechter Kreise beugen.

Mehr dazu bei https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hochbahn-lehnt-Werbung-des-Auschwitz-Komitees-ab,hochbahn538.html
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6798-20190219-die-veroeffentlichte-meinung-ist-nicht-frei.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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