vonaktionfsa 24.05.2019

Bewegungs-Blog

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Das YOU Summer Festival sollte eigentlich ein friedliches Fest für zehntausende Berliner Schülerinnen und Schüler werden. Darauf wollten wir mit unseren Transparenten hinweisen und davor warnen, dass die Bundeswehr dort als größter Aussteller auftritt.

Die Bundeswehr ist weder ‚Unternehmen‘ noch ‚NGO‘, dafür zahlungskräftiger als andere, wenn es um die Werbung für den Nachwuchs geht. Hier erwartet die Jugendlichen wieder einmal das „Abenteuer“, militärisches Großgerät zu bewundern und zu erklettern und sich von Soldatinnen und Soldaten über Karrieremöglichkeiten ansprechen zu lassen. Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen? Fehlanzeige!

Wir meinen: Das Soldat-Sein ist kein normaler Beruf!

Wir lehnen die Werbung für den Dienst in der Bundeswehr unter Schülern und Schülerinnen ab. Die Ausbildung beim Militär ist keine „normale” Berufsausbildung, sondern bildet Menschen aus, das „Kriegshandwerk“ zu lernen und andere Menschen in Einsätzen zu verletzen oder zu töten.

Der Andrang zur Messe ist wie in den Vorjahren gewaltig.

Weithin ist sichtbar, dass wir jeden Beruf als besser einschätzen, als sich bei der Bundeswehr zu verpflichten.

 

Plötzlich wurden selbst wir überrascht, denn wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Bundeswehr nach über 20 Auslandseinsätzen und ihrem Wunsch nach Einsatz auch im Inland, die Begriffe „innen“ und „außen“ nicht mehr auseinanderhalten kann.

Plötzlich wurden die Schülerinnen und Schüler durch eine Stoßtrupp in Kampfmontur überrascht, der wohl eigentlich im Innern tätig werden sollte.

Dabei geriet den Soldaten so manches Regal durcheinander.

Kein Wunder, wenn man den Kopf so hängen lässt. 😉

Ihr „Einsatz“ endete mit einem lauten Knall – ein Feuerwerk war es jedenfalls nicht.

Fakten – statt Fake Knalls

Würde die Polizei mit einer Räuberjagd und die Feuerwehr mit einem Hochhausbrand Werbung machen?

Unser Einsatz für den Frieden wurde dagegen von guter Musik begleitet, die die Jugendlichen in Stimmung brachte. Und mit mehr als 600 verteilten Flyern haben wir einige zum Nachdenken gebracht.

 

 

 

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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