vonaktionfsa 08.07.2019

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Ein Chef muss nicht an allem Schuld sein, aber er oder in diesem Fall „SIE“ trägt die Verantwortung für das Handeln der Truppe. In diesem makaberen Fall staunte ein oberbayerischer Förster nicht schlecht, als er auf einem ersteigerten gebrauchten Laptop einfach den letzten Benutzernamen auch als Passwort eintippte. Er konnte sich einloggen und fand auf dem erworbenen Laptop die Bedienungsanleitung für Raketenwerfer vom Typ „Mars“ – eigentlich eine geheime Verschlusssache.

Er konnte in der Anleitung lesen, dass es sich um ein Waffensystem für das „Bekämpfen von weichen und halbharten Flächenzielen“ handelt. Mars wurde und wird in den Kriegen im Irak und in Afghanistan durch die US-Armee genutzt und kann zwölf Raketen abfeuern, die jeweils Granaten oder Minen ausstoßen. „Während der Fahrt und beim Schießen ist der Gehörschutz zu tragen“, erfuhr der Förster.

Die Bundeswehr meinte zu dem Hinweis des Försters, dass Geräte mit „VS-NfD“ (Nur für den Dienstgebrauch) eigentlich vor dem Verkauf richtig gelöscht werden sollten. Das war bei den 4 Laptops, die er ersteigert hatte „durch eine falsche Kodierung“ unterblieben. Allerdings waren auch noch Fotos, also personenbeziehbare Daten, auf dem Gerät zu finden.

Wir stellen also fest, dass sich Frau von der Leyen als Verantwortliche für diese Datenlecks auch noch weiter für ihren EU-Posten disqualifiziert hat … auch wenn es im Vergleich zu Kriegseinsätzen, Milliardenverschwendung, Gorch Fock Desaster und den versenkten Beraterhonoraren nur unwesentlich wirkt.

Mehr dazu bei https://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehr-laptop-verschlusssache-1.4512866

und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6940-20190708-bundeswehr-verkaufte-nicht-geloeschte-laptops.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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