vonaktionfsa 19.07.2019

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Einem Whistleblower wurden über 1000 Mitschnitte von Sprachassistenten von Google zugespielt. Damit ist es sicher, dass auch Google Mitarbeiter beschäftigt, die die Aufnahmen und ihre Interpretation untersuchen. Es gelang den Journalisten in einigen Fällen sogar die Nutzer dahinter ausfindig zu machen.

Die Aufgabe der Mitarbeiter ist z.B. die Spracherkennung des Systems zu untersuchen und zu verbessern. Sie müssen Nebengeräusche identifizieren und aussondern und verschiedene Details der Sprecher markieren. Auch könnte in den Mitschnitten festgestellt werden, dass der Aufwachbefehl „Ok, Google“ nicht immer beachtet wird. So wurde das System aktiv und zeichnete offenbar in 153 der etwas über 1000 Aufnahmen auf, obwohl dies nicht hätte passieren sollen.

Auf einem Mitschnitt war offensichtlich eine Frau in Not. Es gibt aber keine Anweisung von Google was dann zu geschehen hätte, nur für falsche Passwörter oder Account-Daten sind Maßnahmen vorgesehen.

Nachdem bereits im April ein US-Bericht über Mitarbeiter von Amazon, die weltweit Tonaufnahmen von Alexa transkribieren bekannt wurde, hatte Heise bei Google nachgefragt und als Antwort erhalten: „Bei Google können einige Mitarbeiter auf einige Audioausschnitte aus dem Assistant zugreifen, um das Produkt zu trainieren und zu verbessern. Diese ist aber nicht mit persönlich identifizierbaren Informationen verknüpft und die Audiosequenzen sind verzerrt.“ Das hat mit den Berichten über die geleakten Mitschnitte nicht viel gemein.

Inzwischen hat Google gegenüber heise online bestätigt, dass 0,2 Prozent der Sprachaufnahmen transkribiert werden, um die Qualität zu verbessern.

Mehr dazu bei https://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-Sprachassistent-Mitarbeiter-hoeren-und-bewerten-Audioaufnahmen-4467985.html
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6951-20190719-menschen-hoeren-bei-sprachassistenten-mit.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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