vonaktionfsa 22.07.2019

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Schon Anfang diesen Jahres hatten wir uns mit diesem rechten Netzwerk beschäftigt (Aufklärung zu Hannibal überfällig). Nun hat die Informationsstelle Militarisierung (IMI) eine Studie vorgelegt, die zeigt, dass diese rechten Strukturen über die Bundeswehr hinausreichen. Auch in Polizeikreisen, in Geheimdiensten und in der Justiz sind sie tätig.

Der Focus berichtete von einem konspirativen „Netzwerk aus circa 200 ehemaligen und aktiven Bundeswehrsoldaten“. Ein ehemaliger Elitesoldat des Kommando Spezialkräfte (KSK), der für dieses Netzwerk angeworben werden sollte, meinte, dass es einen „harten Kern von 80 bis 100 Personen“ gibt, die auch Waffenlager angelegt haben.

Die Studie von IMI beschreibt mehreren Zellen, die durch verschiedene Chatgruppen, den Verein UNITER e.V. und dessen langjährigen Vorstand André S. (Deckname: „Hannibal“) miteinander verbunden sind. Sie sehen diese nur als die Spitze des Eisbergs. Bekannt sind aus den „Chatgruppen“ André S. (Deckname: „Hannibal“), der unter Terrorverdacht stehende Soldat Franco Albrecht, eine Gruppe von rechten Preppern und Reservisten in Mecklenburg-Vorpommern und der baden-württembergische Verfassungsschützer Ringo M., ein ehemaliger Polizist, der in der selben Polizeieinheit wie das NSU-Opfer Michele Kiesewetter gearbeitet hat.

Die Studie zeigt, dass es sich keineswegs um Einzelfälle handelt, sondern um ein weit verzweigtes, gut organisiertes und hochgefährliches Netzwerk. Im Fazit der Studie werden verschiedene Theorien zu den Hintergründen des Netzwerks vorgestellt.

Mehr dazu bei https://www.imi-online.de/2019/07/09/der-hannibal-komplex-2/
und Download der gesamten Studie https://www.imi-online.de/download/IMI-Studie2019-4b-Hannibal-Web.pdf
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6954-20190722-ein-militantes-rechtes-netzwerk.htm

[Die Meinung der/s Autor*in entspricht nicht notwendigerweise der der Redaktion]

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