Kai Diekmann gesteht taz-Fälschung.

Einen starken Verdacht hatten wir ja schon, dass  Kai Diekmann hinter der Fake-taz “Wir sind Schwanz!” steckt, die am Freitag früh vor dem taz-Haus verteilt wurde – jetzt hat er diesen Verdacht in einem Interview  der FAZ bestätigt:

“Und dann ist eine ominöse Pseudo-“taz“ aufgetaucht. Die macht mit dem Appell auf „Wir sind Schwanz“.
Trotz fieberhafter Recherchen hat die Redaktion den Urheber nicht gefunden. Man darf vermuten, dass Sie dahinter stecken.

Sie vermuten richtig. Jetzt lasse ich die Druckplatte der Sonderausgabe in einem schönen Rahmen und mit Widmung an Ines Pohl übergeben.”

Eben kam die Lieferung an, im schönen schwarzen Rahmen und signiert. Nachdem damit klar ist, dass wir nun möglicherweise beim Blogwart-Ehrenwort genommen werden könnten und “100 Tage Diekmann auf taz.de” in’s Haus stehen, legen wir gleich mal die wichtigsten Konditionen fest:

- als Honorar wird – wie für den Künstler Peter Lenk – ein taz-Jahresabo ausgelobt

- für Verletzungen des Medien,- Urheber, – und Persönlichkeitsrechts  sowie für die dadurch entstehenden Kosten kommt der (in dieser Hinsicht einschlägig “vorbestrafte”) Nachwuchs-Blogger selbst auf

- sämtliche Kommentare, sofern nicht rechtsverletzend oder redundant, werden freigeschaltet.

- das Redaktionsstatut der taz , insbesondere § 2,  ist zubeachten: “Die taz engagiert sich für eine kritische Öffentlichkeit. Sie tritt ein für die Verteidigung und Entwicklung der Menschenrechte und artikuliert insbesondere die Stimmen, die gegenüber den Mächtigen kein Gehör finden. Die taz wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung… Die Zeitung ist der wahrheitsgetreuen Berichterstattung verpflichtet; sie bekennt sich zur Tradition ihrer publizistischen Sprache, sie widersteht dem Druck der Stereotype und des sprachlichen und thematischen Konformismus… .”

Ob ein Bild-Chefredakteur das hinbekommt -  daran  bestehen allerdings schwere Zweifel,  sodass möglicherweise noch die eine oder andere Aufnahmeprüfung zu absolvieren ist. Zudem müssen in einer demokratischen Genossenschaft ja auch noch diverse Gremien gehört werden:  “Jetzt haben wir schon den Pimmel dieses Idioten an der Wand und Du willst ihn auch noch bloggen lassen ???” Inwieweit wir das zu erwartende Sperrfeuer dieses Kalibers  heil überstehen, bleibt abzuwarten. Aber für die nächsten 69 Tage hat Genosse Diekmann ja erstmal noch sein eigenes Blog…

Kommentare (10)

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  1. Man sollte immer zu einem Ehrenwörter unter Männer stehen.
    Aber das verstehen Frauen wie Ines Pohl wohl nicht. Oder tun es als anchronistische Überbleibsel einer ehemals vermeintlich Männer dominierten Gesellschaft ab. Benennt Euch doch in FTAZ- feministische Tageszeitung um.
    ich will den diekmann als blogger.

    “Weil das mein Blog ist. Und ich versuche gerade, daraus eine Douchebag-freie Zone zu machen. Daher die Streichungen.”
    Interessanterweise hat ein Herr diekmann das auf seinen blog nicht nötig. Obwohl er einen Beruf bei einem sehr speziellen Konzern ausübt, in dem man naturgemäss mehr angegriffen wird.

    Ich bezweifle auch, dass Herr Diekmann in so einer Situation das Wort “douchebag” verwenden würde.
    Die Frau Schweitzer scheint wirklich ein besonders wertvoller Mensch zu sein.
    Versteht sich Frau Schweitzer eigentlich sehr gut mit Frau Seeliger?

    Mein Kompliment an den Blogwart. Er war bisher der einzige der taz-Angestellten, der in der causa “Schwanz” souverän und achtenswert gehandelt hat.
    Sonst haben es in dieser Angelegenheit nur der Lenk und der Diekmann.
    Es geht oftmals im Leben nicht darum, was man macht, sondern wie man es macht.

  2. Langsam reichts wirklich. Herr Diekmann soll in seinem eigenen Blog rumsülzen, soviel er mag.Lasst ihn virtuell draussen vor der Türe weiterhin seine dummdreisten manipulativen Unterstellungen verbreiten. Der Mann weiss doch nicht mal, wie man Zentralkomitee schreibt, geschweige denn, wie eine Mitarbeiterversammlung in einer Genossenschaft funktioniert. Interessiert den auch garnicht, Hauptsache lecker über Leute herziehen.
    Der wird auch noch für all das gut bezahlt. Dann soll er sich auch ein bißchen mehr anstrengen, anstatt dauernd Seichtes abzusondern. Er möchte Zugang für sich oder seine wahrscheinlich ebenfalls aalglatten Untergebenen zu möglichst vielen taz-internen Informationen, damit er der taz anschließend irgendeinen Schleim aufs Butterbrot schmieren kann und die taz sich daran verschluckt. Der Mann will nicht nur spielen…
    Möge der Schleim mit ihm sein!
    Angeekelt
    Alfred

  3. Hallo Herr Blogwart,

    kann man ihr Blog irgendwie per RSS abrufen? Ich habe nichts dazu gefunden. Falls es nicht möglich ist, können Sie dieses Feature bitte einbauen?

    Vielen Dank + Gruß

    Klicken Sie im Adressfeld des Blogs rechts auf das RSS-Symbol, oder schauen Sie hier: http://www.taz.de/6/hilfe-fuer-rss/

  4. Ein Ehrenwort unter Männern das dann zickig und mit Verweis auf die häusliche Herd(en-) ordnung zurechtgebogen wird?

    Irgendwie traurig.

  5. Mir ist noch was aufgefallen. Für Diekmann sollen offenbar strengere Richtlinien gelten als für Eva Schweitzer – die darf offensichtlich Kommentare willkürlich für redundant oder schlimmeres erklären. Aktuell scheint sie sogar Kommentare selbstherrlich zurechtzustutzen – womit sie sich ebenfalls in sehr sehr sehr trübe Gewässer begibt.
    Und warum macht sie das? Lassen wir sie selbst zu Wort kommen:
    “Weil das mein Blog ist. Und ich versuche gerade, daraus eine Douchebag-freie Zone zu machen. Daher die Streichungen.”

  6. einerseits ganz witzig – und alle beteiligten sind schön beschäftigt und können in der zeit sonst nichts schlimmes anrichten aber mal ehrlich – das ist doch alles eine projektion der an ihr beteiligten “generation viagra”
    n’est-ce pas?

  7. Souveräne Aktion, Glückwunsch!
    Ich würde mich freuen, wenn Diekmann annimmt.

    Kritische Reibung erzeugt oftmals besonders große Kreativität.

  8. Es bleibt spannend!!!

    Vielleicht wird es ja in Zukunft anstatt der Lenk-Fassaden-Plastik einen Superkai als erfolgreicher Retter der Taz über 4 Stockwerke geben….

  9. ;)
    Schön, dass der Blog-Wart zu seinem Wort steht. Gespannt darf man sein, ob und wie Herr D. darauf reagiert, bleibt blos zu hoffen, dass er nicht jeden Tag wiederholt, dass er ja der taz die höchste Auflage beschert hat.