Goggeln statt Googeln.

von Blogwart

Weil auch Blogwärter mal Urlaub brauchen und es auf Fernflügen jetzt endlich auch Internet gibt, konnten wir unser letztes Posting am Wochenende aus 34.000 Fuß Höhe tätigen. Da schrumpft selbst ein 16-Meter-Pimmel auf Nanoformat und die Seifenoper zwischen taz und Bild wird noch unbedeutender als sie sowieso schon ist. Wenn man dann an einem der schönsten Plätze der ganzen Karibik sitzt, nach dem Frühstück im Koffer kramt um mal kurz das Macbook anzuschmeißen und  aus zwei wunderschönen blauen Augen von einem warnenden Blitzstrahl getroffen wird: “Es wird hier nur gegoggelt, nicht gegoogelt, war abgemacht!” – dann kann man auch als Nachrichtenjunkie und Blogsüchtiger nicht anders, als zu Taucherbrille und Schnorchel zu greifen. Aber eine zwei Tage alte Bild-Zeitung hatten wir an der Rezeption schon erspäht. Es wird also mit Zeitverzug kontrolliert, ob Kai Diekmanns Transparenz-Offensive Früchte trägt und wann und wie die Bild-Leser mit dem Pimmel über Berlin konfrontiert werden. Bis dahin goggeln wir mit Freuden statt im virtuellen Meer im Live-Aquarium…


9 Kommentare zu "Goggeln statt Googeln."

  1. “Goggeln” – ist das das Rechtschreibferienwort für “googeln”? Oder heißt es “gockeln”!?

  2. Also so gehts ja nicht, Herr Blogwart, erst den schleimigen Dickfisch mit einem Blog ködern und dann einfach in die Karibik abtauchen. Auch ich als Fan dieser Seifenoper fühle mich hängenlassen, – von der Klimazerstörung durch sinnloses Rumfliegen mal ganz zu schweigen…

  3. Ich kenne nur giggeln*. Ist es dasselbe?
    Schöne Ferien!

    *so was wie kichern

  4. hui, schöne Ferien lieber Blogwart!!!

  5. hab erst vermutet es hat was mit dem englischen “goggles” zu tun, also Schwimmbrillen, deswegen auch das Tauchen ^^
    grad gesehn dass “to goggle” starren oder staunen heißt.

    Urlaub ist immer eine gute Gelegenheit zum Staunen.

  6. “Goggeln” kommt von “to goggle” und heißt so viel wie glotzen oder starren. Bezieht der Blogwart wohl auf die “diving goggles” = Taucherbrille.

  7. Da goggel ich lieber nicht mehr hin. – Zu viel Getue, Ge-Warte-auch-mich-BLOGger, Geputze, Ge-lobet-mich!

  8. Warum ist der Küppers jetzt in den Urlaub gefahren?
    Musste er es, nachdem er im Zwiegespräch mit Herrn Diekmann durchblicken lassen hat, dass nicht die ganze Taz-Belegschaft mit der Entscheidung der Chefredakteurin einverstanden wäre?
    Obiges ist nur eine Vermutung, und erhebt nicht den Anspruch, einer objektiven Überprüfung standhalten zu können.

  9. Das Grimmsche Wörterbuch weiß:

    GOCKELN (Verb):
    lautmalend nachgeahmte Klanghandlung vom Ruf des Futter oder zum Hahntritt bereiten Huhn suchenden Hahnes:

    “Ein großer Hahn im Tempel herumfloge, welcher um einige Götzen herumscharrete und gockelte, wie er sonst um eine Henne zu thun pfleget…” (Heinrich Lindenborn [rheinischer Schreiber. 1706 in Köln; † 21. Mai 1750]: Diogenes (1742) 1, 567).

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