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Beiträge für die Kategorie ‘Der Blogwart empfiehlt’

01.03.2010

Pollerforschung.

von Blogwart

Seit über drei Jahren dokumentiert Helmut Höge in seinem Blog Hier spricht der Aushilfshausmeister unter der Überschrift Hausmeisterkunst die Ergebnisse seiner nunmehr seit 20 Jahren betriebenen  stadtsoziolgischen Untersuchung, der Pollerforschung.  Einige der mittlerweile über 300 Fotos von Pollern und Texte des Blogs sind zusammen mit weiteren Arbeiten zum Thema jetzt als Buch erschienen. Herausgegeben von Philipp Goll ist das >

13.02.2010

Update

von Blogwart

Heute nacht haben wir die WPMU (Word Press Multi User) – Software, auf der die die taz-blogs laufen, auf die neueste Version umgestellt. Das Backend, der Editor mit dem die BloggerInnen arbeiten sieht jetzt etwas anders aus und hat ein paar mehr Funktionen, für die LeserInnen die nur das Frontend zu Gesicht bekommen, hat sich nichts geändert. Bis auf einen kleinen Bug: die “Avatare”, wie bei Word Press die kleinen Bildchen heißen, die das Porträt des Bloggers oder ein Logo zeigen, sind verschwunden. Das liegt aber nur daran, dass unser Programmierer nach einer sehr langen Schicht einfach auch mal ins Bett mußte. Es ist wie bei “Avatar” im Kino (wer den Film noch nicht gesehen hat: Anschauen!): wenn der Steuermann schläft ist auch der Avatar nicht anwesend. Aber er ist nicht dauerhaft verschwunden, sondern kann jederzeit wieder zum Leben erweckt werden – so wie die kleinen Bildchen, die dann bald wieder die taz-blogs zieren werden.

11.02.2010

Oy Vey – Drogen!

von Blogwart

Zwei neue Blogs auf taz.de: Ze’ev Avrahami, Sohn iranischer Eltern, die nach Israel emigrierten, aufgewachsen in Sinai und nach 20 Jahren in New York jetzt in einem Integrations-Sprachkurs in Deutschland. Er schreibt (auf englisch) über die Irritationen zwischen diesen Welten – Oy Vey Berlin.

Außerdem ist seit gestern die “Drogerie” eröffnet – ein taz-Blog über die legalen und illegalen Highs und Downs und die Politik, die damit gemacht wird.  Drogenpolitik ist immer noch gekennzeichnet von Dogma, Dämonisierung und Tabu dagegen helfen nur  Aufklärung und Information. Die gibts ab sofort regelmäßig in der Drogerie.

27.01.2010

Neue Blogs: Bildung und Architektur

von Blogwart

Ob Aula oder Audimax, Klassenzimmer oder Hörsaal: Spitzenmäßiges, Randständiges und Nachgeklapptes von den Schulen und Hochschulen der Republik – sarum geht es im neuen taz-Bildungsblog, das gestern gestartet ist: “Neben unserem Uni-Schwerpunkt auf taz.de wollen wir damit auch Raum für das schaffen, was in Blogs und nicht auf gedrucktes Papier gehört. Hier ist unser Bildungsblog. Zum Nachdenken, zur Provokation, zum Austausch. Wir wollen wissen: Wie lange dauert es bis Schulen und Hochschulen im Web2.0 ankommen? Wir fragen nach den Unbefragten, Ausgegrenzten. Und wir erzählen hintergründig von spannenden und ernüchternden Gesprächen, die den Redaktionsalltag begleiten.”

Ein weiteres neues Blog widmet sich dem Thema Architektur. Peter Voßwinkel, Weltreisender in Sachen Architektur und Projektentwicklung, berichtet aus der Welt guter Architektur, Urbanität und Lebensraumgestaltung. Sein besonderes Interesse gilt dabei der organischen Architektur und Gestaltung.

18.01.2010

Männer mit Spielplan – Sven Regener bloggt.

von Blogwart

Ab heute geht Sven Regener, Autor u.a. von “Herr Lehmann” und Musiker mit seiner Band “Element of Crime” auf Tour – und wird im tazblog darüber berichten. Vor lauter Aufregung über unseren neuen Blogger traten wir dann gleich ins tiefste aller Blogwart-Fettnäpfchen und richteten einen User-Account mit falschgeschriebenem Namen ein. Aber diese Peinlichkeit ist mittlerweile korrigiert und “Männer mit Spielplan” - so der Name des Blogs – erscheint unter dem korrekten Autorennamen. Trotz sehr engem anstregenden  Spielplan freuen wir uns auf viele schöne Beiträge – und den ersten gibt es gleich hier.

23.12.2009

Schöne Feiertage!

von Blogwart

Was fängt man sich schnell, wenn man aus der Wärme in einen Eiskeller mit 20 Grad minus zurückkommt.  Eine fette Erkältung mit allen Schikanen. Deshalb hier auch kein Rückblick auf das abgelaufenene Blogjahr, keine Kontrolle, was Neublogger Diekmann in den letzten Wochen so getrieben hat, und keine aktuellen Empfehlungen, sondern nur ein ebenso kurzer wie heftiger Dank an alle taz-BloggerInnen für ihre großartige Arbeit und an die LeserInnen für ihr stetig wachsendes Interesse. Wir wünschen allen entspannte Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

22.11.2009

Immer radikal – niemals konsequent.

von Blogwart

Barbara Kalender und Jörg Schröder sind nicht nur taz-Blogger der ersten Stunde und Autoren der taz seit Anfang der 80er Jahre, sie waren vor allem die Erfinder und Motoren  des “März”-Verlags dessen Gründung vor 40 Jahren der “Neue Berliner Kunstverein” jetzt eine Ausstellung widmet – in Form einer “visuellen >

08.11.2009

Copyright & Copywrong (2)

von Blogwart

Nachdem unser Lieblingskolumnist Hal Faber uns gerade den Sonntagskaffee versalzen hatte, mit der Behauptung, in dem in der Printausgabe erschienen Artikel Hatz auf Textdiebe eröffnet seien  “vor lauter Tralali…auch die Fakten hübsch verdreht”, konnten wir über die Begründung - “Der Blogger kopierte keinen Artikel, sondern zitierte etwas viel.” dann aber fast schon wieder  lachen.  Wie über einen Anwalt,  der seinen Klienten mit dem Argument verteidigt: ‘Mein Mandant hat keinen Diebstahl begangen, sondern nur etwas zuviel mitgehen lassen’ oder ‘Er wollte nicht einbrechen, sondern hat nur ein bißchen fest gegen die Tür getreten’  – und hernach die Presse der “Faktenverdreherei” bezichtigt. Das ist eigentlich zum Piepen – aber auf diesem Niveau läuft die ganze Diskussion, und wie sich zeigt, sind auch die elder statesmen der Blogosphäre wie Hal Faber davor  nicht gefeit. Insofern scheint  unsere Beschimpfung der Piraten-Spießer in Klein-Bloggersdorf nach wie vor  berechtigt. Für Spießer besteht die Welt nur aus Eindeutigkeiten- schwarz/weiß, gut/böse – und für “Piraten-Spießer” ist das “Kostenlos-Für-Alle-Internet” das Reich des Guten, das gegen das Böse – die “Content-Mafia” – verteidigt werden muß. Dazwischen gibts für den Spießer nichts - auch keine freien Journalisten, Autoren, Künstler, die von ihrem “content” leben und selbst darüber entscheiden müssen, wie und wo er erscheint – und wie und wo dafür (oder damit)  “Werbung” gemacht wird.

“Ja aber wenn jemand mit der Abmahnkanone auf Blogspatzen feuert, das ist doch eine Schweinerei, das könnt ihr als taz doch nicht unterstützen”, tönt es uns da entgegen. Das tun wir auch nicht, aber wir verstehen durchaus, dass eine freie Autorin, deren Texte dutzendfach ungefragt und unhonoriert kopiert werden, dagegen vorgeht- und machen ihr in der Wahl ihrer Mittel keine Vorschriften.  Den rabiatesten Piratenspießern ist freilich, wie in den Kommentaren und Briefen zu sehen, selbst ein solches Verständnis schon zu viel, sie fordern Distanzierung, Rausschmiß, Schreibverbot.  Und  Feingeist Hal Faber sieht gar das “Zentralorgan der Altbaubewohner” schon vom sloterdijkschen “Aufbruch der Leistungsträger” und neoliberalem “Hass auf’s Prekariat” unterwandert.

Wo da nun also nicht weniger als der Untergang des sozialmarktwirtschaftlichen Abendlands droht, macht es keinen Sinn, weiter über Stilfehler auf beiden Seiten – ein Blogger, der nicht nachfragt, bevor er großzügig kopiert “zuviel zitiert”, eine Autorin, die zur “Schleppnetzfahndung” greift  – zu streiten. Deshalb kommen wir wohl nicht umhin, für das nächste taz-ZK-Plenum ein paar Anträge auszuarbeiten: zur strikten Benimmkontrolle von taz-AutorInnen, zum Artenschutz von Textdieben und Kopisten (“Die machen doch nur Werbung !”) sowie zum Arroganzabbau und Mitleidsmaximierung gegenüber dem bloggenden “Prekariat”.  Wir arbeiten dran !

04.11.2009

Copyright & Copywrong.

von Blogwart

Die LeserInnen, die uns auffordern, in Sachen “Abmahnskandal” doch besänftigend auf die aufgebrachte community einzuwirken, haben ja vielleicht recht. Nur fällt uns das in diesem Fall schwer, weil die taz absolut gar nichts verbrochen hat – außer eine ehemalige Kollegin, die jetzt für die ZEIT und andere Zeitungen schreibt, ein Blog schreiben zu lassen. Dafür werden wir seit dem ersten Artikel auf “Spreeblick” in Haftung genommen – und deshalb spielt in diesem Theater  jetzt neben der “Bitch of Blogospehre” aus New York , Stefan Niggemeier als Tiefenpsychologe und Johnny Häusler als Staatsanwalt  auch ein bissiger Blogwart aus der Rudi-Dutschke-Strasse mit. Der ätzt dann ein bißchen zurück und sieht auch keinen Grund zu einer inquisitorischen Abstrafung von Eva Schweitzer. Überzogene Abmahnungen mögen schlechter Stil sein, ein Verbrechen sind sie nicht. Und die taz interessiert sich für die Texte von AutorInnen und nicht dafür, ob sie das Finanzamt betrügen, den Führerschein verlieren, oder  ihre persönlichen Urheberrechte und Honorarforderungen mit Anwälten durchsetzen. Update: siehe dazu den taz-Bericht “Urheberrecht im Internet: Sepzialisiert auf Textdieb-Jagd.

Und damit genug zu diesem  Fall und zum Grundsätzlichen: ja, auch wir halten das Urheberrecht für reformbedürftig,  und ja: eine Eindämmung des Mißbrauchs von Abmahnungen ist überfällig. Dass die taz und ihr Anwalt Jony Eisenberg den “Abmahnkönig” Graveneuth hinter Gitter gebracht haben kann nur ein  Anfang gewesen sein. Deshalb sollten sich  Netzpolitiker, Piraten und die neue Justizministerin zu einem schnellen Schritt entschließen: der  umgehenden Abschaffung des “fliegenden Gerichtsstands” für Internettaten. Bisher können sich Anwälte die Gerichte aussuchen, vor denen sie Klage erheben – und wählen solche, bei denen sie mit ihren überzogenen Forderungen regelmäßig durchkommen. Eine kleine Änderung der Zivilprozeßordnung, die als Gerichtsstand den Wohnsitz des Beklagten festlegt – wie bei anderen Klagen auch – würde den ärgsten Auswüchsen des Abmahnwesens umgehend die Spitze nehmen.  Dazu noch eine, schon von einigen unteren Gerichten vorformulierte, moderate Anwalts-Gebühr für Serien-Abmahnungen und eine Anpassung der absurden  “Tarife”, die obksure “Mittelstandsvereinigungen”  etwa für die  Nutzung von Bildmaterial festglegen – und die Heuschrecken-Plage wäre auf eine erträgliche (und unvermeidliche) Zahl von Parasiten geschrumpft. Auch wenn die grundsätzlichen Fragen des Urheberrechts in Zeiten digitaler Reproduzierkarkeit  damit noch nicht geklärt sind – vor den endlosen Debatten um  Copyright & Copywrong und neuen Gesetzen könnte so mit ein paar kleinen Verordnungen sehr viel erreicht werden.

02.11.2009

Abo-Alarm!

von Blogwart

Von unserer Blogwarte aus, mit Blick über das weite wilde Web und die gepflegten Schrebergärten der tazblogs, gehen wir der Betrachtung der virtuellen Dinge in der Regel mit heiterer Gelassenheit nach. Wenn aber die wirkliche Welt uns am Wickel packt – in diesem die Fall die taz-Aboabteilung, die Kündigungen wegen der Schleppnetzfahndung unserer  Bloggerin Eva Schweitzer registriert – dann sind wir fast so erschrocken wie ein zartes Bloggerlein vom Abmahnbrief eines teuflischen Rechtsanwalts. Denn diese digitalen Schrebergärten sowie der ganze riesige Informationspark taz.de, die ihren Besuchern rund um die Uhr bei freiem Eintritt zur Verfügung stehen, leben nach wie vor von den Subventionen, die durch den Verkauf der Holzzeitung erzielt werden. Die 1.500 1770 digitalen Abos und die  Online-Anzeigen alleine reichen dafür nicht.  Deshalb schreckt  der Zuruf aus der rauhen Wirklichkeit der Einnahmen und Ausgaben alle Blogwärter gehörig auf. Dabei sind sie sich wirklich keiner Schuld bewußt – außer den AutorInnen der tazblogs dankbar zu sein, dass sie “für umme” arbeiten und wie Eva Schweitzer  tolle Beiträge aus New York liefern.

Der Aufruhr in der Blogosphäre – taz-Bloggerin läßt Blogger abmahnen ! – hat sich zwar wieder halbwegs gelegt, nachdem klar geworden ist, dass dem Betroffenen nichts passieren wird – doch wie die taz von einem aufgebrachten Blogmob ( für den unser Wortist Detlef Gürtler gerade “Möbchen” vorgeschlagen hat) mir nichts dir nichts in Sippenhaft genommen wurde, war dann schon überraschend. Und auch, wie schwerstempört so manche Piraten-Spießer in Klein-Bloggersdorf   sein müssen, wenn sie derart gemeine Drohungen loslassen wie “elkesommer” :

“Ich würde auch gern mein Abo kündigen. Aber nicht wegen dem Blogwart sondern wegen dieser Frau die “eine Art digitale Schleppnetzfahndung” durchführen lässt. Leider halte ich kein Abonnement der taz.”

Dem, liebe Elke, würde wir gerne abhelfen – und Sie könnten Ihre Lieblingszeitung beim nächsten Schwervergehen dann aber wirklich voll brutal abstrafen…