“Springer kann auch Satire” – wenn das zu beweisen war, dann hat Kai Diekmanns Blog, das nach 100 Tagen heute endet, den Beweis angetreten. Zwar gingen einige Versuche schwer daneben und zogen einen stattlichen Berg von Geldstrafen und Gerichtskosten nach sich – würden die taz-BlogerInnen mit dem Presse-und Persönlichkeitsrecht derart hemmungslos umgehen wie der bloggende Bild-Chef wäre der Laden hier längst pleite – aber dank einer Steilvorlage der taz, dem Pimmel über Berlin, konnten Genosse Diekmann und sein Blogteam zur satirischen Hochform auflaufen. Wobei mit der Fake-taz “Wir sind Schwanz!” dann der Höhepunkt des Blogs markiert wurde … weiter lesen
Archive for the ‘Diekmann-Watch’ Category
Im letzten Beitrag unseres Diekmann-Watchblogs hatten wir gemutmaßt, dass “die Bloggerei des Bild-Chefs Springer langsam zu teuer zu werden” scheint – und er deshalb in die Wüste geschickt wurde. Aber es war nur ein veregneter Kurzurlaub. Dafür hagelte es für den Medienmann des Jahres nach seiner Heimkehr gleich weitere heftige Strafen und Urteile – nicht allein wegen des Blogs, sondern auch wegen seines Treibens als Verantwortlicher der “Bild”, die geklaute Interviews zum Download anbot - aber dennoch Summen, die uns als Wärter von über 20 taz-BloggerInnen die letzten Haare zu Berge stehen ließen, würde jede/r von ihnen derart ahnungslos und lässig mit dem Medien,- und Urheberrecht umgehen wie Neublogger Diekmann. … weiter lesen
Kaum ist man aus dem verlängerten Jahresendurlaub auf der Blogwarte zurück, fährt Neublogger Kai Diekmann in den wohlverdienten Urlaub in die Wüste , was uns Zeit für einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Blogschlachten gibt: … weiter lesen
Was fängt man sich schnell, wenn man aus der Wärme in einen Eiskeller mit 20 Grad minus zurückkommt. Eine fette Erkältung mit allen Schikanen. Deshalb hier auch kein Rückblick auf das abgelaufenene Blogjahr, keine Kontrolle, was Neublogger Diekmann in den letzten Wochen so getrieben hat, und keine aktuellen Empfehlungen, sondern nur ein ebenso kurzer wie heftiger Dank an alle taz-BloggerInnen für ihre großartige Arbeit und an die LeserInnen für ihr stetig wachsendes Interesse. Wir wünschen allen entspannte Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Weil auch Blogwärter mal Urlaub brauchen und es auf Fernflügen jetzt endlich auch Internet gibt, konnten wir unser letztes Posting am Wochenende aus 34.000 Fuß Höhe tätigen. Da schrumpft selbst ein 16-Meter-Pimmel auf Nanoformat und die Seifenoper zwischen taz und Bild wird noch unbedeutender als sie sowieso schon ist. Wenn man dann an einem der schönsten Plätze der ganzen Karibik sitzt, nach dem Frühstück im Koffer kramt um mal kurz das Macbook anzuschmeißen und aus zwei wunderschönen blauen Augen von einem warnenden Blitzstrahl getroffen wird: “Es wird hier … weiter lesen
Die Therapie der sexuellen Obsessionen der Bild-Zeitung, die der Künstler Peter Lenk an der Wand des taz-Gebäudes vor zwei Wochen gestartet hat, schlägt an. Nicht dass sich an dem ekelhaften Blut-und Sperma-Blatt Europas größter Boulevardzeitung schon etwas geändert hätte, auch Friede Springer ist noch nicht zu dem ihr zugedachten Wallfahrtsort in der Rudi-Dutschke-Str. gepilgert, um sich zur Umkehr zu bekennen, und keiner der coolen Prominenten von Udo Lindenberg bis Gregor Gysi, die sich vor den Werbekarren der Blöd-Zeitung spannen lassen, hat bisher Abbitte geleistet. Doch das wäre, nach nur zwei Wochen, auch ein bißchen viel verlangt – wie jeder therapeutische Prozeß braucht auch dieser seine Zeit. Der Patient modifiziert unterdessen seine Abwehreaktionen, sich mit dem Totem an der taz-Wand zu identifizieren. … weiter lesen
“Euer blöder Schwanzvergleich geht mir echt auf die Eier, habt ihr nichts Besseres zu tun ?” – auf mails wie diese, die in den letzten Tagen öfter mal ankommen, antworten wir mit dem Hinweis, dass erstens heute wieder eine sehr gute, völlig schwanzfreie Ausgabe der taz erschienen ist – die taz-MitarbeiterInnen also nach wie vor nichts Besseres tun, als in der gewohnten Qualität eine Zeitung zu machen – und sich zweitens hinter dem Scheinriesen an der taz-Wand mehr verbirgt als … weiter lesen
Nachdem die gestrige Mitarbeiterversammlung nach zweistündiger Debatte die Entscheidung über den weiteren Umgang mit dem Kunstwerk in die Auschüsse verwiesen hat – wobei ein Meinungsbild der Anwesenden eine Mehrheit für den Erhalt des Reliefs erbrachte - hat sich die erste Aufregung nach dem “Penis-Schock” wieder etwas gelegt. Auch wenn die taz-Taliban, die das Ding am liebsten sofort gesprengt hätten, damit zum Rückzug gezwungen sind, gehen die ideologischen Grabenkämpfe um die Deutungshoheit weiter, wobei sich eine Frontlinie abzeichnet zwischen einer hermetischen “phallokratischen” Interpretation, … weiter lesen
Einen starken Verdacht hatten wir ja schon, dass Kai Diekmann hinter der Fake-taz “Wir sind Schwanz!” steckt, die am Freitag früh vor dem taz-Haus verteilt wurde – jetzt hat er diesen Verdacht in einem Interview der FAZ bestätigt:
“Und dann ist eine ominöse Pseudo-“taz“ aufgetaucht. Die macht mit dem Appell auf „Wir sind Schwanz“.
Trotz fieberhafter Recherchen hat die Redaktion den Urheber nicht gefunden. Man darf vermuten, dass Sie dahinter stecken.
Sie vermuten richtig. Jetzt lasse ich die Druckplatte der Sonderausgabe in einem schönen Rahmen und mit Widmung an Ines Pohl übergeben.” … weiter lesen
Unter den zahlreichen emails und Briefen, die wir im Zusammenhang mit dem Kunstwerk an der taz-Wand erhalten, befand sich heute ein aktuelles Interview mit dem Künstler Peter Lenk – “Pimmel über Berlin bleibt!” und eine schon etwas ältere Erinnerung an den großen Selbstbetrug des Kai Diekmann. – sowie auch die folgende Betrachtung eines “emeritierten Kunstkritikers”, … weiter lesen