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	<title>Das Blogwart-Tagebuch &#187; Diekmann-Watch</title>
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	<description>Hier empfiehlt der Blogwart besondere Beiträge und bahnt den LeserInnen einen Weg durch den taz-Blog-Dschungel.</description>
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		<title>Trotz Blogerfolg &#8211; Schweineblatt bleibt Schweineblatt.</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 14:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[68]]></category>
		<category><![CDATA[Friede Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lenk]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Dutschke]]></category>
		<category><![CDATA[Springer-Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left">&#8220;Springer kann auch Satire&#8221; &#8211; wenn das zu beweisen war, dann hat Kai Diekmanns Blog, das nach 100 Tagen heute endet, den Beweis angetreten. Zwar gingen einige Versuche schwer daneben und zogen einen stattlichen Berg von Geldstrafen und Gerichtskosten nach sich &#8211; würden die taz-BlogerInnen mit dem Presse-und Persönlichkeitsrecht derart hemmungslos umgehen wie der bloggende Bild-Chef wäre der  Laden hier  längst pleite &#8211; aber dank einer <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/15/therapie_der_sexuellen_obsessionen/">Steilvorlage </a>der taz, dem <a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&amp;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&amp;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Bild-Dir-Deinen-Pimmel&amp;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&amp;no_cache=1">Pimmel über Berlin</a>, konnten Genosse Diekmann und sein Blogteam zur satirischen Hochform auflaufen. Wobei mit der  Fake-taz <a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/wir-sind-schwanz/">&#8220;Wir sind Schwanz!&#8221; </a>dann der Höhepunkt des Blogs markiert wurde<span id="more-99"></span> &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/wir_sind_schwanz.pdf">auf Papier</a>.</p>
<p style="text-align: left">Dass das Relief <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/24/friede_sei_mit_dir_-_eine_kunstbetrachtung/">&#8220;Friede sei mit dir&#8221;</a> in einer Nacht-und Nebel-Aktion  montiert worden war, weil der Künstler Peter Lenk eine Klage fürchtete, hatte auch im Hause taz für einige Irritationen gesorgt, was den <a href="http://www.kaidiekmann.de/wp-content/uploads/2010/01/fz078742sw.jpg" rel="lightbox[99]">Satire-Mafiosi</a> von schräg gegenüber weitere Vorteile verschaffte, sodass die erste Blog-Halbzeit klar an Diekmann ging. Aber, so schon der Ziehvater des Bild-Chefs H.Kohl, &#8220;wichtig ist was hinten raus kommt&#8221; &#8211; und das Ergebnis wird sich noch zwei Jahre sehen lassen können, denn so lange wird die monumentale Anklage der frömmelnden Friede Springer  und ihrer Blut,-und Sperma-Geldmaschine &#8220;Bild&#8221; noch an der taz-Wand bleiben.</p>
<p style="text-align: left">Immerhin hat die witzige Art, mit der Kai Diekmann die obszöne Satire auf sein obszönes Blatt konterte, ihm einen Imagegewinn beschert &#8211; vornehme <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EC976366EBDFE4442A736B5598DAA1F04~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Feuilletons</a> und Medienseiten, die sonst einen Bild-Chef kaum mit der Kneifzange anfassen, widmeten ihm wohlwollende Porträts. Tatsächlich läßt sich im Hause Springer durchaus ein Fortschritt in Sachen Humor konstatieren &#8211; etwa wenn man das dort jetzt geöffnete <a href="http://www.medienarchiv68.de">Medienarchiv 68</a> nach den Karrikaturen eines Hans Joachim Stenzel durchforstet, für den  Studenten  als randalierende Untermenschen und Halbaffen auf einer Stufe mit Nazis stehen: &#8220;&#8230;so haben wir auch mal angefangen, A.H.&#8221; ziert z.B. als Unterzeile die Zeichnung (mit Klick zu vergrößern) vom 15.11.1967.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/02/stenzel-mopo-151167.jpg" rel="lightbox[99]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-100" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/02/stenzel-mopo-151167-424x259.jpg" alt="" width="502" height="306" /></a></p>
<p style="text-align: left">Ist das noch politischer Humor oder schon demagogische Hetze  ? Das Anarcho-Blatt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linkeck">&#8220;Linkeck&#8221;</a>, das den Zeichner Stenzel  wegen seines an den &#8220;Stürmer&#8221; gemahnenden Stils damals als &#8220;Faschist&#8221; bezeichnet hatte, wurde übrigens zu 500 DM Schmerzensgeld verurteilt &#8211; auch &#8217;68 durfte Satire eben nicht alles. Rudi Dutschke in der Bild-Zeitung als dämonischen Volksfeind darzustellen war indessen ein durchgängiger Standard.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/02/dutschke-stenzel.jpg" rel="lightbox[99]"><img class="alignnone size-medium wp-image-103 aligncenter" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/02/dutschke-stenzel-424x334.jpg" alt="" width="480" height="377" /></a></p>
<p style="text-align: left">Verglichen mit derlei Scheußlichkeiten läßt sich ein gewisser zivilgesellschaftlicher Fortschritt der Springer-Humoristen also nicht abstreiten &#8211; und den in 100 Tagen Blog einmal aufgezeigt zu haben kann  Diekmann und seinem Team als Verdienst angerechnet werden. An dem unerträglich unterirdischen Niveau der vom Genossen Kai verantworteten &#8220;Bild&#8221; freilich hat der Ausflug in die Höhen der Blogosphäre nichts geändert.  &#8220;Krebs-Patientin Julia (23) &#8211; Ihre Brust bekommt Schweinehaut&#8221; heißt es z.B. heute in einem großzügig bebilderten Artikel. Schweineblatt bleibt  eben Schweineblatt&#8230;</p>
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		<title>Wache Justiz und schlafende Techniker.</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 19:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Jony Eisenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Lettre]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Beitrag unseres Diekmann-Watchblogs hatten wir gemutmaßt, dass &#8220;die Bloggerei des Bild-Chefs Springer langsam zu teuer zu werden&#8221; scheint &#8211; und er deshalb <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2010/01/06/ab_in_die_wuesteab_in_die_wueste/">in die Wüste</a> geschickt wurde. Aber es war nur ein veregneter Kurzurlaub. Dafür hagelte es für den <a href="http://www.kaidiekmann.de/medienmann-des-jahres-preview/2010/01/19/">Medienmann des Jahres</a> nach seiner Heimkehr gleich weitere heftige Strafen und Urteile &#8211; nicht allein wegen des Blogs, sondern auch wegen seines Treibens als Verantwortlicher der &#8220;Bild&#8221;, die geklaute Interviews zum Download anbot -  aber dennoch Summen, die uns als Wärter von über 20 taz-BloggerInnen die letzten Haare zu Berge stehen ließen, würde jede/r von ihnen derart ahnungslos und lässig mit dem Medien,- und Urheberrecht umgehen wie Neublogger Diekmann. <span id="more-96"></span>Zumal wenn sie sich einen ausgewiesenen Kenner der Materie &#8220;Medienrecht&#8221; wie den Rechtsanwalt Jonny Eisenberg als Objekt ihrer Satire vornehmen. Diesen Spaßversuch Kai Diekmanns hat heute das Berliner Landgericht <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/01/presseerklaerung.pdf">mit 20.000 EU Schmerzensgeld  geahndet</a>. Dabei wurde von der Pressekammer besonders die &#8220;Nachhaltigkeit&#8221; gerügt, mit der Diekmann die Persönlichkeitsrechte Eisenbergs mißachtet hatte, der ihn mit mehr als einem Dutzend Verfügungen auf Rechtswidrigkeiten hingewiesen und diese gerichtlich durchgesetzt hatte.</p>
<p>Eisenberg hat in dem Rechtsstreit vorgerechnet, dass www.kaidiekmann.de den Springer Verlag und Diekmann bislang mehr als 50 000.- € an Anwalts- und Gerichtskosten gekostet hat. Die 20.000.- € Schmerzensgeld plus ca. 5.000.- € Anwalts- und Gerichtskosten, die in dem Schmerzensgeldverfahren angefallen sind, sind in dieser Summe noch nicht einmal enthalten.</p>
<p>Am Rande des Verfahrens  haben Springer-Vertreter geltend machen wollen, der Diekmann-Blog werde kaum gelesen. In einer Beschwerde gegen den Beschluß des Landgerichts, mit dem Springer zu einem Ordnungsgeld von 20.000.- € verurteilt wurde, weil über einen Monat lang das Lettre-Interview mit Sarrazin in der Fassung, in der es die Bildzeitung verbreitet hatte, trotz des Verbots gezeigt wurde, hat Springer vortragen lassen, die fragliche Seite<a href="http://www.kaidiekmann.de/return-to-sender/2009/10/27/"> „return to sender“</a> habe in mehr als zwei Monaten seit bestehen des Blogs nur  13.842 Zugriffe gezeigt. Auf der seiten-internen Ranking-Liste stand die Seite „return to sender“ über Wochen allerdings auf einem der Spitzenplätze. Schließlich bestreitet Axel Springer aber auch überhaupt ein Verschulden des Chefblogger&#8217;s Diekmann: „Erst wenn der Leser das Faksimile geklickt hat, erschien der Text in lesbarer Form. Dass dies geschehen konnte, war allein der Fahrlässigkeit eines Technikers der Schuldnerin zuzuschreiben, der versehentlich nicht dafür gesorgt hat, dass der Text nicht durch Anklicken lesbar gemacht werden konnte.“ Anders ausgedrückt: Diekmann selbst ist´s nicht gewesen, sondern ein namenloser Techniker. Dumm nur: Die Verbotsverfügung ist dem Verlag Anfang Oktober zugestellt worden. Der Text ist am 27. 10. 2009 erstmals ins Netz gestellt worden, lettre hat insgesamt dreimal  mündlich und schriftlich den Anwalt des Verlages und den Verlag aufgefordert, Ende Oktober und Anfang November, den Text vom Netz zu nehmen. Vom Netz genommen wurde er erst am 27. November.  So lange  können selbst namenlose „Techniker“ nicht schlafen. Einen Schadensersatzklage von Lettre ist ebenfalls noch anhängig</p>
<p>Kai Diekmann hat  unterdessen angekündigt, das Schmerzensgeldurteil noch von einer höheren Instanz <a href="http://www.kaidiekmann.de/and-justice-for-all/2010/01/19/">überprüfen zu lassen</a> &#8211; und er sorgt sich um die taz und mögliche Klagen wegen des schmucken Penis-Reliefs:  &#8220;Große Sorgen hingegen mache ich mir um meine Genossen von der taz. Wenn Satire doch nicht alles darf, sollte man in der Dutschke-Straße vorsorglich Rückstellungen bilden, um die zu erwartende Klagewelle zu überstehen.&#8221;  Aber hier können wir den Genossen Kai beruhigen: unsere ausgeschlafenen Rechtsexperten haben schon eine 1a Verteidigungsstrategie in petto, denn eigentlich hatte ein namenloser Aushilfstechniker längst den Auftrag, das Ding zu schrumpfen, aber versehentlich&#8230;</p>
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		<title>Ab in die Wüste!</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 10:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum ist man aus dem verlängerten Jahresendurlaub auf der Blogwarte zurück, fährt Neublogger Kai Diekmann in den wohlverdienten <a href="http://www.kaidiekmann.de/ab-in-die-wuste/2010/01/05/">Urlaub in die Wüste</a> , was uns Zeit für einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Blogschlachten gibt:<span id="more-94"></span></p>
<p>- am 18.Dezember wurde Diekmann verdonnert, eine<a href="http://www.kaidiekmann.de/bescherung-gegendarstellung/2009/12/18/"> Gegendarstellung von Lettre International </a>abzudrucken. Zuvor hatte er in seinem Blog behauptet, dass &#8220;Bild&#8221; von  Lettre eine Erlaubnis bekommen hätte, das komplette Lettre-Interview mit Theo Sarrazin auf seiner Website zu veröffentlichen.</p>
<p>- sodann wurde der &#8220;Bild&#8221;-Chef vom Landgericht Berlin gezwungen, den Anspruch der taz anerkennen, dass auch die taz den Artikel über Diekmanns angebliche Penisverlängerung nun  wieder verbreiten darf, nachdem er <a href="http://www.kaidiekmann.de/kaputte-piephaehnchen/2009/10/26/">den Text auf seinem Blog selbst wieder veröffentlicht</a> hatte. Diekmann muß die Kosten tragen, das sind mehr als 3.000.- €.</p>
<p>- gegen die Axel Springer AG  ist wegen des Verstoßes gegen die Unterlassungsverfügung, die Lettre gegen Springer erwirkt hat, das Interview mit Sarrazin zu veröffentlichen, in erster Instanz ein Ordnungsgeld von 20.000.- € festgesetzt worden. Der Springer-Verlag hat dagegen Beschwerde eingelegt.</p>
<p>- Zu dem  Beitrag auf taz.de  <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/berichtigung-1/">&#8220;Bild zahlt für Sarrazin-Interview&#8221;</a> vom 16.11.2009, in dem wir berichtet hatten, dass  der Springer-Verlag Lettre eine Vergleichsangebot von 30.000 EU gemacht hätten, hatten Kai Diekmanns Anwälte beim Landgericht Berlin eine Gegendarstellung beantragt. Das Landgericht lehnte diese  ab, weil Diekmann von der Meldung nicht betroffen sei. Daraufhin beantragten dieselben Anwälte eine  Gegendarstellung für den Axel Springer Verlag. Dies wurde vom Landgericht erneut abgelehnt, weil der Axel Springer Verlag die Gegendarstellung nicht unverzüglich angemeldet und so die Frist versäumt hatte. Die  Kosten für diesen Anfängerfehler: 3.000.- €.</p>
<p>Kein Wunder also, dass Genosse Kai jetzt dringend mal Urlaub braucht und in die Wüste geschickt wurde &#8211; die Bloggerei des Bild-Chefs scheint Springer langsam zu teuer zu werden. Vielleicht sollte die taz-Akademie ihn danach einmal zu einem Grundkurs über journalistisch und juristisch einwandfreies Bloggen einladen &#8211; hier scheint dringender Nachholbedarf. Ebenso wie bei der Aktivierung der Netzgemeinde: Diekmanns<a href="http://www.kaidiekmann.de/die-partei-die-partei-die-hat-immer/2010/01/04/"> Aufruf </a>zur Änderung des Wikipedia-Eintrags über das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friede_sei_mit_Dir">Penis-Relief am taz-Gebäude</a> fand in der Blogosphäre nur ein Echo: <a href="http://www.kanzleikompa.de/2010/01/05/diekmanns-wikipedia-kampagne-floppt-gnadenlos/">Diekmanns Wikipedia-Kampagne floppt gnadenlos</a>.</p>
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		<title>Schöne Feiertage!</title>
		<link>http://blogs.taz.de/blogwart/2009/12/23/schoene_feiertage/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 08:41:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Blogwart empfiehlt]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was fängt man sich schnell, wenn man aus der Wärme in einen Eiskeller mit 20 Grad minus zurückkommt.  Eine fette Erkältung mit allen Schikanen. Deshalb hier auch kein Rückblick auf das abgelaufenene Blogjahr, keine Kontrolle, was Neublogger Diekmann in den letzten Wochen so getrieben hat, und keine aktuellen Empfehlungen, sondern nur ein ebenso kurzer wie heftiger Dank an alle taz-BloggerInnen für ihre großartige Arbeit und an die LeserInnen für ihr stetig wachsendes Interesse. Wir wünschen allen entspannte Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!</p>
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		</item>
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		<title>Goggeln statt Googeln.</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 10:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil auch Blogwärter mal Urlaub brauchen und es auf Fernflügen jetzt endlich auch Internet gibt,  konnten wir unser letztes Posting am Wochenende aus 34.000 Fuß Höhe tätigen. Da schrumpft selbst ein 16-Meter-Pimmel auf Nanoformat und die Seifenoper zwischen taz und Bild wird noch unbedeutender als sie sowieso schon ist. Wenn man dann an einem der schönsten Plätze der ganzen Karibik sitzt, nach dem Frühstück im Koffer kramt um mal kurz das Macbook anzuschmeißen und   aus zwei wunderschönen blauen Augen von einem warnenden Blitzstrahl getroffen wird: “Es wird hier <span id="more-92"></span>nur gegoggelt, nicht gegoogelt, war abgemacht!” – dann kann man auch als Nachrichtenjunkie und Blogsüchtiger nicht anders, als zu Taucherbrille und Schnorchel zu greifen. Aber eine zwei Tage alte Bild-Zeitung hatten wir an der Rezeption schon erspäht. Es wird also mit Zeitverzug kontrolliert, ob Kai Diekmanns Transparenz-Offensive Früchte trägt und wann und wie die Bild-Leser mit dem Pimmel über Berlin konfrontiert werden. Bis dahin goggeln wir mit Freuden statt im virtuellen Meer im Live-Aquarium…</p>
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		<title>Totem und Tabu.</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 14:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Dutschke]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die  <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/15/therapie_der_sexuellen_obsessionen/">Therapie der sexuellen Obsessionen</a> der Bild-Zeitung, die der Künstler Peter Lenk an der Wand des taz-Gebäudes vor zwei Wochen gestartet hat, schlägt an. Nicht dass sich an <span style="text-decoration: line-through">dem ekelhaften Blut-und Sperma-Blatt</span> Europas größter Boulevardzeitung schon etwas geändert hätte, auch <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/24/friede_sei_mit_dir_-_eine_kunstbetrachtung/">Friede Springer</a> ist noch nicht zu dem ihr zugedachten Wallfahrtsort in der Rudi-Dutschke-Str. gepilgert, um sich zur Umkehr zu bekennen, und keiner der coolen Prominenten von Udo Lindenberg bis Gregor Gysi, die sich vor den <a href="http://www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html">Werbekarren</a> der Blöd-Zeitung spannen lassen, hat bisher Abbitte geleistet. Doch das wäre, nach nur zwei Wochen, auch ein bißchen viel verlangt &#8211; wie jeder therapeutische Prozeß braucht auch dieser seine Zeit. Der Patient modifiziert unterdessen seine <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/18/penispatient_auf_der_blogcouch/">Abwehreaktionen</a>, sich mit dem Totem an der taz-Wand zu identifizieren.<span id="more-91"></span> Nachdem er zuerst den Anwalt der taz und einen Redakteur der &#8220;Berliner Zeitung&#8221; darin sehen wollte &#8211; der sich das jetzt ebenfalls  <a href="http://www.bildblog.de/14154/die-rueckkehr-der-naturgeilen-nymphen/">verbeten hat</a> -  vermutet er mittlerweile, dass es sich eigentlich nur <a href="http://hausblog.taz.de/2009/11/kai-diekmann-ich-bin-die-siegssaeule/">&#8220;um Rudi Dutschke himself&#8221;</a> handeln kann. Wir kommen der Sache also langsam näher, denn &#8220;68&#8243; ist bekanntlich das große Trauma des Kai Diekmann, an dem er sich mit <a href="http://image.spreadshirt.net/image-server/image/composition/11167269/view/1/type/png/width/280/height/280">Kai Guevara T-Shirts</a> und <a href="http://www.kaidiekmann.de/category/meine-taz/">Spaßguerilla-Blogging über die taz</a> abarbeitet &#8211; und jetzt mit dem eingebildeten Penis seines eingebildeten Großfeinds Rudi. (In sofern sollte auch niemand überrascht sein, wenn er nächste Woche verkündet: &#8220;Ich hab&#8217;s, es ist Martin Walser!&#8221; )</p>
<p>Während Abwehr, Verdrängung und Verschiebung so zu immer neuen Imaginationen des Patienten führt, fragen wir uns schon seit einigen Tagen, was eigentlich das Fachblatt für investigativen Unterleibs,- und Unterhosen-Journalismus, das sich ansonsten keinen öffentlichen Pimmel entgehen läßt, was also &#8220;Bild&#8221; zu der ganzen Sache sagt ? Da katapultiert die Kunstaktion der taz deren &#8220;direttore&#8221; in die Schlagzeilen der internationalen Presse und macht seine Manneskraft bis nach <a href="http://www.repubblica.it/2006/05/gallerie/esteri/bild-direttore/1.html" target="_blank">Italien</a> und in die hinterste <a href="http://www.kaidiekmann.de/wp-content/uploads/2009/11/mil10-271109-y.jpg" rel="lightbox[91]">Türkei</a> berühmt, da berichten Funk und <a href="http://www.swr.de/mediathek/sendungsauswahl/landesschau-bw/-/id=4693948/did=5655410/pv=video/nid=4693948/1o9wf8i/index.html">Fernsehen</a>, das<a href="http://www.swr.de/mediathek/sendungsauswahl/landesschau-bw/-/id=4693948/did=5655410/pv=video/nid=4693948/1o9wf8i/index.html"> </a>vornehme<a href="http://www.swr.de/mediathek/sendungsauswahl/landesschau-bw/-/id=4693948/did=5655410/pv=video/nid=4693948/1o9wf8i/index.html"> </a><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E92ED04B8554F4BE6A429E5C23D8F92BC~ATpl~Ecommon~Scontent.htm">FAZ-Feuilleton </a>adelt das journalistische Schmuddelkind mit einem jubelnden Porträt und der &#8220;Spiegel&#8221; ruft den Schmierfinken der Nation gar zum neuen Sponti-Häuptling der Republik aus &#8211; und was erfahren Millionen  Bild-LeserInnen davon ?  Nichts!</p>
<p>Hier zeigt sich einmal mehr der Unterschied zwischen der kleinsten und der größten Zeitung in der Dutschkestr.: die taz ist authentisch &#8211; sie hat ihre internen Irritationen öffentlich gemacht und sich dafür verspotten lassen &#8211; und Bild ist verlogen: ihr Chef spielt den liebenswerten Witzbold, aber sein Schandmal bleibt ein Tabu.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/273ec62de3e445c5a7c01f8cf5e17b2e" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Penis-Nachmessen vor Gericht.</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 11:33:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Penisvergrößerung]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Euer blöder Schwanzvergleich geht mir echt auf die Eier, habt ihr nichts Besseres zu tun ?&#8221; &#8211; auf mails wie diese, die in den letzten Tagen öfter mal ankommen, antworten wir mit dem Hinweis, dass erstens heute wieder eine sehr gute, völlig schwanzfreie Ausgabe der taz erschienen ist &#8211; die taz-MitarbeiterInnen also nach wie vor nichts Besseres tun, als  in der gewohnten Qualität eine Zeitung zu machen &#8211; und sich zweitens hinter dem <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/26/der_scheinriese/">Scheinriesen an der taz-Wand</a> mehr verbirgt als<span id="more-90"></span> nur ein lächerlicher Pimmel. Denn es geht um  das Geschäftsmodell der Bild-Zeitung, aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer ihren wirtschaftlichen Vorteil zu ziehen, es geht um die Methode, Intimes und Privates vorzuführen und damit Kasse zu machen, es geht um einen Journalismus, der nicht der Aufklärung und der Erziehung zur Mündigkeit verpflichtet ist, sondern der Sensationslust und Verdummung. Für dieses zynische Geschäftsmodell, aus dem die christliche Unternehmerin und Bundeverdienstkreuzträgerin Friede Springer ihren Profit saugt, hat die taz ihre Hauswand als Pranger zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Eine solche Anprangerung  &#8211; und nicht der Hang zu pubertären Pimmelwitzen &#8211; war auch schon der Grund, warum die taz 2002 den satirischen Beitrag über die Penisverlängerung des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann ins Blatt nahm. Auch wenn das Gericht der taz damals verbot, den Artikel weiter zu verbreiten, war der Prozeß ein medienpolitischer Meilenstein, wurde doch das oben beschriebene Geschäftsmodell der Bild-Zeitung erstmals amtlich und gerichtsfest definiert. Nachdem nun Kai Diekmann im Zuge des Imagetransfers vom schmuddeligen &#8220;Sudel-Kai&#8221; zum coolen Spaßguerillero den verbotenen Text <a href="http://www.kaidiekmann.de/wp-content/uploads/2009/06/taz_penis_web1.jpg" rel="lightbox[90]">in seinem Blog selbst veröffentlichte</a>, hat die taz das Gericht aufgefordert, das für sie nach wie vor geltende Verbreitungsverbot aufzuheben. In dieser der Woche nun hat das Landgericht Berlin mitgeteilt, dass dies alsbald erfolgen wird. &#8220;Telepolis&#8221; hat den medienpolitischen und presserechtlichen Streit heute dokumentiert: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31604/1.html">Penis-Nachmessen vor Gericht.</a></p>
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		<title>Der Scheinriese.</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 21:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem die gestrige Mitarbeiterversammlung nach zweistündiger Debatte die Entscheidung über den weiteren Umgang mit dem Kunstwerk in  die Auschüsse verwiesen hat &#8211; wobei ein Meinungsbild der Anwesenden eine  Mehrheit für den Erhalt des Reliefs erbrachte -  hat sich die erste Aufregung nach dem &#8220;Penis-Schock&#8221; wieder etwas gelegt. Auch wenn die taz-Taliban, die das Ding am liebsten sofort gesprengt hätten, damit zum Rückzug gezwungen sind, gehen die ideologischen Grabenkämpfe um die Deutungshoheit  weiter, wobei sich eine Frontlinie abzeichnet  zwischen einer hermetischen  &#8220;phallokratischen&#8221; Interpretation, <span id="more-88"></span>die allein auf die Peniscobra fixiert ist, sowie einer  erweiterten  <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/17/im_namen_des_buddhadaismus/">&#8220;buddhadaistischen&#8221;</a> , die eher der Gesamtkomposition Rechnung trägt.</p>
<p>Nachdem wir hier vor einigen Tagen eine erste  <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/24/friede_sei_mit_dir_-_eine_kunstbetrachtung/">&#8220;Kunstbetrachtung&#8221;</a> veröffentlichten, die bei LeserInnen auf viel Interesse stieß, erreichte uns heute (von einem anonymen Einsender) eine weitere Interpretation, die auf einen wichtigen Aspekt des Werks aufmerksam macht: je länger man den Monsterpimmel betrachtet, desto kleiner wird: &#8220;Das zentrale Element des Reliefs ist eine Scheinriese.&#8221;</p>
<p><strong>Der Scheinriese</strong></p>
<p><em>&#8220;</em><em>Das zentrale Element des Reliefs ist eine Scheinriese. </em><em>Je näher man kommt, desto kleiner wird seine Bedeutung. Das gilt auch und gerade auf einer Zeitachse. Die ist der wirksamste Agent des gesamten Lenkschen Oevres. Der erste Affekt ist Brüskierung, ausgelöst durch eine brachial häßlich wuchernde Geschlechtlichkeit. Einige Betrachter fixieren an dieser Stelle ihre Wahrnehmung und lehnen eine weitere Auseinandersetzung  ab oder reduzieren sie auf diesen Aspekt. Verborgen bleibt dabei die Rezeption der den Installationen inne wohnenden Ästhetik der zeitgenössischen Aktionskunst. Sie glänzt mit einem frappierend gering subtilen Interventionsanspruch. In einer Art reziproker Konvergenz hat sich dabei ganz klandestin aber auch ein Scheinzwerg eingeschlichen. Je länger die Zeitachse die scheinbar peripheren Elemente zu tragenden Säulen des Diskurses des auf Interpretation sinnenden Publikums werden lässt, desto penetranter gehen die pädagogischen Inhalte in diese über: die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Imperia_%28Statue%29">Imperia</a> ist dadurch ganz selbstverständlich zu einem Mahnmal der nicht nur kirchlichen Bigotterie geworden. Die Chance von <a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&amp;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&amp;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Bild-Dir-Deinen-Pimmel&amp;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&amp;no_cache=1">Friede sei mir Dir</a> besteht hier analog in der nachhaltig bohrenden Beschuldigung derjenigen, die sich im Kontakt mit oder ihrem Einsatz für die &#8220;Bild&#8221; instrumentalisieren lassen. Das ist die zeitgenössische Intervention gegen die erklecklichen Bemühungen der größten europäischen Boulevardzeitung, ihr durch <a href="http://www.bildblog.de/">bildblog</a>, <a href="http://www.taz.de/index.php?id=archiv&amp;dig=2003/05/03/a0094">Penisprozess</a> und <a href="http://www.taz.de/digitaz/.dutschkestrasse/index">Rudi-Dutschke-Str.</a> empfindlich beschädigtes Image zu korrigieren. Das Ziel, die auf Werbeplakaten für Bild posierenden Prominenten mit ihrer Verantwortung für die auf dem Kunstwerk aus der Vergessenheit geholten Opfer zu assozziieren und wie Friede selbst zu besudeln, wird den Preis für deren Einkauf ins Unkalkulierbare steigern. Von dem Kunstwerk die Verbesserung der Welt von heute nachmittag oder morgen früh tatsächlich zu erreichen, hieße, es wahrscheinlich zu überfordern. Aber dafür bleiben ja die Spalten der Zeitung. Die kann man lesen, das Kunstwerk dagegen braucht seine Zeit, um zu wirken.&#8221;</em></p>
<p>Unterdessen hat unser bloggender Scheinreise von schräg gegenüber das Angebot, als Belohnung für die <a href="http://hausblog.taz.de/2009/11/fake-taz-aufgetaucht/">Fake-taz</a> ein bißchen auf taz.de zu bloggen<a href="http://www.kaidiekmann.de/friede-sei-mit-euch/2009/11/26/#more-4784"> angenommen</a>. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile über den digitalen Flurfunk des Hauses, Chefredakteure, Ressortleiter und Mitarbeiterinnen vieler Abteilungen stümten begeistert die kleine Blogzentrale im 4. Stock. Die Werbeabteilung hatte sogar Sekt mitgebracht. Sie beglückwünschten den Blogwart und bestürmten ihn, sofort Login und Password an den Neu-Blogger zu senden, damit es gleich morgen losgehen könne. Dies wurde allerdings durch ein  Machtwort des CDDO  &#8211; Chief Digital Development Officers &#8211; gestoppt: &#8220;Solange jemand noch woanders bloggt, läuft hier nichts. Selbst wenn es Che Guevara oder der Papst persönlich wären: exklusiv oder gar nicht.&#8221; Mit einem strengen Blick auf den Blogwart setzte er hinzu: &#8220;Und wir bestimmen die Spielregeln, keine Kompromisse!&#8221;</p>
<p>Da im Zeitalter von Pageimpresssions und Unique Visitors das Wort eines CDDO mindestens so schwer wiegt wie das von 15 Holzredakteuren gab es kaum Widerspruch, zumal dieser mit der aktuellen Tabelle der 1. Liga News-Websites wedelte: &#8220;Im Oktober 8,8 % Verlust bei bild.de und 9,8% Zuwachs für taz.de. Wir sind der dynamischste Club der Liga.  Ich würde mir noch gut überlegen, ob ich den Kapitän eines sinkenden Schiffs  hier an Bord lasse.&#8221;</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/adplanner_d_news_25_200910.jpg" rel="lightbox[88]"><img class="alignnone size-medium wp-image-89" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/adplanner_d_news_25_200910.jpg" alt="" width="423" height="601" /></a></p>
<p>Quelle: <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/klare-verluste-fr-die-nachrichtenbranche_100024751.html?tx_ttnews[backPid]=911&amp;cHash=b2fa5fed89">meedia.de</a></p>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/ebc8100cf73e42249ef84f80b5269ea9" width="1" height="1" alt=""></p>
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		</item>
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		<title>Kai Diekmann gesteht taz-Fälschung.</title>
		<link>http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/25/diekmann_gesteht_taz-faelschung/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 14:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Fake-taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen starken Verdacht hatten wir ja schon, dass  Kai Diekmann hinter der Fake-taz &#8220;Wir sind Schwanz!&#8221; steckt, die am Freitag früh vor dem taz-Haus verteilt wurde &#8211; jetzt hat er diesen Verdacht in einem <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E89F42C4E429D45E087BEC3A1D98711DC~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">Interview  der FAZ </a>bestätigt:</p>
<p><em>&#8220;Und dann ist eine ominöse Pseudo-“taz“ aufgetaucht. Die macht mit dem Appell auf „Wir sind Schwanz“.<br />
Trotz fieberhafter Recherchen hat die Redaktion den Urheber nicht gefunden. Man darf vermuten, dass Sie dahinter stecken.</em></p>
<p>Sie vermuten richtig. Jetzt lasse ich die Druckplatte der Sonderausgabe in einem schönen Rahmen und mit Widmung an Ines Pohl übergeben.&#8221;<span id="more-86"></span></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/fake-taz2.jpg" rel="lightbox[86]"><img class="alignnone size-medium wp-image-87 aligncenter" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/fake-taz2.jpg" alt="" width="292" height="392" /></a></p>
<p>Eben kam die Lieferung an, im schönen schwarzen Rahmen und signiert. Nachdem damit klar ist, dass wir nun möglicherweise beim Blogwart-Ehrenwort genommen werden könnten und <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/20/100_tage_diekmann_auf_tazde_/">&#8220;100 Tage Diekmann auf taz.de&#8221;</a> in&#8217;s Haus stehen, legen wir gleich mal die wichtigsten Konditionen fest:</p>
<p>- als Honorar wird &#8211; wie für den Künstler Peter Lenk &#8211; ein taz-Jahresabo ausgelobt</p>
<p>- für Verletzungen des Medien,- Urheber, &#8211; und Persönlichkeitsrechts  sowie für die dadurch entstehenden Kosten kommt der (in dieser Hinsicht einschlägig &#8220;vorbestrafte&#8221;) Nachwuchs-Blogger selbst auf</p>
<p>- sämtliche Kommentare, sofern nicht rechtsverletzend oder redundant, werden freigeschaltet.</p>
<p>- das <a href="http://www.taz.de/6/redaktionsstatut/">Redaktionsstatut der taz</a> , insbesondere § 2,  ist zubeachten: <em>&#8220;Die taz engagiert sich für eine kritische Öffentlichkeit. Sie tritt ein für die Verteidigung und Entwicklung der Menschenrechte und artikuliert insbesondere die Stimmen, die gegenüber den Mächtigen kein Gehör finden. Die taz wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung&#8230; Die Zeitung ist der wahrheitsgetreuen Berichterstattung verpflichtet; sie bekennt sich zur Tradition ihrer publizistischen Sprache, sie widersteht dem Druck der Stereotype und des sprachlichen und thematischen Konformismus&#8230; .&#8221;</em></p>
<p>Ob ein Bild-Chefredakteur das hinbekommt -  daran  bestehen allerdings schwere Zweifel,  sodass möglicherweise noch die eine oder andere Aufnahmeprüfung zu absolvieren ist. Zudem müssen in einer demokratischen Genossenschaft ja auch noch diverse Gremien gehört werden:  &#8220;Jetzt haben wir schon den Pimmel dieses Idioten an der Wand und Du willst ihn auch noch bloggen lassen ???&#8221; Inwieweit wir das zu erwartende Sperrfeuer dieses Kalibers  heil überstehen, bleibt abzuwarten. Aber für die nächsten 69 Tage hat Genosse Diekmann ja erstmal noch sein eigenes Blog&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>“Friede sei mit Dir” &#8211; Eine Kunstbetrachtung.</title>
		<link>http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/24/friede_sei_mit_dir_-_eine_kunstbetrachtung/</link>
		<comments>http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/24/friede_sei_mit_dir_-_eine_kunstbetrachtung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 14:21:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Friede Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lenk]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter den zahlreichen emails und Briefen, die wir im Zusammenhang mit dem <a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&amp;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&amp;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Bild-Dir-Deinen-Pimmel&amp;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&amp;no_cache=1">Kunstwerk an der taz-Wand </a>erhalten, befand sich heute ein aktuelles Interview mit dem Künstler Peter Lenk &#8211; <a href="http://www.radio7.de/index.php?id=558">&#8220;Pimmel über Berlin bleibt!&#8221;</a> und eine schon etwas ältere Erinnerung an den <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2007/05/09/bei-diekmanns-wichsvorlage-endet-die-innere-pressefreiheit-bei-weltde/#comment-18556">großen Selbstbetrug des Kai Diekmann</a>. &#8211; sowie auch die folgende Betrachtung eines &#8220;emeritierten Kunstkritikers&#8221;,<span id="more-81"></span> der unter dem  Pseudonym &#8220;Prof. Dr. t.h.c. Bazon Broeckers&#8221; schreibt:</p>
<p><strong>“Friede sei mit Dir” &#8211; Eine Kunstbetrachtung</strong></p>
<p><strong>Friede</strong> war 1965 Kindermädchen im Hause Springer, bevor sie die Geliebte, Lebensgefährtin und 1978 fünfte und letzte Ehefrau des Verlegers Springer wurde. Nach sieben Jahren Ehe erbte sie dessen Anteile des Verlagsimperiums, zahlte Kinder und Enkel aus früheren Ehen sowie weitere Anteilseigner aus und verfügt heute über die Aktienmehrheit des Springer-Konzerns. Friede nennt ein Privatvermögen von 3,2 Milliarden $ (Forbes-Magazin 10/07) ihr eigen,  ist Trägerin zahlreicher hoher Auszeichnungen und gehört der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche an. Sie ist Mitglied der CDU und eine Freundin Angela Merkels.</p>
<p><strong>Friede</strong> nimmt in dem monumentalen Relief Peter Lenks  die Zentralposition ein, der Punkt auf den die gesamte Dynamik hinzielt:  die sich aus den Tiefen mächtig empor wuchtende Cobra, die allein von der <strong>Beschwörung der Göttin</strong>, Friedes Flöte, gezähmt werden kann. Das über ihre schwebende Engelchen Axel Cäsar&#8230; selbst  wenn am <a href="http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/files/2009/11/0000155.jpg" rel="lightbox[81]">Axel-Cäsar-Altar</a> im obersten Stock der Springer-Zentrale bis heute täglich alle aktuellen Ausgaben dargebracht werden – so ein Engelchen kann es nicht mehr richten. Das kann nur eine mächtige, züchtige, christliche, steinreiche Frau:<strong> Friede.</strong></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/friede.jpg" rel="lightbox[81]"><img class="alignnone size-medium wp-image-82 aligncenter" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/friede.jpg" alt="" width="314" height="341" /></a></p>
<p><strong>Friede dirigiert den großen Hampelmann</strong>, der den unteren Teil des Reliefs dominiert und aus dessen Unterleib die Cobra wächst, die man drei Etagen lang ohne Zweifel für nichts anderes als einen Phallus halten kann. Doch ihre Doppelnatur enthüllt sich in 15 Metern Höhe, wo sie sich sanft der Göttin beugt.  Warum, könnte man fragen, muß es so hoch sein ? Geht es nicht ein bißchen kleiner ? So wie das barocke Pimmelchen des Axel Cäsar ?  Peter Lenks Antwort lautet eindeutig Nein – und ihm ist Recht zu geben. Denn so harmlos, brav und unscheinbar die Göttin hoch oben erscheint – sie ist die Herrin eines Monsters, dass sich tagtäglich in der Presselandschaft aufschwingt:<strong> gross, ordinär, obszön und primitiv</strong> &#8211;  wie  diese phallische Cobra.</p>
<p>Friede den Penis eines Hampelmanns, ihres BILD-Chefredakteurs, beschwören zu lassen wäre schon für sich gesehen eine schöne künstlerische Idee; es an einer Wand zu tun, die im Blickfeld der Springer-Zentrale liegt erhöht nicht nur den Reiz, sondern befördert das Kunstwerk zum  Mahnmal – und es an der taz-Wand des Presse-Davids  zu tun, dem der Bild-Goliath einen kritischen Beitrag über seine Penisverlängerung verbieten ließ:<strong> diese</strong> <strong>Koinzidenz macht Idee und Mahnmal zum Ereignis</strong>. Und beantwortet einmal mehr die Frage, warum  die Peniscobra so groß sein muß. Die Größe spielt auf jenes Gerichtsverfahren an, bei dem sich der Chefredakteur wegen einer fiktiven Penisverlängerung in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sah und 30.000 EU Schmerzensgeld von der taz forderte. Eine monströse Summe für eine derart kleine Sache, zumal für einen der  “bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer sucht.” .</p>
<p>Mit diesem von der taz erkämpften Spruch des Landgerichts Berlin wurde erstmals gerichtlich festgehalten, wie Friede, ihr Flagschiff Bild und ihre jeweiligen Hampelmänner zu ihren Milliarden kommen. Indem sie ihren <strong>“wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer”</strong> ziehen und dabei die Figuren vorführen und auschlachten, die den Mittelteil des Reliefs bilden:</p>
<p>Prominente und Namenlose, deren Penis Bild-Schlagzeilen machte. Es könnten auch ihre Brüste,  ihr Krebs oder anderes Privates sein. Friede gibt den Ton vor und der Hampelmann dringt ein, mit einer, zumindest an dieser Wand kaum zu überbietenden Penetrationsgewalt – als adäquate <strong>Spiegelung und Affirmation der Penetranz </strong>des Bild-Geschäfts.</p>
<p>Weil auf den ersten Blick nur <strong>der Hampeldiekmann und sein ins Lächerliche dimensionierter Phallus</strong> zu sehen sind, erschließt die Bedeutung des Werks sich erst bei näherer Betrachtung und unter Einbeziehung des Zentralgestirns Friede. Dem flüchtigen Passanten kann “Friede sei mit dir” vielleicht wie ein hingeschmierter, postpubertärer Graffitistreich erscheinen, tatsächlich aber verbinden sich hier Ortsmagie, Medienkritik und Komik zu einem wirklichen Kunstereignis. Es geht nicht um den Hampelmann und seinen Pimmel – es geht um eine Beschwörung der mächtigsten Frau Deutschlands. Die taz und Peter Lenk wünschen <strong>Frieden für Friede</strong>: dass sie es bald nicht mehr nötig haben möge, ihre Geschäfte auf einem derart dumpfem Niveau zu betreiben, dass sie Menschen ihre Würde läßt und dass sie ihre Einfluß geltend macht und die penetrante Cobra endlich ins Körbchen zurückpfeift. <strong>Friede sei mit Dir</strong>.<br />
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