Die Therapie der sexuellen Obsessionen der Bild-Zeitung, die der Künstler Peter Lenk an der Wand des taz-Gebäudes vor zwei Wochen gestartet hat, schlägt an. Nicht dass sich an dem ekelhaften Blut-und Sperma-Blatt Europas größter Boulevardzeitung schon etwas geändert hätte, auch Friede Springer ist noch nicht zu dem ihr zugedachten Wallfahrtsort in der Rudi-Dutschke-Str. gepilgert, um sich zur Umkehr zu bekennen, und keiner der coolen Prominenten von Udo Lindenberg bis Gregor Gysi, die sich vor den Werbekarren der Blöd-Zeitung spannen lassen, hat bisher Abbitte geleistet. Doch das wäre, nach nur zwei Wochen, auch ein bißchen viel verlangt – wie jeder therapeutische Prozeß braucht auch dieser seine Zeit. Der Patient modifiziert unterdessen seine Abwehreaktionen, sich mit dem Totem an der taz-Wand zu identifizieren. … weiter lesen
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“Euer blöder Schwanzvergleich geht mir echt auf die Eier, habt ihr nichts Besseres zu tun ?” – auf mails wie diese, die in den letzten Tagen öfter mal ankommen, antworten wir mit dem Hinweis, dass erstens heute wieder eine sehr gute, völlig schwanzfreie Ausgabe der taz erschienen ist – die taz-MitarbeiterInnen also nach wie vor nichts Besseres tun, als in der gewohnten Qualität eine Zeitung zu machen – und sich zweitens hinter dem Scheinriesen an der taz-Wand mehr verbirgt als … weiter lesen
Das Totem an der taz-Wand zeigt Wirkung. Nach der erwartbaren Abwehrreaktion (“HiHi, das bin ich ja garnicht!”) beginnt der Patient langsam, sich der Realität zu stellen – aber wie das bei den im Springerhochhaus nistenden Schmierfinken so ist: kaum haben sie ein Partikel Realität erfaßt und einmal durch ihr Kleinhirn gewälzt, kommt “Bild”-Schwachsinn in Großbuchstaben heraus. Wie in KDs Antwort auf … weiter lesen
Wir ahnten ja schon, dass die “Diekmann-Watch” eine Herausforderung wird, aber wo es mit Nietzsche gilt, um der Wahrheit willen notfalls auch “in die Jauchegrube hinabzusteigen” klicken wir uns pflichtbewußt durch alle Beiträge, die der RSS-Feed meldet. Und sind jedesmal auf’s Neue überrascht, dass auch noch das billigste Klischee von Deutschlands dämlichster Tageszeitung und ihres geschmacklosen Chefredakteurs in Wort und Bild bestätigt wird. Wie zum Beispiel in Diekmanns Beitrag über seine Vorzimmer”königinnen”, die im Minirock auf dem Tisch posieren. Aber auch für klassische Parolen wie “Bild lügt!” finden sich im Blog passende Belege, wie BildBlog anhand der Geschichte von Jürgen Trittin mit “Bolzenschneider” und “Eisenstange” noch einmal dokumentiert hat. (Apropos Klassik: Wikileaks hat die unzensierte Fassung von Günter Wallraffs verdeckter Bild-Recherche “Der Aufmacher” (1970) veröffentlicht – Springer hatte für die zweite Auflage des Buchs seinerzeit zahlreiche Streichungen durchgesetzt.)
Jetzt beklagt sich der Bild-Chef und taz-Genosse unter dem… weiter lesen
“Seit gestern bloggt Kai Diekmann…” – “Ja und ?” – “…eines seiner Themen ist “Meine taz!” – “Ok, er ist ja auch Genossenschaftsmitglied” – “Das muss man im Auge behalten” – “Ok, aber wer soll das dauernd lesen ?” – “Na am besten der Blogwart”. – So werden bei Mütterchen taz die Aufgaben verteilt und uns fällt außer der Aufsicht über die tazblogs nun auch noch die Sichtkontrolle eines auswärtigen Bloggers zu: Sudel-Kai, Gossen-Diekmann, der Chef des Blut-und Sperma-Blatts vom Springerstiefelfeind schräg gegenüber.