Nachdem unser Lieblingskolumnist Hal Faber uns gerade den Sonntagskaffee versalzen hatte, mit der Behauptung, in dem in der Printausgabe erschienen Artikel Hatz auf Textdiebe eröffnet seien “vor lauter Tralali…auch die Fakten hübsch verdreht”, konnten wir über die Begründung - “Der Blogger kopierte keinen Artikel, sondern zitierte etwas viel.” dann aber fast schon wieder lachen. Wie über einen Anwalt, der seinen Klienten mit dem Argument verteidigt: ‘Mein Mandant hat keinen Diebstahl begangen, sondern nur etwas zuviel mitgehen lassen’ oder ‘Er wollte nicht einbrechen, sondern hat nur ein bißchen fest gegen die Tür getreten’ – und hernach die Presse der “Faktenverdreherei” bezichtigt. Das ist eigentlich zum Piepen – aber auf diesem Niveau läuft die ganze Diskussion, und wie sich zeigt, sind auch die elder statesmen der Blogosphäre wie Hal Faber davor nicht gefeit. Insofern scheint unsere Beschimpfung der Piraten-Spießer in Klein-Bloggersdorf nach wie vor berechtigt. Für Spießer… weiter lesen
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Die LeserInnen, die uns auffordern, in Sachen “Abmahnskandal” doch besänftigend auf die aufgebrachte community einzuwirken, haben ja vielleicht recht. Nur fällt uns das in diesem Fall schwer, weil die taz absolut gar nichts verbrochen hat – außer eine ehemalige Kollegin, die jetzt für die ZEIT und andere Zeitungen schreibt, ein Blog schreiben zu lassen. Dafür werden wir seit dem ersten Artikel auf “Spreeblick” in Haftung genommen – und deshalb spielt in diesem Theater jetzt neben der “Bitch of Blogospehre” aus New York , Stefan Niggemeier als Tiefenpsychologe und Johnny Häusler als Staatsanwalt auch ein bissiger Blogwart aus der Rudi-Dutschke-Strasse mit. Der ätzt dann ein bißchen zurück und sieht auch keinen Grund zu einer inquisitorischen Abstrafung von Eva Schweitzer. Überzogene Abmahnungen mögen schlechter Stil sein, ein Verbrechen sind sie nicht. Und die taz interessiert sich für die Texte von AutorInnen und nicht dafür, ob sie das Finanzamt betrügen, den Führerschein… weiter lesen