Im letzten Beitrag unseres Diekmann-Watchblogs hatten wir gemutmaßt, dass “die Bloggerei des Bild-Chefs Springer langsam zu teuer zu werden” scheint – und er deshalb in die Wüste geschickt wurde. Aber es war nur ein veregneter Kurzurlaub. Dafür hagelte es für den Medienmann des Jahres nach seiner Heimkehr gleich weitere heftige Strafen und Urteile – nicht allein wegen des Blogs, sondern auch wegen seines Treibens als Verantwortlicher der “Bild”, die geklaute Interviews zum Download anbot - aber dennoch Summen, die uns als Wärter von über 20 taz-BloggerInnen die letzten Haare zu Berge stehen ließen, würde jede/r von ihnen derart ahnungslos und lässig mit dem Medien,- und Urheberrecht umgehen wie Neublogger Diekmann. … weiter lesen
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Am 7.11. hatten wir hier berichtet, dass “Bild” einen Text von “Lettre International” – das berüchtigte Interview mit Thilo Sarrazin – unerlaubt veröffentlicht und Neu-Blogger Kai Diekmann in seinem Blog dann fälschlich behauptet hatte, eine Erlaubnis eingeholt zu haben: Klauen und Lügen. Um den Abdruck der Gegendarstellung in Kai Diekmanns Blog vermeiden hatte der Springer-Verlag Lettre daraufhin einen Vergleich angeboten – gegen Zahlung von 30.000 EU sollte “Lettre” auf diese Gegendarstellungen und weitere Schadensersatzforderungen verzichten. … weiter lesen
Bloggen ist zwar ganz einfach, aber nicht risikolos, vorallem wenn man sich dabei fremder Werke bemächtigt oder wenn man in seinem Blog Unwahrheiten behauptet - doch Superkai wäre nicht der weltgrößte Diekmann, wenn er nicht locker beides schaffen würde. Zum einen ließ er “Lettre international” beklauen und das komplette Interview mit Thilo Sarrazin zum Download auf Bild.de bereitstellen – und dann behauptete er in seinem Blog “natürlich haben wir das Interview nicht geklaut, sondern uns vorher die Erlaubnis zur Veröffentlichung geholt.” Da aber ein Redakteur, der sich eine Quelle zufaxen läßt weil er für seinen Artikel daraus zitieren will, damit natürlich nicht automatisch über eine Erlaubnis zur kompletten Veröffentlichung verfügt – nach Angaben von “Lettre” wurde eine Online-Nutzung in den geführten Telefonaten sogar explizit ausgeschlossen - ist Diekmanns Behauptung falsch. Deshalb hat er am Freitag schon wieder Anwaltspost erhalten und wird aufgefordert, in seinem Blog eine Gegendarstellung… weiter lesen
Wie gestern nachmittag im Update noch gemeldet, dementiert Kai Diekmann, das Lettre-Interview mit “Türken-Thilo” Sarrazin geklaut zu haben, und behauptet, es hätte eine Genehmigung zum Abdruck vorgelegen. Wahr daran ist, dass “Lettre” einem “Bild”-Redakteur das komplette Interview zugefaxt hatte – mit dem handschriftlichen Hinweis: “Mit Nennung der Quelle. Lettre International 86″. Doch “Bild” druckte nicht nur Auszüge aus dem Interview im Blatt – was völlig in Ordnung ist - sondern scannte das gesamte Interview ein und stellte es ins Netz – obwohl “Lettre” einer solchen Nutzung ausdrücklich widersprochen hatte. Eben deshalb hat der coole Kai jetzt wieder eine Klage am Hals – und wir sagen dem dubiosen Diekmann hier schon mal voraus, dass er auch diese wieder verlieren wird. Dass die kleine “Lettre” sich doch freuen soll, wenn die große “Bild” Texte von ihr klaut, denn wegen des Quellenhinweises am Schluß würden die Millionen “Bild.de”-Leser doch dann “Lettre” am… weiter lesen