02.02.2010
von Blogwart
“Springer kann auch Satire” – wenn das zu beweisen war, dann hat Kai Diekmanns Blog, das nach 100 Tagen heute endet, den Beweis angetreten. Zwar gingen einige Versuche schwer daneben und zogen einen stattlichen Berg von Geldstrafen und Gerichtskosten nach sich – würden die taz-BlogerInnen mit dem Presse-und Persönlichkeitsrecht derart hemmungslos umgehen wie der bloggende Bild-Chef wäre der Laden hier längst pleite – aber dank einer Steilvorlage der taz, dem Pimmel über Berlin, konnten Genosse Diekmann und sein Blogteam zur satirischen Hochform auflaufen. Wobei mit der Fake-taz “Wir sind Schwanz!” dann der Höhepunkt des Blogs markiert wurde …>
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29.11.2009
von Blogwart
Die Therapie der sexuellen Obsessionen der Bild-Zeitung, die der Künstler Peter Lenk an der Wand des taz-Gebäudes vor zwei Wochen gestartet hat, schlägt an. Nicht dass sich an dem ekelhaften Blut-und Sperma-Blatt Europas größter Boulevardzeitung schon etwas geändert hätte, auch Friede Springer ist noch nicht zu dem ihr zugedachten Wallfahrtsort in der Rudi-Dutschke-Str. gepilgert, um sich zur Umkehr zu bekennen, und keiner der coolen Prominenten von Udo Lindenberg bis Gregor Gysi, die sich vor den Werbekarren der Blöd-Zeitung spannen lassen, hat bisher Abbitte geleistet. Doch das wäre, nach nur zwei Wochen, auch ein bißchen viel verlangt – wie jeder therapeutische Prozeß braucht auch dieser seine Zeit. Der Patient modifiziert unterdessen seine Abwehreaktionen, sich mit dem Totem an der taz-Wand zu identifizieren. …>
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28.11.2009
von Blogwart
“Euer blöder Schwanzvergleich geht mir echt auf die Eier, habt ihr nichts Besseres zu tun ?” – auf mails wie diese, die in den letzten Tagen öfter mal ankommen, antworten wir mit dem Hinweis, dass erstens heute wieder eine sehr gute, völlig schwanzfreie Ausgabe der taz erschienen ist – die taz-MitarbeiterInnen also nach wie vor nichts Besseres tun, als in der gewohnten Qualität eine Zeitung zu machen – und sich zweitens hinter dem Scheinriesen an der taz-Wand mehr verbirgt als …>
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24.11.2009
von Blogwart
Unter den zahlreichen emails und Briefen, die wir im Zusammenhang mit dem Kunstwerk an der taz-Wand erhalten, befand sich heute ein aktuelles Interview mit dem Künstler Peter Lenk – “Pimmel über Berlin bleibt!” und eine schon etwas ältere Erinnerung an den großen Selbstbetrug des Kai Diekmann. – sowie auch die folgende Betrachtung eines “emeritierten Kunstkritikers”, …>
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23.11.2009
von Blogwart
Am 7.11. hatten wir hier berichtet, dass “Bild” einen Text von “Lettre International” – das berüchtigte Interview mit Thilo Sarrazin – unerlaubt veröffentlicht und Neu-Blogger Kai Diekmann in seinem Blog dann fälschlich behauptet hatte, eine Erlaubnis eingeholt zu haben: Klauen und Lügen. Um den Abdruck der Gegendarstellung in Kai Diekmanns Blog vermeiden hatte der Springer-Verlag Lettre daraufhin einen Vergleich angeboten – gegen Zahlung von 30.000 EU sollte “Lettre” auf diese Gegendarstellungen und weitere Schadensersatzforderungen verzichten. …>
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23.11.2009
von Blogwart
Unser Nachwuchs-Blogger Kai Diekmann jammert rum, weil das Internet kein rechtsfreier Raum ist und ihm Rechtsanwalt Jony Eisenberg gerichtlich untersagt hat, in seinem Blog weiterhin persönlichkeitsrechtsverletzende Äußerungen zu verbreiten. Dabei geht es nicht um Äußerungen über die taz, sondern über die Person des Anwalts Eisenberg, den Kai Diekmann sowohl in der Bild-Zeitung als auch in seinem Blog zum Objekt satirischer Beiträge macht – was ihm absolut unbenommen ist, solange er sich dabei an das geltende Medienrecht hält. Doch das tut er nicht, und wird deshalb von Jony Eisenberg, einem ausgewiesenen Fachmann auf diesem Gebiet, beharrlich daran erinnert. Und das ist gut so – zumal bei einem notorischen Wiederholungstäter, der wie der Bild-Chefredakteur “bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer sucht” (Landgericht Berlin).
“Ist das souverän ?” fragt Genosse Diekmann nun in seinem Blog – aber sicher, können wir da nur antworten: Für jedes Spiel gelten Regeln und wer die nicht beachtet riskiert rote Karten. So wie die taz, als sie 2002 die Grenze des satirisch Erlaubten mit dem Artikel über eine Penisverlängerung überschritt…
PS: Am Wochenende landete übrigens auch eine rote Karte bei uns – ausgestellt von Kai Diekmann und seinen Anwälten. Soviel zum Thema Souveränität. Stay tuned.
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19.11.2009
von Blogwart
Lernfähigkeit ist eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg im therapeutischen Prozess und deshalb ist es erfreulich, dass unsere gestrige Analyse des “Penispatienten auf der Blogcouch” umgehend dazu geführt hat, dass dieser vor lauter Freude gleich ein Bildchen von Sigmund Freud in sein Blog gesetzt hat. Dass er sich dann einen weiteren “großartigen und klugen” Patienten, den islamophoben Paranoiker H.M.Broder herbeizitiert, um das Kunstwerk an der taz-Wand zu erklären, macht Sinn. Dem “Stinkbomber der Nation”, der nicht “Pornoverfasser” genannt werden möchte, hatte das Berliner Landgericht unlängst attestiert, dass er “eine besondere Vorliebe für eine Ausdrucksweise mit sexuell drastischen und dem …>
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18.11.2009
von Blogwart
Das Totem an der taz-Wand zeigt Wirkung. Nach der erwartbaren Abwehrreaktion (“HiHi, das bin ich ja garnicht!”) beginnt der Patient langsam, sich der Realität zu stellen – aber wie das bei den im Springerhochhaus nistenden Schmierfinken so ist: kaum haben sie ein Partikel Realität erfaßt und einmal durch ihr Kleinhirn gewälzt, kommt “Bild”-Schwachsinn in Großbuchstaben heraus. Wie in KDs Antwort auf …>
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17.11.2009
von Blogwart
Während im internen “tagesthema” der taz eine der heißesten Kunstdebatten seit Duchamps Urinal läuft, die bezaubernde Medienkolumnistin “diesen permanenten Schwanzvergleich zwischen Bild und taz nur noch peinlich findet” und wegen “sexueller Belästigung am Arbeitsplatz” nach “Reportern ohne Grenzen” ruft, melden sich nun auch Genossen und LeserInnen zu Wort – und sind ebenfalls not amused. Stimmungsmäßig geht es bei Mütterchen taz also derzeit ungefähr so zu wie bei der CDU, die sich über 2008 über Peter Lenks Gruppensexrelief mit Angela Merkel echauffierte. Schon kursieren erste Gerüchte, dass sich in den Redaktionshöhlen radikale taz-Taliban formieren, die über die Sprengung der überdimensionierten Statue an …>
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15.11.2009
von Blogwart

Dass wir den BILD-Chef Kai Diekmann daran erinnern mussten, dass das Urheberrecht für seine Penisvergrößerung nicht bei ihm liegt und er folglich damit auch nicht einfach sein Blog schmücken darf, mag manchem ein wenig kleinlich erschienen sein. Aber erstens will sich die taz nicht bieten lassen, dass das Schmuddelblatt von gegenüber ungefragt abkupfert, und zweitens hatten wir in Sachen Erektionsmaximierung etwas in petto, mit dem der Neublogger jetzt ganze Bilderstrecken füllen kann: sage und schreibe sechzehn Meter Fleisch. Die Wand des taz-Hauses, mit Blick auf’s BILD-Büro, ziert seit heute ein Relief des Künstlers Peter Lenk:
“Mit gespreizten Beinen hüpft der nackte Herr auf Höhe des Ergeschosses, sein primäres Geschlechtsteil wächst wuchtig bis in 16 Meter Höhe und verwandelt sich an der Spitze in eine Kobra. Ohne viel Phantasie erkennt man in dem potenten Hauptdarsteller der Installation Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Auf Höhe des vierten Obergeschosses sitzt Friede Springer im züchtigen Kostüm. Mit Flöte als Schlangebeschwörerin. Dazwischen allerlei Personal, über das die Boulevardzeitung in den letzten Jahren moralisch urteilte – und sie tragen jeweils die original Bild-Schlagzeilen zu sich.”
So der Südkurier über die in der Nacht zum Sonntag angebrachte Installation des Künstlers, dessen Politikerskulpturen schon ebenso viel Freude beim Publikum wie Mißmut bei den Porträtierten auslösten. Genosse Kai indessen, da sind wir sicher, wird über seinen Megapimmel über die Maßen entzückt sein – und wer weiß, vielleicht wirkt die Kunst ja tatsächlich, wie Peter Lenk und die taz es sich wünschen, als “Therapie für die sexuellen Obsessionen der Bild-Zeitung”.

Fotos: Paolo Olarte
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