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	<title>Das Blogwart-Tagebuch &#187; taz</title>
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	<description>Hier empfiehlt der Blogwart besondere Beiträge und bahnt den LeserInnen einen Weg durch den taz-Blog-Dschungel.</description>
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		<title>Trotz Blogerfolg &#8211; Schweineblatt bleibt Schweineblatt.</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 14:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
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		<category><![CDATA[Friede Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left">&#8220;Springer kann auch Satire&#8221; &#8211; wenn das zu beweisen war, dann hat Kai Diekmanns Blog, das nach 100 Tagen heute endet, den Beweis angetreten. Zwar gingen einige Versuche schwer daneben und zogen einen stattlichen Berg von Geldstrafen und Gerichtskosten nach sich &#8211; würden die taz-BlogerInnen mit dem Presse-und Persönlichkeitsrecht derart hemmungslos umgehen wie der bloggende Bild-Chef wäre der  Laden hier  längst pleite &#8211; aber dank einer <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/15/therapie_der_sexuellen_obsessionen/">Steilvorlage </a>der taz, dem <a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&amp;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&amp;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Bild-Dir-Deinen-Pimmel&amp;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&amp;no_cache=1">Pimmel über Berlin</a>, konnten Genosse Diekmann und sein Blogteam zur satirischen Hochform auflaufen. Wobei mit der  Fake-taz <a href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/wir-sind-schwanz/">&#8220;Wir sind Schwanz!&#8221; </a>dann der Höhepunkt des Blogs markiert wurde<span id="more-99"></span> &#8211; <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/wir_sind_schwanz.pdf">auf Papier</a>.</p>
<p style="text-align: left">Dass das Relief <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/24/friede_sei_mit_dir_-_eine_kunstbetrachtung/">&#8220;Friede sei mit dir&#8221;</a> in einer Nacht-und Nebel-Aktion  montiert worden war, weil der Künstler Peter Lenk eine Klage fürchtete, hatte auch im Hause taz für einige Irritationen gesorgt, was den <a href="http://www.kaidiekmann.de/wp-content/uploads/2010/01/fz078742sw.jpg" rel="lightbox[99]">Satire-Mafiosi</a> von schräg gegenüber weitere Vorteile verschaffte, sodass die erste Blog-Halbzeit klar an Diekmann ging. Aber, so schon der Ziehvater des Bild-Chefs H.Kohl, &#8220;wichtig ist was hinten raus kommt&#8221; &#8211; und das Ergebnis wird sich noch zwei Jahre sehen lassen können, denn so lange wird die monumentale Anklage der frömmelnden Friede Springer  und ihrer Blut,-und Sperma-Geldmaschine &#8220;Bild&#8221; noch an der taz-Wand bleiben.</p>
<p style="text-align: left">Immerhin hat die witzige Art, mit der Kai Diekmann die obszöne Satire auf sein obszönes Blatt konterte, ihm einen Imagegewinn beschert &#8211; vornehme <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EC976366EBDFE4442A736B5598DAA1F04~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Feuilletons</a> und Medienseiten, die sonst einen Bild-Chef kaum mit der Kneifzange anfassen, widmeten ihm wohlwollende Porträts. Tatsächlich läßt sich im Hause Springer durchaus ein Fortschritt in Sachen Humor konstatieren &#8211; etwa wenn man das dort jetzt geöffnete <a href="http://www.medienarchiv68.de">Medienarchiv 68</a> nach den Karrikaturen eines Hans Joachim Stenzel durchforstet, für den  Studenten  als randalierende Untermenschen und Halbaffen auf einer Stufe mit Nazis stehen: &#8220;&#8230;so haben wir auch mal angefangen, A.H.&#8221; ziert z.B. als Unterzeile die Zeichnung (mit Klick zu vergrößern) vom 15.11.1967.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/02/stenzel-mopo-151167.jpg" rel="lightbox[99]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-100" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/02/stenzel-mopo-151167-424x259.jpg" alt="" width="502" height="306" /></a></p>
<p style="text-align: left">Ist das noch politischer Humor oder schon demagogische Hetze  ? Das Anarcho-Blatt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linkeck">&#8220;Linkeck&#8221;</a>, das den Zeichner Stenzel  wegen seines an den &#8220;Stürmer&#8221; gemahnenden Stils damals als &#8220;Faschist&#8221; bezeichnet hatte, wurde übrigens zu 500 DM Schmerzensgeld verurteilt &#8211; auch &#8217;68 durfte Satire eben nicht alles. Rudi Dutschke in der Bild-Zeitung als dämonischen Volksfeind darzustellen war indessen ein durchgängiger Standard.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/02/dutschke-stenzel.jpg" rel="lightbox[99]"><img class="alignnone size-medium wp-image-103 aligncenter" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2010/02/dutschke-stenzel-424x334.jpg" alt="" width="480" height="377" /></a></p>
<p style="text-align: left">Verglichen mit derlei Scheußlichkeiten läßt sich ein gewisser zivilgesellschaftlicher Fortschritt der Springer-Humoristen also nicht abstreiten &#8211; und den in 100 Tagen Blog einmal aufgezeigt zu haben kann  Diekmann und seinem Team als Verdienst angerechnet werden. An dem unerträglich unterirdischen Niveau der vom Genossen Kai verantworteten &#8220;Bild&#8221; freilich hat der Ausflug in die Höhen der Blogosphäre nichts geändert.  &#8220;Krebs-Patientin Julia (23) &#8211; Ihre Brust bekommt Schweinehaut&#8221; heißt es z.B. heute in einem großzügig bebilderten Artikel. Schweineblatt bleibt  eben Schweineblatt&#8230;</p>
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		<title>Totem und Tabu.</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 14:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
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		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Dutschke]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die  <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/15/therapie_der_sexuellen_obsessionen/">Therapie der sexuellen Obsessionen</a> der Bild-Zeitung, die der Künstler Peter Lenk an der Wand des taz-Gebäudes vor zwei Wochen gestartet hat, schlägt an. Nicht dass sich an <span style="text-decoration: line-through">dem ekelhaften Blut-und Sperma-Blatt</span> Europas größter Boulevardzeitung schon etwas geändert hätte, auch <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/24/friede_sei_mit_dir_-_eine_kunstbetrachtung/">Friede Springer</a> ist noch nicht zu dem ihr zugedachten Wallfahrtsort in der Rudi-Dutschke-Str. gepilgert, um sich zur Umkehr zu bekennen, und keiner der coolen Prominenten von Udo Lindenberg bis Gregor Gysi, die sich vor den <a href="http://www.bild.de/BILD/news/fakten/uebersicht-werbung/werbung.html">Werbekarren</a> der Blöd-Zeitung spannen lassen, hat bisher Abbitte geleistet. Doch das wäre, nach nur zwei Wochen, auch ein bißchen viel verlangt &#8211; wie jeder therapeutische Prozeß braucht auch dieser seine Zeit. Der Patient modifiziert unterdessen seine <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/18/penispatient_auf_der_blogcouch/">Abwehreaktionen</a>, sich mit dem Totem an der taz-Wand zu identifizieren.<span id="more-91"></span> Nachdem er zuerst den Anwalt der taz und einen Redakteur der &#8220;Berliner Zeitung&#8221; darin sehen wollte &#8211; der sich das jetzt ebenfalls  <a href="http://www.bildblog.de/14154/die-rueckkehr-der-naturgeilen-nymphen/">verbeten hat</a> -  vermutet er mittlerweile, dass es sich eigentlich nur <a href="http://hausblog.taz.de/2009/11/kai-diekmann-ich-bin-die-siegssaeule/">&#8220;um Rudi Dutschke himself&#8221;</a> handeln kann. Wir kommen der Sache also langsam näher, denn &#8220;68&#8243; ist bekanntlich das große Trauma des Kai Diekmann, an dem er sich mit <a href="http://image.spreadshirt.net/image-server/image/composition/11167269/view/1/type/png/width/280/height/280">Kai Guevara T-Shirts</a> und <a href="http://www.kaidiekmann.de/category/meine-taz/">Spaßguerilla-Blogging über die taz</a> abarbeitet &#8211; und jetzt mit dem eingebildeten Penis seines eingebildeten Großfeinds Rudi. (In sofern sollte auch niemand überrascht sein, wenn er nächste Woche verkündet: &#8220;Ich hab&#8217;s, es ist Martin Walser!&#8221; )</p>
<p>Während Abwehr, Verdrängung und Verschiebung so zu immer neuen Imaginationen des Patienten führt, fragen wir uns schon seit einigen Tagen, was eigentlich das Fachblatt für investigativen Unterleibs,- und Unterhosen-Journalismus, das sich ansonsten keinen öffentlichen Pimmel entgehen läßt, was also &#8220;Bild&#8221; zu der ganzen Sache sagt ? Da katapultiert die Kunstaktion der taz deren &#8220;direttore&#8221; in die Schlagzeilen der internationalen Presse und macht seine Manneskraft bis nach <a href="http://www.repubblica.it/2006/05/gallerie/esteri/bild-direttore/1.html" target="_blank">Italien</a> und in die hinterste <a href="http://www.kaidiekmann.de/wp-content/uploads/2009/11/mil10-271109-y.jpg" rel="lightbox[91]">Türkei</a> berühmt, da berichten Funk und <a href="http://www.swr.de/mediathek/sendungsauswahl/landesschau-bw/-/id=4693948/did=5655410/pv=video/nid=4693948/1o9wf8i/index.html">Fernsehen</a>, das<a href="http://www.swr.de/mediathek/sendungsauswahl/landesschau-bw/-/id=4693948/did=5655410/pv=video/nid=4693948/1o9wf8i/index.html"> </a>vornehme<a href="http://www.swr.de/mediathek/sendungsauswahl/landesschau-bw/-/id=4693948/did=5655410/pv=video/nid=4693948/1o9wf8i/index.html"> </a><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E92ED04B8554F4BE6A429E5C23D8F92BC~ATpl~Ecommon~Scontent.htm">FAZ-Feuilleton </a>adelt das journalistische Schmuddelkind mit einem jubelnden Porträt und der &#8220;Spiegel&#8221; ruft den Schmierfinken der Nation gar zum neuen Sponti-Häuptling der Republik aus &#8211; und was erfahren Millionen  Bild-LeserInnen davon ?  Nichts!</p>
<p>Hier zeigt sich einmal mehr der Unterschied zwischen der kleinsten und der größten Zeitung in der Dutschkestr.: die taz ist authentisch &#8211; sie hat ihre internen Irritationen öffentlich gemacht und sich dafür verspotten lassen &#8211; und Bild ist verlogen: ihr Chef spielt den liebenswerten Witzbold, aber sein Schandmal bleibt ein Tabu.<br />
<img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/273ec62de3e445c5a7c01f8cf5e17b2e" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Penis-Nachmessen vor Gericht.</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 11:33:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Penisvergrößerung]]></category>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Euer blöder Schwanzvergleich geht mir echt auf die Eier, habt ihr nichts Besseres zu tun ?&#8221; &#8211; auf mails wie diese, die in den letzten Tagen öfter mal ankommen, antworten wir mit dem Hinweis, dass erstens heute wieder eine sehr gute, völlig schwanzfreie Ausgabe der taz erschienen ist &#8211; die taz-MitarbeiterInnen also nach wie vor nichts Besseres tun, als  in der gewohnten Qualität eine Zeitung zu machen &#8211; und sich zweitens hinter dem <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/26/der_scheinriese/">Scheinriesen an der taz-Wand</a> mehr verbirgt als<span id="more-90"></span> nur ein lächerlicher Pimmel. Denn es geht um  das Geschäftsmodell der Bild-Zeitung, aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer ihren wirtschaftlichen Vorteil zu ziehen, es geht um die Methode, Intimes und Privates vorzuführen und damit Kasse zu machen, es geht um einen Journalismus, der nicht der Aufklärung und der Erziehung zur Mündigkeit verpflichtet ist, sondern der Sensationslust und Verdummung. Für dieses zynische Geschäftsmodell, aus dem die christliche Unternehmerin und Bundeverdienstkreuzträgerin Friede Springer ihren Profit saugt, hat die taz ihre Hauswand als Pranger zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Eine solche Anprangerung  &#8211; und nicht der Hang zu pubertären Pimmelwitzen &#8211; war auch schon der Grund, warum die taz 2002 den satirischen Beitrag über die Penisverlängerung des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann ins Blatt nahm. Auch wenn das Gericht der taz damals verbot, den Artikel weiter zu verbreiten, war der Prozeß ein medienpolitischer Meilenstein, wurde doch das oben beschriebene Geschäftsmodell der Bild-Zeitung erstmals amtlich und gerichtsfest definiert. Nachdem nun Kai Diekmann im Zuge des Imagetransfers vom schmuddeligen &#8220;Sudel-Kai&#8221; zum coolen Spaßguerillero den verbotenen Text <a href="http://www.kaidiekmann.de/wp-content/uploads/2009/06/taz_penis_web1.jpg" rel="lightbox[90]">in seinem Blog selbst veröffentlichte</a>, hat die taz das Gericht aufgefordert, das für sie nach wie vor geltende Verbreitungsverbot aufzuheben. In dieser der Woche nun hat das Landgericht Berlin mitgeteilt, dass dies alsbald erfolgen wird. &#8220;Telepolis&#8221; hat den medienpolitischen und presserechtlichen Streit heute dokumentiert: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31604/1.html">Penis-Nachmessen vor Gericht.</a></p>
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		<title>“Friede sei mit Dir” &#8211; Eine Kunstbetrachtung.</title>
		<link>http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/24/friede_sei_mit_dir_-_eine_kunstbetrachtung/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 14:21:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Friede Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lenk]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter den zahlreichen emails und Briefen, die wir im Zusammenhang mit dem <a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&amp;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&amp;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Bild-Dir-Deinen-Pimmel&amp;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&amp;no_cache=1">Kunstwerk an der taz-Wand </a>erhalten, befand sich heute ein aktuelles Interview mit dem Künstler Peter Lenk &#8211; <a href="http://www.radio7.de/index.php?id=558">&#8220;Pimmel über Berlin bleibt!&#8221;</a> und eine schon etwas ältere Erinnerung an den <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2007/05/09/bei-diekmanns-wichsvorlage-endet-die-innere-pressefreiheit-bei-weltde/#comment-18556">großen Selbstbetrug des Kai Diekmann</a>. &#8211; sowie auch die folgende Betrachtung eines &#8220;emeritierten Kunstkritikers&#8221;,<span id="more-81"></span> der unter dem  Pseudonym &#8220;Prof. Dr. t.h.c. Bazon Broeckers&#8221; schreibt:</p>
<p><strong>“Friede sei mit Dir” &#8211; Eine Kunstbetrachtung</strong></p>
<p><strong>Friede</strong> war 1965 Kindermädchen im Hause Springer, bevor sie die Geliebte, Lebensgefährtin und 1978 fünfte und letzte Ehefrau des Verlegers Springer wurde. Nach sieben Jahren Ehe erbte sie dessen Anteile des Verlagsimperiums, zahlte Kinder und Enkel aus früheren Ehen sowie weitere Anteilseigner aus und verfügt heute über die Aktienmehrheit des Springer-Konzerns. Friede nennt ein Privatvermögen von 3,2 Milliarden $ (Forbes-Magazin 10/07) ihr eigen,  ist Trägerin zahlreicher hoher Auszeichnungen und gehört der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche an. Sie ist Mitglied der CDU und eine Freundin Angela Merkels.</p>
<p><strong>Friede</strong> nimmt in dem monumentalen Relief Peter Lenks  die Zentralposition ein, der Punkt auf den die gesamte Dynamik hinzielt:  die sich aus den Tiefen mächtig empor wuchtende Cobra, die allein von der <strong>Beschwörung der Göttin</strong>, Friedes Flöte, gezähmt werden kann. Das über ihre schwebende Engelchen Axel Cäsar&#8230; selbst  wenn am <a href="http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/files/2009/11/0000155.jpg" rel="lightbox[81]">Axel-Cäsar-Altar</a> im obersten Stock der Springer-Zentrale bis heute täglich alle aktuellen Ausgaben dargebracht werden – so ein Engelchen kann es nicht mehr richten. Das kann nur eine mächtige, züchtige, christliche, steinreiche Frau:<strong> Friede.</strong></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/friede.jpg" rel="lightbox[81]"><img class="alignnone size-medium wp-image-82 aligncenter" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/friede.jpg" alt="" width="314" height="341" /></a></p>
<p><strong>Friede dirigiert den großen Hampelmann</strong>, der den unteren Teil des Reliefs dominiert und aus dessen Unterleib die Cobra wächst, die man drei Etagen lang ohne Zweifel für nichts anderes als einen Phallus halten kann. Doch ihre Doppelnatur enthüllt sich in 15 Metern Höhe, wo sie sich sanft der Göttin beugt.  Warum, könnte man fragen, muß es so hoch sein ? Geht es nicht ein bißchen kleiner ? So wie das barocke Pimmelchen des Axel Cäsar ?  Peter Lenks Antwort lautet eindeutig Nein – und ihm ist Recht zu geben. Denn so harmlos, brav und unscheinbar die Göttin hoch oben erscheint – sie ist die Herrin eines Monsters, dass sich tagtäglich in der Presselandschaft aufschwingt:<strong> gross, ordinär, obszön und primitiv</strong> &#8211;  wie  diese phallische Cobra.</p>
<p>Friede den Penis eines Hampelmanns, ihres BILD-Chefredakteurs, beschwören zu lassen wäre schon für sich gesehen eine schöne künstlerische Idee; es an einer Wand zu tun, die im Blickfeld der Springer-Zentrale liegt erhöht nicht nur den Reiz, sondern befördert das Kunstwerk zum  Mahnmal – und es an der taz-Wand des Presse-Davids  zu tun, dem der Bild-Goliath einen kritischen Beitrag über seine Penisverlängerung verbieten ließ:<strong> diese</strong> <strong>Koinzidenz macht Idee und Mahnmal zum Ereignis</strong>. Und beantwortet einmal mehr die Frage, warum  die Peniscobra so groß sein muß. Die Größe spielt auf jenes Gerichtsverfahren an, bei dem sich der Chefredakteur wegen einer fiktiven Penisverlängerung in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sah und 30.000 EU Schmerzensgeld von der taz forderte. Eine monströse Summe für eine derart kleine Sache, zumal für einen der  “bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer sucht.” .</p>
<p>Mit diesem von der taz erkämpften Spruch des Landgerichts Berlin wurde erstmals gerichtlich festgehalten, wie Friede, ihr Flagschiff Bild und ihre jeweiligen Hampelmänner zu ihren Milliarden kommen. Indem sie ihren <strong>“wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung anderer”</strong> ziehen und dabei die Figuren vorführen und auschlachten, die den Mittelteil des Reliefs bilden:</p>
<p>Prominente und Namenlose, deren Penis Bild-Schlagzeilen machte. Es könnten auch ihre Brüste,  ihr Krebs oder anderes Privates sein. Friede gibt den Ton vor und der Hampelmann dringt ein, mit einer, zumindest an dieser Wand kaum zu überbietenden Penetrationsgewalt – als adäquate <strong>Spiegelung und Affirmation der Penetranz </strong>des Bild-Geschäfts.</p>
<p>Weil auf den ersten Blick nur <strong>der Hampeldiekmann und sein ins Lächerliche dimensionierter Phallus</strong> zu sehen sind, erschließt die Bedeutung des Werks sich erst bei näherer Betrachtung und unter Einbeziehung des Zentralgestirns Friede. Dem flüchtigen Passanten kann “Friede sei mit dir” vielleicht wie ein hingeschmierter, postpubertärer Graffitistreich erscheinen, tatsächlich aber verbinden sich hier Ortsmagie, Medienkritik und Komik zu einem wirklichen Kunstereignis. Es geht nicht um den Hampelmann und seinen Pimmel – es geht um eine Beschwörung der mächtigsten Frau Deutschlands. Die taz und Peter Lenk wünschen <strong>Frieden für Friede</strong>: dass sie es bald nicht mehr nötig haben möge, ihre Geschäfte auf einem derart dumpfem Niveau zu betreiben, dass sie Menschen ihre Würde läßt und dass sie ihre Einfluß geltend macht und die penetrante Cobra endlich ins Körbchen zurückpfeift. <strong>Friede sei mit Dir</strong>.<br />
<img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/948631c02b644e68a5b911c5f3cd2137" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Klauen und Lügen (II)</title>
		<link>http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/23/klauen_und_luegen_ii/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 15:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7.11. hatten wir hier berichtet, dass &#8220;Bild&#8221; einen Text von &#8220;Lettre International&#8221; &#8211; das berüchtigte Interview mit Thilo Sarrazin &#8211; unerlaubt veröffentlicht und Neu-Blogger Kai Diekmann in seinem Blog dann fälschlich behauptet hatte, eine Erlaubnis eingeholt zu haben:  <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/07/klauen_und_luegen/">Klauen und Lügen</a>. Um den Abdruck der Gegendarstellung in Kai Diekmanns Blog vermeiden hatte der Springer-Verlag Lettre daraufhin einen Vergleich angeboten &#8211; gegen Zahlung von 30.000 EU sollte &#8220;Lettre&#8221; auf diese Gegendarstellungen und weitere Schadensersatzforderungen verzichten.<span id="more-80"></span></p>
<p>Nachdem wir auf taz.de über dieses Angebot berichtet hatten, zog Springer den Vergleich zurück und die Springer-Anwälte forderten von der taz nun unter anderem eine Gegendarstellung. Wir haben unserem Artikel <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/bild-zahlt-fuer-sarrazin-interview/">eine Berichtigung hinzugefügt.</a></p>
<p>Lettre hat den Springer-Verlag  indessen aufgefordert, bis zum 24.11.2009 Schadensersatz und Nutzungsentschädigung zu zahlen, die die vergleichsweise angebotene Summe übersteigt und angekündigt, Klage zu erheben, wenn die Zahlung nicht fristgemäß erfolgt.</p>
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		<title>Rote Karten.</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 09:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Jony Eisenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Nachwuchs-Blogger Kai Diekmann  <a href="http://www.kaidiekmann.de/so-lustig-ist-die-taz/2009/11/21/#more-4464">jammert rum</a>, weil das Internet kein rechtsfreier Raum ist und ihm Rechtsanwalt Jony Eisenberg gerichtlich untersagt hat, in seinem Blog  weiterhin persönlichkeitsrechtsverletzende Äußerungen zu verbreiten. Dabei geht es nicht um Äußerungen über die taz, sondern über die Person des Anwalts Eisenberg, den Kai Diekmann sowohl in der Bild-Zeitung als auch in seinem Blog zum Objekt satirischer Beiträge macht &#8211; was ihm absolut unbenommen ist, solange er sich dabei an das geltende Medienrecht hält. Doch das tut er nicht, und wird deshalb von Jony Eisenberg, einem ausgewiesenen Fachmann auf diesem Gebiet, beharrlich daran erinnert. Und das ist gut so &#8211; zumal  bei einem notorischen Wiederholungstäter, der wie der Bild-Chefredakteur   &#8220;bewusst  		seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung  		anderer sucht&#8221; (Landgericht Berlin).</p>
<p>&#8220;Ist das souverän ?&#8221; fragt Genosse Diekmann nun in seinem Blog &#8211; aber sicher, können wir da nur antworten: Für jedes Spiel gelten Regeln und wer die nicht beachtet riskiert rote Karten.  So wie die taz, als sie 2002 die Grenze des satirisch Erlaubten mit dem Artikel über eine Penisverlängerung überschritt&#8230;</p>
<p>PS: Am Wochenende landete übrigens auch eine rote Karte bei uns &#8211; ausgestellt von Kai Diekmann und seinen Anwälten. Soviel zum Thema Souveränität. Stay tuned.</p>
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		<title>Penispatienten unter sich.</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 15:06:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Broder]]></category>
		<category><![CDATA[Penispatient]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lernfähigkeit ist eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg im therapeutischen Prozess und deshalb ist es erfreulich, dass unsere gestrige Analyse des <a href="http://www.kaidiekmann.de/zwei-abhandlungen-uber-die-sexualtheorie/2009/11/19/#more-4333">&#8220;Penispatienten auf der Blogcouch&#8221;</a> umgehend dazu geführt hat, dass dieser  vor lauter Freude gleich <a href="http://www.kaidiekmann.de/zwei-abhandlungen-uber-die-sexualtheorie/2009/11/19/#more-4333">ein Bildchen von Sigmund Freud</a> in sein Blog gesetzt hat. Dass er sich dann einen weiteren  &#8220;großartigen und klugen&#8221; Patienten,  den islamophoben Paranoiker H.M.Broder herbeizitiert, um das Kunstwerk an der taz-Wand zu erklären, macht Sinn.  Dem  <a href="http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/stinkbomber-der-nation/">&#8220;Stinkbomber der Nation&#8221;</a>, der nicht  <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/tag/henryk-m-broder/">&#8220;Pornoverfasser&#8221;</a> genannt werden möchte,  hatte das Berliner Landgericht unlängst attestiert, dass er  <em>&#8220;eine besondere Vorliebe für eine Ausdrucksweise mit sexuell drastischen und dem </em><span id="more-70"></span><em>Genitalbereich entstammenden Begriffen hat, die er auch benutzt, wenn es gar nicht um sexuelle oder verwandte Themen geht, so dass auch politische und andere Diskussionen immer wieder mit sexuellen Konnotationen aufgeladen werden.&#8221; </em></p>
<p>Ein Diekmann-Bruder im Geiste also &#8211; als Dreckschleuder hyperaktiv, aber wenn jemand einen kleinen Witz macht gleich zum Gericht rennen und Schmerzensgeld verlangen. Doch auf unsere Juristen ist ja (meistens) noch Verlaß  &#8211; wie das Urteil gegen Diekmann im historischen &#8220;Penis-Prozeß&#8221; zeigt, das wir immer wieder gerne zitieren:</p>
<p><em>&#8220;In der Bild-Zeitung werden &#8211; wie der Kammer aus ihrer täglichen Arbeit  		bekannt ist &#8211; häufig persönlichkeitsrechtsverletzende Beiträge  		veröffentlicht. Oftmals verletzen die Beiträge sogar die Intimsphäre der  		Betroffenen. Der Kläger ist hierfür in äußerungsrechtlicher Hinsicht  		verantwortlich. Als Chefredakteur hätte er ohne weiteres die  		Möglichkeit, diese Rechtsverletzungen zu unterbinden; eine  		Rechtsabteilung sowie äußerungsrechtlich versierte Rechtsanwälte stehen  		ihm &#8211; was der Kammer aus ihrer täglichen Arbeit ebenfalls bekannt ist &#8211;  		laufend beratend zur Verfügung. In manchen Fällen wird der Kläger sogar Initiator der Rechtsverletzungen  		sein. Durch sein Unterlassen bzw. sein aktives Tun befördert er so nicht  		nur den Umsatz und die Einnahmen des Verlages der Bild-Zeitung, sondern  		auch seine persönlichen Einkünfte. Denn diese werden &#8211; zumindest auf  		mittlere Sicht &#8211; davon abhängig sein, welche Einnahmen der von ihm  		geführte Verlag erzielt. Es kann im Übrigen auch kein Zweifel daran  		bestehen, dass dem Kläger diese Zusammenhänge bewusst sind.  <strong>Die Kammer hält dafür, dass derjenige, der &#8211; wie der Kläger &#8211; bewusst  		seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung  		anderer sucht, weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen  		Persönlichkeitsrechtes belastet wird. Denn er hat sich mit Wissen und  		Wollen in das Geschäft der Persönlichkeitsrechtsverletzungen begeben und  		wird daher &#8211; nach allgemeinen Regeln menschlichen Zusammenlebens &#8211; davon  		ausgehen, dass diejenigen Maßstäbe, die er anderen gegenüber anlegt,  		auch für ihn selbst von Belang sind. Dies gilt vor allem dann, wenn wie  		vorliegend, der Angriff auf ihn durch die eigene Rechtsverletzung  		motiviert ist.</strong> So knüpft der angegriffene Artikel an den  		persönlichkeitsrechtsverletzenden Journalismus des Klägers an (erster  		und vorletzter Absatz des Artikels) und nimmt genau diesen Journalismus  		kritisch aufs Korn. Zum Teil zitiert der Artikel sogar Formulierungen  		aus Beiträgen in der Bild-Zeitung und wendet genau diese gegen den  		Kläger. Dass der Artikel darüber hinaus oder sogar in erster Linie der  		Unterhaltung der Leserschaft der taz dient, ändert hieran nichts.&#8221;</em></p>
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		<title>Penispatient auf der Blogcouch.</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 19:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Penispatient]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&amp;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&amp;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Bild-Dir-Deinen-Pimmel&amp;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&amp;no_cache=1">Totem an der taz-Wand</a> zeigt Wirkung. Nach der erwartbaren Abwehrreaktion (&#8220;HiHi, das bin ich ja garnicht!&#8221;) beginnt der Patient langsam, sich der Realität zu stellen &#8211; aber wie das bei den im Springerhochhaus nistenden Schmierfinken so ist: kaum haben sie ein Partikel Realität erfaßt und einmal durch ihr Kleinhirn gewälzt, kommt &#8220;Bild&#8221;-Schwachsinn in Großbuchstaben heraus. Wie in KDs Antwort auf <span id="more-69"></span>auf die Frage des <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Kai-Diekmann-Bild-Zeitung-taz-Penisstreit-Klaus-Lenk-Pimmel-Skulptur;art15532,2953573">Tagesspiegel</a>: &#8221; „taz“ und „Bild“ arbeiten nur wenige Meter voneinander entfernt. Macht diese Nähe besonders aggressiv oder besonders einfallsreich oder besonders kindisch?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;„Bild“ beschäftigt sich so gut wie gar nicht mit der „taz“. Umgekehrt scheint der Penisstreit von 2002 für die „taz“ allmählich zum Gründungsmythos zu werden – was ich mit Freuden sehe, weil es die Boulevardisierung der „taz“ weiter vorantreibt. Die neue Skulptur werte ich daher als Höhepunkt einer ganz neuen Sinnlichkeit und Fleischeslust, die ich so bei der „taz“ nicht vermutet hätte.&#8221;</em></p>
<p>Wiegesagt: ein Partikel &#8211; in diesem Fall 16 Meter &#8211; Realität vor Augen, und schon dreht der Mann am Rad. 2002 liess er der taz die Verbreitung einer <a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;dig=2002/11/16/a0140">Satire über seine Penisvergrößerung</a> gerichtlich verbieten und verlangte (vergeblich) 30.000 EU Schmerzensgeld &#8211; um den Text dann sieben Jahre später <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/10/28/urheberrecht_gilt_auch_fuer_penisvergroesserungen/">in seinem Blog selbst zu veröffentlichen, während das der taz weiter verboten ist.</a> Das war der &#8220;Gründungsmythos&#8221; nicht der &#8220;tageszeitung&#8221; &#8211; die bekanntlich 1978 gegründet wurde &#8211; sondern <strong>der  Gründungsmythos des Gossenjournalisten als bloggender Selbstironiker und coole Sau</strong>.</p>
<p>Solche &#8220;Verschiebungen&#8221; oder &#8220;Übertragungen&#8221; sind indessen typisch für den therapeutischen Prozeß: Diekman hält sich wegen der Spitzenauflage der &#8220;Sudel-Taz&#8221;, die er einmal machen durfte, ja schon seit Längerem für den idealen Hyper-Chefredakteur &#8211; auch im &#8220;Tagesspiegel&#8221;-Interview muß er sich dafür nochmal einen von der Palme schütteln.  Nun aber  &#8211; getrieben von der Beschwörungskunst schräg gegenüber &#8211; kann er nicht nur diese Eintagsfliege für sich reklamieren, sondern die gesamte &#8220;Gründung&#8221; der taz mythologisch allein auf seinen Penis beziehen. Es scheint, als ob sich hier auf der Blogcouch ein geradezu klassischer psychoanalytischer Lehrbuchfall entwickelt. Darauf deutet auch die &#8220;Freude&#8221; angesichts der Fleischeslust und Sinnlichkeit, die der Patient äußert &#8211; bis gestern mußte er den Blick in den Spiegel noch  verdrängen, jetzt nach erfolgreicher Übertragung der taz-Gründung auf seinen Penis, kann er dem monströsen Mahnmal schon Lust und Sinnlichkeit abgewinnen.</p>
<p>Was allerdings die &#8220;Boulevardisierung&#8221; betrifft und Diekmanns innigen Wunsch, dass die größte und kleinste Boulevardzeitung doch mehr zusammenarbeiten müßten, geht diese Fiktion nicht nur an der Realität vorbei sondern schon an den rein physikalischen Naturgesetzen. Denn &#8220;Bild&#8221; buckelt stets nach oben und tritt nach unten. Die taz hingegen tickt seit je genau anders herum&#8230;</p>
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		<title>&#8220;Im Namen des Buddhadaismus!&#8221;</title>
		<link>http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/17/im_namen_des_buddhadaismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 18:34:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Buddhadaismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lenk]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während im internen &#8220;tagesthema&#8221; der taz eine der  heißesten Kunstdebatten seit <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/90/Fontaine-Duchamp.jpg" rel="lightbox[67]">Duchamps Urinal</a> läuft,  die bezaubernde Medienkolumnistin &#8220;diesen permanenten Schwanzvergleich zwischen Bild und taz <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/artikel/1/wenn-kinder-quengeln/">nur noch peinlich </a>findet&#8221;  und wegen &#8220;sexueller Belästigung am Arbeitsplatz&#8221; nach &#8220;Reportern ohne Grenzen&#8221;  ruft, melden sich nun auch Genossen und <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/kommentarseite/1/wie-viel-schwanz-muss-sein/kommentare/1/1/">LeserInnen</a> zu Wort &#8211; und sind ebenfalls <a href="http://hausblog.taz.de/2009/11/pimmel-ueber-berlin/">not amused</a>. Stimmungsmäßig geht es bei Mütterchen taz also derzeit ungefähr so zu wie bei der CDU, die sich über 2008 über Peter Lenks <a href="http://www.taz.de/1/leben/kuenste/artikel/1/nackte-kanzlerin-tanzt-mit-schroeder/">Gruppensexrelief mit Angela Merkel</a> echauffierte. Schon kursieren erste Gerüchte, dass sich in den Redaktionshöhlen radikale taz-Taliban formieren,  die über die Sprengung der überdimensionierten Statue an <span id="more-67"></span>ihrer Bürowand nachdenken &#8211; während die moderateren Fraktionen sich mit einer Kondomisierung des überdimensionalen <span style="text-decoration: line-through">Geschlechtsteils</span> Grauens begnügen wollen, zumal sich damit auch in Sachen &#8220;Safer Sex&#8221;  ein Ausrufezeichen setzen liesse. Der Aushilfshausmeister unterdessen, der die Installation am Wochenenende überwachte, hat mit weiteren KunstliebhaberInnen  für diesen Fall bereits Mahnwachen angekündigt, notfalls würde man sich  &#8211; &#8220;Im Namen des Buddhadaismus!&#8221; &#8211; zwecks Penisverteidigung sogar anketten lassen&#8230;.</p>
<p>Wie man sieht, das Werk des Provokateurs Lenk tut schon nach zwei Tagen seine Wirkung &#8211; dass die vom Künstler intendierte therapeutische Behandlung der <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/15/therapie_der_sexuellen_obsessionen/">&#8220;Bild&#8221;-Obsessionen</a> etwas länger dauern wird ist klar, aber da der Patient bereits mit einer klassischen Abwehrreaktion angeschlagen hat &#8211; er behauptet nach wie vor <a href="http://www.kaidiekmann.de/wie-viel-schwanz-darf-sein/2009/11/17/#more-4142">gar nicht gemeint zu sein &#8211; </a>scheinen die Aussichten wirklich nicht schlecht&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Therapie der sexuellen Obsessionen.</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 21:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blogwart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diekmann-Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Kai Diekmann]]></category>
		<category><![CDATA[Penisvergrößerung]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lenk]]></category>
		<category><![CDATA[taz]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/relief_taz___foto_paulo_olarte.jpg" rel="lightbox[60]"><img class="alignnone size-medium wp-image-61 aligncenter" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/relief_taz___foto_paulo_olarte.jpg" alt="" width="424" height="211" /></a></p>
<p>Dass wir den BILD-Chef Kai Diekmann daran erinnern mussten, dass das <a href="http://blogs.taz.de/blogwart/2009/11/06/penis_auf_zwei_beinen/">Urheberrecht für seine Penisvergrößerung</a> nicht bei ihm liegt und er folglich damit auch nicht einfach sein Blog schmücken darf, mag manchem ein wenig kleinlich erschienen sein. Aber erstens will sich die taz nicht bieten lassen, dass das Schmuddelblatt von gegenüber ungefragt abkupfert, und zweitens hatten wir  in Sachen Erektionsmaximierung etwas in petto, mit dem der Neublogger jetzt ganze Bilderstrecken füllen kann: sage und schreibe <a href="http://www.taz.de/1/leben/kuenste/artikel/1/sechs-meter-fleisch/">sechzehn Meter Fleisch</a>.  Die Wand des taz-Hauses, mit Blick auf&#8217;s BILD-Büro, ziert seit heute ein Relief des Künstlers Peter Lenk:</p>
<p><span>&#8220;Mit gespreizten Beinen hüpft der nackte Herr auf Höhe des Ergeschosses, sein primäres Geschlechtsteil wächst wuchtig bis in 16 Meter Höhe und verwandelt sich an der Spitze in eine Kobra. Ohne viel Phantasie erkennt man in dem potenten Hauptdarsteller der Installation Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Auf Höhe des vierten Obergeschosses sitzt Friede Springer im züchtigen Kostüm. Mit Flöte als Schlangebeschwörerin. Dazwischen allerlei Personal, über das die Boulevardzeitung in den letzten Jahren moralisch urteilte – und sie tragen jeweils die original Bild-Schlagzeilen zu sich.&#8221; </span></p>
<p><span> So der<a href="http://www.suedkurier.de/news/panorama/panorama/art410967,4035022"> Südkurier</a> über die in der Nacht zum Sonntag angebrachte Installation des Künstlers, dessen <a href="http://www.taz.de/index.php?id=bildergalerie&amp;tx_gooffotoboek_pi1[fid]=1&amp;tx_gooffotoboek_pi1[srcdir]=Hurra-der-Lenk-ist-da&amp;tx_gooffotoboek_pi1[func]=combine&amp;no_cache=1">Politikerskulpturen </a>schon ebenso viel Freude beim Publikum wie  <a href="http://www.taz.de/1/leben/kuenste/artikel/1/nackte-kanzlerin-tanzt-mit-schroeder/">Mißmut bei den Porträtierten</a> auslösten. Genosse Kai indessen, da sind wir sicher, wird über seinen Megapimmel über die Maßen entzückt sein  &#8211; und wer weiß, vielleicht wirkt die Kunst ja  tatsächlich, wie Peter Lenk und die taz es sich wünschen, als </span>&#8220;Therapie für die sexuellen Obsessionen der Bild-Zeitung&#8221;.</p>
<p><a href="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/lenk-taz.jpg" rel="lightbox[60]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-62" src="http://blogs.taz.de/blogwart/files/2009/11/lenk-taz.jpg" alt="" width="203" height="340" /></a></p>
<p>Fotos: <span>Paolo Olarte</span></p>
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