Heute war ein schwarzer Tag für Cochabamba: Am Nachmittag zogen Hunderter aufgebrachter Menschen aus den Norden der Stadt ins Zentrum der Stadt. Die Aggressivität der selbsternannten „Jugend für die Demokratie“, die den Protestmarsch anführte, kam überraschend für die Polizei. Sie überrannten die völlig überforderten Beamten, um mit Schlagstöcken und Baseballkeulen die Demokratie im allgemeinen und den Präfekten Capitán Manfred im besonderen zu verteidigen und die Demonstranten, zumeist Kokabauern, „aus der Stadt zu vertreiben“. Diese besetzen seit dem Wochenende das Zentrum Cochabambas und fordern den Rücktritt des Comandante (siehe Eintrag von gestern). Die Kokabauern zückten ihrerseits Stöcke, Zwillen und Macheten. Es kam zu archaischen Straßenschlachten, bei denen zwei Menschen starben und fast 70 zum Teil schwer verletzt wurden.

Cocaleros und “Jugend für die Demokratie” lieferten sich heute Nachmittag blutige Straßenschlachten.
Quelle: Los Tiempos